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Frankreichs Starstürmer Kylian Mbappe hat mit einer Mischung aus Wut und Genugtuung auf den 1:0-Sieg über Paraguay im Achtelfinale der Fußball-WM reagiert. „Wenn wir unsere Hände in die Scheiße stecken müssen, werden wir unsere Hände in die Scheiße stecken“, sagte der 27-Jährige. Die von extrem harter Gangart der Verlierer geprägte Partie zeigte vor allem eines: Frankreich beherrscht nicht nur Zauberfußball mit Seitfallziehern und feinen Lochpässen.

Die Equipe Tricolore kann auch den schmutzigen Kampf annehmen - selbst wenn der Gegner die Grenzen des Erlaubten immer wieder austestet und der Schiedsrichter nicht eingreift. „Jeder spielt mit dem, was er hat. Es gibt im Fußball kein Richtig oder Falsch, sondern nur einen Weg: gewinnen“, sagte Mbappe. „Sie dachten, dass wir kommen würden, um im Smoking zu spielen, dass wir nur kommen würden, um schöne Aktionen und Eins-Zwei zu machen. Wir wissen auch, wie man schmutzigen Fußball spielt.“

Vier Wochen lang begleiteten die KURIER-Redakteure Andreas Heidenreich und Alexander Strecha das österreichische Nationalteam quer durch die USA – von Training zu Training, von Zitat zu Zitat, von Stadion zu Stadion. 

Irgendwann hat man dabei kaum noch Zeit, sich einfach hinzusetzen und Fußball zu schauen. Dafür lernt man andere Dinge: dass ein Wiener freundlicher werden kann, dass Portionen in Amerika eine eigene Dimension haben, und dass selbst eine lapidare Wegfrage als „awesome“ gilt. Zwei persönliche Reiseberichte.

Das Team Visma-Lease a Bike mit Rad-Superstar Jonas Vingegaard hat am Samstag das Mannschaftszeitfahren beim Grand Depart der 113. Tour de France in Barcelona gewonnen. Der Däne rollte auf dem 19,6 km langen Kurs durch die spanische Metropole mit einem Vorsprung von 8 Sekunden auf Team Ineos über die Ziellinie und sicherte sich damit das Gelbe Trikot. Der slowenische Topfavorit Tadej Pogacar hatte mit seinem UAE-Team als Dritter einen Rückstand von 12 Sekunden.

Damit feierte Vingegaard, zweimaliger Tour-Sieger (2022, 2023), auf dem Kurs vorbei an der Basilika Sagrada Familia und mit zwei kurzen Anstiegen vor dem Ziel den ersten Punktsieg im Duell mit Pogacar. Bei UAE gehörte Felix Großschartner zu den wichtigsten Unterstützern von Pogacar, das rot-weiß-rote Aushängeschild rollte am Ende mit einem Rückstand von 2:54 Minuten aus - nur die Zeit des besten Fahrers pro Team zählte für die Tageswertung.

Bernd Wiesberger hat sein kleines Formtief abgeschüttelt. Der Burgenländer greift vor dem Schlusstag beim mit 3 Millionen US-Dollar dotierten Golfturnier in München sogar nach dem Siegerscheck von 510.000 US-Dollar und vielen Punkten im „Race to Dubai“. Nach zwei 68er-Runden auf dem Par-72-Kurs steigerte sich Wiesberger am Samstag mit einer 67 - das bedeutete die geteilte Führung mit dem Südafrikaner Michael Hollick.

Wiesberger spielte im Golfclub München Eichenried in der dritten Runde 6 Birdies und 1 Bogey. Sein Landsmann Max Steinlechner fiel mit einer 73er-Runde hingegen auf den geteilten 32. Platz zurück.

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