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17 Jahre jung war Philipp Lienhart, als er 2014 von Wien Hütteldorf ausgezogen ist, um die Fußball-Welt zu erobern. Vom Rapid-Nachwuchs ging es zu Real Madrid, wo er in der zweiten Mannschaft spielte und bei den Profis mit Stars wie Sergio Ramos trainieren und lernen durfte, landete er 2017 beim SC Freiburg. Bis heute ist der Verteidiger aus Lilienfeld dem Klub aus dem Schwarzwald treu geblieben.

Am Mittwoch wollte sich der 29-Jährige mit seinem Langzeitklub belohnen und sich eine europäische Krone aufsetzen. Allein es wurde nichts mit dem Titel in der Europa League. Die Trophäe ging nach England. Aston Villa feierte im Beşiktaş-Stadion von Istanbul einen 3:0-Finalsieg gegen die Deutschen. Der Klub aus Birmingham holte damit nach dem Europapokal der Landesmeister 1982 auch den zweitwichtigsten Pokal im europäischen Klubfußball. Und das verdient.

Drei Tage nach dem Gewinn des Doubles hat der LASK seinen ersten Sommertransfer fixiert: Der österreichische Nationalspieler und WM-Teilnehmer Alessandro Schöpf wechselt vom Wolfsberger AC zu den Linzern und unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2028.

Der 32-jährige Tiroler wurde erst am Montag von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick für die WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada nominiert. Damit wird Schöpf nach den Europameisterschaften 2016 und 2021 bereits sein drittes großes Turnier im Nationalteam bestreiten. Bisher kommt er auf 35 Einsätze im österreichischen Nationalteam, in denen ihm sechs Treffer gelangen.

Auch auf Klubebene bringt der zentrale Mittelfeldspieler reichlich Erfahrung mit. Ausgebildet in der Akademie Tirol sowie in der Jugend und zweiten Mannschaft des FC Bayern München, führte sein Weg über den 1. FC Nürnberg und Arminia Bielefeld zum FC Schalke 04, wo er fünf Jahre lang spielte. Insgesamt absolvierte Schöpf 143 Partien in der deutschen Bundesliga, erzielte dabei elf Tore und bereitete acht weitere vor. Zudem kommt er auf vier Einsätze in der Champions League sowie zwölf Spiele in der Europa League.

Draußen vor der eindrucksvollen Swiss-Life-Arena beim Abgang zur Unterführung zum Bahnhof Altstetten schimpfte ein Schweizer Fan über die Ticketpreise. „Mit mir nicht“, rief er entsetzt und drehte dem Schauspiel den Rücken zu.

Er sollte einige Tore verpassen. Die Schweizer Nati hat sich zu einem der besten Eishockey-Nationalteams der Welt entwickelt. Das mussten am Mittwoch auch die Österreicher anerkennen. Das 9:0 war nach 3:1 gegen USA, dem 4:2 gegen Lettland und dem 6:1 gegen Deutschland der vierte Sieg in Folge. Nach vier Gegentoren in den ersten 14 Minuten gelang Österreich keine Schadensbegrenzung.

Die Kosten

An die 150 Euro kostet umgerechnet ein Ticket für ein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft bei dieser WM. Und dennoch sind alle Partien ausverkauft. Zum Vergleich: Das Spiel Österreich gegen Lettland gab es am Dienstag schon um 40,80 Franken, also rund 45 Euro. Bis Anfang dieser Woche waren bereits 400.000 der 500.000 aufgelegten Tickets verkauft. 50 Millionen Franken (55 Millionen Euro) beträgt das Budget dieser WM. Das ist mehr als bei der Rad-WM 2024 in der Schweiz.

Die größten Kosten verursachte die Infrastruktur, sagt Christian Hofstetter, Chef des Organisationskomitees im Schweizer Fernsehen. Die Arenen in Fribourg und Zürich mussten den Anforderungen des Weltverbandes angepasst werden. Also mussten Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt werden, Garderoben umgestaltet sowie Platz für die TV-Übertragungen geschaffen werden. Die Kapazitäten sanken daher von 12.000 auf 10.000 in Zürich und von 9.300 auf 7.500 in Fribourg. Läuft alles nach Plan, dann wird die WM einen Gewinn abwerfen. Doch das scheint nur zweitrangig zu sein.

Alles, was zählt bei diesem Turnier, ist der sportliche Erfolg der Nati, die sich mit ihren sechs NHL-Profis und mit jeder Partie mehr und mehr in die Favoritenrolle spielt.

Österreichs Tennis-Elite ist bei den French Open in der Qualifikation weiter makellos unterwegs. Am Mittwoch zogen Sinja Kraus, Lukas Neumayer und Jurij Rodionov in die dritte Runde ein. Sie brauchen füta_chunk_1 einen Hauptfeldplatz also nur noch je einen Sieg. Fix im Hauptbewerb stehen ihre Landsleute Sebastian Ofner, Anastasia Potapowa, Lillii Tagger und Julia Grabher

Kraus setzte sich in der zweiten Runde gegen Noma Noha Akugue mit 6:7(5), 6:0, 7:5 durch und bekommt es nun mit einer weiteren Deutschen zu tun, wobei die 32-jährige Anna-Lena Friedsam um einiges mehr an Erfahrung mitbringt als ihre 22-jährige Landsfrau. Die 24-jährige Kraus liegt als 101. freilich um 112 Weltranglistenplätze vor Friedsam. Es ist der 13. Anlauf von Österreichs aktueller Nummer drei auf ihr erstes Major-Hauptfeld, bisher war sie nur in Wimbledon 2023 in die dritte Quali-Runde gekommen. In Roland Garros versucht sie es zum vierten Mal überhaupt und in Serie.

Füta_chunk_1 das Erreichen der dritten Quali-Runde gibt es schon einmal 48.000 Euro, worüber sich u.a. auch Neumayer freut. Der Salzburger besiegte den Spanier Alejandro Moro Canas 6:1, 6:3, womit er bisher im Turnierverlauf nur fünf Games abgegeben hat. Auch Neumayer wartet noch auf sein Major-Debüt, sein achter Qualifikationsanlauf brachte den 23-Jährigen aber nun erstmals in eine dritte Runde. Rodionov ließ dem Brasilianer Gustavo Heide mit einem 6:1, 6:4 auch kaum eine Chance. Der nächste Gegner des Niederösterreichers wie auch von Neumayer stand vorerst noch nicht fest.

Erfolgreicher Hamburg-Auftakt von Erler/Miedler

Die Generalprobe des österreichischen Parade-Doppels Alexander Erler/Lucas Miedler auf den Sand-Klassiker beim ATP500-Turnier von Hamburg begann mit einem 6:7(5), 6:4, 10:8-Sieg gegen den Schweden Andre Göransson und den US-Amerikaner Evan King. Im Viertelfinale geht es gegen die starken deutschen Lokalmatadore Kevin Krawietz/Tim Pütz (3).

Die Saison für Ried ist noch gar nicht vorbei, da steht offenbar schon der Abgang des erfolgreichen Trainers Maximilian Senft fest. Der 36-Jährige, der die Innviertler ins Europacup-Play-off gegen Rapid (Freitag und Montag) führt, dürfte in der 2. deutschen Liga beim Karlsruher SC anheuern.

Laut den Oberösterreichischen Nachrichten hat der Wiener bereits am Mittwoch, nur eine Nacht nach dem 2:1-Sieg gegen den WAC, vor versammelter Mannschaft seinen Abgang mit Saisonende verkündet.

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