Sport-News

Die F1-Academy-Premiere in Silverstone glückte Emma Felbermayr in vollen Zügen.

Nachdem die 19-jährige Oberösterreicherin bereits am Samstag im Reverse-Grid-Rennen von der Poleposition zum Sieg gefahren ist und dabei die Alpine-Juniorin Nina Gademan aus den Niederlanden in Schach gehalten hatte, legte die Audi-Nachwuchsfahrerin am Sonntag nach.

Unter bewölktem Himmel erwischte Felbermayr einen sensationellen Start. Von Platz acht ging es in der ersten Runde auf die Vier vor, lag in unmittelbarer Verfolgung der McLaren-Juniorin Ella Lloyd. Die Safety-Car-Phase, ausgelöst durch Lloyd-Teamkollegin Ella Stevens, irritierte Felbermayr nicht.

Palmowski baut Gesamtführung aus

Die Welserin übte nach dem Neustart reichlich Druck auf Lloyd aus und wurde belohnt. In der schnellen Copse-Kurve erzwang Felbermayr den Positionswechsel und war damit fortan Dritte. Den Angriff von Gademan in der Maggotts-Kurve wehrte sie ebenfalls routiniert ab.

Nach insgesamt 13 Runden überquerte Felbermayr das Ziel als Dritte, hinter der 16-jährigen Sensationsdebütantin Chiara Bättig (2./Hitech) aus der Schweiz sowie der nun dreifachen Saisonsiegerin Alisha Palmowski (Red Bull/Großbritannien).

Palmowski führt weiterhin die Meisterschaft an. 108 Punkte hat die 19-jährige Lokalmatadorin nun am Konto. Rang zwei bleibt weiterhin bei Felbermayr, die nun auf 78 Punkte kommt. Weiter geht es für die Frauenserie am 22. August und 23. August im niederländischen Zandvoort. Die Rennen werden im kostenlosen Youtube-Livestream der F1 Academy übertragen.

Frankreichs Starstürmer Kylian Mbappe hat mit einer Mischung aus Wut und Genugtuung auf den 1:0-Sieg über Paraguay im Achtelfinale der Fußball-WM reagiert. „Wenn wir unsere Hände in die Scheiße stecken müssen, werden wir unsere Hände in die Scheiße stecken“, sagte der 27-Jährige. Die von extrem harter Gangart der Verlierer geprägte Partie zeigte vor allem eines: Frankreich beherrscht nicht nur Zauberfußball mit Seitfallziehern und feinen Lochpässen.

Die Equipe Tricolore kann auch den schmutzigen Kampf annehmen - selbst wenn der Gegner die Grenzen des Erlaubten immer wieder austestet und der Schiedsrichter nicht eingreift. „Jeder spielt mit dem, was er hat. Es gibt im Fußball kein Richtig oder Falsch, sondern nur einen Weg: gewinnen“, sagte Mbappe. „Sie dachten, dass wir kommen würden, um im Smoking zu spielen, dass wir nur kommen würden, um schöne Aktionen und Eins-Zwei zu machen. Wir wissen auch, wie man schmutzigen Fußball spielt.“

Vier Wochen lang begleiteten die KURIER-Redakteure Andreas Heidenreich und Alexander Strecha das österreichische Nationalteam quer durch die USA – von Training zu Training, von Zitat zu Zitat, von Stadion zu Stadion. 

Irgendwann hat man dabei kaum noch Zeit, sich einfach hinzusetzen und Fußball zu schauen. Dafür lernt man andere Dinge: dass ein Wiener freundlicher werden kann, dass Portionen in Amerika eine eigene Dimension haben, und dass selbst eine lapidare Wegfrage als „awesome“ gilt. Zwei persönliche Reiseberichte.

Das Team Visma-Lease a Bike mit Rad-Superstar Jonas Vingegaard hat am Samstag das Mannschaftszeitfahren beim Grand Depart der 113. Tour de France in Barcelona gewonnen. Der Däne rollte auf dem 19,6 km langen Kurs durch die spanische Metropole mit einem Vorsprung von 8 Sekunden auf Team Ineos über die Ziellinie und sicherte sich damit das Gelbe Trikot. Der slowenische Topfavorit Tadej Pogacar hatte mit seinem UAE-Team als Dritter einen Rückstand von 12 Sekunden.

Damit feierte Vingegaard, zweimaliger Tour-Sieger (2022, 2023), auf dem Kurs vorbei an der Basilika Sagrada Familia und mit zwei kurzen Anstiegen vor dem Ziel den ersten Punktsieg im Duell mit Pogacar. Bei UAE gehörte Felix Großschartner zu den wichtigsten Unterstützern von Pogacar, das rot-weiß-rote Aushängeschild rollte am Ende mit einem Rückstand von 2:54 Minuten aus - nur die Zeit des besten Fahrers pro Team zählte für die Tageswertung.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.