Die Poleposition in Silverstone geht an WM-Leader Antonelli
Kimi Antonelli in Silverstone
Kimi Antonelli holte die Poleposition für den Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien in Silverstone am Sonntag (16.00/live ORF 1, Sky). Der WM-Leader war nach seinem Sieg im Sprintrennen auch vier Stunden später im Qualifying von der Konkurrenz nicht zu biegen und fuhr in 1:28,111 Minuten die Bestzeit. Hinter dem Mercedes-Jungstar aus Italien belegten die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton die Ränge zwei und drei.
Max Verstappen sprach schon im Auto von einem „Desaster“. Der Red Bull verlor vor allem im dritten Streckenabschnitt viel Zeit auf die Schnellsten, der Niederländer kam nur auf Startplatz sieben. Sein Teamkollege Isack Hadjar (FRA) wurde Fünfter.
Ausrutscher ohne Folgen für den Lokalmatador
Eine frühe Schrecksekunde erlebte George Russell. Der Lokalmatador rutschte schon in Q1 von der Strecke durch das Kiesbett und schlug leicht in den Reifenstapeln ein. Mit viel Glück gruben sich die Reifen des Mercedes nicht im Schotter ein, Russell schaffte es zurück in die Box. Die demolierte Front am Silberpfeil konnte getauscht werden, Russell kam doch noch eine Runde weiter - und wird am Sonntag von Platz vier starten.
„War schwierig mit dem Wind“
Den letzten Anlauf in Q3 eröffnete Antonelli. Der Italiener erkundigte sich am Funk, warum er als erster Pilot auf die Strecke geschickt wurde und wirkte etwas ratlos.
Doch den Vorteil, keinen anderen Piloten in der entscheidenden Runde vor sich zu haben, nutzte der Mercedes-Fahrer zu seinem Vorteil. Gegenüber F1 TV sagte er: „Die Runde war sehr ordentlich. Aber es war schwierig mit dem Wind. Die Änderungen zwischen Sprint und Qualifying haben geholfen.“ Am „Silberpfeil“ mit der Startnummer 12 habe man am Differenzial und an der Bremsmigration nachgearbeitet.
Leclerc steht nach Spielberg erneut auf Startplatz zwei. „Ich bin zufrieden“, analysierte der Monegasse und antwortete auf die Frage, was an seinem Ferrari verändert wurde: „Im Moment müssen wir ein wenig auf alles schauen. Die Pace war zuletzt nicht da, ich muss etwas auf den Fahrstil aufpassen. Das hat aber diesmal gut funktioniert, ich bin glücklich über den zweiten Platz.“
Lokalmatador Hamilton, der am gestrigen Freitag noch um 0,011 Sekunden das Sprint-Qualifying für sich entschied, hatte im Grand-Prix-Qualifying etwas das Nachsehen. „Ich bin froh, in den Top drei zu sein. Ich hatte leider nicht die Pace von Antonelli“, sagte der Rekordweltmeister. Was ist im morgigen Rennen möglich? „Ich weiß nicht, ob wir das ganze Rennen mit Kimi mithalten können, aber vielleicht können wir strategisch etwas machen.“
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