Sport-News

Nun geht es an die Rackets: Fünf Tage nach einem erfolgreich abgeschlossenen Samurai-Kurs wird es für Österreichs „Tenniskrieger“ ernst: Am Freitag(ab 6 Uhr MEZ, ORF 1)  startet das "KURIER Austria Davis Cup Team" im Ariake Coliseum in Tokio die Begegnung der ersten Qualifikationsrunde zu den Davis Cup Final 8 zwischen Japan und Österreich. 

Mit wem das Team in den Eröffnungstag geht, das hat Jürgen Melzer am Donnerstag offiziell verkündet. Die Wahl des ÖTV-Sportdirektors und -Davis-Cup-Kapitäns ist zunächst auf Sebastian Ofner und Jurij Rodionov gefallen. 

Der erstgenannte Steirer läuft zum Start ein, wie die Auslosung vom Donnerstag um 2:00 Uhr MEZ auf der Anlage ergab: Die Nummer eins der rot-weiß-roten Herrennationalmannschaft (ATP 135) trifft im ersten Einzelmatch am Freitag auf Yosuke Watanuki (ATP 166). Im Anschluss fordert der Niederösterreicher Rodionov (ATP 170) im zweiten Single Japans aktuelle Nummer eins Shintaro Mochizuki (ATP 108). Für das Doppelmatch, das am Samstag um 5:00 Uhr MEZ (ab 4:55 Uhr live auf ORF SPORT+) den Anfang machen wird, wurden erwartungsgemäß Lucas Miedler und Alexander Erler aufgeboten. 

Die österreichische Profiboxerin Michaela Kotaskova steht vor dem bislang größten Kampf ihrer Karriere. Die Bounce-Boxerin trifft am 5. April in London auf keine Geringere als Chantelle Cameron, ehemalige unangefochtene Weltmeisterin (Undisputed) im Superleichtgewicht und eine der konstantesten Boxerinnen Europas. Die beiden kämpfen um den WBO Jr. Middleweight World Champion Titel. 

Die 34-jährige Cameron ist bekannt unter dem Kampfnamen „Il Capo“ und zählt seit Jahren zur Weltspitze. Die technisch starke und taktisch äußerst disziplinierte Britin war Weltmeisterin aller vier großen Verbände (WBA, WBC, IBF, WBO) im Halbweltergewicht und schrieb im Mai 2023 Boxgeschichte mit ihrem Sensationssieg gegen Katie Taylor. Der spätere Rückkampf ging zwar verloren, die Rivalität gilt jedoch als eine der bedeutendsten im modernen Frauenboxen.

"Jahrelang darauf hingearbeitet"

Für Michaela Kotaskova, die bei Bounce unter Vertrag steht, ist dieser Fight der nächste konsequente Schritt auf internationaler Ebene. Die amtierende WBF-Weltmeisterin hat sich den Kampf durch jahrelange Disziplin, Konstanz und kompromisslose Arbeit im Training erkämpft. Nun geht es um eine Weltmeisterschaft der sogenannten Big-4, also ein Titel der WBO, eines der vier großen internationalen Boxverbände. "Genau solche Kämpfe wollte ich immer haben – gegen die Besten, auf der größten Bühne. Ich habe jahrelang auf diesen Moment hingearbeitet." 

Die olympischen Curling-Wettbewerbe in Cortina d'Ampezzo haben mit einer technischen Panne begonnen. Bei den ersten Partien des Mixed-Turniers am Mittwoch ging im Cortina Curling Olympic Stadium plötzlich das Licht aus, auch die elektronische Anzeige der Ergebnisse fiel zeitweise aus. Die Spiele seien wegen "technischer Wartung" unterbrochen, teilten die Organisatoren via Einblendung im TV-Bild mit. 

Bei den Athletinnen und Athleten herrschte kurzzeitig Verwirrung.

Zwei Curlerinnen vertrieben sich die Zeit und imitierten mit ihren Besen eine Luftgitarre. Als das Licht nach rund fünf Minuten wieder anging, applaudierten die Zuschauer - die Curling-Teams quittierten es mit einem Lachen. Das Stadion in dem Wintersportort war bereits im Jahr 1955 für die Winterspiele im folgenden Jahr gebaut worden.

Die Wiener Austria hat U17-Vizeweltmeister Vasilije Markovic mit einem Profivertrag ausgestattet. Der Mittelfeldspieler unterschrieb einen bis Sommer 2028 laufenden Vertrag, wie der Bundesligist am Mittwoch bekannt gab. Der 17-Jährige war einer der herausragenden Spieler bei der WM-Endrunde in Katar. Für die Austria kam er im Dezember bei den Young Violets zu seinem ersten Einsatz in der 2. Liga. Zuletzt war Markovic im Trainingslager der Profis in der Türkei dabei.

"Es freut uns sehr, dass sich Vaso trotz konkreter Anfragen anderer Clubs für uns entschieden hat. Wir haben uns intensiv um einen Verbleib bemüht und ihm eine klare sportliche Perspektive am Weg in den Profifußball aufgezeigt", meinte Austrias neuer Sport-Vorstand Tomas Zorn.

Als Italien 2019 den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2026 bekam, hieß es, dies würden die nachhaltigsten Spiele werden, die es bis dato gegeben hat. Jetzt, einen Tag vor der Eröffnung, fällt die Bilanz schon weniger erfreulich aus.

Die Spiele finden nicht an einem Ort statt, sondern erstrecken sich über ein großes Gebiet, das von Mailand über Livigno-Bormio bis nach Cortina reicht. Während die Frauen die Pisten in Cortina hinunterflitzen, machen die Männer dasselbe in den knapp fünf Stunden entfernten Skiorten Livigno und Bormio. Zwischen den Hauptquartieren Mailand und Cortina liegen mehr als 400 Kilometer.

Ziel dieser weitläufigen Verteilung war, bestehende Sportanlagen zu nutzen, statt neue zu errichten. Als Neubauten waren ursprünglich nur das Olympische Dorf und die Hockey Arena in Mailand Santa Giulia vorgesehen.

Wie so oft, kam es aber anders. Zum Beispiel im Fall der Bobbahn in Cortina. Anfangs dachte man daran, die aus dem Jahr 1956 stammende Struktur nutzen zu können – Olympia gastierte damals auch in Cortina. Die Anlage erwies sich aber als nicht sanierbar, weswegen im Rekordtempo das Cortina Sliding Centre errichtet wurde, in dem die Bob-, Rodel und Skeletonwettbewerbe stattfinden werden.

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