Warum Österreichs Davis-Cup-Team in Tokio Gänsehaut bekam
Für Österreichs Tennis-Fans heißt es in den nächsten Tagen früh aufstehen. Das KURIER Austria Davis Cup Team trifft am Freitag (6 Uhr MEZ) und Samstag (5 Uhr) in Tokio auf Japan. Dort soll der erste Schritt gemacht werden auf dem Weg zur neuerlichen Teilnahme beim Final-8-Turnier in Bologna. Teamkapitän Jürgen Melzer zeigt sich nach den ersten Trainingstagen zufrieden. „Wir sind am Samstag in Tokio angekommen und haben zunächst mal versucht, den Jetlag zu bewältigen“, erklärt er. Die frühe Anreise habe sich bezahlt gemacht.
Austro-Samurais
Neben dem Sportlichen kam auch der Teamgeist nicht zu kurz. „Am Sonntag hatten wir mit einem Samurai-Kurs einen sehr coolen Teambuilding-Programmpunkt“, sagt Melzer. Erst danach ging es auf den Platz: „Seither bereiten wir uns intensiv auf den Länderkampf vor.“ Melzers Fazit nach den ersten Tagen: „Es läuft bisher alles gut.“ Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei wie gewohnt gut. „Das ist bei uns zum Glück eigentlich immer der Fall.“
Als Gastgeber hinterlässt Japan einen positiven Eindruck. „Wir sind sehr herzlich empfangen worden. Man ist auf jeden Fall sehr bemüht“, schildert Melzer. Sportlich gesehen präsentierten sich die Bedingungen im Ariake Coliseum leicht anders als erwartet. „Der Hardcourt ist eine Spur langsamer als erwartet“, sagt Melzer und liefert auch eine Erklärung: „Das liegt vielleicht auch daran, dass es in der Halle kalt ist.“ Die Temperaturen waren schon ein Thema. An einem Morgen hatte es elf Grad in der Halle. „Über Nacht war die Heizung abgedreht worden, und deshalb war es dermaßen frisch. Am Nachmittag waren’s dann immerhin 18 Grad, das war okay.“
Sein Team sei gut vorbereitet. „Die Trainings sind gut verlaufen.“ In den ersten Tagen habe man bewusst dosiert. Mittlerweile sei die Intensität hochgefahren worden: „Gestern und heute waren aber natürlich volle Trainingstage.“ Besonders wichtig: „Bis jetzt läuft es bestens, niemand ist verletzt, alle sind fit.“
Der Heimvorteil für Japan werde laut Melzer nicht entscheidend sein. „Klar hat man einen Vorteil, wenn das Publikum hinter einem steht. Außerdem kann man sich den Belag und die Bälle aussuchen.“ Gleichzeitig ist Melzer überzeugt: „Ich habe gesehen, dass sich unsere Burschen hier auch gut zurechtfinden.“ Der Belag sei nicht selten. „Man spielt auf der Tour ständig auf Hartplatz.“
Und mit der Stimmung kann Österreich auch gut umgehen, wie das Auswärtsspiel in Ungarn gezeigt hat.
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