Vizeweltmeister Frankreich hat bei der Fußball-WM vorzeitig das Sechzehntelfinale erreicht. Das Team von Trainer Didier Deschamps setzte sich in der Nacht auf Dienstag in Philadelphia in einer von Unwettern heimgesuchten und verzögerten Partie gegen Außenseiter Irak mit einem souveränen 3:0-(1:0)-Sieg durch. Wie schon beim 3:1 gegen Senegal glänzte Kylian Mbappe mit zwei Toren (14., 54.) und liegt mit 16 WM-Treffern nur noch zwei hinter Rekordler Lionel Messi.
Die Franzosen, für die auch Ousmane Dembele (66.) traf, halten nach zwei Spielen in Gruppe I bei sechs Punkten. Für die Iraker war es nach dem 1:4 gegen Norwegen die zweite Niederlage bei diesem WM-Turnier. Der Elf von Coach Graham Arnold droht damit der baldige Turnier-Abschied. Der Irak bekommt es zum Gruppenabschluss am Freitag (21.00) in Toronto mit Senegal zu tun, während die Franzosen zur gleichen Zeit in Boston im Gruppenschlager auf Norwegen treffen.
Die Partie war wegen eines Gewitters gut zwei Stunden lang unterbrochen. Bei dieser WM war es die erste derartige Wetterverzögerung. Bereits bei der Club-Weltmeisterschaft in den USA im Vorjahr hatte es mehrere solcher Vorfälle mit teils stundenlangen Verzögerungen gegeben. Bei Matches in den Vereinigten Staaten muss sich die FIFA bei Gewittern an die lokalen Vorschriften halten. Nähern sich die Unwetter dem Stadion in einem Radius von acht Meilen (13 km), muss dieses evakuiert werden. Die Unterbrechung dauert zumindest eine halbe Stunde. Jeder weitere Blitzeinschlag setzt diese 30-Minuten-Frist erneut in Gang.
Das Unwetter sorgte für Chaos
Das Match stand unter dem Einfluss einer Schlechtwetterfront. Schon Stunden vor dem Anpfiff hatte es ein Unwetter in Philadelphia gegeben, weswegen die Stadiontore verspätet geöffnet worden waren. Zwar erfolgte der Ankick vor 68.000 Zuschauern pünktlich, doch Mitte der ersten Hälfte gingen heftige Regenfälle in der WM-Arena nieder. Da stand es bereits 1:0 für den klaren Favoriten: Mbappe netzte nach Zuspiel von Michael Olise aus der Distanz (14.).