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Österreichs nordische Kombinierer haben zum Auftakt des Seefeld-Triples einen Doppelsieg gelandet. Im Massenstartbewerb setzte sich am Freitag Johannes Lamparter nach dem 10-km-Langlauf und einem Sprung mit 0,5 Punkten vor Stefan Rettenegger durch. Dritter wurde 4,4 Zähler zurück der Norweger Andreas Skoglund.

Bei den Frauen gab es über 5 km und einem Sprung einen Premierensieg der US-Amerikanerin Alexa Brabec, Katharina Gruber wurde als beste Österreicherin Zehnte. 

Ende des dritten Satzes konnte Carlos Alcaraz kaum noch gehen, nun könnte er der  jüngste Spieler der Geschichte werden, der alle vier Grand-Slam-Turniere gewinnt (Karriere-Slam).

Und das nach einem Drama: Der Spanier gewann die ersten beiden Sätze gegen den deutschen Vorjahresfinalisten Alexander Zverev, wurde dann aber von Krämpfen geplagt. Am Ende siegte Alcaraz nach 5:27-Stunden doch noch 6:4, 7:6, 6:7, 6:7, 7:5. Zverev sah dies gar nicht gern und polterte Richtung Schiedsrichter: 

Zverev hatte damit nicht zu Unrecht. Waren es tatsächlich Krämpfe, und danach sah es aus, darf kein Medical Timeout genommen werden. "Ich wusste nicht genau, was es war", sagte der 22-Jährige nach dem Match.

Gewiss weiß er aber: "Es war wohl das schwierigste Match meines Lebens, die größte Herausforderung", sagt Alcaraz, "ich habe aber immer an mich geglaubt." Am Ende wirkte Zverev k.o., lag aber im letzten Satz immer ein Break vor und schlug auf das Match auf. Ehe der wieder fitter wirkende Alcaraz doch noch gewann. 

Am Ende gab es viele fröhliche Gesichter in Graz. Sturm, weil man sich mit einem 1:0-Sieg von der Europa League verabschiedete, Brann Bergen, weil man in letzter Sekunde dank der Niederlage von YB Bern doch noch den Sprung in die K.o.-Phase schaffte. 

Für das Goldtor sorgte einmal mehr Otar Kiteishvili. Von den fünf Treffern, die  in der beendeten Liga-Phase auf das Konto der Steirer gingen, erzielte der Georgier drei, zweimal traf Tomi Horvat. Kiteishvili war einmal mehr das Um und Auf. Ob Sturm zu sehr von ihm abhängig ist? "Ich bin glücklich, dass ich so einen Spieler habe. Auch ein Messi oder Kane sind können Spiele alleine entscheiden, wir haben eben Otar", sagt Trainer Fabio Ingolitsch nach seiner geglückten Heimpremiere. 

Wichtig war dem 33-jährigen Sazburger aber das Auftreten. "Unser großes Ziel war, dass wir uns nicht auf das Ergebnis fokussieren, sondern auf eine ordentliche Leistung. Wir haben gemeinsam kompakt und gut verteidigt - bis auf die Schlussminuten."

Im K.o.-Phasen-Play-off der Champions League kommt es zur Neuauflage des letzten Duells der Ligaphase zwischen Rekordsieger Real Madrid und Benfica Lissabon. Die Portugiesen hatten am Mittwoch mit einem 4:2 gegen ÖFB-Star David Alaba und Co. samt Tormanntor von Anatolij Trubin in letzter Sekunde den Sprung unter die Top 24 geschafft. Das ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. Spieltermine sind 17./18. und 24./25. Februar, die Spanier haben im Rückspiel Heimrecht. 

Titelverteidiger Paris St. Germain misst sich mit AS Monaco, Vorjahresfinalist Inter Mailand mit Sturm-Graz-Quali-Bezwinger Bodö/Glimt. Borussia Dortmund trifft mit Marcel Sabitzer auf Atalanta Bergamo, Atletico Madrid bekommt es mit Club Brügge zu tun. Juventus Turin ist gegen Galatasaray Istanbul genauso Favorit wie Newcastle United gegen Karabach Agdam. Bayer Leverkusen kämpft gegen Olympiakos Piräus um den Einzug ins Achtelfinale. Das Ticket für diese Runde haben Arsenal, Bayern München (Konrad Laimer), Liverpool, Tottenham (Kevin Danso), FC Barcelona, Chelsea, Sporting Lissabon und Manchester City durch Top-Acht-Platzierungen in der Ligaphase schon vorzeitig gelöst.  

Die Osttirolerin Lilli Tagger steht bei einem gut dotierten WTA-Challenger  in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Finale

Die 17-Jährige kam im Halbfinale bei einer 6:3,3:0-Führung durch Aufgabe der topgesetzten Mexikanerin Renata Zarazua weiter. Die als Nummer drei gesetzte Tagger ist in Fudschaira ohne Satzverlust, sie wird im Ranking rund um Rang 130 so hoch wie noch nie stehen. Um den Titel geht es gegen die siebentgereihte Britin Harriet Dart.

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