Saudi-Arabien fing ballistische Raketen ab + IEA plant größte Ölreserven-Freigabe
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde dabei getötet - Nachfolger wird sein Sohn Mojtaba. Trump ist "nicht glücklich" über die Wahl.
- Hegseth kündigt heftigsten Tag der Angriffe an, USA werden nicht aufgegeben bis "Feind vollständig und endgültig besiegt ist"
- Mädchenschule im Iran bombardiert: Video widerlegt Trump-Behauptung. Der Vorfall wird nun untersucht, so Trump.
- Am Montag sagte Trump, der Iran-Krieg sei "so gut wie beendet". Die iranischen Revolutionsgarden kontern Trump: Wir entscheiden über Ende des Kriegs
- Nach Trumps Ankündigung über Kriegsende gaben die Ölpreise nach.
- Hoher Ölpreis: Wie Putin vom Iran-Krieg profitiert
- "Aussie, Aussie": Iranische Fußballerinnen feiern Asyl in Australien
- Iran will Straße von Hormus bis Kriegsende blockieren, Trump warnt vor Schließung
- Israel: Sturz der iranischen Regierung bleibt Kriegsziel
- US-Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte: "Geben nicht auf, bis Feind endgültig besiegt ist"
- Weltpolitische Gehversuche: Warum sich die EU in Nahost verstolpert.
- Angriff auf Golfstaaten: Die Mullahs wollen nicht alleine untergehen.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Iran-Experte: "Befürchte, dass wir langen Bürgerkrieg erleben werden."
- Angriff auf den Iran: Wem geht zuerst die Munition aus?
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Der Iran hält die Weltwirtschaft in Geiselhaft.
- Unter Druck? Irans Fußballerinnen salutierten plötzlich bei der Hymne.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Das Wichtigste in Kürze: Der aktuelle Lagebericht von Tag 11 im Iran-Krieg
Iran-Krieg
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Israel und die USA über Kriegsziele uneins
"Der Ölpreis fliegt Donald Trump um die Ohren – der Druck auf ihn steigt, einen Ausweg aus dem Iran-Krieg zu finden. Israel will davon aber nichts wissen", schreibt die stv. Außenpolitik-Ressortleiterin Evelyn Peternel.
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Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen
Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone (3,785 Liter), wie der amerikanische Automobilverband AAA mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von fast 19 Prozent. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.
Das Thema Benzinpreise birgt gerade in den USA politischen Sprengstoff, auch mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump versprach im Wahlkampf, die Förderung fossiler Energieträger wie Öl und Kohle auszubauen - und so die Energiepreise für seine Landsleute deutlich zu verringern.
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US-Energiebehörde: Ölpreis wegen Iran-Kriegs vorerst über 95 Dollar
Der Preis für Rohöl der Sorte Brent dürfte der US-Energiebehörde EIA zufolge wegen des Iran-Kriegs in den kommenden zwei Monaten auf über 95 Dollar pro Barrel steigen. Danach werde sich die Lage jedoch entspannen und der Preis bis Jahresende auf rund 70 Dollar fallen, teilte die Behörde am Dienstag in ihrem Monatsbericht mit. Grund für die erhöhten Preise seien die weitgehend blockierten Lieferwege durch die Straße von Hormus, über die ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird. Dies führe zu Produktionskürzungen im Nahen Osten. Sobald der Transit wieder möglich sei, werde das weltweite Angebot die Nachfrage jedoch übersteigen, erklärte die EIA.
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IEA plant größte Ölreserven-Freigabe ihrer Geschichte
Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte, um die wegen des US-israelischen Krieges mit dem Iran gestiegenen Rohölpreise zu senken. Die geplante Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach Russlands Invasion der Ukraine auf den Markt brachten, berichtete das Wall Street Journal am Dienstag und verwies auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
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Saudi-Arabien fing ballistische Raketen ab
Die saudi-arabische Armee hat nach Angaben aus Riad sieben ballistische Raketen über seinem Territorium abgefangen. Sechs Raketen hätten den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan in der Provinz al-Chardsch anvisiert, eine weitere Rakete sei "in Richtung der östlichen Region" des Landes abgefeuert worden, erklärte das saudi-arabische Verteidigungsministerium am Mittwoch im Onlinedienst X. Die saudi-arabischen Streitkräfte hätten zudem neun Drohnen abgefangen.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate inzwischen neue Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran. Die Luftverteidigung befinde sich derzeit im Einsatz, erklärte das emiratische Verteidigungsministerium, ohne ein Ziel der Angriffe zu nennen. Die iranischen Revolutionsgarden meldeten unterdessen iranischen Staatsmedien zufolge eine neue Angriffswelle auf israelische und US-Ziele.
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Paris kündigt G7-Videokonferenz an
Die Anführer der G7-Staaten werden nach Angaben der französischen Regierung am Mittwoch eine Videokonferenz zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges abhalten. Dabei werde es vor allem um die "Energiesituation" gehen, erklärte der Elysée-Palast am Dienstag. Die Gespräche sollen gegen 15 Uhr beginnen und von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geleitet werden.
Der Elysée-Palast betonte, die wirtschaftliche Koordinierung sei "ein zentrales Thema für eine wirksame und sinnvolle Reaktion auf die Lage". Es seien die ersten Gespräche der G7-Staaten zu diesen Fragen. Frankreich hat in diesem Jahr den G7-Vorsitz inne.
Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges waren die Ölpreise zuletzt stark angestiegen. Macron hat bereits eine mögliche Freigabe von Notfall-Ölvorräten ins Spiel gebracht.
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Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an
Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.
Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei hatte die Hisbollah nach einer längeren Kampfpause vor gut einer Woche wieder damit begonnen, Raketen auf Israel abzufeuern. Seitdem greift das israelische Militär in größerem Umfang Ziele im Libanon an. Nach offiziellen Angaben aus Beirut wurden durch die Gewalteskalation bisher nahezu 760.000 Menschen im Libanon vertrieben.
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Nach Berichten über in der Straße von Hormuz vom Iran verlegte Minen hat US-Präsident Donald Trump Teheran am Dienstag mit Vergeltung gedroht. "Sollten aus irgendeinem Grund Minen ausgelegt worden sein und diese nicht unverzüglich entfernt werden, wird dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben", so Trump auf seiner Plattform Truth Social.
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Weißes Haus verspricht Bericht zu Angriff auf Mädchenschule
Die Ergebnisse von US-Untersuchungen zu einem tödlichen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sollen veröffentlicht werden. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte auf die Frage von Journalisten, ob der Bericht zugänglich gemacht werde: "Das Kriegsministerium wird das tun." Die Ermittlungen dauerten an. Einen genauen Zeitpunkt der Veröffentlichung nannte sie allerdings nicht.
Am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte die Schuld dafür beim Iran gesehen. Investigativjournalisten haben allerdings Zweifel an der Behauptung, der Iran selbst sei für die Bombardierung verantwortlich.
Sie stützen sich auf Videomaterial, in dem ein US-Tomahawk-Marschflugkörper zu sehen sein soll. "Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt", schrieb die "New York Times". Trump sagte am Montag, die USA hätten Tomahawks auch an andere Länder verkauft.
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US-Regierung: Mehr als 5.000 Ziele getroffen
Die USA haben nach Angaben des Weißen Hauses mittlerweile mehr als 5.000 Ziele im Iran attackiert. Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent. "Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben", sagte Leavitt.
Zudem kämen die USA bei ihrem Kriegsziel voran, die iranische Marine zu zerstören. "Wir haben mehr als 50 iranische Marineschiffe zerstört, darunter ein großes Drohnenträgerschiff."
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Satellitenstation in Israel von Hisbollah-Rakete getroffen
Nach israelischen Medienberichten hat eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete eine Satellitenstation tief im Inneren Israels getroffen. Der TV-Sender N12 veröffentlichte ein dramatisches Dashcam-Video, das den Moment des Einschlags bei dem Angriff am Montag zeigt. Den Berichten zufolge wurde eine Station des europäischen Satellitenbetreibers SES in Emek Haela in der Nähe der Stadt Beit Shcemesh westlich von Jerusalem getroffen.
Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte den Angriff am Montag für sich reklamiert. Die Satellitenstation gehöre zu einer Cyber-Abteilung der Armee, teilte die proiranische Gruppierung mit. Laut israelischen Medien handelt es sich dagegen um eine zivile, kommerzielle Einrichtung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Satellitenstation liegt gut 160 Kilometer Luftlinie von der libanesischen Grenze entfernt. Dies wäre ein zielgenauer Treffer, der ungewöhnlich tief im Inneren Israels liegt.
Die "Times of Israel" berichtete, der Einschlag habe Schäden an der Infrastruktur der Anlage verursacht und zwei Menschen verletzt. Die israelische Armee habe mitgeteilt, dass ein "isoliertes Versagen" dazu geführt habe, dass die Rakete einschlug, ohne abgefangen zu werden und ohne dass in der Umgebung Warnsirenen ausgelöst wurden.
Die israelische Wirtschaftszeitung "Calcalist" berichtete, das Geschoß sei als Fateh-110 identifiziert worden, eine im Iran hergestellte präzisionsgelenkte Boden-Boden-Rakete mit einem schweren Sprengkopf, der darauf ausgelegt sei, strategische Infrastruktur anzugreifen.
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Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische Ölfelder
Israels Staatspräsident Yitzhak Herzog verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran. Es handle sich um Öl, das vom Militär gelagert werde und um Öl, das die iranische Regierung nutze, um damit auch seine Terror-Operationen zu finanzieren, sagte Herzog der deutschen Boulevardzeitung "Bild". Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. "Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden."Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft. Herzog sagte, dass es höchste Zeit gewesen sei für den israelisch-amerikanischen Militäreinsatz im Iran, der vor eineinhalb Wochen begann. "Wenn wir gewartet hätten, wären wir fast an einen Punkt gekommen, an dem es vielleicht irreversibel gewesen wäre." Einen konkreten Zeitplan für den Krieg nannte Herzog aber nicht: "Die Iraner sind diejenigen, die überall in der Region und in der Welt Chaos und Terror verbreiten. Ich denke also, wenn wir alles nur an einem Tachometer messen, kommen wir nicht weiter. Wir müssen tief durchatmen und zum Endergebnis gelangen." Wenn die iranische Bedrohung eliminiert sei, sei dies wie Sauerstoff für Israel: "Wir können ermöglichen, dass das gesamte System in der Region plötzlich wieder atmen und sich weiterentwickeln kann. Das ist fantastisch." -
US-Geheimdienst sieht Anzeichen für Vorbereitung von Minen
Die US-Geheimdienste verzeichnen laut Journalisten des Senders CBS News Anzeichen dafür, dass der Iran Vorbereitungen zur Verlegung von Minen in der Straße von Hormus treffe. Eine Bestätigung des auf dem Kurznachrichtendienst X verbreiteten Berichts liegt zunächst nicht vor.
Auch Großbritannien arbeitet angesichts iranischer Drohungen gemeinsam mit Verbündeten an Optionen zum Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der Straße von Hormuz. Dies sagt ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer nach Telefonaten Starmers mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Wir arbeiten mit unseren Verbündeten an einer Reihe von Optionen, um die kommerzielle Schifffahrt durch die Meerenge zu unterstützen, je nachdem, wie sich die Bedrohungslage entwickelt", sagt der Sprecher vor der Presse. Starmer, Merz und Meloni hätten am Montagabend die "entscheidende Bedeutung der Freiheit der Schifffahrt" betont und eine enge Zusammenarbeit vereinbart.
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Tanker mit iranischem Öl durchquerte Hormuz
Ein Supertanker mit zwei Millionen Barrel iranischem Öl an Bord hat Schifffahrtsdaten zufolge am Dienstag die Straße von Hormuz durchquert. Auswertungen von Lloyd's List Intelligence und Kpler zeigen, dass das unter der Flagge Guyanas fahrende Schiff "Cuma" am 9. März die Meerenge mit Ziel China passierte. Der Tanker steht auf einer US-Sanktionsliste. Mindestens fünf weitere Schiffe haben seit dem 28. Februar, also dem Beginn des Kriegs gegen den Iran, Öl in Richtung Asien transportiert.
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USA: Israel soll Angriffe auf Energieanlagen stoppen
Die US-Regierung hat Israel einem Medienbericht zufolge aufgefordert, Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur einzustellen. Das Gesuch sei auf hoher politischer Ebene und an Israels Generalstabschef Ejal Samir übermittelt worden, meldete das Portal Axios am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die US-Regierung habe ihr Anliegen unter anderem damit begründet, dass man nach dem Krieg mit dem iranischen Ölsektor zusammenarbeiten wolle.
Zudem bestehe die Sorge, dass derartige Angriffe der iranischen Bevölkerung schadeten und massive Vergeltungsschläge gegen die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten auslösen könnten. Stellungnahmen des Weißen Hauses, des US-Außenministeriums sowie der israelischen Botschaft in Washington liegen zunächst nicht vor.
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Scharfe Kritik aus Teheran an EU-Kommissionspräsidentin
Das iranische Außenministerium hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeworfen, auf der "falschen Seite der Geschichte" zu stehen. Von der Leyen hatte zuvor auf X erklärt: "Die Menschen im Iran verdienen Freiheit, Würde und das Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Auch wenn wir wissen, dass dies während und nach dem Krieg mit Gefahren und Instabilität verbunden sein wird."
Irans Außenamtssprecher Ismail Baghaei reagierte ebenfalls auf X. Er beschuldigte von der Leyen, "Besatzung, Völkermord und Gräueltaten" gebilligt zu haben und jetzt "Kriegsverbrechen der USA und Israels" im Iran reinzuwaschen. "Schweigen angesichts von Gesetzlosigkeit und Gräueltaten ist nichts weniger als Mittäterschaft", so der Sprecher.
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Laut einem Bericht der US-Regierung an Ausschüsse des Kongresses ist bei den Angriffen auf den Iran allein in den ersten beiden Tagen Munition im Wert von schätzungsweise 5,6 Milliarden Dollar verbraucht worden.
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Ausländer unter Spionageverdacht festgenommen
Im Iran sind nach Angaben des Geheimdienstministeriums 30 Menschen wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Unter den Festgenommenen sei ein ausländischer Staatsbürger, der "im Auftrag von zwei Golfstaaten" im Namen der USA und Israels spioniert habe, hieß es laut der Nachrichtenagentur TASNIM, die den Revolutionsgarden nahe steht. Die Nationalität des Festgenommenen wurde nicht genannt.
Der Festgenommene werde beschuldigt, "Informationen über den Standort und die Bewegungen der Polizei und Streitkräfte an den Feind" übermittelt zu haben, erklärte demnach das Informationsministerium. Der Verdächtige war demnach im Nordosten des Irans festgenommen worden. Der Zeitpunkt der Festnahme wurde nicht bekanntgegeben.
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Teheran meldet neue Angriffe auf Israel und US-Ziele
Der Iran hat am Dienstag erneut Ziele in Israel sowie US-Ziele in der Region angegriffen. Bei Attacken der Revolutionsgarden gegen Tel Aviv seien besonders schlagkräftige "strategische" Raketen zum Einsatz gekommen, so die ideologischen Streitkräfte. Die Armee meldete den Beschuss einer für die Waffenproduktion wichtige Militäranlage in Haifa und einer Einrichtung des israelischen Geheimdienstes. Israel wiederum flog erneut Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran.
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Briten entsenden Kriegsschiff ins östliche Mittelmeer
Das britische Kriegsschiff "HMS Dragon" sticht in Richtung östliches Mittelmeer in See. Der Einsatz erfolgt gut eine Woche nach einem Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern im Nachgang der Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Am 1. März war die Basis von einer im Iran hergestellten Drohne getroffen worden, die mutmaßlich aus dem Libanon oder dem Irak kam.
Die britische Regierung steht in der Kritik, da Verbündete wie Griechenland und Frankreich nach den iranischen Vergeltungsangriffen am Golf wesentlich schneller Schiffe in die Region entsandt haben.
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Kollegin Caroline Ferstl gibt einen Überblick über die aktuelle Lage im Iran-Krieg.
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Iran droht bei "Feindhilfe" mit härtesten Strafen
Die iranische Justiz warnt die Bevölkerung eindringlich davor, mit Israel oder den USA zu kooperieren. Justizsprecher Asghar Jahngiri erklärte auf dem offiziellen Justizportal, nach geltendem Recht könnten auf jede Handlung, die als Unterstützung des Feindes eingestuft werden, schwerste Strafen verhängt werden – bis hin zur Todesstrafe oder Beschlagnahme von Eigentum.
Zudem warnte der Sprecher ausdrücklich Medien davor, sicherheitsrelevante Vorgaben zu missachten und an sensiblen Orten zu filmen. Laut Kultusministerium dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden.
Weil das Internet im Iran seit Kriegsbeginn blockiert ist, verschickt der Geheimdienst Botschaften per SMS auf Handys. In einer wurde an das "Gesetz zur Verschärfung der Bestrafung der Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime (Israel) und den feindlichen Staaten" erinnert.
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Wadephul musste in Bunker
Kurz vor dem Abflug des deutschen Außenministers Wadephul kam es in Israel zu einem erneuten Raketenalarm. Während das Militärtransportflugzeug der deutschen Bundeswehr vom Typ A400M am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stand, gab es eine Vorwarnung vor einem neuen Raketenangriff aus dem Iran. Auch Einwohner des Großraums Tel Aviv berichteten, sie hätten entsprechende Warnungen erhalten.
Wadephul und begleitende Personen mussten daraufhin das Flugzeug wieder verlassen und sich im Laufschritt in Richtung eines Schutzbunkers begeben. Kurz darauf kam die Entwarnung. Beim Wiedereinsteigen sagte Wadephul "Alles wohlauf hier!" und zeigte mit dem Daumen nach oben.
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Katar: "Wir sind keine Partei in diesem Krieg"
Der Golfstaat Katar will vorerst weiterhin nicht aktiv in die militärische Konfrontation mit dem Iran eingreifen. "Katar ist keine Partei in diesem Krieg", sagte der katarische Außenamtssprecher Majid al-Ansari am Dienstag. "Wir glauben weiterhin an Diplomatie, werden aber auf jeden Angriff gegen Katar angemessen antworten." Man sei bemüht, den Konflikt zu entschärfen.
Zwar hätten Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman und Irans Außenminister Abbas Araqchi seit Kriegsbeginn nur einmal Kontakt gehabt. Die Kommunikationskanäle mit Teheran bestünden aber weiter, sagte al-Ansari. Katar pflegt mit dem Iran eigentlich seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen. Unter anderem teilen sich beide Länder den Zugang zum weltgrößten Gasfeld im Persischen Golf.
Der Iran setzte seine Angriffe auf Katar unterdessen fort. Fast zeitgleich zu den Äußerungen al-Ansaris teilte das Verteidigungsministerium mit, die Luftabwehr habe auf einen Raketenangriff reagiert.
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Weitere schwere Luftangriffe in Iran
Der Iran berichtet von massiven Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im gesamten Land. Laut dem Roten Halbmonds kamen allein im Osten von Teheran 40 Menschen ums Leben. Auch der Vorort Merschahr, das Hafengebiet Haghani sowie eine Polizeistation in Isfahan in Zentraliran wurden angegriffen.
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Neue Schweizer Sanktionen gegen Teheran
Die Schweiz hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Diese wurden von der UNO und teilweise von der EU übernommen und sollten am Dienstagabend in Kraft treten. Die Maßnahmen wurden aufgrund der nuklearen Aktivitäten des Iran, der Lieferung von Drohnen und Raketen an Russland und der Menschenrechtsverletzungen beschlossen, teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung am Dienstag mit.
Die Schweiz führt neue Maßnahmen im Bereich der Rohstoffe ein. Damit will sie verhindern, dass ihr Hoheitsgebiet zur Umgehung der von der EU verhängten Sanktionen genutzt wird.
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Ein Teheran-Einwohner in Angst
Die "New York Times" zitiert einen Einwohner in Teheran, der aus Angst anonym bleiben möchte. "Wenn sie Teheran noch zehn Tage lang so angreifen, wird von Teheran nichts mehr übrig sein", sagt er der Zeitung. Die gestrigen Angriffe seien die schlimmsten seit Beginn des Krieges gewesen, meint er. "Es scheint, als würden [die Bomben] überall einschlagen: Häuser, Schulen, Moscheen, Krankenhäuser."
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Iran-Krieg dämpft heimisches Wachstum und treibt Inflation
Bis zu einem Prozent Wachstum kann der Krieg im Nahen Osten kosten. Eine Rezession drohe aber nicht, sagt OeNB-Gouverneur Kocher und kann sich eine MwSt-Senkung beim Sprit vorstellen.
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Hegseth spielt Ball an Trump weiter
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth weigerte sich zu beantworten, wie lange der Krieg voraussichtlich dauern wird. Präsident Trump sei derjenige, der die Einsatzdauer bestimme, so Hegseth. "Es steht mir nicht zu, zu beurteilen, ob wir uns am Anfang, in der Mitte oder am Ende befinden." In den letzten Tagen gab Trump aber widersprüchliche Aussagen zur Dauer des Krieges.
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Wadephul auf Krisenreise überraschend in Israel
Eineinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges ist der deutsche Außenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel gereist. In Jerusalem kam der CDU-Politiker zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar zusammen. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen bis zu dem Treffen geheim gehalten worden.
Wadephul ist der erste europäische Außenminister, der das Land seit Kriegsbeginn am 28. Februar besucht.
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Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Fehlen einer Strategie für eine schnelle Beendigung des Krieges gegen den Iran beklagt. Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit über einer Woche und mit jedem Tag würden sich mehr Fragen stellen, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin.
"Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann." Gleichzeitig gebe es "eine gefährliche Eskalation", fügte der deutsche Kanzler mit Blick auf die Gegenangriffe des Iran hinzu.
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Lawrow telefoniert mit iranischem Amtskollegen Abbas Araghtschi
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert. Die beiden hätten über die Lage im Nahen Osten gesprochen, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Russland und der Iran hatten vor gut einem Jahr eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Die wirtschaftliche und militärische Kooperation soll demnach über 20 Jahre vertieft werden.
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EU engagiert sich
Die Europäische Union hat Lebensmittel, Winterkleidung und andere Hilfsgüter für die Menschen im Libanon mobilisiert. Verteilen sollen die Materialien das Welternährungsprogramm (WFP) und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel bekannt gab. Aus dem EU-Lager in Kopenhagen sollen unter anderem medizinische Hilfsgüter für mehr als 100.000 Menschen in den Libanon geflogen werden. Das WFP soll Essen für knapp 90.000 Menschen verteilen. Nach Angaben der Kommission sind sogar mehr als 680.000 Menschen innerhalb der vergangenen Tage im Libanon vertrieben worden.
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Irakischer Patriarch Sako tritt zurück
Der Patriarch von Bagdad, Kardinal Louis Raphaël Sako, geht in den Ruhestand. Papst Leo XIV. nahm den Rücktritt des 77-Jährigen am Dienstag an, wie der Vatikan laut Kathpress mitteilte. Der Iraker leitete seit 2013 als Patriarch die Chaldäisch-katholische Kirche, eine mit Rom verbundene Ostkirche. Sie hat rund eine halbe Million Mitglieder. Ihr Zentrum liegt im heutigen Irak, der Sitz des "Patriarchen von Babylon" ist die Hauptstadt Bagdad.
Sako setzte sich gegen die Abwanderung der Christen aus ihrer Heimat und für Religionsfreiheit sowie einen freien und demokratischen Irak mit gleichen Rechten für alle Bürgerinnen und Bürger ein. An die muslimischen Partner gerichtet, forderte er eine Modernisierung des Islam.
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Paris sieht bei Ölreserven "alle Optionen auf dem Tisch"
In der Diskussion um eine Freigabe von nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs will Frankreich weitere Gespräche mit Partnerländern führen. "Alle Optionen sind auf dem Tisch", sagte Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure. "Wir sind bereit." Das Ganze sei aber ein Prozess, noch liefen die Gespräche. Am Nachmittag sollen die Energieminister der G7-Länder via Liveschaltung zusammenkommen. Auch die Internationale Energieagentur IEA wird vertreten sein.
Der französische Finanz- und Wirtschaftsressortchef versicherte: Weder in Frankreich noch in Europa noch in den USA gebe es die Gefahr von Ölknappheit. Ziel sei es, dass etwa in Asien, wo die Versorgungslage angespannt ist, durch mehr zirkulierendes Öl der Markt entlastet wird. I
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UNO: 100.000 Menschen im Libanon binnen eines Tages vertrieben
Im Libanon sind laut den Vereinten Nationen innerhalb eines Tages 100.000 Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. "Bis heute haben sich mehr als 667.000 Menschen im Libanon auf der Onlineplattform der (libanesischen) Regierung als vertrieben gemeldet", sagte die Libanon-Verantwortliche des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Karolina Lindholm Billing, am Dienstag in Genf vor Reportern.
Staatliche libanesische Medien meldeten indes einen israelischen Luftangriff in der Nähe der Stadt Tyrus im Südlibanon. Israel habe einen Luftangriff auf Al-Abbassiyah gestartet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die israelische Armee hatte zuvor angekündigt, Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in der Gegend anzugreifen und die Einwohner aufgefordert, die Stadt zu verlassen.
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Putin bietet Trump Vermittlung in Nahost an
Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angebotenen Optionen zur Vermittlung im Iran-Konflikt sind nach offiziellen Angaben weiter aktuell. Diese Vorschläge liegen noch auf dem Tisch, teilt der Kreml am Dienstag mit. Die Regierung in Moskau sei bereit, jede mögliche Unterstützung zu leisten, um die Spannungen im Nahen Osten abzubauen, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow.
Einzelheiten zu den Überlegungen, die Putin in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump angesprochen hat, nennt der Sprecher nicht.
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Trump warnt Iran vor Schließung der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump warnte den Iran davor, weiter die weltweite Ölversorgung zu stören. Die für die Schifffahrt und die Energieversorgung wichtige Straße von Hormus zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel müsse offen bleiben, sagte der US-Präsident. Er denke darüber nach, sie zu "übernehmen". Was er damit meinte, blieb offen. Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.
Der Iran wird nach Angaben der Revolutionsgarden bis zum Ende des Krieges gegen die USA und Israel keine Ölexporte aus der Region an Verbündete der USA und Israels erlauben.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran und Teherans Gegenangriffen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.
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Iran griff US-Luftwaffenstützpunkt im Irak an
Iranischen Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak an. Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk am Dienstag unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht.
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Iran fordert Sicherheitsgarantien für Waffenstillstand
Das iranische Außenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. "Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden", zitierte die Zeitung Shargh Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi am Dienstag. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.
"Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression", sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Die iranischen Raketenangriffe erfolgten daher gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als "legitime Selbstverteidigung", betonte der Minister.
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Hilfsorganisationen: Humanitäre Situation im Iran eskaliert
Die humanitäre Situation im Nahen Osten ist nach Angaben von Hilfsorganisationen aufgrund des Iran-Krieges weiter eskaliert. Tausende Menschen seien auf der Flucht, ohne Telefonverbindung und Kontakt zu ihren Familien. Allein im Libanon sei die Zahl der Flüchtlinge auf über 700.000 Menschen angestiegen, erinnerte das Rote Kreuz. Ihre Angehörigen in Österreich und anderen Staaten seien besorgt und bangten um das Leben ihrer Familienmitglieder.
Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser ist besorgt hinsichtlich einer "eklatanten Lücke in der öffentlichen Aufmerksamkeit", hieß es in der Aussendung. "Das Thema humanitäre Hilfe kommt in der Berichterstattung kaum vor."Beim Beginn des Ukraine-Kriegs sei das ganz anders gewesen, dabei "führt doch jeder Krieg zu humanitären Katastrophen".
"Es herrscht allerorts Angst, Erschöpfung und große Unsicherheit". Gleichzeitig stößen die aufnehmenden Gemeinden und staatlichen Stellen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen. "Die Menschen im Libanon brauchen jetzt vor allem Schutz, Sicherheit und konkrete humanitäre Unterstützung. Viele Familien haben innerhalb kürzester Zeit alles verloren und wissen nicht, wohin sie gehen sollen", so Moser. "Die internationale Gemeinschaft darf sie in dieser Situation nicht alleinlassen.
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"Mehr Probleme": Trump enttäuscht von Mojtaba Khameneis Wahl
US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Mojtaba Khamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als "enttäuschende" Wahl bezeichnet. "Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird", sagte Trump am Montag. Dem Sender NBC News sagte Trump in Bezug auf die neue Führung: "Ich denke, sie haben einen großen Fehler gemacht. Ich weiß nicht, ob das von Dauer sein wird."
Trump hatte dem Iran zuvor gedroht, dass ein Nachfolger nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden. Gefragt nach seiner Vorstellung einer Führung für den Iran sagte Trump, er möge die Idee einer "internen" Lösung, weil sie gut funktioniere. Erneut verwies er auf den von den USA herbeigeführten Wechsel an der Regierungsspitze Venezuelas, wo die vorherige Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez das Ruder übernommen hat. Sie sei als Präsidentin des Landes Csehr respektiert" und mache "einen tollen Job". Ganz anders sei es dagegen im Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein gelaufen: Dort seien alle Führungskräfte von Militär und Politik "gefeuert" worden und niemand übriggeblieben - mit der Folge, dass die Terrormiliz IS die Kontrolle übernommen habe, sagte Trump: "Das wollen wir nicht."
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Israel meldet weitere Angriffe auf den Iran
Israels Armee greift nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Das israelische Militär teilte mit, eine weitere Angriffswelle auf Ziele der iranischen Staatsführung gestartet zu haben. Weitere Details zu den Attacken wurden zunächst nicht genannt.
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Sturz der iranischen Regierung bleibt Israels Kriegsziel
Israel hält ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten raschen Endes des Krieges mit dem Iran am Sturz der Führung der Islamischen Republik fest. "Unser Bestreben ist es, das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen", teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstag mit. Es bestehe kein Zweifel, dass Israel der Führung mit den bisherigen Maßnahmen die "Knochen bricht".
"Wenn wir gemeinsam mit dem iranischen Volk Erfolg haben, werden wir ein dauerhaftes Ende herbeiführen." Trump hatte am Montag dem US-Sender CBS gesagt, er halte den Krieg "für so gut wie beendet" und hat damit weltweit ein Aufatmen an den Börsen und Sinken der Ölpreise ausgelöst. Wie Trump ein rasches Ende des Krieges erreichen will, blieb zunächst unklar.
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Krankenhäuser in Teheran müssen schließen
Aufgrund der Luftangriffe mussten neun Krankenhäuser in Teheran vorübergehend schließen. Die Nachrichtenagentur Ilna berichtet, dass seit Kriegsbeginn 25 Gesundheitszentren und 18 Rettungswachen beschädigt wurden, zudem wurden 14 Rettungswagen zerstört.
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