Nach Trump-Kommentar zu Kriegsende: Ölpreise sinken wieder
US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit CBS News am Montagabend ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht gestellt, er halte den Krieg „für sehr abgeschlossen“ und gibt an, dass Washington seinem ursprünglich geschätzten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen „sehr weit voraus“ sei. Die Märkte reagierten sofort. Die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten lässt die Ölpreise weiter purzeln.
Während zu Beginn der Woche die Notierung für Rohöl der Sorte Brent wegen des Iran-Kriegs zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (159 Liter) und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen war, hatte bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verlieren in der Spitze rund elf Prozent auf 88,05 beziehungsweise 84,43 Dollar je Fass. Am Dienstag wurde der Rückgang fortgesetzt.
Trump will Entspannung durch Lockerung der Russland-Sanktionen
Der enorme Anstieg ist der Tatsache geschuldet, dass durch den Krieg im Nahen Osten der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen ist. Die Lage ist angespannt.
Insidern zufolge erwägt Trump zudem Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu könnten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven gehören.
Eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl könnte den Anstieg der weltweiten Energiepreise dämpfen. Der Schritt könnte aber die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gab der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.
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