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USA und Iran einigen sich auf Abkommen + Israel soll Angriffe fortsetzen

Der Iran und die USA haben eine Einigung zum Kriegsende erzielt. Am Freitag soll das Abkommen in Genf unterzeichnet werden. Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog.
FILE PHOTO: U.S. President Trump signs the Secure America Act in the Oval Office at the White House
LIVE

Iran-Krieg

  • |Josef Siffert

    Von der Leyen wünscht sich rasche Hormus-Öffnung

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, das Abkommen solle eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus ermöglichen. Priorität habe nun die rasche und vollständige Umsetzung durch alle Parteien, sagte von der Leyen. Die Freiheit der Schifffahrt müsse wiederhergestellt werden. Dies sei unerlässlich für die regionale Stabilität sowie die Weltwirtschaft und öffne die Tür für umfassendere Verhandlungen über Frieden und Sicherheit im Nahen Osten, erklärte sie weiter. Ein Frieden in der Region sei jedoch unmöglich, solange der Libanon in Flammen stehe. Europa rufe erneut alle Parteien dazu auf, die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes zu respektieren.

  • |Josef Siffert

    Bundeskanzler Stocker begrüßt Vereinbarung

    Bundeskanzler Christian Stocker begrüßte die Ankündigung der Vereinbarung "sehr herzlich". Er rief auf X alle Parteien dazu auf, die schnelle und vollständige Umsetzung des Memorandums sicherzustellen, einschließlich der dauerhaften Öffnung der Straße von Hormus, um die Freiheit der Schifffahrt gemäß dem Völkerrecht zu gewährleisten. "Diese Vereinbarung öffnet ein Fenster für Verhandlungen hin zu einem stabileren und sichereren Nahen Osten, und ich fordere alle Parteien auf, konstruktiv mitzuwirken. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit Irans Nuklear- und Raketenprogrammen. Die Einsätze sind hoch, nicht nur für die Region, sondern für uns alle."

    Auch Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner  begrüßt die Einigung. "Ein nachhaltiges Friedensabkommen und die damit verbundene Öffnung der Straße von Hormus stärkt die Versorgungssicherheit, stabilisiert die Energie- und Rohstoffmärkte und sichert wichtige internationale Lieferketten", betonte sie in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Das schaffe Vertrauen für Unternehmen und Investoren. "Auch Österreich profitiert von stabileren Rahmenbedingungen im Iran: Die positive Entwicklung wird die Konjunktur stärken und die Inflation dämpfen."

  • |Josef Siffert

    Details aus dem Deal

    Die iranischen Nachrichtenagenturen Mehr und Tasnim haben Details aus dem 14-Punkte-Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran veröffentlicht. 

    • Demnach solle innerhalb von 30 Tagen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. 
    • Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe sollten ausgesetzt werden. 
    • Zudem verlange Teheran die Freigabe eingefrorener Gelder in Höhe von 24 Milliarden Dollar (20,75 Mrd. Euro). Die Hälfte dieser Mittel sowie die Aufhebung der Blockade und der Ölsanktionen müssten gewährt werden, bevor die auf 60 Tage angesetzten finalen Gespräche beginnen würden. 
    • Die USA und ihre Verbündeten sollten zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen.
    • Ein endgültiges Abkommen solle durch eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates gebilligt werden. Das Außenministerium in Teheran warnte Tasnim zufolge, der Iran werde eigene Maßnahmen ergreifen, sollte die Gegenseite gegen die Vereinbarungen verstoßen.
    • Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf Trump, die Einigung sehe vor, dass der Iran keine Atomwaffen anstrebe und die Straße von Hormus umgehend öffne. Im Gegenzug könnten Sanktionen gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Bargeldzahlungen seien jedoch nicht vorgesehen, sagte Trump der Zeitung. Zudem solle es strenge Kontrollen geben. Der Abtransport von nuklearem Material aus dem Iran habe für ihn derzeit keine Priorität und könne später erfolgen.
  • |Josef Siffert

    Libanon: Warnung vor frühzeitiger Rückkehr

    Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Ende des Krieges warnen die Behörden im Südlibanon Vertriebene vor einer voreiligen Rückkehr. Grund ist die Ankündigung Israels, seine Truppen nicht aus dem Süden des Nachbarlandes abzuziehen. Kommunalverwaltungen im Südlibanon rufen die Bevölkerung auf, vorerst nicht zurückzukehren, wie die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldet. Durch die israelische Offensive gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah wurden im Libanon rund 1,2 Millionen Menschen vertrieben. 

  • |Daniela Wahl

    Iran-Abkommen und Angriffe auf Kiew dürften G7-Gipfelauftakt prägen

    Das angekündigte Iran-Abkommen und der jüngste russische Angriff auf eine Kathedrale in Kiew dürften die Gespräche der G7-Staats- und Regierungschefs prägen, die am Montag im französischen Evian zusammenkommen. 

    US-Präsident Donald Trump wird am Nachmittag zu einem bilateralen Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erwartet - er verließ Washington nur wenige Stunden nach der Kampfschau vor dem Weißen Haus, die er sich selbst zu seinem 80. Geburtstag geschenkt hatte.

  • |Josef Siffert

    Israel soll weiter Angriffe im Libanon fahren

    Die israelische Armee hat ihre Angriffe im südlichen Libanon nach dortigen Angaben trotz des verkündeten Rahmenabkommens im Iran-Krieg vorerst fortgesetzt. Israel habe unter anderem die Umgebung der Stadt Nabatija angegriffen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. Bei einem Drohnenangriff habe es mehrere Verletzte gegeben. Augenzeugen berichteten ebenfalls von neuen israelischen Angriffen im Raum der strategisch wichtigen Stadt.

    Von Israel gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Israels Armee berichtete aber von neuen Angriffen in der Nacht auf israelisches Gebiet. Die Flugabwehr habe eine aus dem Libanon kommende Drohne abgefangen, teilte die Armee mit. Auch die Hisbollah beanspruchte neue Angriffe für sich. Sie habe unter anderem israelische Soldaten im südlichen Libanon angegriffen, etwa in der Nähe der wichtigen Burg Beaufort, und einen Artillerieposten.

  • |Josef Siffert

    Atomdeal: Trump droht mit neuen Angriffen

    Für den Fall, dass nach dem Abschluss des Rahmenabkommens mit dem Iran keine Einigung zu Teherans Atomprogramm gelingt, hat US-Präsident Donald Trump der New York Times zufolge Konsequenzen angekündigt. Er werde die Militärschläge wieder aufnehmen oder die USA zum "Wächter des Nahen Ostens" machen und als solcher künftig 20 Prozent der Einnahmen in der Region kassieren, zitiert ihn die Zeitung aus einem Telefonat mit ihm am Abend seines 80. Geburtstags am Sonntag. 
     

  • |Josef Siffert

    Katz: Israel zieht sich nicht aus Libanon zurück

    Israel zieht sich nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz nicht aus den im Libanon besetzten Gebieten zurück. Sollte der Iran Israel wegen der Ereignisse im Libanon angreifen, werde das Land Vergeltung üben, kündigte Katz in einer Erklärung zudem an.

  • |Josef Siffert

    Ölpreis erholt sich

    Die Ölpreise sind infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran deutlich gefallen. Der Preis für die weltweite Referenzsorte Brent mit Lieferung im August gab um knapp fünf Prozent auf 83 US-Dollar (71,76 Euro) je Barrel (159 Liter) nach - das ist der tiefste Stand seit dem 10. März. Der Preis für die US-Sorte WTI mit Lieferung Ende Juli sackte um fast sechs Prozent auf gut 80 Dollar pro Fass ab.

    Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran die Schifffahrt in der Straße von Hormus mit Drohungen und Angriffen weitestgehend zum Erliegen gebracht, weshalb die Energiepreise weltweit anstiegen. Ein Fass Öl der Sorte Brent hatte zwischenzeitlich mehr als 120 Dollar gekostet.

  • |Josef Siffert

    Bitcoin kräftig gestiegen

    Der Bitcoin ist nach dem angekündigten Iran-Abkommen kräftig gestiegen und setzt damit seine Erholung der vergangenen Tage fort. Der Kurs kletterte am Montag im frühen Handel bis auf fast 66.000 Dollar (57.059 Euro). Damit kostet ein Bitcoin rund 2.000 Dollar oder circa 3 Prozent mehr als noch vor der Ankündigung der Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den Kriegsparteien im Nahen Osten.

    Mit dem Kursanstieg zum Wochenstart knüpfte der Bitcoin an die Gewinne der vergangenen Handelstage und damit an die Erholung seit einem Zwischentief an. Anfang Juni war der Kurs zeitweise unter die Marke von 60.000 Dollar gefallen. Dies war der tiefste Stand seit Oktober 2024.

  • |Josef Siffert

    Katar: Abkommen wird Wachstum fördern

    Der Golfstaat Katar hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran als wichtigen Schritt zur "Festigung eines nachhaltigen Friedens" bezeichnet. Dieses würde "regional und international wirtschaftliches Wachstum fördern", teilte das katarische Außenministerium der Staatsagentur QNA zufolge mit. Die USA und der Iran hätten sich entschlossen gezeigt dabei, "Differenzen durch Verhandlungen und friedliche Mittel zu lösen". 
     

  • |Josef Siffert

    Einigung in Nahost treibt Börsen in Japan und Südkorea an

    Die Leitindizes der Börsen in Japan und Südkorea haben infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran deutlich zugelegt. Der japanische Nikkei 225 legte in den zwei Stunden nach Handelsstart um 5,3 Prozent zu, der südkoreanische Kospi stieg zum selben Zeitpunkt um 5 Prozent.

    Auch in China und Hongkong ging es nach oben, wenn auch weniger deutlich: Der Shanghai Composite lag rund 30 Minuten nach Handelsstart mit 1,1 Prozent im Plus, der Hang-Seng-Index in Hongkong gewann 0,8 Prozent.

  • |Josef Siffert

    Europäer: Sind bereit für Mission in der Straße von Hormus

    Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien sind "entschlossen", die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen. Das umfasse auch "eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen", erklärten Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer gemeinsamen Stellungnahme.

    "Die dringliche Wiederöffnung der Straße von Hormus mit bedingungsloser und uneingeschränkter Freiheit der Schifffahrt ist unerlässlich", hieß es in der Stellungnahme, nachdem die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen bekannt geworden war.

  • |Josef Siffert

    "Lasst das Öl fließen": USA und Iran einigen sich auf Abkommen

    Der Iran und die USA haben eine Einigung zum Kriegsende erzielt. Am Freitag soll das Abkommen in Genf unterzeichnet werden. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt soll aufgehoben werden, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Bei einer Reihe von Treffen in den kommenden Tagen sollten Vertreter beider Seiten "die Grundlage für technische Gespräche" legen. 

  • |Amina Beganovic

    Trump "stinksauer"

    US-Präsident Trump zeigte sich "stinksauer" auf Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Das Abkommen soll dennoch "in wenigen Stunden" unterzeichnet werden.

    Ein israelischer Angriff auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut am Morgen habe die Unterzeichnung des Abkommens "um ein paar Stunden verzögert", sagte Trump dem Nachrichtenportal Axios am Sonntag. Die Unterzeichnung werde "in wenigen Stunden" erfolgen, versicherte der US-Präsident. Israels Militär hatte laut eigenen Angaben Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Viertel Dahiyeh attackiert. Es gab nach libanesischen Angaben drei Tote. Zuvor hatte die Hisbollah dem israelischen Militär zufolge drei Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert und damit eine Waffenruhe verletzt.

  • |Amina Beganovic

    Israelischer Angriff auf Beirut gefährdet USA-Iran-Deal

    Ein israelischer Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut gefährdet die geplante Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Qalibaf stellte am Sonntag die Verlässlichkeit der US-Regierung infrage. US-Präsident Donald Trump verurteilte Israels Angriff "an einem besonderen Tag". Man stehe kurz vor dem Abschluss eines Abkommens, das Frieden für die Region bringen würde.

    "Wenn Ihr (USA) weder den Willen noch die Fähigkeit habt, Euren Verpflichtungen nachzukommen, dann kann man den diplomatischen Weg auch nicht fortsetzen", erklärte Qalibaf am Sonntag nach den israelischen Angriffen in Beirut auf X. Der stellvertretende Kommandant der iranischen Streitkräfte, Mohammed Jafar Asadi, kündigte staatlichen Medien zufolge an, das israelische Vorgehen in Beirut werde nicht unbeantwortet bleiben.

    Der oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran hält allerdings nach den Worten von Präsident Masoud Pezeshkian an den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs fest. Der Rat habe entschieden, "dass der Weg des Dialogs weiter verfolgt werden soll", sagte Pezeshkian am Sonntag nach Angaben des Präsidialamts bei einem Treffen mit Medienvertretern.

  • |Amina Beganovic

    Zweifel aus dem Iran nach israelischen Angriffen im Libanon

    Nach israelischen Angriffen auf Beiruter Vororte stellte der Iran die Einigung mit den USA am Sonntag infrage. "Wenn Ihr (USA) weder den Willen noch die Fähigkeit habt, Euren Verpflichtungen nachzukommen, dann kann man den diplomatischen Weg auch nicht fortsetzen", schrieb Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Baqer Qalibaf auf der Plattform X. Solchen Angriffen grünes Licht zu geben, könne keine diplomatischen Zugeständnisse erwirken.

    Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohten Israel mit Gegenschlägen. "Es besteht kein Zweifel, dass diese Verbrechen nicht unbeantwortet bleiben werden", sagte ein IRGC-Sprecher im iranischen Staatssender Irib.

    Die israelische Armee teilte mit, sie stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stunden ein. Das israelische Außenministerium bezichtigte den Iran als Reaktion auf Ghalibafs X-Post der Lüge. "Es ist Irans Stellvertreter, die Hisbollah, die Israel heute Morgen wieder angegriffen hat, vollkommen unprovoziert", hieß es in einem X-Post des Ministeriums. Die Hisbollah schieße ständig auf israelische Zivilisten. Israel werde Angriffe auf sein Territorium nicht dulden.

  • |Manuel Simbürger

    Inhalt des Friedensabkommens aus Sicht Teherans

    Der Entwurf für ein Friedensabkommen mit den USA beinhaltet nach Angaben eines iranischen Regierungsvertreters unter anderem das iranische Atomprogramm, die Öffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung von Sanktionen. Demnach soll der Iran umgehend die für die Energieversorgung so wichtige Meerenge wieder für alle Handelsschiffe öffnen, während die USA die Seeblockade gegen iranische Häfen aufheben sollten. Das sagte der hochrangige Regierungsvertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Vorgesehen sei auch ein Aussetzen der US-Ölsanktionen, die Freigabe von eingefrorenen Geldern und eine Begrenzung des iranischen Atomprogramms. Eine endgültige Einigung solle dann innerhalb von 60 Tagen nach der Zustimmung beider Seiten zu dem Entwurf ausgehandelt werden.

    Den Angaben zufolge verpflichtet sich die Regierung in Teheran, weder Atomwaffen herzustellen noch zu erwerben und den Status quo ihres Atomprogramms beizubehalten. Dazu gehöre der Verzicht auf Uran-Anreicherung und auf den Ausbau von Atomanlagen. Im Gegenzug sollen die USA den Angaben nach die Ölsanktionen für einen bestimmten Zeitraum aussetzen, 25 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freigeben und bis zu einer endgültigen Einigung keine neuen Sanktionen verhängen.

  • |Manuel Simbürger

    Israel greift Vororte Beiruts an

    Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels hat die israelische Luftwaffe erneut Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Es seien "Terrorziele" der Hisbollah in den als Dahiyeh bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und des Verteidigungsministers Israel Katz.

    "Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah". Auch die israelische Armee teilte mit, es sei Hisbollah-Infrastruktur in Dahiyeh angegriffen worden. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder eines Luftangriffs in dem Gebiet. Dabei stiegen hohe Rauchwolken auf. Anrainer berichteten örtlichen Medien zufolge von mindestens zwei Explosionen. Es gab zunächst keine Informationen zu möglichen Opfern.

  • |Manuel Simbürger

    Israel ruft in 29 Orten im Südlibanon zur Evakuierung auf

    Die israelische Armee hat die Menschen in 29 Orten im Süden des Libanon dazu aufgerufen, sich wegen geplanter Angriffe in Sicherheit zu bringen. Der arabischsprachige Armeesprecher Avichay Adraee gab am Sonntag im Onlinedienst X zwei aufeinanderfolgende Warnungen aus, zunächst eine für 13 Orte im Süden des Libanon, anschließend für 16 weitere Orte nördlich des Flusses Sahrani. Zuvor hatte die proiranische Hisbollah-Miliz den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen.

  • |Manuel Simbürger

    Hin und Her hört nicht auf

    Die Führung in Teheran hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars noch nicht festgelegt, ob sie dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs mit den USA zustimmt. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, zitiert Fars einen Insider. Die Prüfung der politischen, rechtlichen und technischen Aspekte laufe auf Experten- und Entscheidungsebene weiter. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei hatte am Samstag erklärt, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.

  • |Manuel Simbürger

    Hisbollah beschießt Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen

    Die libanesische Hisbollah-Miliz hat erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär berichtete am Sonntag über zwei Einschläge nahe der Grenze zum Libanon. Dabei sei niemand verletzt worden. Zuvor hatten Warnsirenen in Orten an der Nordgrenze geheult. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Israels rechtsradikaler Finanzminister Smotrich forderte Vergeltung. Von der proiranischen Hisbollah-Miliz gab es zunächst keine Reaktion.

    Den Angriff beschrieb der rechtsradikale israelische Finanzminister Bezalel Smotrich auf der Onlineplattform X als Test für die "Dahiyeh-Doktrin" von Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu. Der Begriff bezeichnet eine israelische Militärdoktrin, die den Einsatz massiver Gewalt gegen zivile Infrastruktur und Zivilisten vorsieht. Dahiyeh sind die südlichen Vororte von Beirut, die als Hochburg der Hisbollah gelten. Dort leben auch viele Zivilisten. Smotrich forderte von Netanyahu, "noch heute" Gebäude in Dahiyeh zu zerstören. "Wir befinden uns in entscheidenden Tagen für die Gestaltung der Region auf viele Jahre hinaus", schrieb er. "Wir haben den Bewohnern des Nordens Sicherheit versprochen – und dieses Versprechen müssen wir einhalten!"

  • |Manuel Simbürger

    Virtuelle Unterzeichnung?

    Trump machte bei seinem Post auf der Plattform Truth Social keine Angaben dazu, wo, wie oder von wem die Vereinbarung unterzeichnet werden soll. Zwischenzeitlich war von einer Zeremonie in Genf die Rede gewesen. Das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtete, US-Beamte und Quellen in den Vermittlerstaaten hätten bestätigt, dass die Unterzeichnung virtuell stattfinden solle. Das soll demnach vor allem logistische Gründe haben: Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation anführt, hätte es sonst nicht geschafft, rechtzeitig in die USA zurückzukehren, bevor Trump am Montagmorgen zum G7-Gipfel nach Frankreich aufbricht. Aus Sicherheitsgründen wird in den USA meist vermieden, dass der Präsident und sein Stellvertreter gleichzeitig im Ausland sind.

  • |Julia Deutsch

    Iran werde keine Gelder erhalten

    Trump betonte in einem Post auf Truth Social, dass der Iran in diesem ersten Schritt keine Gelder erhalten werde. Zu gegebener Zeit, wenn sich alles beruhigt habe, werde man in den Iran gehen und die verschütteten Uran-Vorräte des Irans bergen. Diese sollten dann verdünnt und vernichtet werden - "ob im Iran oder den in den Vereinigten Staaten".

  • |Julia Deutsch

    Was für ein Hin und Her

    Ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges soll US-Präsident Donald Trump zufolge bereits am Sonntag unterzeichnet werden. "Das Abkommen soll morgen unterzeichnet werden, und unmittelbar nach der Unterzeichnung ist die Straße von Hormus für alle geöffnet", erklärte Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

  • |Julia Deutsch

    Iran will Gebühren für Straße von Hormus

    Der Iran will für zunächst nicht näher beschriebene Dienstleistungen in der Straße von Hormus künftig Gebühren erheben. Schritte zur Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs in der Meerenge dienten der nationalen Sicherheit und dem weltweiten Gemeinwohl, erklärt das Außenministerium der Nachrichtenagentur FARS zufolge. Zudem fordert das Ministerium ein Ende der ausländischen Militärpräsenz in der Region und bezeichnet die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder als festen Bestandteil eines geplanten Abkommens mit den USA.

  • |Julia Deutsch

    "In den nächsten ein bis zwei Tagen ist keine Reise geplant"

    Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaie sieht die Möglichkeit einer ersten Übereinkunft über ein Rahmenabkommen mit den USA in den kommenden Tagen. "Wir waren noch nie so nah an einer Einigung, und es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Absichtserklärung in den kommenden Tagen finalisiert wird", sagte er am Samstag. Gleichzeitig wies Baghaie Berichte über eine bevorstehende Reise iranischer Offizieller nach Genf oder Islamabad zurück. "In den nächsten ein bis zwei Tagen ist keine Reise geplant", sagte er demnach weiter.

     

  • |Julia Deutsch

    Israel fliegt nach Evakuierungsanordnung erneut Angriffe im Libanon

    Israels Armee hat erneut Angriffe auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon geflogen. Die libanesische Armee meldete am Samstag israelische Angriffe nahe Nabatije. Zuvor hatte Israels Armeesprecher Avichay Adraee die Bewohner von 24 Ortschaften in der Umgebung und im Norden der Stadt zur "sofortigen" Evakuierung aufgerufen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief die Bevölkerung unterdessen zur Einheit auf. "Für Ihre Sicherheit sollten Sie sich in das Gebiet nördlich des Sahrani-Flusses begeben", erklärte Armeesprecher Andraee auf Arabisch in Onlinediensten. Die israelische Armee werde "mit aller Härte vorgehen".
  • |Julia Deutsch

    Teheran schließt Unterzeichnung von Friedensabkommen am Sonntag aus

    Laut Irans Außenministerium wird die Vereinbarung nicht wie zuvor berichtet am Sonntag signiert. Eine Unterzeichnung in den kommenden Tagen könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, hieß es laut staatlichen Medien.

  • |Julia Deutsch

    Iran-Deal voraussichtlich innerhalb von 24 Stunden

    Im Krieg zwischen den USA und dem Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens. "Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif am Samstag auf der Online-Plattform X.

    "Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor", erklärte Sharif. "Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird." Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor.

  • |Manuel Simbürger

    Teheran plant Beisetzung von Khamenei am 9. Juli

    Die Trauerfeierlichkeiten für das getötete religiöse und politische Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, sollen staatlichen Medien zufolge am 4. Juli in Teheran beginnen. Sie enden demnach am 9. Juli mit seiner Beisetzung in Mashhad, dem Heimatort Khameneis. Er war im Februar bei den ersten Angriffen der USA und Israels auf den Iran getötet worden. Er stand mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze der Islamischen Republik.

  • |Manuel Simbürger

    Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Süden an

    Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Armee mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf der Onlineplattform X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben.

    Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr, ergänzte der Sprecher. Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar.

  • |Manuel Simbürger

    US-Militär meldet neue Angriffe

    Wie schwierig die Lage weiterhin ist, zeigt ein neuer Zwischenfall in der Straße von Hormus. Das US-Militär meldete am frühen Morgen erneut mehrere Drohnenangriffe des Irans auf Handelsschiffe in der Meerenge am Persischen Golf. "Die US-Streitkräfte haben sie alle in den letzten Stunden abgeschossen, während der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert weiterfließt", teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.


     

  • |Julia Deutsch

    Stellungnahme Araqchi

    Irans Außenminister Abbas Araqchi sagte im staatlichen Fernsehen, die Absichtserklärung mit den USA sei noch nicht unterzeichnet und es könne noch Änderungen geben. Geplant sei ein Ende des Krieges an allen Fronten inklusive des Libanon. Teil der Vereinbarung sei auch ein Ende der US-Blockade gegen den Iran und die Wiederöffnung der Straße von Hormuz. Fragen des iranischen Atomprogramms würden erst zu einem späteren Zeitpunkt behandelt. Der Iran sei der Gewinner des Krieges mit den USA, fügte Araqchi hinzu. Das Land gehe aus dem Krieg gestärkt hervor.

  • |Julia Deutsch

    Islamabad bestätigt: "endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text"

    "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif am Freitag. Ein US-Regierungsvertreter sagte, Washington gehe zu "80 bis 85 Prozent" von der Unterzeichnung eines Friedensabkommens in den kommenden Tagen aus.

  • |Julia Deutsch

    Unterzeichnung laut Insider am Sonntag möglich

    Insidern zufolge könnten die USA und der Iran das Abkommen zur Beendigung des Krieges am Sonntag unterzeichnen. Als wahrscheinlichster Ort für das Treffen gelte Genf, sagte ein westlicher Insider am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf sollen demnach die Vereinbarung unterschreiben.

    Trotz der diplomatischen Fortschritte blieben die Spannungen in der Region hoch. Der Iran beharrt offenbar auf einer Einstellung der Kämpfe im Libanon, wo Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte zuvor mitgeteilt, Israel sei in keiner Weise an einer Vereinbarung beteiligt.

  • |Julia Deutsch

    Verabredung zu Nuklearmaterial

    US-Kreisen zufolge sollen in den Verhandlungen Verabredungen zum iranischen Nuklearmaterial getroffen worden sein. Laut den Kreisen soll bisher Einvernehmen darüber bestehen, dass iranisches Nuklearmaterial zerstört und abtransportiert wird. Zudem soll das Atomprogramm Irans abgebaut werden. Darüber hinaus soll kein Geld Irans freigegeben werden, bis das Land seine Gegenleistung erbracht habe. Außerdem soll die Straße von Hormuz geöffnet werden. Der Iran soll auch keine terroristischen Gruppen finanzieren. In welchen zeitlichen Schritten diese angepeilten Ziele erreicht werden sollen, blieb unklar.
  • |Julia Deutsch

    USA und Iran einigen sich auf Friedensvereinbarung

    Die USA und der Iran haben sich dem Vermittler Pakistan zufolge über ein Abkommen verständigt. „Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X.

  • |Julia Deutsch

    Stellungnahme des iranischen Außenministers Araqchi

    Nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hat, spricht auch Teheran von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi schrieb am Freitag auf X: "Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss". "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", ergänzte er.

    Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte auch der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei. Das berichtete die staatliche Agentur IRNA am Donnerstagabend in einem TV-Programm. Zugleich drückte Baghaei erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghaei demnach weiter. Daraufhin berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim in der Nacht auf Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt. Es handle sich um einen 14 Punkte umfassenden Text.

  • |Julia Deutsch

    "ABSOLUT INAKZEPTABEL"

    US-Präsident Trump schießt rund um eine Einigung mit dem Iran weiter gegen dessen Vertreter: Es handle sich um sehr ehrlose Menschen, mit denen man nicht in gutem Glauben verhandeln könne. Die Aussagen würden nicht das widerspiegeln, worauf sich beide Seiten tatsächlich geeinigt hätten. "Sie sollten sich besser zusammenreißen - und zwar SCHNELL!", drohte er.

    Der US-Präsident schrieb außerdem von einem angeblich abgewehrten versuchten Drohnenangriff des Iran auf indische Schiffe, als diese in der vergangenen Nacht die Straße von Hormus verlassen hätten - das sei "ABSOLUT INAKZEPTABEL".

  • |Diana Dauer

    US-Vertreter: Iran bekomme Vermögenswerte nur gegen Gegenleistungen

    Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran basiert einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge auf Gegenleistungen. Der Iran werde keine seiner eingefrorenen Vermögenswerte erhalten, bevor die Regierung in Teheran ihren Teil der Vereinbarung erfüllt habe, sagt der US-Vertreter. 

  • |Diana Dauer

    Trump dementiert Irans Angaben zu Abkommen

    US-Präsident Donald Trump hat Äußerungen aus dem Iran über angebliche Inhalte einer Vereinbarung mit den USA zurückgewiesen. Was dort gesagt worden sei, einschließlich der „schwachen und erbärmlichen Erklärung“ über eine Einigung, habe keinerlei Bezug zur Wahrheit, schrieb Trump am Freitag auf seiner Online-Plattform Truth Social. Es handele sich um sehr ehrlose Menschen, mit denen man nicht in gutem Glauben verhandeln könne. Zuvor waren iranische Äußerungen zu dem Entwurf einer Grundsatzvereinbarung mit den USA an die Öffentlichkeit gelangt, die laut Trump jedoch nicht das widerspiegeln, worauf sich beide Seiten tatsächlich geeinigt hätten. 

  • |Diana Dauer

    Auch Vermittlerstaat Pakistan spricht von Erfolgen

    Am Freitag sprach dann auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen. Außenminister Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine "anhaltende Verständigung und friedliche Lösung" zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb. Dialog und Diplomatie sei der einzige Weg für langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen immer wieder Nachrichten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Im April hatten sie sich auch in der pakistanischen Hauptstadt getroffen.

  • |Diana Dauer

    Unterzeichnung laut Insider am Sonntag möglich

    Insidern zufolge könnten die USA und der Iran das Abkommen zur Beendigung des Krieges am Sonntag unterzeichnen. Als wahrscheinlichster Ort für das Treffen gelte Genf, sagte ein westlicher Insider am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, den Text bis Samstag fertigzustellen. US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Baqer Qalibaf sollen demnach die Vereinbarung unterschreiben.

    Trotz der diplomatischen Fortschritte blieben die Spannungen in der Region hoch. Der Iran beharrt offenbar auf einer Einstellung der Kämpfe im Libanon, wo Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu teilte mit, Israel sei in keiner Weise an einer Vereinbarung beteiligt.

  • |Diana Dauer

    Auch iranische Agentur berichtet über Deal-Details

    Ein Entwurf für die Rahmenvereinbarung sieht der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge eine Aufhebung von US-Sanktionen und die Öffnung der Straße von Hormuz vor. Die Absichtserklärung beinhalte zudem den Abzug von US-Streitkräften aus der Region um den Iran sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen, berichtete die Agentur weiter. Darüber hinaus sollten die Sanktionen gegen die iranische Öl-Industrie aufgehoben und eingefrorene Gelder der Islamischen Republik freigegeben werden.

    Die abschließenden Verhandlungen sollen sich demnach auf das iranische Atomprogramm und wirtschaftliche Fragen konzentrieren, während das iranische Raketenprogramm ausgeklammert bleibe. Eine Stellungnahme aus Washington lag zunächst nicht vor. 

  • |Diana Dauer

    Iran-Hoffnung hebt ATX auf Rekordhoch

    Die Aussicht auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran hat dem ATX am Freitag zu einem neuen Rekordhoch verholfen. Am späten Vormittag stieg der österreichische Leitindex um 3,19 Prozent auf 6.266,57 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 3,12 Prozent auf 3.089,77 Zähler hinauf. Auch im europäischen Umfeld stiegen die Kurse an, der Brent-Ölpreis fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mitte März.

  • |Diana Dauer

    CNN: Eckpunkte des potenziellen US-Iran-Deals "Islamabad Agreement"

    Der interimistische Deal zwischen den USA und dem Iran soll den Waffenstillstand verlängern, die Straße von Hormus wieder öffnen und den Weg für Atomgespräche mit dem Iran ebnen, berichtet CNN unter Berufung auf einen mit der Angelegenheit betrauten Diplomaten. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim umfasse der Text 14 Punkte.

    Die von CNN berichteten Eckpunkte sind: 

    • Eine 60-tägige Waffenruhe  an „allen Fronten“ – inklusive Libanon, und zwar ab der Unterzeichnung
    • Die Straße von Hormus werde sofort geöffnet, ohne dass der Iran Gebühren für das Passieren der Straße einheben dürfe. Die Öffnung sichere den freien Verkehr für Energie und kommerzielle Güter. Der Verkehr durch die Straße von Hormus solle binnen 30 Tagen Vorkriegsniveau erreichen. 
    • US-Blockade iranischer Häfen und ein Teil der US-Sanktionen würden aufgehoben, "abhängig vom Fortschritt der Vereinbarung und der fortgesetzten Zusammenarbeit in gutem Glauben“ – wobei kein konkretes Datum für die Aufhebung der Sanktionen festgelegt wird.
    • Der Verhandlungsabschluss "befriedige alle US-Vorgaben für das Atom-Thema"
    • Der Deal soll "Islamabad Agreement" heißen
  • |Diana Dauer

    Abschluss beim G7-Gipfel steht im Raum

    Die deutsche Bundesregierung sieht Insidern zufolge die Chance auf eine Verständigung zwischen den USA und Iran. „Hier haben die letzten Tage Fortschritte gebracht“, heißt es in deutschen Regierungskreisen. Bei der diplomatischen Arbeit könne sich Präsident Trump weiter auf die deutsche Unterstützung verlassen. In den entscheidenden Punkten seien sich die G7-Staats- und Regierungschefs einig, die sich ab Montag zu einem Gipfel im französischen Evian treffen. Iran dürfe sich nicht nuklear bewaffnen und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus müsse wieder gewährleistet werden. „Das wird sich nur am Verhandlungstisch erreichen lassen.“

    Laut dem US-Sender Bloomberg könnte rund um den G7-Gipfel zu einem Abschluss eines Friedensdeals kommen. 

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    Iran: Deal-Entwurf sieht Ende der US-Sanktionen vor

    Ein Entwurf für eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran sieht der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge eine Aufhebung von US-Sanktionen und die Öffnung der Straße von Hormus vor. Die Absichtserklärung beinhalte zudem den Abzug von US-Streitkräften aus der Region um den Iran sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen, berichtet die Agentur weiter. Darüber hinaus sollten die Sanktionen gegen die iranische Öl-Industrie aufgehoben und eingefrorene Gelder der Islamischen Republik freigegeben werden. Die abschließenden Verhandlungen sollen sich demnach auf das iranische Atomprogramm und wirtschaftliche Fragen konzentrieren, während das iranische Raketenprogramm ausgeklammert bleibe. Der Entwurf müsse jedoch noch von den zuständigen Regierungsstellen finalisiert werden. Eine Stellungnahme aus Washington lag zunächst nicht vor. 

  • |Diana Dauer

    Iran: Verhandlungstext für Abkommen überwiegend finalisiert

    Nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hat, spricht auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei nach Angaben der staatlichen Agentur IRNA am Donnerstagabend in einem TV-Programm. Zugleich drückte Baghaei erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus.

    Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghaei demnach weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete in der Nacht auf Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt. Es handle sich um einen 14 Punkte umfassenden Text.

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