Trump sieht Krieg "so gut wie beendet" + Revolutionsgarden kontern: Wir entscheiden
- Israel und die USA haben vorige Woche mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde dabei getötet - Nachfolger wird sein Sohn Mojtaba. Trump ist "nicht glücklich" über die Wahl.
- Mädchenschule im Iran bombardiert: Video widerlegt Trump-Behauptung. Der Vorfall wird nun untersucht, so Trump.
- Trump schloss am Wochenende Bodentruppen nicht mehr aus.
- Am Montag sagte Trump, der Iran-Krieg sei "so gut wie beendet".
- Die iranischen Revolutionsgarden kontern Trump: Wir entscheiden über Ende des Kriegs
- Im Libanon wurde ein UN-Blauhelm-Quartier getroffen, in dem auch österreichische Soldaten stationiert sind.
- Die G7-Finanzminister zeigen sich offen für einen Eingriff in die Ölmärkte. Noch sei es aber nicht so weit. Trump hingegen erwägt Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl.
- Weltpolitische Gehversuche: Warum sich die EU in Nahost verstolpert.
- Angriff auf Golfstaaten: Die Mullahs wollen nicht alleine untergehen.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Iran-Experte: "Befürchte, dass wir langen Bürgerkrieg erleben werden."
- Angriff auf den Iran: Wem geht zuerst die Munition aus?
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Der Iran hält die Weltwirtschaft in Geiselhaft.
- Unter Druck? Irans Fußballerinnen salutierten plötzlich bei der Hymne.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Das Wichtigste in Kürze: Der aktuelle Lagebericht von Tag zehn im Iran-Krieg
Iran-Krieg
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Israel greift weiter Ziele im Libanon an
Israel hat in der Nacht auf Dienstag nach Berichten libanesischer Staatsmedien Ziele im Süden und Osten des Libanon angegriffen. "Feindliche Kriegsflugzeuge verübten Luftangriffe auf die Orte Almadschadel, Schakra und Srifa", berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe es Luftangriffe im Bekaa-Tal im Osten des Libanon gegeben.
Mit dem Beginn der Luftangriffe Israels und der USA auf den Iran Ende Februar war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriff griff die mit dem Iran verbündete Hisbollah Israel an. Israel reagierte mit Gegenangriffen.
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Australien gewährt iranischen Fußballerinnen Asyl
Australiens Regierung hat fünf iranischen Fußball-Teamspielerinnen Asyl gewährt. Wie Innenminister Tony Burke mitteilte, sei die Bearbeitung ihrer humanitären Visa abgeschlossen worden. US-Präsident Donald Trump hatte dies davor gefordert und im Falle einer Ablehnung Hilfe durch die USA zugesagt. Irans Fußballverband bestätigt, dass fünf Spielerinnen der Nationalmannschaft das Hotel nach dem Aus im Asien Cup heimlich verlassen hätten - und sich der Verband um Kontakt bemühe.
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Öl- und Gaskrise: Experte hält niedrigere Gaslagerstände im Winter für möglich
Diese neue Phase des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran mit Bombardierungen von Energie-Infrastruktur hat nicht nur weitere negative Auswirkungen auf die Öl- und Gasversorgung sowie die Treibstoffpreisentwicklung in Europa, sondern auch auf die Inflation in Österreich, sagte Johannes Benigni von der Energieberatungsfirma JBC Vienna.
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Trump: Angriff auf Mädchenschule wird untersucht
Der zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran erfolgte Angriff auf eine Schule im Iran wird nach den Worten von US-Präsident Donald Trump untersucht. "Was immer bei dem Bericht rauskommt, ich bin willens mit diesem Bericht zu leben", sagte Trump am Montag vor Journalisten.
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Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötet
Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-Jährige ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium am Montag mit.
Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Zudem griff das iranische Militär eine Wasserentsalzungsanlage an.
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Türkei verbreitet iranisches Dementi zu Raketenbeschuss
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben der Regierung in Ankara den Abschuss von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. In einem Telefonat mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe Peseschkian am Montag beteuert, die im türkischen Luftraum angefangenen Raketen seien nicht iranischen Ursprungs, teilte das türkische Präsidialamt mit. Der Vorfall werde untersucht.
Zuvor hatte die NATO am Montag erneut eine Rakete abgefangen, die Angaben aus Ankara zufolge vom Iran auf das Staatsgebiet des Bündnis-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der Grenze zu Syrien gefallen, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit.
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Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Kriegs
Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."
Zuvor hatte Trump in Aussicht gestellt, dass der Krieg mit dem Iran deutlich schneller beendet werden könnte als zunächst erwartet. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan."
Ende Februar hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. Nach dem Beginn der US-Offensive hatte Trump zuletzt noch gesagt, dass er von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen ausgehe. Ende vergangener Woche nannte Regierungssprecherin Karoline Leavitt dann einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen.
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Syrien meldet Beschuss durch Hisbollah
Die syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Dienstag unter Berufung auf die Militärführung.
Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss des Irans - einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads - im Land zu unterbinden.
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Experten warnen vor Folgen des Iran-Kriegs
Experten warnen vor einer globalen Rezession und Lebensmittelkrise infolge von Öllieferengpässen durch den US-israelischen Angriff auf den Iran. Statt der alten, regelbasierten Weltordnung brauche es zudem eine Neue.
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Trump: Angriff auf Iran ein "kurzer Abstecher"
Auf einer Konferenz der Republikaner im US-Staat Florida bezeichnete Trump den Angriff auf den Iran als "kurzen Abstecher". "Wir haben einen kleinen Abstecher gemacht, weil wir das Gefühl hatten, dass wir das tun mussten, um etwas Böses loszuwerden." Außerdem sieht er sein Land auf der Siegerstraße.
"Wir haben in vielerlei Hinsicht schon gewonnen, aber wir haben noch nicht genug gewonnen." Man gehe entschlossener denn je voran, um einen endgültigen Sieg zu erringen. Dieser werde die langjährige Gefahr ein für alle Mal beenden, betonte er.
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Israel attackiert Ziele der iranischen Regierung
Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Quds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung. Außerdem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Shiraz weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen.
Die Al-Quds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig. Israels Armee teilte Montagabend außerdem mit, sie habe in der Nacht zuvor im Iran sechs wichtige Militärflugplätze angegriffen. Dabei seien unter anderem iranische Kampfhubschrauber zerstört worden. Diese Angriffe beeinträchtigten Irans Möglichkeiten, gegen Israels Luftwaffe vorzugehen und sich wieder aufzurüsten, teilte das israelische Militär weiter mit. Irans Führung habe die Flugplätze auch für die Bewaffnung von Milizen wie die Hisbollah im Libanon genutzt.
Es gab auch Gegenattacken seitens des Iran. Teheran feuerte Montagabend erneut Raketen Richtung Israel. Berichte über Opfer gab es zunächst keine.
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"Weit vor Zeitplan": Trump sieht Iran-Krieg "so gut wie beendet"
Der US-Präsident sieht den Krieg im Iran "so gut wie beendet" und erwägt eine Übernahme der Straße von Hormus. Am Montag telefonierte Trump auch mit Putin.
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Trump erwägt Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl
US-Präsident Trump erwägt laut Insidern eine Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl. Hintergrund ist der weltweite Anstieg der Energiepreise.
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Bisher 12 Tote in Israel
In Israel gibt es wegen der derzeitigen Raketenangriffe Opfer - vor allem aufgrund des Beschusses aus dem Iran. Insgesamt kamen bisher zwölf Menschen im Land ums Leben. Das israelische Gesundheitsministerium meldete zudem mehr als 2.200 Personen, die in Krankenhäusern behandelt worden seien.
Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe, behandelt wurden.
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Ölreserven: G7 offen für Eingriff, aber jetzt noch nicht
Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) sind grundsätzlich bereit, wegen des Nahost-Krieges in die Ölmärkte einzugreifen. Dazu gehöre die Freigabe von Ölreserven, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. "Wir sind bereit, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Unterstützung der globalen Energieversorgung wie der Freigabe von Lagerbeständen." Noch sei es aber nicht so weit.
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Putin: Russland offen für Öl- und Gaslieferungen an Europa
Russland hat sich vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder gezeigt. Voraussetzung sei aber eine "langfristige und stabile" Zusammenarbeit, bei der "kein politischer Druck" auf Moskau ausgeübt werde, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin am Montag während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung.
"Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass sie dazu bereit und willens sind." Die Öl- und Gaspreise sind infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschnellt. Der Ölpreis stieg erstmals seit fast vier Jahren auf mehr als 100 Dollar (rund 86 Euro) pro Barrel. Russland war jahrelang ein wichtiger Lieferant von Öl und Gas für Deutschland und andere EU-Länder. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 wurde der russische Öl- und Gassektor mit zahlreichen EU-Sanktionen belegt.
Russland hat seitdem einen Teil seiner Exporte in Länder wie Indien, die Türkei und China umgeleitet. Mit Blick auf Europa sagte Putin am Montag, dass Russland weiterhin Ungarn und die Slowakei beliefern werde, die er als "zuverlässige Partner" bezeichnete. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hatte die EU kurz zuvor aufgefordert, angesichts der steigenden Ölpreise die Sanktionen gegen russisches Öl und Gas auszusetzen.
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Kroatien und Ungarn führen Preisdeckel für Benzin ein
Kroatien und Ungarn deckeln als erste EU-Länder die seit Beginn des Iran-Krieges stark gestiegenen Benzinpreise. Der kroatische Regierungschef Andrej Plenkovic erklärte am Montag, ab Dienstag werde eine Preisobergrenze von 1,55 Euro pro Liter Diesel gelten, Benzin dürfe nur bis zu 1,50 pro Liter kosten. Auch der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban kündigte einen Preisdeckel an, der ab Mitternacht in der Nacht auf Dienstag gelten solle.
"Wir führen einen geschützten Preis für Benzin und Diesel ein, über den die Einzelhandelspreise nicht hinausgehen dürfen", sagte Orban in einem Video im Onlinedienst Facebook. Der Preisdeckel werde nur für in Ungarn registrierte Fahrzeuge gelten. Orban kündigte auch an, dass die Regierung staatliche Reserven freigeben werde.
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Für Trump ist Zugriff auf iranisches Öl Thema
In einem Telefoninterview mit dem Sender NBC News sagte US-Präsident Donald Trump, dass ein Zugriff der USA auf die Ölreserven des Iran diskutiert wurde. "Sicherlich hat man darüber gesprochen", so Trump. Er verwies dabei auf das Vorgehen in Venezuela. Für derartige Überlegungen sei es jedoch noch zu früh, fügte er mit Blick auf den Iran hinzu. Ein Großteil des iranischen Öls wird an den US-Rivalen China geliefert. Im Jänner nahmen US-Spezialeinheiten den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro fest und leiteten Maßnahmen ein, um die Kontrolle über die Ölexporte des Landes zu übernehmen.
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Tanker mit saudischem Öl passiert Straße von Hormus
Ein von einer griechischen Reederei betriebener Öltanker passierte Daten von Schifffahrtsdienstleistern zufolge die Meeresenge. Das Schiff "Shenlong" habe saudisches Rohöl geladen und sei auf dem Weg nach Indien, geht aus einer Analyse der Plattformen Kpler und Lloyd's List Intelligence hervor. Der Suezmax-Tanker mit einer Kapazität von einer Million Barrel habe das Öl im saudischen Hafen Ras Tanura aufgenommen.
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Israel: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört
Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Zum Standort der Anlage wurden keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden. Den neuen obersten Anführer im Iran, Mojtaba Khamenei, bezeichnete Israel als "weiteren Tyrann".
Außerdem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden. Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete von Angriffen auf diverse Militäranlagen im Westen Teherans. Augenzeugen sagten, die Luft- und Raumfahrtbehörde der Revolutionsgarden im Stadtteil Chitgar sei attackiert worden. Auch dort sollen Drohnen gelagert sein.
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UNESCO äußert "tiefe Sorge" um Welterbestätten
Die UNESCO hat angesichts des Iran-Kriegs ihre "tiefe Sorge" um die Welterbestätten im Nahen Osten geäußert. Seit Beginn der Kampfhandlungen am 28. Februar seien "mehrere Stätten von kultureller Bedeutung" - darunter der Golestan-Palast in Teheran, die Weiße Stadt in Tel Aviv und die römischen Ruinen der libanesischen Stadt Tyros - bei Angriffen getroffen und beschädigt worden, erklärte die UNO-Organisation in einer Erklärung. Sie alle gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Mit der Ausweitung des Konflikts seien auch "zahlreiche Stätten in anderen Ländern der Region und darüber hinaus bedroht", hieß es in der Erklärung weiter. Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Anführer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
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Iran: Im Krieg keine sichere Durchfahrt durch Straße von Hormuz
Irans Sicherheitschef Ali Larijani schloss eine sichere Durchfahrt in der von seinem Land gesperrten und für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormuz für die Dauer des Krieges aus. Es sei "unwahrscheinlich", dass in der Straße von Hormuz "Sicherheit erreicht werden kann, während die Vereinigten Staaten und Israel in der Region Konflikte schüren", erklärte Larijani am Montag auf X. Paris plant unterdessen Geleitschutz für Schiffe durch die wichtige Handelsstraße.
Konkret arbeitet Frankreich mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Seeverkehr durch die Straße nahe der iranischen Küste zu ermöglichen. Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im zypriotischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heißeste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei.
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WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Krieg
Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt. Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.
Gleichzeitig verwies er auf die Situation im Libanon. Seit Ende Februar seien dort neun Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden. 43 medizinische Versorgungszentren und fünf Krankenhäuser mussten dem WHO-Chef zufolge aufgrund von Evakuierungsanordnungen der israelischen Armee schließen. Ghebreyesus rief zu sofortiger Deeskalation auf. "Frieden ist immer die beste Medizin", sagte er.
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Israel gibt Tötung von Chef einer Hisbollah-Einheit bekannt
Im Zuge ihrer Offensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat die israelische Armee den Chef einer im Südlibanon agierenden Hisbollah-Einheit getötet. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sei bei einem Besuch an der Grenze zum Libanon darüber informiert worden, dass der Kommandant der Hisbollah-Einheit Nasser, Abou Hussein Ragheb, bei einem Angriff in der Nacht getötet worden sei, teilte sein Ministerium am Montag mit.
Unterdessen schlug Libanons Präsident Joseph Aoun direkte Verhandlungen mit Israel vor. Aoun habe in einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa eine entsprechende Initiative vorgestellt, hieß es in einer Regierungsmitteilung. Sie basiere auf vier Punkten: ein vollständiger Waffenstillstand, eine sofortige Bereitstellung logistischer Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte, eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und direkte Verhandlungen zwischen Libanon und Israel unter internationaler Schirmherrschaft.
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Trump "nicht glücklich" über Wahl Khameneis
US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag bekräftigt, die USA sollten bei der Auswahl ein Mitspracherecht haben. "Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben", sagte Trump dem Sender ABC News. Der Iran hatte die Forderung zurückgewiesen.
Am Montag legte Trump dann nach. Er sei "nicht glücklich", dass der Sohn des getöteten Ayatollah Ali Khamenei nun geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik sei, sagte Trump am Montag der New York Post. Wie er nun weiter vorgehen wolle, sagte er nicht. Vergangene Woche hatte Trump gefordert, in die Ernennung des neuen iranischen Anführers eingebunden zu werden.
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Rückgang des Ölpreises im Tagesverlauf
Der Ölpreis hat seinen Höhenflug wegen des Kriegs im Nahen Osten fortgesetzt und die Marke von 100 US-Dollar übersprungen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent stieg in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (103,80 Euro). Allerdings kam der Preis dann im Tagesverlauf schon wieder deutlich zurück. Zuletzt kostete Brent gut 100 Dollar, was aber immer noch knapp neun Prozent mehr waren als am Freitag.
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Ölreserven: Noch keine Entscheidung in G7-Beratungen
Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."
Laut französischem Finanzminister wird die Arbeit in den kommenden Tagen fortgeführt. Man werde die Situation genau beobachten. Bei dem Gespräch der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten war auch der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, anwesend. Die IEA teilte mit, sie habe über die sich verschlechternden Bedingungen auf den globalen Ölmärkten berichtet. Man habe über alle vorhandenen Optionen gesprochen, auch über die Freigabe von Ölreserven. Die 32 IEA-Mitgliedsländer verfügten über 1,2 Mrd. Barrel Notreserven Öl. Hinzu kämen 600 Mio. Barrel Industrievorräte.
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NATO zerstört erneut iranische Rakete über Mittelmeer
Die NATO-Luftabwehr im östlichen Mittelmeer hat nach Angaben der Regierung in Ankara eine zweite ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen. Das Geschoss sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche, bei dem das NATO-Mitglied Ziel eines iranischen Geschosses wurde.
Teile der Munition seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen, hieß es weiter. Verletzte habe es nicht gegeben. Das Ministerium warnte jedoch, die Türkei werde ohne Zögern die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Alle Parteien seien aufgefordert, die Warnungen Ankaras zu beachten.
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Insider: Die Verhandlungen über Trumps Gaza-Plan sollen auf Eis liegen
Die Verhandlungen über den Plan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Gaza-Kriegs liegen Insidern zufolge auf Eis. Grund sei der gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran und der dadurch ausgelöste breitere Nahost-Krieg, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen.
Die Unterredungen ruhten seit vergangener Woche. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die Hamas im Gegenzug für eine Amnestie die Waffen niederlegt. Ein Hamas-Vertreter bestätigt, dass die Gespräche eingefroren sind. Ein Vertreter der US-Regierung erklärt dagegen, die Arbeit an dem Plan gehe weiter, auch wenn die Reisenmöglichkeiten in der Region beeinträchtigt seien.
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Sicherheitshinweise des Außenministeriums weiter aufrecht
Über eine Woche nach Beginn des neuen Nahost-Kriegs Israels und der USA gegen den Iran bleiben die jüngsten Einschätzungen der Sicherheitslage in der Region durch den Krisenstab des Außenministeriums in Wien aufrecht: Für die meisten Länder gilt weiter eine Reisewarnung. Für Saudi-Arabien und den Oman bleibt ein hohes Sicherheitsrisiko bestehen, gab Ministeriumssprecher Clemens Mantl am Montag bekannt. Mehr als 1.300 Österreicher wurden bisher bei der Ausreise unterstützt. Die Krisenteams in der Region und in Österreich seien weiter damit beschäftigt, Österreicher bestmöglichst zu betreuen und aus dem Krisengebiet "herauszubringen", so Mantl beim mittlerweile siebenten Sicherheitsupdate des Außenamts. Seit Samstag gebe es bei unterstützten Aus- und Rückreisen einen sinkenden Bedarf. Auf den Rückholflügen europäischer Partner blieben mehr und mehr Plätze frei. -
Keine AUA-Flüge nach Dubai, Amman und Erbil bis Mitte März
Die Austrian Airlines setzt Flüge nach und von Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) bis einschließlich 15. März aus. Wie die Fluglinie am Montag weiter bekannt gab, finden auch von und nach Amman (Jordanien) und Erbil (Irak) bis zu diesem Datum keine AUA-Flüge statt. Die israelische Metropole Tel Aviv werde vorerst bis einschließlich 2. April nicht angeflogen. Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran seien bis vorerst Ende April ausgesetzt.
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Starmer warnt vor wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs
Mit einem Andauern des Krieges Israels und der USA gegen den Iran werden aus Sicht des britischen Premierministers Keir Starmer auch wirtschaftliche Folgen für die Menschen im Vereinigten Königreich wahrscheinlicher. Je länger die Situation andauere, desto wahrscheinlicher seien "Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Auswirkungen auf das Leben und die Haushalte aller Menschen und alle Unternehmen", sagte der Labour-Politiker Starmer am Montag in London.
Die Aufgabe der Regierung sei es, "dem zuvorzukommen, vorauszudenken, die Risiken einzuschätzen, sie zu überwachen und diesbezüglich mit anderen zusammenzuarbeiten". Finanzministerin Rachel Reeves stehe in täglichem Austausch mit der Bank of England, um die Risiken zu bewerten. Das Land berate sich zudem eng mit anderen Staaten.
Die Sorge vieler Menschen vor den Auswirkungen des Krieges könne er verstehen, sagte Starmer. Die britische Wirtschaft stehe allerdings besser da als 2022, als der Ukraine-Krieg einen Energiepreisschock ausgelöst habe.
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Menschenrechtler: Israel hat weißen Phosphor im Libanon eingesetzt
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Israel vorgeworfen, bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weißen Phosphor eingesetzt zu haben. Die Organisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, hieß es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten. Die Brandeigenschaften von weißem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen.
Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf. Weißer Phosphor entzündet sich durch den Kontakt mit Sauerstoff in der Luft und brennt so lange weiter, bis entweder nichts mehr übrig ist oder die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird. Ein Zusatzprotokoll der Genfer Konventionen über das Kriegsvölkerrecht verbietet den Einsatz von Phosphorwaffen, wenn das Risiko besteht, dass sie vor allem Zivilisten treffen.
Vor dem Angriff am 3. März hatte das israelische Militär die Zivilbevölkerung zur Evakuierung und einem Abstand von mindestens tausend Metern vom Angriffsgebiet aufgerufen, heißt es in dem HRW-Bericht. Es habe nicht verifiziert werden können, ob Menschen in dem Gebiet durch weißen Phosphor zu Schaden gekommen seien.
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Macron in Zypern: "Wer Zypern angreift, greift auch Europa an"
Frankreich beteiligt sich mit zwei Fregatten an dem geplanten EU-Marineeinsatz „Aspides“ im Roten Meer. Das kündigt der französische Präsident Emmanuel Macron auf Zypern an. Dort beriet er mit seinem zyprischen Amtskollegen Nikos Christodoulides und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis.
Eskortmission durch die Straße von Hormus
„Wir sind dabei, eine rein defensive Eskortmission aufzubauen, die gemeinsam mit europäischen und außereuropäischen Staaten vorbereitet werden muss“, sagt Macron. Mitsotakis erklärt, Griechenland werde sich im Zuge des Iran-Konflikts um Unterstützung von anderen europäischen Staaten bemühen, um „Aspides zu stärken.
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NYT: Von Türkei abgeschossene Rakete sollte Militärstützpunkt Incirlik treffen
Die NATO-Luftabwehr im östlichen Mittelmeer hat nach Angaben der Regierung in Ankara eine zweite ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen. Das Geschoss sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche, bei dem das NATO-Mitglied Ziel eines iranischen Geschosses wurde.
Unklar ist, welches Ziel die iranische Rakete hatte. Die New York Times berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das Geschoss hätte den NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen. Die US-Botschaft in der Türkei sprach unterdessen eine Reisewarnung für die Südosttürkei aus.
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Macron und Mitsotakis in Zypern
Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis traf am Montag in der zypriotischen Stadt Paphos ein, wo er vom Präsidenten der Republik Zypern, Nikos Christodoulides, empfangen wurde. Wenig später landete auch der französische Präsident Emmanuel Macron. Die drei Staats- und Regierungschefs nahmen anschließend an einem trilateralen Treffen teil.
Nach Angaben aus Regierungskreisen standen Fragen der regionalen Sicherheit, der Verteidigungszusammenarbeit sowie die aktuelle Lage im Nahen Osten im Mittelpunkt der Gespräche. Im Anschluss an das Treffen sind gemeinsame Erklärungen geplant. Danach wollen Mitsotakis und Christodoulides die auf der Luftwaffenbasis von Paphos stationierten griechischen Kampfjets vom Typ F-16 inspizieren. Die gemeinsame Reise von Mitsotakis und Macron nach Zypern gilt als politisch stark symbolischer Schritt, der zugleich konkrete geopolitische Botschaften an die Region senden soll.
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Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
Der Krieg im Iran spitzt sich weiter zu, immer mehr zivile Infrastruktur wird zerstört. Droht eine Flüchtlingswelle aus dem Land?
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Selenskij: 11 Länder sollen Ukraine um Hilfe gebeten haben
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij hätten elf vom Iran-Krieg betroffene Länder die Ukraine um Hilfe gebeten, das schreibt Selenskij auf X. Darunter seien Nachbarländer des Iran aber auch europäische Staaten und die USA.
"Die Ukraine ist bereit, positiv auf Anfragen derjenigen zu reagieren, die uns dabei helfen, das Leben der Ukrainer und die Unabhängigkeit der Ukraine zu schützen", schrieb Selenskij. Einigen der Anfragen sei schon mit "konkreten Entscheidungen" und "spezifischer Unterstützung" begegnet worden. Auf welche Anfrage positiv reagiert werde, ohne dass die Ukraine ihre eigene Verteidigungsfähigkeit gefährde, wird die Ukraine noch entscheiden.
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EU fliegt 356 Europäer aus Oman nach Rumänien
Die EU-Kommission hat 356 Europäer mit zwei gecharterten Flugzeugen aus dem Oman zurückgeholt. Die im Nahen Osten gestrandeten Bürger seien auf Wunsch der rumänischen Behörden von Oman nach Rumänien geflogen worden und in der Früh angekommen, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit.
Die Europäische Union habe außerdem bisher 42 Flüge unterstützt, mit denen mehr als 4.100 Europäerinnen und Europäer sicher zurückgebracht worden seien - unter anderem nach Belgien, in die Niederlande und nach Österreich. Insgesamt haben den Angaben nach bisher 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert. In den nächsten Tagen gebe es deshalb weitere Flüge.
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Libanons Präsident bereit für Verhandlungen
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat eigenen Angaben zufolge die Vereinten Nationen und die Internationale Gemeinschaft über die Bereitschaft des Landes informiert, Verhandlungen zur Beendigung der israelischen Angriffe wiederaufzunehmen. Das libanesische Parlament hat unterdessen sein Mandat um zwei Jahre verlängert.
76 der 128 Abgeordneten hätten sich für die Verlängerung ausgesprochen, teilt der Parlamentspräsident mit. Eigentlich hätte im Mai die Wahl angestanden. Die letzte fand 2022 statt. Das Parlament ist in anderen Krisensituationen wie beispielsweise in Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg im benachbarten Syrien bereits ähnlich vorgegangen.
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Türkei soll ballistische Rakete aus Iran zerstört haben
Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Raketen wurde der Türkei zufolge über dem östlichen Mittelmeer von Nato-Verteidigungskräften zerstört. Munitionsteile seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep, in der syrischen Grenzregion, niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium mit.
Die Türkei würde alle notwendigen Schritte zu ihrer Verteidigung unternehmen.
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Spritpreise an Tankstellen am Montag weiter gestiegen
Die Preise für Diesel und Benzin sind am Montag weiter gestiegen. In Wien und Bregenz kostete Diesel zu Mittag an den günstigsten Tankstellen knapp unter 1,9 Euro und Benzin rund 1,7 Euro pro Liter. Am Sonntag lag der von der E-Control ermittelte Median aller Spritpreismeldungen für den offiziellen Spritpreisrechner für Diesel bei 1,894 Euro und für Super bei 1,689. In der Woche vor Beginn des Iran-Kriegs kostete Diesel im Mittel 1,57 Euro und Benzin 1,52 Euro pro Liter.
Tankstellen dürfen Preise nur um 12 Uhr mittags erhöhen
Die Tankstellen in Österreich dürfen die Preise nur einmal am Tag um 12 Uhr zu Mittag erhöhen. Das Marktamt in Wien führt derzeit Schwerpunktkontrollen durch, ob sich die Betreiber an das Preisauszeichnungsgesetz halten. Bei 37 Kontrollen seien bisher 5 Verstöße festgestellt worden, sagte Marktamt-Pressesprecher Alexander Hengl im Ö1-Mittagsjournal.
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Auswirkungen auf die Märkte: ATX mit deutlichem Verlust
Der sich ausweitende Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat den Ölpreis am Montag auf den höchsten Stand seit Juli 2022 getrieben. Inflations- und Wachstumssorgen schickten am Montag den Wiener Aktienmarkt auf Talfahrt. Der heimische Leitindex ATX notierte rund 1,5 Stunden nach Handelsbeginn bei 5.261,61 Punkten und damit 2,63 Prozent tiefer als zum Handelsschluss am Freitag. Der ATX Prime verlor 2,64 Prozent auf 2.615,15 Zähler. Ähnlich erging es Europas Leitbörsen.
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Tag 10 des Iran-Kriegs: Lagebericht
Die Lage im Iran-Krieg bleibt unübersichtlich. Wir versuchen täglich, Ihnen die wichtigsten Ereignisse der vergangenen 24 Stunden auf einen Blick zusammenzufassen. An Tag 10 stehen Öllager in Teheran in Flammen. Außerdem läuft nach der Ernennung von Mojtaba Khamenei zum Obersten Führers des Irans eine heftige Angriffswelle.
Lesen Sie hier den Lagebericht zu Tag 10 des Krieges
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Putin gratuliert neuen Obersten Führer des Irans Mojtaba Khamenei
Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem neu gewählten iranischen Oberster Führer Mojtaba Khamenei zur Wahl gratuliert.
In einer Aussendung des Kremls wird Putin zitiert: „In einer Zeit, in der Iran bewaffneter Aggression gegenübersteht, erfordert Ihre Amtszeit in dieser hohen Position zweifellos großen Mut und Hingabe“, schrieb Putin. „Wir sind zuversichtlich, dass Sie das Vermächtnis Ihres Vaters ehrenvoll fortführen und das iranische Volk angesichts schwerer Prüfungen einen werden.“
Putin wiederholte die "anhaltende Unterstützung für Teheran und die iranischen Freunde", Russlands sei und werde weiter ein verlässlicher Partner der Islamischen Republik sein, so Putin weiter.
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Iran lehnt Gespräche ab, solange er unter Beschuss steht
Der Iran lehnt Gespräche ab, solange das Land unter Beschuss steht. Der Iran werde sich weiterhin verteidigen, zitiert das iranische Student News Network den Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. „Es macht keinen Sinn, über etwas anderes als Verteidigung und vernichtende Vergeltungsmaßnahmen gegen Feinde zu sprechen.“ Er betont, dass der Iran keinen Krieg gegen seine muslimischen Nachbarn führe, sondern „von Angreifern genutzte Einrichtungen“ zu seiner legitimen Verteidigung ins Visier nehmen müsse. Der Sprecher des Außenministeriums bestreitet, dass der Iran die Türkei, Aserbaidschan und Zypern angegriffen habe.
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Israel: Ein Toter durch iranischen Raketenbeschuss
Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, bei dem Angriff im Großraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelte es sich um Bauarbeiter. Es habe auch an anderen Orten im Großraum Tel Aviv Einschläge gegeben.
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US-Demokraten entsetzt über möglichen US-Angriff auf Mädchenschule
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Wifo-Chef Felbermayr: "Zu früh für Spritpreis-Eingriff"
Die Ölpreise sind in der Nacht auf Montag weiter angestiegen. Der Preis für ein Fass Brent-Rohöl legte um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar zu, am Vormittag ging er wieder auf knapp 100 Dollar zurück. Das dürfte sich auch auf die Spritpreise auswirken, seit dem Ausbruch des Iran-Krieges sind die Preise an den Zapfsäulen spürbar nach oben gegangen. Die Regierung prüft die Preissteigerungen derzeit. Für einen Eingriff ist es laut Wifo-Chef Gabriel Felbermayr noch zu früh.
"Ich denke, es müssten die Preise nochmal deutlich stärker steigen, als das schon der Fall ist, dass so etwas gerechtfertigt wäre", sagte der Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) am Sonntagabend in der ORF-Sendung "Das Gespräch". Zwei Euro pro Liter Diesel seien aus seiner Sicht noch nicht genug für einen Eingriff, "aber danach wird es wahrscheinlich relativ schnell kritisch", so Felbermayr weiter.
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