Iran-Krieg: Drohnen-Teile trafen Österreicher-Camp im Libanon
Diese zerstörten Häuser wurden auch von UNIFIL-Truppen genutzt.
In den Auseinandersetzungen zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon haben am Sonntagvormittag Teile abgeschossener Drohnen das Camp der internationalen UN-Friedenstruppe UNIFIL in Naqoura getroffen, in dem auch österreichische Soldaten stationiert sind.
„Zum Glück wurde niemand verletzt“, teilte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Sonntag via X mit.
Die Verteidigungsministerin verurteilte "jegliche Handlung, die die Soldaten dieser Friedenstruppen gefährden oder in den Konflikt involvieren".
176 Angehörige des österreichischen Bundesheers sind laut Verteidigungsministerium im Rahmen der UNO-Friedensmission im Süden des Libanon (UNIFIL) stationiert. Am Freitag war der Stützpunkt der UNIFIL-Truppe aus Ghana in der Stadt Kawsah von zwei Raketen getroffen worden.
Die Österreicher sind primär für logistische Einsätze wie Transporte, die Bergung und das Instandsetzen von UNO-Fahrzeugen, Treibstoffversorgung und Lagerhaltung zuständig. Der UNO-Sicherheitsrat hatte Ende August beschlossen, dass die UNIFIL-Mission Ende 2026 beendet wird. Die UNO-Blauhelme sollen demnach den Libanon wie von Israel und den USA gefordert im Verlauf des Jahres 2027 verlassen.
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