Teheran droht mit Urananreicherung auf 90 Prozent + Trump weist Iran-Forderung als "Müll" zurück
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Seit 8. April gilt eine Waffenruhe. Gespräche zwischen den Konfliktparteien haben bisher keine Ergebnisse gebracht.
- Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Laut US-Präsident Donald Trump hängt die Waffenruhe an einem seidenen Faden.
- Einer DER Knackpunkte neben dem Atomprogramm: die Öffnung der Straße von Hormus. Das US-Militär will die iranische Blockade der Straße von Hormus brechen und hat am vergangenen Montag begonnen, Handelsschiffe zu eskortieren. Am Mittwoch dann die Kehrtwende: Die US-Navy würden sich aus der Straße von Hormus zurückziehen, kündigte Trump an. Am Freitag beschlagnahmte der Iran einen Öltanker.
- Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump einen Verzicht auf Atomwaffen zugesichert.
- Washington und Teheran sollen an einer Absichtserklärung mit 14 Punkten arbeiten. Das Papier soll den Krieg formell beenden, die Öffnung der Straße von Hormus, eine Begrenzung des iranischen Atomprogramms und die Aufhebung der US-Sanktionen regeln.
- Israel hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff einen Kommandeur der Hisbollah-Elitetruppe Radwan getötet.
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Iran-Krieg
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Grüne kritisieren fehlende Maßnahmen für Energieunabhängigkeit
Grünen-Chefin Leonore Gewessler hat die Budgetpläne der Bundesregierung scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag sprach sie von einem "Raub an der Zukunft" und bemängelte fehlende Maßnahmen im Energie- und Klimabereich. "Monatelang haben wir gehört, wie gefährlich unsere Abhängigkeit von Öl und Gas ist", sagt sie mit Bezug auf die Iran-Krise. Die Regierung aber fördere Diesel und verteuere E-Autos. Zugleich würden Förderungen für den Heizungstausch auslaufen
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US-Botschafter bestätigt Schutz der Emirate durch Iron Dome
Der US-Botschafter in Israel hat den Einsatz des israelischen Raketenabwehrsystems Iron Dome in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) während des jüngsten Iran-Kriegs bestätigt. Israel habe dem Golfstaat Batterien von Iron Dome (Eisenkuppel) geschickt sowie Soldaten, die bei der Bedienung geholfen hätten, sagte Botschafter Mike Huckabee bei einer Konferenz der Universität Tel Aviv.
Die Vereinigten Arabischen Emirate waren nach Angaben der israelischen Denkfabrik INSS während des Kriegs neben Israel am meisten von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen betroffen. Das Portal Axios hatte zuerst über den Einsatz der israelischen Raketenabwehr in den Emiraten zum Schutz vor iranischen Geschossen berichtet. Die Zusammenarbeit zwischen Israel und den Emiraten in den Bereichen Militär, Sicherheit und Nachrichtendienste habe während des Kriegs einen neuen Höhepunkt erreicht.
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Trump nennt iranische Forderungen "Müll"
US-Präsident Donald Trump wies die jüngsten Forderungen aus Teheran als "Müll" zurück und warnte, die seit Anfang April geltende Waffenruhe werde nur noch künstlich am Leben gehalten. Der Iran drohte unterdessen mit einer Anreicherung seines Urans auf einen waffentauglichen Reinheitsgrad.
Die Regierung in Teheran dringt unter anderem auf ein Ende der Kämpfe an allen Fronten - einschließlich des Libanons, wo der US-Verbündete Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Zudem pocht der Iran auf die Souveränität über die Straße von Hormus, verlangt Reparationen für Kriegsschäden und ein Ende der US-Seeblockade.
Trump reagierte harsch auf den Forderungskatalog aus Teheran: "Ich würde sie (die Waffenruhe) im Moment als äußerst brüchig bezeichnen, nachdem ich diesen Müll gelesen habe, den sie uns geschickt haben", sagte er vor Journalisten. "Ich habe es nicht einmal zu Ende gelesen."
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Teheran droht mit Urananreicherung auf 90 Prozent
Der Iran droht damit, bei einem erneuten Angriff sein Uran auf einen atomwaffentauglichen Reinheitsgrad anzureichern. "Eine der Optionen des Irans im Falle eines weiteren Angriffs könnte die Anreicherung von Uran auf 90 Prozent sein", schrieb der Abgeordnete Ebrahim Resaei, der Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik ist, auf der Online-Plattform X. "Wir werden dies im Parlament prüfen."
Die USA und Israel haben den Iran am 28. Februar mit dem erklärten Ziel angegriffen, die Islamische Republik daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln. Derzeit besteht eine Waffenruhe.
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Iran: Mann hingerichtet
Im Iran ist ein Mann wegen bewaffneten Aufruhrs hingerichtet worden. Abdoljalil Shahbakhsh habe der militanten sunnitischen Organisation Ansar al-Furqan angehört, die in der südöstlichen Provinz Sistan und Baluchestan aktiv sei, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag. Der Mann sei wegen bewaffneten Aufruhrs gegen die Sicherheitskräfte und Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung verurteilt worden. Das Oberste Gericht habe das Todesurteil bestätigt.
Die Baluchen sind eine ethnische und religiöse Minderheit im Iran, der überwiegend vom schiitischen Islam geprägt ist. Sie leben im Südosten des Iran und in Teilen der Nachbarländer Afghanistan und Pakistan. Sistan und Baluchestan ist eine der ärmsten Provinzen im Iran.
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US gibt 53 Millionen Barrel Öl aus Strategischer Erdölreserve frei
Das US-Energieministerium gab am Montag die Freigabe von 53,3 Millionen Barrel Öl aus der Strategischen Erdölreserve bekannt. Die Mengen sollen als Darlehen an Energieunternehmen vergeben werden, um die Ölpreise nach dem US-israelischen Krieg mit dem Iran zu stabilisieren.
Die Freigabe ist Teil einer größeren US-Zusage, insgesamt 172 Millionen Barrel auf den Weltmarkt zu bringen. Diese Zusage wurde im März im Rahmen einer Initiative der Internationalen Energieagentur mit mehr als 30 Ländern angekündigt und sollte etwa 400 Millionen Barrel Öl zusätzlich auf den Weltmarkt bringen.
Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, über die vor dem Konflikt 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wurden, hat die Ölpreise steigen lassen und den Inflationsdruck erhöht. Die Rohölpreise stiegen seit Kriegsbeginn um rund 45 Prozent beziehungsweise etwa 30 Dollar pro Barrel.
Bisher wurden laut Energieministerium etwa 35 Millionen Barrel aus der Reserve auf den Markt gebracht.
Die strategische Erdölreserve der USA ist die weltweit größte Notfallreserve für Rohöl und wird seit 1975 von der US-Regierung unterhalten, um die Wirtschaft vor schweren Lieferstörungen zu schützen.
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Israelischer Angriff im Südlibanon: Sechs Tote, sieben Verletzte
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus im Süden des Libanon wurden laut der libanesischen Nachrichtenagentur am Dienstag sechs Menschen getötet und sieben verletzt.Der Angriff ereignete sich am Montagabend in der Stadt Kfardounine. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in der Stadt Tyros gebracht.
Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah tauschen trotz eines Waffenstillstandsabkommens weiterhin Feuer aus. Beide Seiten werfen sich wiederholt Verstöße gegen die Vereinbarung vor.Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit dem 2. März durch israelische Angriffe insgesamt 2.869 Menschen getötet und 8.730 verletzt.
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USA erhöhen Druck auf Iran mit weiteren Sanktionen
Die US-Regierung verschärft den ökonomischen Druck auf den Iran weiter. Sie verhängte Sanktionen gegen mehrere Personen und Unternehmen, darunter Firmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die USA werfen ihnen vor, den Verkauf und den Transport iranischen Öls durch die iranischen Revolutionsgarden nach China unterstützt zu haben.
Die Revolutionsgarden nutzten Tarnfirmen, "um ihre Rolle bei den Ölverkäufen zu verschleiern und die Einnahmen an das iranische Regime weiterzuleiten", hieß es. Die USA arbeiten demnach weiter daran, der Führung der Islamischen Republik die Mittel für ihre Waffenprogramme, terroristischen Stellvertreter und nuklearen Ambitionen zu entziehen, betonte US-Finanzminister Scott Bessent.
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US-Bürger vermissen klare Ziele im Iran-Krieg
Zwei Drittel der US-Bürger werfen Trump einer Umfrage zufolge vor, die Ziele des Iran-Krieges nicht klar dargelegt zu haben. Dies geht aus einer am Montag abgeschlossenen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervor. Rund 63 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die gestiegenen Energiekosten ihre Haushaltskasse belasten. Bei einer Umfrage Mitte März lag der Anteil noch bei 55 Prozent. Der Ende Februar mit US-israelischen Luftangriffen begonnene Konflikt hat die Benzinpreise in den USA um rund 50 Prozent in die Höhe getrieben.
Die Unzufriedenheit über die hohen Benzinpreise könnte für Trumps Republikaner bei den Kongresswahlen im November zum Problem werden. Der Erhebung zufolge machen 65 Prozent der Wähler sie für die Preissteigerungen verantwortlich, 27 Prozent geben den Demokraten die Schuld. Trumps Zustimmungswerte erholten sich laut der Umfrage zwar leicht auf 36 Prozent, nachdem sie Ende April mit 34 Prozent den tiefsten Stand seiner aktuellen Amtsperiode erreicht hatten. Sie liegen damit jedoch weiter unter den 47 Prozent, mit denen er im Jänner 2025 in seine zweite Amtszeit gestartet war.
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Treffen der Verteidigungsminister zu Hormuz-Einsatz
Großbritannien und Frankreich veranstalten am Dienstag eine Videokonferenz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormuz. Über 40 Staaten sollen an dem Treffen teilnehmen. Dabei werden militärische Beiträge zur Wiedereröffnung und Sicherung der Straße von Hormuz besprochen, sobald die Umstände dies zulassen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ist nicht unter den Teilnehmenden.
Der britische Verteidigungsminister John Healey wird gemeinsam mit seiner französischen Amtskollegin Catherine Vautrin den Vorsitz bei dem Treffen führen. Mitte April hatte ein zweitägiges Treffen von Militärvertretern in London stattgefunden. Großbritannien und Frankreich hatten sich bei dem Treffen zu einer militärischen Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz bereit erklärt. Zahlreiche weitere Länder hatten den Briten und Franzosen dabei ihre Unterstützung zugesichert.
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Diplomatische Bemühungen stocken
In dem seit über zwei Monaten dauernden Krieg mit dem Iran waren die diplomatischen Bemühungen um ein Friedensabkommen zuletzt ins Stocken geraten. Eine zweite Runde direkter Verhandlungen in Pakistan ist trotz mehrerer Versuche bisher nicht zustande gekommen.
Wie das Portal "Axios" unter Berufung auf US-Beamte berichtet, will Trump noch heute das weitere Vorgehen besprechen. Neben Vizepräsident JD Vance sollen demnach auch der Sondergesandte Steve Witkoff, CIA-Chef John Ratcliffe, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Außenminister Marco Rubio und Generalstabschef Dan Caine an dem Treffen teilnehmen.
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Trump: Waffenruhe hängt am seidenen Faden
Die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran hängt laut US-Präsident Donald Trump nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der "dämliche Vorschlag" Teherans zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. Aufgrund dessen sei die Waffenruhe "so schwach wie nie". Trump sagte, der Iran habe sich zunächst bereit erklärt, dass die USA das angereicherte Uran außer Landes schafften. "Aber sie haben ihre Meinung geändert". Dennoch sei eine diplomatische Lösung weiterhin möglich.
Der Iran wies einem Bericht zufolge Trumps Aussagen zurück. Das Verhandlungsteam habe nicht zugestimmt, das hoch angereicherte Uran außer Landes zu schaffen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Auch Berichte darüber, dass Iran einem Stopp der Urananreicherung für 15 Jahre zugestimmt hätte, seien laut Tasnim gelogen. Derartige Informationen seien "psychologische Kriegsführung", schrieb die Agentur, die Irans mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Der Iran hatte nach eigenen Angaben in seiner Antwort auf einen Vorschlag der USA für eine Beendigung des Krieges ein Ende der Kämpfe in der gesamten Region und eine Freigabe seiner im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte gefordert.
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US-Militärflugzeuge blockieren Flugbetrieb
Der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde in Israel ist laut einem Medienbericht der Meinung, dass die starke Präsenz von US-Militärflugzeugen am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv den Flugbetrieb beeinträchtigt. Schmuel Sakai erklärte laut der israelischen Wirtschaftszeitung "Calcalist", Ben Gurion habe sich de facto in einen US-Militärflughafen verwandelt. Die vielen US-Militärflugzeuge behinderten die israelischen Fluggesellschaften.
Sie verzögerten auch die Rückkehr von internationalen Fluggesellschaften, die wegen des Iran-Kriegs ihre Israel-Flüge gestoppt hatten. Dieser Zustand könne die Flugpreise vor den Sommerferien erheblich in die Höhe treiben, warnte er dem Bericht zufolge in einem Brief an Transportministerin Miri Regev.
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Video: Trump nennt Forderungen Irans "völlig inakzeptabel"
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Ölpreise zieht wieder an
Öl hat sich zum Start in die Woche wegen der wieder zunehmenden Spannungen bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten weiter verteuert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 103,8 US-Dollar (88,26 Euro) und damit um 2,5 Prozent mehr. Im frühen Handel ging es zeitweise bis auf fast 106 Dollar nach oben.
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls um rund 2,5 Prozent auf 97,80 Dollar. Bereits am Freitag hatte der Ölpreis angezogen, nachdem er am Donnerstag wegen der Hoffnung auf eine Lösung des Nahost-Krieges bis auf 96 Dollar gefallen war.
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Iran findet eigene Forderungen "legitim" und "großzügig"
Der Iran bezeichnet seinen Vorschlag zur Beendigung des Krieges mit den USA und zur Öffnung der Straße von Hormus als legitim und großzügig. Die USA hielten dagegen an unvernünftigen und einseitigen Forderungen fest, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. Zu den Forderungen Teherans gehörten ein Ende des Krieges, die Aufhebung der US-Blockade und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Die sichere Durchfahrt durch die Meerenge sowie die Herstellung der Sicherheit in der Region und im Libanon seien Teil dieses Angebots.
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Trump: Iran-Antwort gefällt mir nicht
Teheran hatte seine Antwort auf den US-Vorschlag für ein Abkommen über eine Beendigung des Krieges nach Berichten iranischer Staatsmedien über den Vermittler Pakistan an Washington übermittelt. US-Präsident Trump wies die Antwort aber bereits "vollkommen inakzeptabel" zurück. "Sie gefällt mir nicht", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Angaben zum Inhalt des Schreibens machte er nicht.
Trump sagte dem Nachrichtenportal Axios, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. Er ließ offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.
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Iran richtet angeblichen US-Spion hin
Der Iran hat einen Mann wegen angeblicher Spionage für die USA und Israel hingerichtet. Das Justizportal Misan meldet, er habe in einer wissenschaftlichen Einrichtung für Satellitentechnik gearbeitet und geheime Informationen an ausländische Geheimdienste weitergegeben. Der Organisation Iran Human Rights Society zufolge ist der 29-jährige Raumfahrt-Ingenieur 2025 festgenommen und zu einem Geständnis gezwungen worden
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Ölpreis wieder höher
Öl hat sich zum Start in die Woche wegen der wieder zunehmenden Spannungen bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten weiter verteuert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg im frühen Handel um etwas mehr als vier Prozent auf 105,76 Dollar (89,92 Euro).
Bereits Ende vergangener Woche hatte der Ölpreis angezogen, nachdem er am Donnerstag wegen der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Nahost-Kriegs bis auf 96 Dollar gefallen war.
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Iran lehnt US-Vorschlag ab
Der US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs in Nahost ist von der Führung in Teheran zurückgewiesen worden. Der Plan wurde von iranischen Staatsmedien wie eine Aufforderung zur Kapitulation Teherans aufgenommen. Dagegen betone der vom Iran vorgelegte Plan ein Ende des Kriegs an allen Fronten sowie die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten, kommentierte unter anderem der regierungstreue Sender Press TV.
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Teheran droht Paris und London mit "entschiedener Antwort"
Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormuz aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärte Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi am Sonntag im Onlinedienst X.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte unterdessen, seine Regierung habe "nie" einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormuz geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge.
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Netanyahu: Krieg ist noch nicht beendet
Der Iran-Krieg ist nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu noch nicht beendet. "Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss", sagte er in der CBS-Sendung "60 Minutes" laut einer veröffentlichten Vorschau. Netanyahu erklärte weiter, dass auch noch Uran-Anreicherungsanlagen demontiert werden müssten.
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Israel errichtete Stützpunkt in irakischer Wüste
Israel hat zu Beginn des Krieges gegen den Iran einen provisorischen Stützpunkt in der irakischen Wüste errichtet. Dafür sei eine unter dem früheren Machthaber Saddam Hussein erbaute und seit Langem aufgegebene Start- und Landebahn in der Najaf-Wüste genutzt worden, bestätigten irakische Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag einen Bericht des "Wall Street Journal". Der israelische Einsatz erfolgte demnach "in Koordination mit den USA".
Inzwischen seien keine israelischen Soldaten mehr vor Ort. Wie lange die israelischen Streitkräfte auf dem Stützpunkt waren oder welchen Auftrag sie hatten, blieb unklar.
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Trump: Bekommen iranisches Uran "irgendwann"
US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten "irgendwann" das angereicherte Uran des Iran sichern würden. "Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen", sagte er in einem Interview der Sendung "Full Measure". Das Material stehe "unter Beobachtung" der USA, behauptete Trump weiter. "Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen."
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Teheran übermittelt Antwort auf US-Vorschlag
Der Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag. Zum genauen Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Gemäß dem vorgeschlagenen Plan würden sich die Verhandlungen in dieser Phase auf die Beendigung des Krieges in der Region konzentrieren, hieß es lediglich.
Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormuz. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
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Auch wenn der Krieg im Iran endet, wird der Hunger bleiben
Selbst wenn die Straße von Hormus sofort geöffnet würde, dauert es Monate, bis Hilfslieferungen normal laufen. Zeit, die Millionen Notleidende nicht haben, warnt der Chef des UN-Welternährungsprogramms.
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Kuwait meldet Beschuss mit "feindlichen Drohnen"
Trotz geltender Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Die Streitkräfte hätten dort am Sonntag früh "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details wurden nicht genannt. Außenministerin Beate-Meinl Reisinger (NEOS) betonte unterdessen, Wien stehe erneut als Ort für Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm bereit.
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Frachter vor Katar von Projektil getroffen
Ein Frachter ist vor der Küste Katars von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall habe sich etwa 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Doha ereignet, teilte die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO am Sonntag mit. Es sei ein kleines Feuer an Bord ausgebrochen, das jedoch gelöscht worden sei. Dem Kapitän zufolge gab es weder Verletzte noch Umweltschäden.
Die Behörden untersuchten nun die Herkunft des Projektils, hieß es weiter. Schiffe in der Region seien zur Vorsicht aufgerufen worden.
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Russland will Uran aus dem Iran einlagern
Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin bereit, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Das sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft.
Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, "und das nicht ohne Grund". Moskau sei bereit, "diese Erfahrung zu wiederholen". Er sagte, dass alle Konfliktparteien - der Iran, die USA und Israel - damit einverstanden gewesen seien. "Doch dann verschärften die Vereinigten Staaten ihre Position und forderten den Abtransport ausschließlich auf das Gebiet der USA. Daraufhin verschärfte der Iran seine Position."
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Acht Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilte das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.
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Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online
Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten. Ein Parlamentssprecher erklärte laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde "aufgrund der aktuellen Lage" online statt. Im Mittelpunkt stünden die jüngsten Preissteigerungen nach dem Krieg, die zu einer zentralen Sorge der Bevölkerung geworden seien, so der Sprecher.
Die letzte öffentliche Sitzung des Parlaments hatte Mitte Februar stattgefunden. Nachdem mit Beginn des Kriegs mit den USA und Israel am 28. Februar mehrere iranische Offizielle ermordet worden waren, setzte auch das Parlament aus Sicherheitsgründen seine öffentlichen Sitzungen aus.
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London entsendet Schiff für Einsatz in Straße von Hormus
Großbritannien hat einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus entsandt. Die "HMS Dragon" werde in Position gebracht, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London.
Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen möglichen Marineeinsatz nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Derzeit laufen diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts - für den Fall eines Scheiterns haben die USA und Israel weitere Angriffe auf den Iran angedroht.
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Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es.
Außerdem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an. Die Armee wirft der Hisbollah vor, in den vergangenen Tagen mehrere Raketen auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben. Es habe keine Verletzten gegeben. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Dem Beschuss der Hisbollah vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts, bei dem der Kommandant der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet wurde.
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Neue Sanktionen treffen chinesische Firmen
Wenige Tage vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen neue Iran-Sanktionen der USA auch mehrere chinesische Unternehmen. Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, teilte das US-Finanzministerium mit. Weitere betroffene Unternehmen kommen unter anderem aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Unterstützung aus China für den Iran ist ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So sind etwa chinesische Raffinerien ein führender Käufer von Erdöl aus dem Iran. Das Iran-Thema dürfte neben dem Handelskonflikt eine wichtige Rolle bei dem für kommende Woche angesetzten Treffen von Trump und Xi in Peking spielen.
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Internetsperre dauert nun schon 70 Tage an
Die Iraner sind inzwischen den 70. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Die Sperre halte bereits seit 1.656 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit. Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Seitdem steht nur ein eingeschränktes Netzwerk mit staatlich genehmigten Inhalten zur Verfügung.
Für viele Iraner sind seither lokale Apps die einzige Möglichkeit zur internetbasierten Kommunikation. Regierungsstellen drängen ihre Angestellten mittlerweile dazu, diese lokalen Alternativen für Arbeitszwecke zu installieren. Häufig bieten sie die einzige Möglichkeit für Kontakt zu Angehörigen im Ausland. Viele Menschen misstrauen diesen iranischen Apps jedoch aus Angst vor Überwachung.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats nutzt jedoch das globale Internet ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.
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Tote bei Angriffen im Südlibanon, Hisbollah feuerte auf Israel
Trotz geltender Waffenruhe hat die Hisbollah erneut am Freitag Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete vier Tote und mehrere Verletzte bei einem israelischen Angriff im Südlibanon. Israels Armee äußerte sich dazu zunächst nicht auf Anfrage.
In Nordisrael gab es am frühen Nachmittag in mehreren Orten Raketenalarm. Ein Geschoss sei abgefangen worden, weitere seien auf offenes Gelände gestürzt, teilte das israelische Militär mit. Israels Armee hatte mit dem Beschuss aus dem Nachbarland gerechnet und zuvor mitgeteilt, dass sie sich darauf vorbereite. Dem Beschuss vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts, bei dem der Kommandant der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet wurde.
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Iran beschlagnahmt Öltanker
Staatlichen Medien zufolge hat der Iran nachts den Öltanker "Ocean Koi" im Golf von Oman beschlagnahmt. Das unter der Flagge von Barbados fahrende Schiff habe iranisches Öl geladen und versucht, die Ölexporte des Landes zu stören, heißt es unter Berufung auf die Armee. Der Tanker werde an die iranische Südküste geleitet und den Justizbehörden übergeben. Die "Ocean Koi" steht seit Februar unter US-Sanktionen.
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"Leichtsinnige militärische Abenteuer"
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi warf den Vereinigten Staaten vor, eine Verhandlungslösung zu torpedieren. "Immer wenn eine diplomatische Lösung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA für leichtsinnige militärische Abenteuer. Ist das eine plumpe Einschüchterungstaktik?", schrieb Araqchi auf X.
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USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi
Die USA fordern den Iran auf, die schwer erkrankte iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sofort aus dem Gefängnis freizulassen. Die inhaftierte 54-Jährige müsse die nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im US-Außenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley Barnes auf der Plattform X. "Sie befindet sich nun in kritischem Zustand und erhält eine völlig unzureichende medizinische Versorgung."
Am Mittwoch hatten Unterstützer Mohammadis mitgeteilt, sie schwebe "zwischen Leben und Tod". "Das iranische Regime hat Mohammadi eingesperrt, weil sie ihre Stimme erhoben hat – weil sie im Namen des iranischen Volkes und seiner Hoffnungen auf ein besseres Leben gesprochen hat", schrieb Barnes weiter. Die Aktivistin war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Sie ist im Zentralgefängnis der Stadt Zanjan im Nordwesten des Irans inhaftiert und wird zurzeit in einem Krankenhaus behandelt. Nach Angaben aus ihrem Umfeld wurde Mohammadi wegen akuter Herzprobleme auf eine Intensivstation verlegt.
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Ölpreis legt leicht zu
Der Ölpreis ist am Freitag im frühen Handel nach einem Zwischenfall in der Straße von Hormus und der deswegen wackelnden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gestiegen - allerdings hielt sich der Anstieg in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg im frühen Handel um etwas mehr als ein Prozent auf 101,26 Dollar. Damit blieb das Fass Brent unter seinem Zwischenhoch vom Vortag.
Am Donnerstag war der Preis für die weltweite Referenzsorte zwischenzeitlich bis auf knapp 104 Dollar gestiegen, beendete den Handel aber mit einem leichten Abschlag mit rund 100 Dollar.
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US-Ministerium prüft möglichen Insiderhandel
Das US-Justizministerium untersucht Medienberichten zufolge eine Reihe von verdächtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor Ankündigungen von Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt wurden. Dabei gehe es um mindestens vier Geschäfte, bei denen Händler während des Iran-Kriegs mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd Euro) auf fallende Ölpreise gesetzt hätten.
Das berichteten die US-Sender ABC News und NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Wetten seien jeweils kurz vor neuen Ankündigungen Trumps oder iranischer Regierungsvertreter platziert worden, hieß es. Auch die für Rohstoffgeschäfte zuständige Bundesbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sei in die Ermittlungen involviert.
Laut ABC News hatten Händler im März mehr als 500 Millionen Dollar (rund 424,81 Mio. Euro) auf fallende Ölpreise gewettet, kurz bevor der US-Präsident die Verschiebung von angedrohten Angriffen auf das iranische Stromnetz bekannt gab. Im April gab es drei weitere Transaktionen, die nun untersucht würden. Eine Quelle betonte gegenüber NBC News, dass sich die Ermittlungen noch in einem frühen Stadium befänden und es bisher keine Beweise für strafbares Fehlverhalten gebe. Neben den aktuellen Untersuchungen wollen die Ermittler in einem separaten Verfahren auch verdächtige Aktivitäten auf Spekulationsplattformen prüfen, die ebenfalls mit dem Iran-Krieg zusammenhängen.
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Trotz Waffenruhe: Neue Angriffe zwischen USA und Iran
Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die Eskalation. US-Präsident Donald Trump hat jedoch Befürchtungen über ein Ende der Waffenruhe zerstreut. Die Feuerpause sei weiterhin in Kraft.
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Emirate melden Abwehr neuer iranischer Luftangriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eigenen Angaben zufolge erneut vom Iran angegriffen worden. Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Katastrophenschutzbehörde rief die Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben und auf offiziellen Warnungen zu achten. Anrainer sollten herabfallende Trümmer nicht angreifen oder fotografieren.
Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen. Der Iran hatte den Golfstaat erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen am Montag und Dienstag wieder angegriffen.
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UNO: Kein Genehmigungsverfahren, sondern freie Hormus-Schifffahrt
UNO-Generalsekretär António Guterres hat ein vom Iran angekündigtes neues Genehmigungsverfahren für die Straße von Hormuz abgelehnt und sich erneut für freien Schiffsverkehr durch die Meerenge ausgesprochen. "Was wir nicht wollen, sind zusätzliche Restriktionen oder Strukturen", sagte ein Sprecher von Guterres in New York.
"Wir wollen wieder dahin zurück, wo wir waren, also zur Navigationsfreiheit in der Straße von Hormus, unter der zivile Schiffe kommen und gehen konnten, um zu exportieren und zu importieren, und wir wissen, von welcher Bedeutung die Meerenge für uns alle auf der Welt ist."
Der Iran hatte zuvor ein neues Genehmigungsverfahren für die von ihm blockierte Straße von Hormus angekündigt. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority) und müssten den Vorgaben folgen, berichtete der staatliche Sender Press TV.
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Iranische Medien melden Explosionen am Persischen Golf
Inmitten militärischer Spannungen mit den USA meldeten iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar. Fars schrieb in einem weiteren Bericht von Schusswechsel zwischen iranischen Streitkräften und dem "Feind". Dabei sei unter anderem ein Hafenbereich auf der Insel Gheschm getroffen worden. Nähere Details lagen zunächst nicht vor.
Unterdessen spekulierten iranische Medien über einen möglichen Luftangriff der Vereinigten Arabischen Emirate. Erst vor wenigen Tagen hatten Irans Streitkräfte Ölanlagen in dem arabischen Golfstaat attackiert. Die Nachrichtenagentur Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, schrieb: "Sollte sich die Angelegenheit bestätigen, werden die Emirate den Preis für ihre feindselige Handlung bezahlen."
Auch in den sozialen Medien meldeten Bewohner aus den Küstengebieten Explosionen. Auf der Insel Gheschm etwa seien Explosionsgeräusche und Lichter über dem Meer beobachtet worden, berichtete der bekannte Netzaktivist Vahid unter Berufung auf lokale Einwohner.
Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor hoch. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung mit der Führung in Teheran erreicht werden könnte.
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Saudi-Arabien und Kuwait heben Beschränkungen für US-Militär auf
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Vertreter der USA und Saudi-Arabiens Donnerstagabend berichtete, heben Riad und Kuwait die Beschränkungen für die Nutzung ihrer Stützpunkte und ihres Luftraums durch das US-Militär auf. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst keine.
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Ölpreis nach "Wall Street Journal"-Bericht vorübergehend im Plus
Der Ölpreis ist am Donnerstag vorübergehend ins Plus geklettert. Händler verwiesen auf einen Bericht des Wall Street Journal, demzufolge die USA erwägen, die Blockade der Straße von Hormuz wieder aufzunehmen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 100,58 US-Dollar. Das waren zwar 0,68 Prozent weniger als am Vortag.
Zuvor hatte der Ölpreis allerdings, belastet von Hoffnungen auf eine Entspannung im Krieg zwischen den USA und dem Iran, deutlich mehr nachgegeben.
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US-Verhandlungsvorschlag wird von Teheran weiter geprüft
Irans Regierung prüft nach eigenen Angaben weiter einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Teheran habe Washington noch nicht geantwortet, sagte Irans Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert. Derzeit wartet das Weiße Haus auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten.
Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.
US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung erreicht werden könnte. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren", sagte er in einem Interview.
Auf iranischer Seite stießen die US-Pläne auf Skepsis. Das Außenministerium in Teheran teilte mit, man werde zu gegebener Zeit antworten. Der Abgeordnete Ebrahim Rezaei bezeichnete den Vorschlag als "eher eine amerikanische Wunschliste als Realität". Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf verspottete Berichte über eine bevorstehende Einigung. Er schrieb in den sozialen Medien, die "Operation 'Vertrau mir, Bruder'" sei gescheitert, und stellte die Verhandlungen als PR-Aktion der USA nach deren Scheitern bei der Öffnung der Straße von Hormus dar.
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Insider: Emirate umgehen Blockade - Tanker passierten Hormus
ie Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Insidern zufolge trotz der iranischen Blockade in begrenztem Umfang Rohöl durch die Straße von Hormuz verschifft. Der staatliche Ölkonzern Adnoc konnte im April mehrere Millionen Barrel Öl aus dem Persischen Golf herausschaffen, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten und wie aus Schiffsdaten hervorgeht. Um drohenden Angriffen aus dem Iran zu entgehen, schalteten die Tanker demnach ihre Ortungssysteme ab.
Dies ist nicht unüblich: Iranische Schiffe, die die US-Blockade umgehen, schalten diese, auch dem Kollisionsschutz dienenden Systeme, oft ebenfalls aus. Adnoc lehnte eine Stellungnahme ab. Der Staatskonzern brachte auf diese Weise im April auf vier Tankern mindestens sechs Millionen Barrel zweier verschiedener Ölsorten aus dem Golf. Das geht aus Schiffsdaten von Kpler und Satellitendaten von SynMax hervor.
Außerhalb der Gefahrenzone wurde die Ladung den Angaben zufolge entweder auf andere Schiffe umgepumpt, im Oman zwischengelagert oder direkt zu Raffinerien in Asien gebracht. Die exportierten Mengen entsprechen zwar nur einem Bruchteil dessen, was die Emirate vor Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ausgeführt haben. Aber das Vorgehen zeigt, welches Risiko Produzenten und Käufer bereit sind einzugehen.
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USA und Iran stehen laut Insidern vor befristetem Rahmenabkommen
Die USA und der Iran stehen Insidern zufolge kurz vor einer vorläufigen Vereinbarung zur Beendigung ihres Krieges. Ein entsprechender Rahmenentwurf sehe vor, die Angriffe dauerhaft zu stoppen, klammere die umstrittensten Themen jedoch aus, verlautete am Donnerstag aus Verhandlungskreisen. Der sich abzeichnende Plan konzentriere sich auf eine vorläufige Absichtserklärung anstelle eines umfassenden Friedensvertrags.
Dies unterstreiche die tiefen Gräben zwischen beiden Seiten und signalisiere, dass eine Einigung zum jetzigen Zeitpunkt lediglich ein Zwischenschritt sei. Die Regierungen in Teheran und Washington hätten ihre Ambitionen auf eine weitreichende Lösung zurückgeschraubt, da Differenzen fortbestünden, hieß es in den Kreisen weiter. Dies betreffe insbesondere das iranische Atomprogramm, den Umgang mit den hochangereicherten Uranbeständen im Iran und die Frage, wie lange Teheran seine nuklearen Aktivitäten aussetzen würde. Anstelle eines umfassenden Abkommens arbeiteten beide Seiten an einer Übergangsregelung, um eine Rückkehr zu einem offenen Krieg zu verhindern und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu sichern.
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