Trotz Waffenruhe: Bombenanschlag in Teheran + Trump sieht Krieg kurz vor Ende
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Am 8. April einigten sich die Konfliktparteien auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand. Die Friedensverhandlungen in Islamabad sind jedoch gescheitert. Wie es ab dem 22. April weiter geht, ist offen.
- In Washington haben am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon begonnen. Dort war es auch nach der vereinbarten Waffenrufe zu weiteren Angriffen gekommen.
- Der Krieg verlagert sich indes an die Wirtschaftsfront. Am Montagnachmittag hat die USA mit der Blockade der Straße von Hormus begonnen. Irans Streitkräfte bezeichnen die Seeblockade als "Akt der Piraterie".
- Die USA haben den Iran aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Eine Forderung, auf die der Iran in den vergangenen Jahren noch nie eingegangen ist.
- Wegen der gestiegenen Kerosin-Preise fordern Europäische Airlines Nothilfen von der EU.
- Am Dienstagabend begannen die ersten direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission
- Hormus-Ultimatum: Trumps Spiel mit dem Feuer
- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
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- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
- Die Straße von Hormus ist dicht: Teure Folgen für Österreichs Esstische
- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
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Stimmung in der Wirtschaft wegen des Iran-Krieges eingetrübt
Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich wegen des Iran-Krieges deutlich eingetrübt. Im März fiel der Konjunkturindikator der UniCredit Bank Austria auf minus 1,3 Punkte - den niedrigsten Wert seit vier Monaten. "Wir haben für 2026 unsere Wachstumsprognose erneut um ein Zehntelprozentpunkt auf 0,8 Prozent zurückgenommen und gehen für 2027 nur noch von einem BIP-Anstieg von 1,2 Prozent aus", sagte UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl am Mittwoch in einer Aussendung.
Im ersten Quartal erreichte der Indikator durchschnittlich minus 0,8 Punkte. "Das beste Ergebnis seit fast drei Jahren signalisiert eine Fortsetzung der Erholung der österreichischen Wirtschaft mit einem geringfügigen Anstieg des BIPs zu Jahresbeginn 2026. Allerdings spricht die Stimmungsverschlechterung im März für eine einsetzende Verlangsamung des Aufwärtstrends", so UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.
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Bericht: USA wollen Tausende weitere Truppen nach Nahost verlegen
Die USA bereiten einem Medienbericht zufolge die Verlegung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten vor. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen, berichtet die Washington Post unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wolle so den Druck auf den Iran erhöhen, einem Abkommen zuzustimmen. Der Bericht ließ sich zunächst nicht bestätigen.
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Ölpreise am Mittwoch stabil unter 100-Dollar-Marke
Die Ölpreise haben sich am Mittwoch wenig bewegt. Nach einem deutlichen Preisrückgang am Vortag stabilisierten sich die Notierungen am Vormittag vorerst klar unter der Marke von 100 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Juni kostete 95,43 Dollar und damit etwa so viel wie am Vortag. Der Preis für Öl der US-Sorte WTI tendierte kaum verändert bei 91,03 Dollar je Fass.
An den Finanzmärkten besteht die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs. US-Präsident Donald Trump sieht den Konflikt kurz vor dem Ende. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran gemacht.
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Trump legt bei Kritik an Papst Leo über Iran-Politik nach
US-Präsident Donald Trump legt im Streit mit Papst Leo über seine Iran-Politik nach. „Könnte bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat, und es absolut inakzeptabel ist, dass der Iran über eine Atombombe verfügt?“, schrieb Trump in der Nacht auf Mittwoch in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Er bekräftigte damit seine Kritik an dem aus den USA stammenden Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Leo hatte sich zuletzt deutlich gegen den von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Iran-Krieg ausgesprochen. Am Dienstag warnte er davor, dass Demokratien ohne moralisches Wertefundament Gefahr liefen, in eine Tyrannei der Mehrheit abzugleiten. Trump hat die Kritik des Papstes massiv verärgert. Wiederholt überzog er Leo deshalb mit rhetorischen Attacken und forderte ihn auf, sich zusammenzureißen und aus der Politik herauszuhalten.
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Nach Gesprächen: Pakistans Premier reist zu Vermittlern
Inmitten von Spekulationen über weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad bricht Pakistans Premier zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten auf. Premierminister Shehbaz Sharif reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Die viertägige Reise beginne am Mittwoch in Saudi-Arabien mit bilateralen Gesprächen. Auch in Katar seien Gespräche geplant.
In der Türkei will Sharif am fünften Diplomatieforum von Antalya teilnehmen und sich mit Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie anderen Staatschefs treffen. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei sind in den Vermittlungen zwischen den Kriegsparteien eingebunden.
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Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an
Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und Mittwochfrüh im Süden des Landes.
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Teheran nutzte chinesischen Spionagesatelliten für Angriffe
Der Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge heimlich einen chinesischen Spionagesatelliten erworben und damit während des Krieges im Nahen Osten US-Militärstützpunkte in der Region ins Visier genommen. Die Zeitung "Financial Times" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf durchgestochene iranische Militärdokumente, die Luft- und Raumfahrtkräfte der Iranischen Revolutionsgarde hätten den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen.
Dieser sei von dem chinesischen Unternehmen Earth Eye gebaut und ins All gebracht worden. Die iranischen Kommandeure hätten mit dem Satelliten US-Militäranlagen beobachtet. Die Zeitung berief sich dabei auf mit Zeitangaben versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und Orbitalanalysen.
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Laut Medien Bombenanschlag in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist erstmals seit Kriegsbeginn ein Bombenanschlag verübt worden. Bei zwei Explosionen im Stadtzentrum seien drei Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Es handelte sich um improvisierte Sprengsätze. Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein lokaler Kommandant der Revolutionsgarden in einer Videoansprache, die das Onlineportal "Rouydad24" verbreitete.
Für den Anschlag machte er "Vaterlandsverräter" verantwortlich. Die genauen Umstände der Explosionen waren zunächst unklar. Iranischen Medien zufolge soll es sich um Sprengsätze auf Gasbasis gehandelt haben. Bisher hat keine Gruppe den Anschlag für sich reklamiert.
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Iran-Krieg erhöht Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft
Die Unsicherheit unter den Firmen in Deutschland hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen und ist so groß wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Im März fiel es 78,6 Prozent der Firmen schwer oder eher schwer, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen, wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Münchner Ifo-Instituts vom Mittwoch hervorgeht. Im Februar waren es noch 75,4 Prozent.
Damit erreicht der Indikator für wirtschaftliche Unsicherheit den höchsten Wert seit Februar 2024. "Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft spürbar erhöht", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Für viele Unternehmen sind die Folgen für das eigene Geschäft derzeit schwer kalkulierbar."
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Blockade iranischer Häfen vollständig ausgeführt
"Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden", teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit. Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätte man den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.
Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. "Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen", hieß es darin.
China kritisierte unterdessen die Blockade als "gefährlich und unverantwortlich".
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Trump sieht den Krieg kurz vor dem Ende
US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Auszüge aus dem Interview wurden am Dienstag bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.
Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. "Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert", sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.
Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zufolge ist eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges sehr wahrscheinlich. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte er vor Journalisten.
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Vance: Waffenruhe hält
US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. "Derzeit hält die Waffenruhe", sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein großes Abkommen, erklärte er.
Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. "Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt", sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch "das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen" können.
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Libanon und Israel wollen Gespräche fortsetzen
Israel und Libanon haben unter US-Vermittlung erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche aufgenommen, um eine Grenze und den Einfluss der Hisbollah zu klären. Bei dem ersten Treffen gab es nach US-Angaben "konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen". Das US-Außenministerium sprach von einem "historischen Meilenstein".
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USA beenden Ausnahmeregelung für Export iranischen Öls
Die US-Regierung lässt eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf iranisches Öl im Laufe dieser Woche auslaufen. Dies sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Die Ausnahme gilt für Öl, das in Tankern geladen ist, die sich auf hoher See befinden.
Die 140 Millionen Barrel Öl sollten nach dem ursprünglichen Willen der USA noch an die Weltmärkte geliefert werden und Druck von den globalen Ölpreisen nehmen. Die Sanktionen, also das Verbot des Verkaufs iranischen Öls, treten nun am 19. April wieder in Kraft.
Zuvor hatten Abgeordnete von Regierung und Opposition dem Weißen Haus vorgeworfen, die Öl-Sanktionen gegen Teheran und Moskau gelockert zu haben, während sich die USA und Israel im Krieg mit dem Iran befinden und Russland den Konflikt in der Ukraine vorantreibe.
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Wiederaufnahme der Gespräche " sehr wahrscheinlich"
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zufolge ist eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges sehr wahrscheinlich. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte er vor Journalisten.
Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. "Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind", erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung.
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Cheftrainer Ghalenoei: "Iran fährt so Gott will zur WM"
Die iranische Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich trotz des Kriegs des Landes mit den USA zuversichtlich für die Teilnahme bei der dortigen Weltmeisterschaft in diesem Sommer. "Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun", sagte Teamchef Amir Ghalenoei. Der Verband arbeite bereits an den weiteren Vorbereitungen, darunter auch Testspiele, sagte der Teamchef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Auch Sportminister Ahmed Donjamali äußerte sich optimistisch über eine Teilnahme, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte: "Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher die Teilnahme." Eine weitere Bedingung ist dem Minister zufolge die Sicherheit von Spielern und Trainerstab, diese müsse von den USA gewährleistet werden.
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Neue Friedensgespräche noch im Lauf dieser Woche geplant
Die Verhandlungsteams der USA und des Iran könnten nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters Ende dieser Woche für weitere Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Wie fünf mit den Vorgängen vertraute Personen am Dienstag sagten, stehe ein genaues Datum noch nicht fest. Einem ranghohen iranischen Insider zufolge halten sich die Delegationen den Zeitraum von Freitag bis Sonntag offen.
US-Präsident Donald Trump zufolge könnten Gespräche mit dem Iran in den kommenden zwei Tagen in Pakistan stattfinden, berichtete die Zeitung "New York Post". Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. "Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind", erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung.
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Israel strebt "Frieden und Normalisierung" mit Libanon an
Kurz vor Beginn der ersten direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten hat die israelische Regierung für Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen geworben. Das "Problem" sei nicht die libanesische Regierung, sondern die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz, sagte Israels Außenminister Gideon Saar am Dienstag. Unterdessen gingen die Kämpfe im Südlibanon weiter.
In Washington waren am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon geplant - die ersten direkten Gespräche seit 1993. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, sollte im US-Außenministerium mit der libanesischen Botschafterin Nada Hamadeh Moawad und dem US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, zusammenkommen. Als Vermittler sollte US-Außenminister Marco Rubio fungieren.
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Bloomberg: Iran soll Aussetzen der Lieferungen durch Straße von Hormus erwägen
Der Iran erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, keine eigenen Handelsschiffe mehr die Straße von Hormus passieren zu lassen. So sollten mögliche Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges nicht gefährdet werden, meldet Bloomberg. Das US-Militär hat als Gegenmaßnahme zur Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran seinerseits begonnen, den Schiffsverkehr von und nach iranische Häfen zu blockieren. Die Verhandlungsteams der USA und des Irans könnten Insidern zufolge noch in dieser Woche für Gespräche zur Beendigung des Krieges nach Pakistan zurückkehren.
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Krisenkoordinator kalmiert: Keine Versorgungsprobleme bei Treibstoffen
Österreichs Nationaler Sicherheitsberater Peter Vorhofer sieht weder bei Kerosin noch bei Benzin und Diesel Versorgungsschwierigkeiten.
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Macron ruft Iran und USA zu Beendigung des Krieges auf
Der französische Präsident Emmanuel Macron ruft die USA und den Iran auf, ihre Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen und jede Eskalation zu vermeiden. Er habe am Montag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und US-Präsident Donald Trump gesprochen, schreibt Macron auf der Social-Media-Plattform X. Die Straße von Hormus müsse ohne Bedingungen und so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. „Unter diesen Umständen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Akteure schnell wieder aufgenommen werden können“, fügt Macron hinzu.
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Fokus der Hormus-Konferenz: Sanktionen und Sicherheit
Frankreich und Großbritannien wollen bei diplomatischen Treffen in dieser Woche über eine mögliche multinationale Mission zur Straße von Hormus beraten. Die Gespräche sollten in mehreren Arbeitsgruppen stattfinden, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Demnach sollen vor einem für Freitag geplanten Treffen unter britischem und französischem Vorsitz mehrere Themen erörtert werden. Dazu zählten mögliche Sanktionen gegen den Iran und die Zusammenarbeit mit der Industrie zur Sicherung des Seeverkehrs. Weitere Themen seien die Wahrung der Freiheit der Schifffahrt, Wirtschaftsmaßnahmen gegen den Iran für den Fall einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormus sowie die Freilassung von Seeleuten und festsitzenden Schiffen. -
Iran: Fehlender US-Wille verhinderte Einigung in Islamabad
Der iranische Präsident Massud Peseschkian macht mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußert er in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Europa könne eine konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die "selbstgemachten Probleme" der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärt Peseschkian demnach weiter.
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Welthungerhilfe: Iran-Krieg verschlechtert Versorgungslage im Sudan
Durch den Iran-Krieg hat sich die Versorgungslage der Menschen im Bürgerkriegsland Sudan weiter verschlechtert. Darauf wies der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Matthias Mogge, vor der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin hin. Lieferketten seien unterbrochen, die Transportkosten gestiegen: "Unsere Teams im Sudan berichten von massiven Preissprüngen: Treibstoff ist lokal um bis zu 80 Prozent teurer geworden, Grundnahrungsmittel wie Weizen um rund 70 Prozent."
"Für viele Familien sind selbst einfachste Grundnahrungsmittel unbezahlbar geworden", sagte Mogge. Gleichzeitig seien auch die Kosten für Hilfslieferungen stark angestiegen, sodass deutlich weniger Menschen erreicht werden können.
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Europäische Airlines fordern wegen Iran-Krieg Nothilfen von der EU
Europäische Fluggesellschaften fordern von der Europäischen Union aus Sorge über Kerosinmangel in der nahenden Hauptsaison infolge des Iran-Kriegs Notfallmaßnahmen. Die Luftfahrt ist seit Ausbruch des Konflikts Ende Februar von Luftraumsperrungen betroffen, wie der Verband Airlines for Europe (A4E) in einem Dokument schreibt, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag.
Zudem verknappt die Blockade der Straße von Hormus die weltweite Versorgung mit Kerosin, sodass der europäische Flughafenverband ACI eine Versorgungskrise binnen drei Wochen erwartet. A4E schlägt daher vor, dass die EU die Kerosinvorräte europaweit überwachen und einen gemeinsamen Treibstoffeinkauf prüfen soll.
Der Verband, dem alle großen Airlines wie Lufthansa oder Ryanair angehören, fordert zudem finanzielle Entlastung wegen steigender Treibstoffkosten.
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Macron und Starmer: Konferenz für Hormus-Mission am Freitag
Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer leiten am kommenden Freitag von Paris aus eine Videokonferenz zur Lage in der Straße von Hormus. Daran sollen Länder teilnehmen, die sich an einer defensiven multilateralen Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit beteiligen wollen, sobald die Sicherheitsbedingungen dies zulassen, teilt das französische Präsidialamt mit. Zuvor halten hochrangige Regierungsvertreter am Mittwoch eine Videoschalte ab, sagen zwei europäische Diplomaten.
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Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro
Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview. Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen.
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China: US-Blockade "gefährlich und unverantwortlich"
China hat eine Blockade iranischer Häfen durch die USA als „gefährlich und unverantwortlich“ kritisiert. Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. China fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen.
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Öl: Angebot und Nachfragen sinken 2026
Die Internationale Energieagentur (IEA) kassiert ihre Prognosen für ein Wachstum von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt im laufenden Jahr. Sie geht nun davon aus, dass beides gegenüber dem Niveau von 2025 sinken wird, da der Krieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft belastet. Die IEA rechnet nunmehr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Bislang war sie von einem Anstieg von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Die in Paris ansässige Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte sie mit einem Anstieg von 1,1 Millionen Barrel pro Tag gerechnet.
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Neue Friedensgespräche in Pakistan geplant
Pakistan arbeitet an einer neuen Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Islamabad wolle die Gespräche so bald wie möglich, erfuhr die dpa aus pakistanischen Diplomatenkreisen. Laut Nachrichtenagentur Reuters kehren die Verhandlungsteams der USA und des Iran im Laufe dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurück.
Auch China, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei sind laut pakistanischen Diplomaten mit den beiden Kriegsparteien im Gespräch. Die Länder hätten einen Vorschlag eingebracht, noch in dieser Woche in Islamabad weiterzuverhandeln, hieß es. Den Angaben zufolge hat China dem Iran geraten, weitere Gespräche einzugehen. Eine offizielle Bestätigung über weitere Verhandlungen liegt bisher nicht vor.
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Sanktionierter Tanker passiert Straße von Hormus
Trotz einer vom US-Militär verkündeten Seeblockade hat ein von den USA sanktionierter Tanker die Straße von Hormus durchfahren. Das Schiff Rich Starry habe die Meerenge heute Früh durchfahren und verlassen, berichtete die auf Schifffahrt spezialisierte Website Lloyd's List. Auch laut der Website Marine Traffic war der Öl- und Chemikalientanker heute im Golf von Oman unterwegs. Ob der Tanker iranisches Öl geladen hat, ist unklar.
Der etwa 190 Meter lange Tanker fährt laut Lloyd's List unter falscher Flagge, aktuell unter der Flagge Malawis. Er war zuvor als Full Star bekannt und unterliegt US-Sanktionen wegen seiner Beteiligung an iranischen Exporten. Das US-Finanzministerium hatte den Tanker Full Star 2023 mit Sanktionen belegt wegen des Transports oder Verkaufs iranischer Öl- oder Chemieprodukte. Der Tanker hat demnach Verbindungen zur Shanghai Xuanrun Shipping Company Limited, einer chinesischen Reederei.
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Ölpreise gesunken
Die Ölpreise sind mit der Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesunken. Am Morgen wurden für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee 98,62 US-Dollar gezahlt und damit 0,74 Prozent weniger als am Vortag. Noch stärker fiel der Preis für Rohöl aus den USA. Hier ging die Notierung am Morgen um 1,72 Prozent auf 97,38 Dollar zurück. Zuletzt haben neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance „große Fortschritte“ gemacht.
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Vance: Haben in Gesprächen echte Fortschritte gemacht
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt - jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. "Wir haben große Fortschritte gemacht."
Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm. Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. "Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt", sagte Vance.
Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ Vance offen. "Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld." Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten.
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UNO-Chef Guterres fordert weitere Gespräche
UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die "Ernsthaftigkeit des Engagements" betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs am Montag mit.
"Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen", so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach. Dies gelte auch für die Straße von Hormus.
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USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran
Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal Axios und das Wall Street Journal. Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Axios sprach von einem Zeitraum im "einstelligen" Bereich, das Wall Street Journal von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.
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Blockade der Straße von Hormus hat begonnen
Die USA haben mit der Blockade der Straße von Hormus begonnen, bestätigte US-Präsident Donald Trump vor Reportern in Washington. Washington will mit der Maßnahme den Druck auf Teheran erhöhen. Bestimmte Schiffe werden nun an der Durchfahrt durch die Meerenge gehindert. Blockiert werden sollen demnach Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hieß es. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle.
Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten, dass mehr als 15 US-Kriegsschiffe bereit seien, den Einsatz zu unterstützen. Laut Vertretern des Militärs hätten die USA einen Flugzeugträger, mehrere Lenkwaffenzerstörer, ein amphibisches Angriffsschiff sowie weitere Kriegsschiffe im Nahen Osten, schreibt die Zeitung. Einige der Schiffe seien in der Lage, Handelsschiffe in bestimmte Gebiete zu eskortieren, um sie dort festzuhalten. Das Blatt zitiert einen ehemaligen hochrangigen Soldaten der US-Marine mit der Einschätzung, dass die Kriegsschiffe wahrscheinlich außerhalb der Straße von Hormuz eingesetzt würden, um eine Bedrohung durch den Iran zu vermeiden.
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USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran
Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal Axios und das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Axios sprach von einem Zeitraum im "einstelligen" Bereich, das Wall Street Journal von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.
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EU-Kommission will Staatshilfen lockern
Die EU-Kommission will den Mitgliedsstaaten mehr Spielraum bei finanziellen Hilfen für Unternehmen einräumen, die unter den hohen Treibstoff- und Düngemittelpreisen leiden. Sie schlug am Montag vor, die Beihilferegeln vorübergehend zu lockern. Damit sollen Regierungen einen Teil der Kostensteigerungen übernehmen dürfen, die seit dem Beginn des Iran-Krieges angefallen sind. Davon sollen vor allem die Landwirtschaft, der Straßenverkehr und die Schifffahrt profitieren.
Außerdem sollen energieintensive Industrien künftig staatliche Unterstützung für mehr als 50 Prozent ihrer Stromkosten erhalten können. Normalerweise wacht die Behörde streng über die Vergabe staatlicher Beihilfen, um Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt zu verhindern.
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Israel und Libanon wollen in Washington verhandeln
In Washington sollen am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon beginnen. Die Gespräche auf Botschafterebene finden im US-Außenministerium statt. Über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft will über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln. Israel schließt dies vorerst aus und fordert eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz. Beide Länder befinden sich seit 1948 formell im Kriegszustand.
Außerdem unterhalten sie keine formalen diplomatischen Beziehungen. Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt und nach eigenen Angaben zahlreiche Hisbollah-Stellungen ins Visier genommen.
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Iran spricht von "Piraterie"
Irans Streitkräfte bezeichneten die Seeblockade als "Akt der Piraterie". Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden."
Trumps Ankündigung sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, in der Nacht auf Montag auf X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren". Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormuz nähern. Dies würde als "klarer Verstoß gegen die (seit Mittwoch) bestehende Waffenruhe betrachtet", hieß es Sonntagabend in einer Mitteilung.
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Was die US-Blockade der Straße von Hormus für die Welt bedeutet
Seit 16:00 Uhr ist die Meerenge endgültig geschlossen, nachdem das US-Militär nun jene Schiffe aufhalten will, die der Iran passieren lässt. Was das für die Waffenruhe und den Ölpreis bedeutet.
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Israel: Stadt Bint Jbeil im Südlibanon eingekesselt
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Stadt Bint Jbeil im Süden des Libanon vollständig eingekesselt. "Die Streitkräfte der 98. Division haben die Einkesselung der Stadt Bint Jbeil abgeschlossen und mit einem Angriff auf sie begonnen", postete Armeesprecher Avichay Adraee am Montag auf X. In der vergangenen Woche hatten israelische Soldaten demnach bei direkten Gefechten und bei Luftangriffen in und um die Stadt mehr als hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.
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Trump: Der Iran hat angerufen, "wollen einen Deal machen"
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", sagte Trump Montagmittag (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington. "Sie wollen einen Deal machen" - und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht.
Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren Sonntagfrüh ohne Einigung zu Ende gegangen. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Die Diplomatie ist noch nicht tot", sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter. Wo und wann die Gespräche weitergehen könnten, sei jedoch noch unklar.
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Schah-Sohn: Bin im Gespräch mit der gesamten Exil-Opposition
Der Sohn des letzten Schahs im Iran steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den verschiedenen Gruppen der tief gespaltenen Exil-Opposition. Er wolle "als einende nationale Figur" agieren, sagte Reza Pahlavi am Montag bei einem Besuch im schwedischen Parlament. Er wolle nicht nur eine einzelne Gruppierung oder Idee unterstützen. Die iranische Opposition ist tief gespalten, die meisten ihrer Mitglieder sind schon vor langem ins Ausland geflohen.
Die Exilgruppierungen bestehen unter anderem aus ethnischen Minderheiten, liberalen Kreisen und linken Bewegungen. Diese konkurrieren wiederum mit den Anhängern des 1979 gestürzten Schahs, die sich um Pahlavi scharen.
Auf die Frage, was er zur Vereinigung der verschiedenen Teile der Opposition unternehme, antwortete Pahlavi: "Ich spreche mit ihnen, ich führe Dialoge mit ihnen, ich treffe mich mit ihnen." Mit wem er genau in Kontakt steht, sagte er aber nicht. Pahlavi lebt in den USA im Exil, er hat sich für eine säkulare Demokratie im Iran ausgesprochen.
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US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren
Die von den USA geplante Blockade der Straße von Hormuz soll früheren Ankündigungen zufolge Montagnachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für Nahost (CENTCOM) tatsächlich seit 16.00 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hinderte. Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran bei Annäherung an Hormuz.
Kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden werden ausgeschaltet, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Straße nähern. Dabei werde das US-Militär genauso agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Bisher seien die USA noch nicht gegen die "Schnellangriffsschiffe" - so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden - vorgegangen, weil diese "nicht als nennenswerte Bedrohung" erachtet worden seien.
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Israelischer Panzer rammte UNIFIL-Fahrzeug im Libanon
In Libanon ist es am Sonntag zu einem Vorfall zwischen der israelischen Armee und Soldaten der UNIFIL-Friedensmission der Vereinten Nationen gekommen. UNIFIL-Fahrzeuge seien von israelischen Tankern gerammt worden, erklärte die UNO-Mission. In einem Fall sei erheblicher Sachschaden entstanden. Die israelischen Soldaten hätten eine Straße im Südlibanon blockiert, "die als Zugang zu UNIFIL-Stellungen dient", hieß es weiters.
Erst vor wenigen Tagen hätten in dem Gebiet israelische Soldaten "Warnschüsse abgegeben", berichtete die UNO-Mission in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage. Dabei seien deutlich erkennbare UNIFIL-Fahrzeuge getroffen und beschädigt worden. "In einem Fall schlug ein Warnschuss nur einen Meter von einem Blauhelmsoldaten entfernt ein, der gerade aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war."
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Zahl der Hinrichtungen im Iran auf Höchststand seit 35 Jahren
Im Iran sind 2025 nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1.639 Menschen hingerichtet worden, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 68 Prozent, sagte IHRNGO-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam in Paris.
Der nach den landesweiten Protesten unter dem Motto "Frau, Leben, Freiheit" im Jahr 2022 begonnene Anstieg der Hinrichtungen setze sich damit fort. Die Entwicklung verdeutliche, dass die Behörden weiterhin auf die Todesstrafe als Mittel setzten, um Angst zu schüren und von neuen Protesten abzuschrecken.
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Justiz bearbeitet Fälle im Schnellverfahren
Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. "Die Justizbehörde befindet sich bis auf Weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung", sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Ejehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach "entschlossen und beschleunigt" bearbeitet.
Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen.
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Russland kritisiert US-Blockade
Der Kreml kritisiert die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus durch eine Blockade iranischer Häfen abzuriegeln. „Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Davon sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen. Weitere Kommentare lehnt er ab, da viele Details des US-Plans noch unklar seien. Das US-Militär will ab 16.00 Uhr (MESZ) Schiffe daran hindern, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Dadurch werden täglich rund zwei Millionen Barrel iranisches Öl vom Weltmarkt ferngehalten, was das weltweite Angebot weiter verknappt.
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Vor US-Blockade: Öl-Tanker mit Iran-Verbindung verlassen Golf
Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker verlassen vor einer geplanten US-Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete den Persischen Golf durch die Straße von Hormus. Dies geht aus Schifffahrtsdaten von Kpler und LSEG hervor. Der Tanker „Auroura“ sei mit iranischen Ölprodukten beladen, während die „New Future“ Diesel aus dem Hafen Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord habe, zeigen die Daten von Kpler weiter.
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