US-Angriff kostete schon mehrere Milliarden + Iran setzt Gegenangriffe fort
- Israel und die USA haben am Samstag mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen: Führer Khamenei und der Generalstabschef wurden getötet.
- Der provisorische Führungsrat im Iran beschäftigt sich bereits mit der Khamenei-Nachfolge.
- Rund 17.000 Österreicher sind im Krisengebiet, der erste Rückholflug mit 151 Österreichern landete Mittwochabend in Wien-Schwechat.
- Israel: Angriffe auf Teheran und den Libanon.
- Iran setzt seine Gegenangriffe fort und greift auch kurdische Truppen im Irak an.
- US-Präsident Trump ermutigt indessen Kurden im Irak zu Angriffen auf den Iran.
- 15 von zehn Punkten: Trump zufrieden mit Kriegsverlauf.
- "Wären alle binnen Sekunden tot": Sorgen vor Khameneis Beisetzung
- Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen unterstützen.
- "Wäre Zeitverschwendung": Trump erwägt derzeit keine Entsendung von US-Bodentruppen.
Was tut sich im Nahen Osten aktuell: Das finden Sie in unserem heutigen Iran-Lagebericht zu Tag 7
- Weltpolitische Gehversuche: Warum sich die EU in Nahost verstolpert.
- Angriff auf Golfstaaten: Die Mullahs wollen nicht alleine untergehen.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Iran-Experte: "Befürchte, dass wir langen Bürgerkrieg erleben werden."
- Angriff auf den Iran: Wem geht zuerst die Munition aus?
- Gestrandet in Dubai: "Wollen so schnell wie möglich raus".
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Der Iran hält die Weltwirtschaft in Geiselhaft.
- Unter Druck? Irans Fußballerinnen salutierten plötzlich bei der Hymne.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Politologe zum Iran: "Dritter Weltkrieg nicht auszuschließen".
- EU-Chefdiplomatin: Iran-Krieg kann Putin in die Hände spielen.
- Ökonom: Iran-Krieg kommt für heimische Wirtschaft zur Unzeit.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
Iran-Krieg
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IEA-Chef: Es gibt "reichlich Öl" auf dem Markt
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat versucht, Sorgen vor einer weltweiten Öl-Krise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg zu entkräften. "Es gibt heute reichlich Öl auf dem Markt", sagte Birol am Freitag in Brüssel. Eine durch den Krieg verursachte "logistische Störung" führe zwar zu "Herausforderungen für viele Länder", räumte er ein, aber: "Es gibt keinen Ölmangel".
Im Zuge des Iran-Kriegs hat Teheran die Straße von Hormus de facto gesperrt. Durch die Meerenge verläuft ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und ein erheblicher Teil der Flüssiggastransporte. Die Börsenpreise für Öl und Gas stiegen in der Folge deutlich an. Für Verbraucher machten sich die steigenden Energiepreise bisher vor allem an den Tankstellen bemerkbar.
Birol sprach von einem "ernsten Problem". Dennoch gebe es einen "enormen Überschuss" an Öl auf dem Markt. Mit Blick auf die strategischen Ölreserven der IEA sagte Birol, dass "alle Optionen auf dem Tisch liegen". Derzeit gebe es aber "keine Pläne für ein gemeinsamen Handeln".
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Neue israelische Angriffe auf Vorstädte Beiruts
Die südlichen Vorstädte Beiruts sind am Vormittag zum Ziel erneuter israelischer Angriffe geworden. Auch aus dem Libanon flogen wieder Raketen in Richtung Israel. Bei einem israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in der libanesischen Küstenstadt Sidon kamen nach Angaben von Behörden im Libanon fünf Menschen ums Leben, sieben weitere wurden demnach verletzt. Bei einem der Toten soll es sich nach Angaben von Sicherheitskreisen um ein Hamas-Mitglied gehandelt haben.
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Katars Energieminister warnt vor weiteren Ölpreissprüngen
Der Golfstaat Katar hat vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Lieferungen von Energierohstoffen aus der Region gewarnt. Es sei zu befürchten, dass alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion binnen weniger Wochen einstellen könnten, sagte Katars Energieminister Saad al-Kaabi in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der "Financial Times". Dann sei ein Anstieg des Ölpreises bis auf 150 US-Dollar (129,11 Euro) je Barrel (159 Liter) möglich.
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Lufthansa: Linienflug nach Riad abgebrochen
Die AUA-Mutter Lufthansa hat einen Linienflug von München in die saudi-arabische Hauptstadt Riad aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. „Sicherheit geht vor.“ Laut Lufthansa war der saudische Flughafen zum Zeitpunkt des Anflugs gesperrt. Der voll gebuchte Rückflug aus Saudi-Arabien kann laut Lufthansa dennoch verspätet stattfinden.
Die wenigen Passagiere des Hinflugs seien in Kairo ausgestiegen und dann umgebucht worden. Der Airbus A350-900 sollte noch am Abend am wieder geöffneten Flughafen in Riad landen, um den Rückflug zu absolvieren. Dieser wird am Samstagmorgen um 07.00 Uhr in München erwartet. Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger sehen, sagte Spohr. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in der Region.
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UNHCR: Hunderttausende im Nahen Osten auf der Flucht
Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit. Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten. UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk äußerte sich besorgt über die umfassenden israelischen Evakuierungsaufforderungen für den Südlibanon und die südlichen Vororte von Beirut. Diese pauschalen Anordnungen zur Umsiedlung beträfen Hunderttausende Menschen, sagt Türk. Dies werfe ernste Fragen im Hinblick auf das humanitäre Völkerrecht auf, insbesondere wenn es um Zwangsumsiedlungen gehe.
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USA greifen Iran mit seinen eigenen Waffen an
Die US-Armee hat Irans Shahed-Drohne nachgebaut. Nun setzt sie die Waffe ein, um den Iran zu bombardieren.
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Ölpreise steigen auf höchsten Stand seit April 2024
Der Ölpreisanstieg nimmt wieder an Fahrt auf. Das US-Öl WTI steigt wegen der Furcht vor langfristigen Lieferausfällen durch den Nahost-Krieg um bis zu 4,8 Prozent auf 84,90 Dollar (73,08 Euro) je Fass, den höchsten Stand seit April 2024. Das Nordseeöl Brent markiert mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 87,66 Dollar je Fass ebenfalls ein 23-Monats-Hoch.
Katar rechnet damit, dass alle Energieerzeuger am Golf ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben werden, sagte der Energieminister des Landes, Saad al-Kaabi, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der "Financial Times". Selbst wenn der Krieg sofort beendet würde, würde Katar "Wochen bis Monate" brauchen, um zu einem normalen Lieferzyklus zurückzukehren, erklärt Kaabi.
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US-Angriff kostete bereits mehrere Milliarden
Die Kosten des US-Militäreinsatzes gegen den Iran werden in den ersten vier Tagen auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. Die Bandbreite der Schätzungen ist dabei groß.
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Iran: Mehrere Festnahmen in England
Wegen des Verdachts der Unterstützung des iranischen Geheimdienstes sind vier Männer in England festgenommen worden. Ein Iraner und drei britisch-iranische Staatsbürger sollen im Auftrag des Geheimdienstes Personen und Orte mit Verbindungen zur jüdischen Gemeinde in London ausgespäht haben, wie die Metropolitan Police mitteilte. Sie sind weiter in Haft.
Ermittler der Anti-Terror-Polizei nahmen die Männer demnach an mehreren Adressen in und um die britische Hauptstadt fest. In Harrow im Nordwesten Londons wurden zudem sechs weitere Männer wegen des Verdachts der Beihilfe zu einer Straftat aufgespürt.
Der Iran sei der weltweit "größte staatliche Förderer des Terrorismus, und leider wirkt sich das auch auf unsere eigene Gesellschaft aus", sagte der britische Vize-Premierminister David Lammy dem Sender ITV. Nähere Angaben zu den Festnahmen wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht machen.
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Iran: Internet im Land weiterhin gesperrt
Die Bevölkerung im Iran ist am siebenten Kriegstag weitgehend vom internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte "weiße SIM-Karten", die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Das iranische Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, TikTok und YouTube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und unzuverlässig.
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"Wäre Zeitverschwendung": Trump erwägt keine US-Bodentruppen
US-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine Entsendung von US-Bodentruppen in den Iran. "Das wäre Zeitverschwendung", sagte Trump dem US-Sender NBC am Donnerstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview. "Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können."
Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araqchi, wonach Teheran vorbereitet sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump als "verschwendeten Kommentar". Trump sagte jedoch, er würde eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer befürworten. "Ich finde es wundervoll, dass sie das tun wollen, ich wäre voll dafür", sagte er.
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Universitäten im Iran stellten Betrieb ein
Im Iran sind die Universitäten wegen des Krieges bis auf weiteres geschlossen worden. Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden, berichtete das Onlineportal Eslahat-News, das der Reformbewegung nahesteht, unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Weder Unterricht in Präsenz noch Online-Lehre werde stattfinden, hieß es.
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Ölpreise am Freitag nur leicht gestiegen
Die Ölpreise sind am Freitag nur noch leicht gestiegen. Nach den deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Tage beruhigte sich die Lage damit vorerst ein bisschen. Am Vormittag wurde Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai zu 85,88 US-Dollar (73,92 Euro) je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das ist ein halbes Prozent mehr als am Vortag.
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Israel: Mehr als 1.600 Verletzte wegen Iran-Krieg
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind laut Israels Gesundheitsministerium im Land mehr als 1.600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden. Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe, behandelt wurden.
In den vergangenen 24 Stunden seien nach Raketenbeschuss 140 Menschen in Kliniken eingeliefert worden, darunter eine schwer verletzte Person, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit. Insgesamt wurden in Israel im Zuge des Kriegs bislang elf Menschen getötet. Im Iran sollen seit Samstag bereits mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen sein, wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche Stiftung berichteten. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen Angriffen bereits mehrere Tote.
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Bahrain: Iranische Angriffe treffen Hotel
Bei mutmaßlich iranischen Angriffen auf Bahrain sind mehrere zivile Gebäude beschädigt worden. Wie das Innenministerium des Golfstaats mitteilte, wurden zwei Wohnhäuser und ein Hotel in der Hauptstadt Manama zum Ziel „iranischer Aggression“. In einem der Gebäude sei ein Wohnungsbrand gelöscht worden. Tote oder Verletzte habe es keine gegeben. Der Iran reagiert auf die seit einer knappen Woche andauernden amerikanisch-israelischen Militärschläge unter anderem mit Angriffen in der Golfregion.
Der kleine Inselstaat Bahrain im Persischen Golf fing nach eigenen Angaben Dutzende iranische Raketen und mehr als 120 iranische Drohnen ab. Neben Wohngebäuden wurden dort auch eine Öl-Anlage und ein wichtiger US-Marinestützpunkt zum Ziel iranischer Angriffe. Ein Mensch wurde bei den Angriffen bisher getötet. Auch aus Saudi-Arabien wurde wieder ein Angriff gemeldet. Wie das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Riad mitteilte, wurde eine Drohne im Nordosten der Stadt abgefangen und zerstört.
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Iranische Medien melden landesweite Angriffe
Am siebten Tag des Iran-Kriegs melden iranische Medien wieder landesweite Angriffe. Nahe der Metropole Isfahan im Zentraliran seien drei Kleinstädte bombardiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Im Osten der Stadt selbst kam es demnach ebenfalls zu Luftangriffen. Mehrere Menschen seien verletzt, Wohnhäuser und Fahrzeuge beschädigt worden. Auch in der dicht besiedelten Hauptstadt Teheran, in der rund 15 Millionen Menschen leben, meldeten Bewohner am frühen Morgen eine neue Angriffswelle.
Augenzeugen zufolge war das Donnern von Kampfflugzeugen in niedriger Flughöhe über den Dächern zu hören. Rund 150 Kilometer südlich von Teheran seien außerhalb der Pilgerstadt Ghom, dem spirituellen Zentrum Irans, zwei Militärstützpunkte bombardiert worden, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf das Gouverneursamt. Die Militärkräfte seien nicht zu Schaden gekommen. Die Zivilbevölkerung ist immer mehr von den Folgen der Angriffe betroffen, die Israel und die USA am Samstag begonnen hatten. Die iranische Rothalbmondgesellschaft veröffentlichte Fotos zerstörter Wohnhäuser aus den großen Städten. Auch ein Stützpunkt der Organisation wurde schwer beschädigt, wie auf Bildern zu sehen ist.
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Nach Drohnenangriff: Zypern strebt NATO-Beitritt an
Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird dort ein Beitritt zur NATO diskutiert. "Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen", sagte Präsident Nikos Christodoulides dem griechischen Sender Skai. Zypern treffe bereits Vorbereitungen für einen möglichen NATO-Beitritt. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit das Land handeln könne, "sobald die politischen Bedingungen dies zuließen".
Christodoulides betonte jedoch, dass ein solcher Schritt derzeit nicht umgesetzt werden könne. Grund sei die langjährige Haltung der Türkei, die als NATO-Mitglied einen Beitritt Zyperns ablehnt. Über neue Mitglieder entscheidet das Bündnis einstimmig.
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Iran: Führungsrat beschäftigt sich mit Khamenei-Nachfolge
Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der provisorische Führungsrat mit dessen Nachfolge befasst. Bei ihrer vierten Sitzung planten Präsident Massoud Pezeshkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Ejehi sowie der Kleriker Alireza Arafi die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers, wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde demnach außerdem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.
Irans Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei war am Samstag bei israelisch-amerikanischen Angriffen getötet worden. Seitdem leitet verfassungsgemäß ein Führungstrio die Regierungsgeschäfte im Iran. Am Donnerstag wurde dem Rat mehr Macht übertragen. Er kann künftig über Krieg und Frieden entscheiden, sowie Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen.
Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Wann der Rat zusammenkommt, bleibt auch nach der Regierungserklärung unklar. Israels Verteidigungsminister drohte am Mittwoch, sein Land werde auch den Nachfolger Chameneis töten. Als aussichtsreicher Kandidat gilt dessen zweitältester Sohn Mojtaba.
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Zyperns Präsident: Angriffe stammen aus dem Libanon
Nach Angriffen auf Zypern im Nahost-Krieg ist Präsident Nikos Christodoulides um Beruhigung bemüht. "Alle Angriffe, die bisher in Zypern erfolgt sind, richten sich ausschließlich gegen die britischen Basen. Die meisten dieser Angriffe stammen aus dem Libanon", sagte er Donnerstagabend gegenüber dem Sender Skai. Gleichzeitig betonte er, dass er in ständigem Kontakt mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun stehe und bereits ein Telefongespräch mit ihm geführt habe.
Auf die Frage nach der Möglichkeit eines ballistischen Angriffs aus dem Iran antwortete Christodoulides, dass nichts ausgeschlossen werden könne. "Wir können im Zusammenhang mit ballistischen Raketen nichts ausschließen. Die Briten sind in erhöhter Alarmbereitschaft, wenn entsprechende Informationen vorliegen. In vielen Fällen ist Israel das Ziel von Angriffen aus dem Iran. Daher überqueren Raketen die Region der östlichen Mittelmeerregion, und dies wird sehr genau beobachtet."
Bezüglich der Schutzmaßnahmen erklärte er, dass Zypern über eigene Verteidigungssysteme verfüge, die in jüngster Zeit modernisiert worden seien, während gleichzeitig auch der Schutz durch britische Streitkräfte gewährleistet sei. Darüber hinaus bestehe eine intensive Zusammenarbeit mit europäischen Staaten. Zypern hat aktuell die EU-Ratspräsidentschaft inne und musste aufgrund der Sicherheitslage bereits EU-Treffen auf Zypern verschieben.
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Gegenangriffe des Iran
Israels Luftwaffe hat in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Man habe eine "großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet", gab die Armee bekannt. Der Iran griff indessen Ziele in Bahrein an, Saudi-Arabien und Katar wehrten Angriffe ab. Die iranischen Streitkräfte kündigten eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe an.
In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, meldete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier "Khatam Al-Anbiya", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die iranische Militärführung gab Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil bekannt.
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Werden Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
Die CIA soll iranische kurdische Milizen im Irak bewaffnen. Sollen sie die Vorhut für Bodentruppen bilden? Der Plan wäre nicht ohne Risiko, wie Außenpolitik-Redakteurin Caroline Ferstl berichtet.
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Etihad kündigt weitere Flüge nach Europa an
Nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs hat die Fluggesellschaft Etihad Airways ab heute eine begrenzte Zahl Flüge von Abu Dhabi auch nach Europa angekündigt. Man werde unter anderem Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Paris, Rom und Zürich anfliegen, hieß es auf der Webseite der Airline mit Sitz in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Fluggäste mit bestehenden Buchungen würden schnellstmöglich untergebracht.
Die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Flüge sei in Absprache mit den Behörden nach einer ausführlichen Sicherheitsprüfung erfolgt, teilte Etihad weiter mit. Man beobachte die Lage weiter genau und werde nur dann fliegen, wenn alle Sicherheitskriterien eingehalten werden könnten.
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Foxconn warnt vor Folgen des Iran-Konflikts
Der weltgrößte Elektronikhersteller Foxconn hat vor den Folgen eines länger andauernden Konflikts mit dem Iran für die Weltwirtschaft gewarnt. Sollte der Konflikt andauern, könnten die Ölpreise auf 100 Dollar pro Barrel steigen und auch die Preise für Rohstoffe in die Höhe treiben, sagte Unternehmenschef Young Liu am Freitag in Neu-Taipeh. Dann würde jeder die Auswirkungen spüren.
Die Folgen für sein eigenes Unternehmen seien derzeit jedoch begrenzt. Er erwarte für 2026 ein sehr gutes Jahr für den Konzern, der unter anderem ein wichtiger Hersteller von KI-Servern für Nvidia ist.
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Trump ermutigt Kurden im Irak zu Angriffen auf Iran
US-Präsident Donald Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte im Irak zu Angriffen auf den Iran. "Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen, ich wäre dafür", sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Iranisch-kurdische Milizen haben sich nach Angaben von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen in den vergangenen Tagen mit den USA darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte angreifen sollen.
Die im irakisch-iranischen Grenzgebiet ansässigen Gruppen trainieren demnach für einen solchen Angriff. Sicherheitskreisen zufolge gab es am Donnerstag zwei iranische Drohnenangriffe auf ein Lager der iranischen Opposition im irakischen Kurdistan.
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Iranisches Volk steht hinter Regime
Laut dem iranischen Botschafter in Wien steht das iranische Volk weiter hinter dem Regime. Zudem habe der Iran Hilfe bei der Evakuierung von Österreichern angeboten.
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Folgt Kriegseintritt der NATO?
Die NATO erhöht wegen der Iran-Angriffe auf Zypern und die Türkei ihre Alarmbereitschaft. Folgt jetzt der Kriegseintritt des Bündnisses? 5 Gründe die dagegen sprechen.
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Israels Luftwaffe bombardiert erneut Teheran
Israels Luftwaffe greift in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Man habe eine "großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet", gab die Armee bekannt. Nähere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Der Iran griff indessen Ziele in Bahrein an, Saudi-Arabien und Katar wehrten Angriffe ab.
Israels Generalstabschef Ejal Zamir hatte zuvor eine neue Phase der Angriffe gegen den Erzfeind angekündigt. "In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen", sagte Zamir laut Militärangaben. Er kündigte demnach nicht näher benannte "weitere Überraschungen" an.
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Syrien öffnet Luftkorridor
Syrien hat einen Luftkorridor von der nördlichen Stadt Aleppo zum Mittelmeer für ausländische Fluggesellschaften geöffnet und will damit den lahmgelegten Flugverkehr in der Region entlasten. Der Korridor solle eine sichere Flugroute für ankommende und abfliegende Maschinen bieten, sagte der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Omar Hosari. Zudem seien die Flugrouten im Norden des syrischen Luftraums in Richtung Türkei wieder freigegeben worden.
Ein erster Flug der Syrian Air von Aleppo nach Istanbul sei bereits sicher gelandet und markiere die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs am internationalen Flughafen von Aleppo.
Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt indessen vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt.
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Tötung Khameneis "im Einklang mit Völkerrecht"
Israel hat die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei als vereinbar mit dem Völkerrecht bezeichnet. Gemäß dem Völkerrecht könnten Kommandeure, "die während eines Krieges die Streitkräfte befehligen, legitime militärische Ziele darstellen", erklärte der für die internationale Presse zuständige israelische Armeesprecher Nadav Shoshani am Donnerstag im Onlinedienst X.
Khamenei sei als Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte die "höchste militärische Autorität" im Iran gewesen. Er habe "den Einsatz von Gewalt gegen Israel" angeordnet sowie die Finanzierung und Bewaffnung der mit dem Iran verbündeten Milizen in der Region, unter ihnen die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen, überwacht.
Der Angriff auf Khamenei sei ausgeführt worden, als dieser "in Begleitung anderer hochrangiger iranischer Militärs war, die ebenfalls legitime militärische Ziele darstellten", erklärte Shoshani. Laut iranischen Staatsmedien waren bei dem Angriff aber auch Khameneis Frau, einer ihrer Schwiegersöhne und zwei ihrer minderjährigen Enkelkinder getötet worden.
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US-Abgeordnete setzen Trumps Krieg keine Grenzen
US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, kam nicht auf genug Stimmen. Vier Demokraten stimmten mit der Mehrheit der Republikaner dagegen. Eine ähnliche Maßnahme war am Mittwoch bereits im Senat geblockt worden.
Sogenannte War Powers Resolutions wurden erstmals in Reaktion auf den Vietnam-Krieg 1973 angewendet. Ein Hauptmerkmal solcher Resolutionen sind beschleunigte Verfahren, mit denen der Kongress über die Entsendung oder den Abzug von Truppen entscheiden kann.
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Trump: Großteil der iranischen Raketen ist zerstört
Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. "Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg", sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. "Sobald sie eine Rakete abschießen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen."
Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung die Zerstörung des Raketenprogramms des Irans zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt.
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Israel beginnt Angriff auf Ziele in Beiruts Vororten
Nach einem Fluchtaufruf für einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Militär am Abend dort Angriffe begonnen. Die Armee habe "Hisbollah-Infrastruktur" ins Visier genommen, teilte das israelische Militär mit. Einwohner berichteten von lauten Explosionen und aufsteigendem schwarzem Rauch nach einem Angriff in dem Viertel Haret Hreik. Auch aus anderen Gegenden der Stadt gab es Berichte über zerborstene Fensterscheiben aufgrund von Explosionen.
Israels Armee hatte die Bewohner mehrerer Gegenden, darunter Haret Hreik, am Nachmittag dazu aufgefordert, diese zu verlassen. Es war das erste Mal, dass das israelische Militär eine Warnung für ein Gebiet dieser Größe in der Gegend ausgab. Bisher bezogen sich derartige Aufrufe auf bestimmte Wohnhäuser oder deutlich kleinere Gebiete in den Vororten. Augenzeugen zufolge versuchten viele Menschen, panisch die Gegend zu verlassen.
Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete. Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israels Militär in mehreren Teilen des Landes wieder massiv Ziele im Libanon an. Laut Israels Armee wurden im Südlibanon zwei Soldaten bei Kämpfen mit der Hisbollah verletzt.
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Ukraine unterstützt USA bei Drohnenabwehr
Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen unterstützen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er habe die Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor "Schahed"-Drohnen zu helfen. Einem Insider zufolge sollen die ukrainischen Experten in den kommenden Tagen ihre Arbeit aufnehmen.
Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt. Selenskyj hat einen Tausch von ukrainischen Abfangdrohnen gegen Patriot-Luftabwehrraketen angeregt.
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Bericht: Mädchenschule während US-Angriffen getroffen
Die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag ist einem US-Bericht zufolge während US-Angriffen auf eine nahe gelegene Militäranlage erfolgt. Eine Auswertung der New York Times von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien habe ergeben, dass das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag schwer beschädigt worden sei, der zeitgleich mit Angriffen auf einen angrenzenden Marinestützpunkt stattgefunden habe.
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Französischer Rückholflug kehrt wegen Raketenbeschuss um
Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug hat wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen. "Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen", sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen. -
Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert
Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtete der staatliche iranische Rundfunk am Donnerstagabend. "Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv", betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
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NATO erhöht wegen Iran Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr
Die NATO erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Die Maßnahme sei vom Befehlshaber des NATO-Luftstreitkräftekommandos angeordnet worden, teilte der Sprecher des militärischen NATO-Hauptquartiers im belgischen Mons am Donnerstagabend mit.
Dieser habe zudem empfohlen, die Bereitschaft der NATO auf diesem erhöhten Niveau zu belassen, bis die Bedrohung durch Irans anhaltende wahllose Angriffe in der Region nachlasse. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte in Europa habe sich dieser Empfehlung angeschlossen, fügte Sprecher Martin L. O'Donnell hinzu. Bei einer Sitzung mit den Vertretern der Mitgliedstaaten sei zudem starke und einstimmige Unterstützung für die Maßnahme zum Ausdruck gebracht worden. Die Anpassung erlaube es, das Bündnis angesichts der aktuellen Bedrohung zu verteidigen.
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Katz: Israel beschloss Khamenei-Tötung im November
Die Regierung in Jerusalem hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz im November beschlossen, das iranische geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Khamenei zu töten. Der Einsatz sei ursprünglich für Mitte 2026 geplant gewesen, sagt Katz dem Fernsehsender N12. Wegen der Proteste im Iran und der Sorge vor einem iranischen Angriff sei der Plan jedoch in Abstimmung mit Washington vorgezogen worden. Khamenei wurde am Samstag zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe getötet.
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Krieg im Iran kostet die USA fast 900 Millionen Dollar pro Tag
Der Krieg gegen den Iran kostet die Vereinigten Staaten neuen Berechnungen zufolge fast 900 Millionen Dollar pro Tag, berichtet die Financial Times. Der überwiegende Teil wird demnach für Munition aufgewendet. Die ersten 100 Stunden des Konflikts haben nach Schätzungen des Thinktanks Center for Strategic and International Studies etwa 3,7 Milliarden Dollar gekostet – oder 891 Millionen Dollar pro Tag. Von den 3,7 Milliarden Dollar wurden etwa 3,1 Milliarden Dollar für Munition ausgegeben.
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Macron stellt dem Libanon gepanzerte Fahrzeuge zur Verfügung
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, die libanesischen Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land erneut in einen Krieg hineingezogen werde, sagt er auf sozialen Medien. Er fordert zudem Israel auf, den Krieg nicht auf den Libanon auszuweiten. An die iranische Führung appelliert er, das Land nicht weiter in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der seine sei. Die Hisbollah müsse ihr Feuer auf Israel sofort einstellen. Israel müsse im Gegenzug von einer Bodenintervention oder einer großangelegten Operation auf libanesischem Gebiet absehen.
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Bahrain: Iranischer Angriff trifft Öl-Anlage
Der Iran hat nach Angaben des Innenministeriums von Bahrain eine Öl-Anlage in dem Golfstaat angegriffen und dort einen Brand ausgelöst. Die Anlage in Maameer südlich der Hauptstadt Manama sei Ziel von „iranischer Aggression“ geworden, teilte das Innenministerium mit. Opfer habe es nicht gegeben, das Feuer sei unter Kontrolle. Im Internet kursierten Videos, die den Angriff zeigen sollen. Darin ist zu sehen, wie ein Geschoss an der Anlage einschlägt und eine Explosion auslöst.
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Iranische Medien melden Explosionen in Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran wird den sechsten Tag in Folge von Raketenangriffen erschüttert. Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Isna meldete mehrere Explosionen im Osten der Millionenmetropole. Auch das Onlineportal Etemad meldete Raketeneinschläge. Die israelischen Streitkräfte kündigten unterdessen einen Angriff in einem Industriegebiet etwa 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt an. In einem persischsprachigen Post riefen sie die Bürger auf X dazu auf, das Gebiet zu verlassen. Für andere in Teheran bombardierte Gebiete, darunter auch Wohnviertel, veröffentlichten die Streitkräfte hingegen keine Warnungen. Ohnehin dürften die Nachrichten kaum jemanden erreichen. Irans Machtapparat hat seit Beginn des Kriegs am Samstag die Bevölkerung weitgehend vom Internet abgeschnitten.
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Iran: Mehr als 500 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert
Der Iran hat seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Weiterhin seien mindestens 2.000 Kampfdrohnen verschiedener Typen von iranischem Boden gestartet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine „informierte militärische Quelle“. Die Agentur steht den mächtigen Revolutionsgarden nahe, Irans Elitestreitmacht. Etwa 40 Prozent der Angriffe erfolgten dem Bericht zufolge gegen Ziele in Israel.
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Bericht: Trump will bei iranischer Nachfolge mitreden
US-Präsident Donald Trump besteht dem Nachrichtenportal Axios zufolge darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. "Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela", sagte Trump am Donnerstag mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolas Maduro.
Trump habe bestätigt, dass Mojtaba Khamenei der wahrscheinlichste Nachfolger seines getöteten Vaters sei, dieses Ergebnis jedoch als inakzeptabel bezeichnet. Der 56-jährige Sohn des am Samstag bei einem Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Khamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden.
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Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf
Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richtete am Donnerstag auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.
Betroffen seien die Viertel Burj al-Barajne, Hadath, Haret Hreik und Shiyah. Bewohner sollten sich in entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hieß es. Es ist das erste Mal, dass das israelische Militär ein Gebiet dieser Größe in der Gegend zu Evakuierungen aufruft. Bisher bezogen sich derartige Aufrufe auf bestimmte Wohnhäuser oder deutlich kleinere Gebiete in den Vororten. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete. Viele Bewohner versuchten panisch, die Viertel per Auto zu verlassen, berichteten Augenzeugen.
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Auch Flydubai-Flieger in Salzburg gelandet
Erstmals seit Beginn des Irankriegs am vergangenen Samstag sind am Donnerstag wieder Linienflieger aus Dubai in Österreich gelandet. Der Airbus A380-842 der Golf-Airline Emirates landete um 12.47 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat. Am Nachmittag landete ein weiteres Flugzeug aus Dubai kommend in Salzburg. Viele Heimkehrer fielen erleichtert ihren Familien in die Arme, nachdem sie tagelang in der Krisenregion festsaßen - tausende andere Reisende warten noch auf ihre Rückkehr.
Zur Zahl der Fluggäste machte Emirates auf APA-Anfrage keine Angaben, die Kapazität des eingesetzten größten Passagierflugzeugs der Welt beträgt rund 600 Personen. In Salzburg landete ein deutlich kleineres Flugzeug mit laut Flughafen 126 Passagieren an Bord. Die Boeing 737-Max von Flydubai musste wegen des Umweges einen Tankstopp in Ägypten einlegen.
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UNO: 15.000 Passagiere sitzen auf Kreuzfahrtschiffen fest
In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen infolge der Iran-Krieges 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das teilte die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen am Donnerstag mit. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die IMO sei bereit, "mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um zur Sicherheit und zum Wohlergehen der Seeleute beizutragen".
Seit Kriegsbeginn am Samstag hat die UN-Organisation demnach sieben Vorfälle gezählt, in die Schiffe in der Straße von Hormuz verwickelt gewesen seien. Dabei seien zwei Menschen gestorben und sechs verletzt worden.
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Irans Streitkräfte greifen US-Stützpunkt im Irak an
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben nach Ziele im Irak angegriffen. In Erbil, Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, sei bei einem Drohnenangriff ein US-Stützpunkt attackiert worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunk am Donnerstag. Dabei seien "erhebliche Schäden" verursacht worden, hieß es in dem Bericht. Dafür gab es keine Bestätigung von US-amerikanischer oder unabhängiger Seite.
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NATO bestätigt absichtlichen Beschuss der Türkei
Die NATO hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das NATO-Mitglied abgefeuert wurde. Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten NATO-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag mit "Ja".
Weitere Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen nicht machen. "Ich werde keine weiteren Informationen preisgeben, die die Sicherheit oder den Schutz der Streitkräfte beeinträchtigen könnten", sagte O'Donnell. Die aus dem Iran abgefeuerte Rakete war am Mittwoch von einem NATO-Abwehrsystem zerstört worden.
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Hisbollah verlegt Elitekämpfer in den Südlibanon
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge Elitekämpfer zurück in den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese aufhalten, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Kämpfer kehrten damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hatte das Vorgehen zuvor als „existenzielle Verteidigung“ bezeichnet.
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