15 von zehn Punkten: Trump zufrieden mit Kriegsverlauf

Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die USA auf Siegeskurs. Die Angriffe sollen noch ausgeweitet werden.
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Zusammenfassung

  • Trump bewertet den Kriegsverlauf mit 15 von 10 Punkten und sieht die USA auf Siegeskurs.
  • Das US-Militär betont ausreichende Reserven und plant aktuell keinen Einsatz von Bodentruppen im Iran, schließt dies aber nicht aus.
  • Die USA weiten Angriffe auf Ziele im Iran aus, haben über 2.000 Ziele getroffen und die iranische Marine stark geschwächt.

US-Präsident Donald Trump zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des Krieges - und gab dem Militäreinsatz in einem eigenwilligen Zahlenspiel 15 von zehn Punkten.

"Es läuft gut an der Kriegsfront, um es zurückhaltend auszudrücken", sagte Trump bei einem Treffen mit Technologieunternehmern im Weißen Haus. "Jemand hat gesagt: 'Auf einer Skala bis 10, wie viele Punkte würden Sie geben?' Ich habe gesagt: 'Etwa 15'."

Hegseth: "Kampf, so lange wie nötig"

Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht sein Land  auf Siegeskurs. Außerdem könne das US-Militär so lange kämpfen, wie nötig. "Unsere Luftabwehr und die unserer Verbündeten verfügen über mehr als genug Reserven. Wir können diesen Kampf problemlos so lange fortführen, wie nötig." Das Weiße Haus betonte zugleich, dass ein Einsatz von Bodentruppen im Iran derzeit nicht geplant sei.

"Sie sind derzeit nicht Teil des Plans für diese Operation", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz. Zugleich wollte sie eine solche Option grundsätzlich nicht ausschließen. Man werde dem Präsidenten als Oberbefehlshaber "keine militärischen Optionen vom Tisch nehmen".

Die USA wollen ihre Angriffe auf den Iran ausweiten. Künftig würden auch Ziele im Landesinneren beschossen, kündigte US-Generalstabschef Dan Caine an. 

Er begründete dies damit, dass der Iran im Verlauf des Krieges weniger Raketen und Drohnen abfeuere. Es würden auch weiterhin die Infrastruktur des Iran und seine Marine angegriffen. Indes gab es eine neue iranische Angriffswelle auf Israel mit mehreren Explosionen in Jerusalem.

Streitkräfte kommen gut voran

Der für den Einsatz zuständige US-Admiral Brad Cooper erklärte, die amerikanischen Streitkräfte kämen gut voran. "Vereinfacht gesagt konzentrieren wir uns darauf, Ziele abzuschießen, die uns abschießen können", sagte er in einer Videoansprache. Nach US-Angaben sind 50.000 Soldaten, 200 Jets und zwei Flugzeugträger im Einsatz, weitere Verstärkung sei unterwegs.

Die iranische Luftabwehr sei stark geschwächt, die iranische Marine habe keine operativen Einheiten mehr in den strategisch wichtigen Gewässern. Insgesamt seien mehr als 2.000 Ziele getroffen worden. Außerdem versenkte ein US-U-Boot am Mittwoch ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas. Die Behörden in Sri Lanka teilten mit, dass nach dem Untergang 80 Leichen geborgen wurden. Laut dem US-Regionalkommando Centcom sind schon mehr als 20 iranische Schiffe angegriffen oder versenkt worden, darunter auch ein relativ modernes Kampfschiff der Revolutionsgarden.

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