Neue Friedensgespräche in Pakistan geplant + historisches Treffen zwischen Israel und Libanon

Laut US-Präsident Trump haben sich die Iraner bei den USA gemeldet und "wollen einen Deal machen". Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg live.
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Iran-Krieg

  • |Amina Beganovic

    Libanon und Israel wollen Gespräche fortsetzen

    Israel und Libanon haben unter US-Vermittlung erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche aufgenommen, um eine Grenze und den Einfluss der Hisbollah zu klären. Bei dem ersten Treffen gab es nach US-Angaben "konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen". Das US-Außenministerium sprach von einem "historischen Meilenstein". 

  • |Amina Beganovic

    USA beenden Ausnahmeregelung für Export iranischen Öls

    Die US-Regierung lässt eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf iranisches Öl im Laufe dieser Woche auslaufen. Dies sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Die Ausnahme gilt für Öl, das in Tankern geladen ist, die sich auf hoher See befinden.

    Die 140 Millionen Barrel Öl sollten nach dem ursprünglichen Willen der USA noch an die Weltmärkte geliefert werden und Druck von den globalen Ölpreisen nehmen. Die Sanktionen, also das Verbot des Verkaufs iranischen Öls, treten nun am 19. April wieder in Kraft.

    Zuvor hatten Abgeordnete von Regierung und Opposition dem Weißen Haus vorgeworfen, die Öl-Sanktionen gegen Teheran und Moskau gelockert zu haben, während sich die USA und Israel im Krieg mit dem Iran befinden und Russland den Konflikt in der Ukraine vorantreibe.

  • |Amina Beganovic

    Wiederaufnahme der Gespräche " sehr wahrscheinlich"

    UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zufolge ist eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges sehr wahrscheinlich. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte er vor Journalisten.

    Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. "Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind", erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung.

  • |Amina Beganovic

    Cheftrainer Ghalenoei: "Iran fährt so Gott will zur WM"

    Die iranische Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich trotz des Kriegs des Landes mit den USA zuversichtlich für die Teilnahme bei der dortigen Weltmeisterschaft in diesem Sommer. "Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun", sagte Teamchef Amir Ghalenoei. Der Verband arbeite bereits an den weiteren Vorbereitungen, darunter auch Testspiele, sagte der Teamchef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

    Auch Sportminister Ahmed Donjamali äußerte sich optimistisch über eine Teilnahme, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte: "Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher die Teilnahme." Eine weitere Bedingung ist dem Minister zufolge die Sicherheit von Spielern und Trainerstab, diese müsse von den USA gewährleistet werden.

  • |Amina Beganovic

    Neue Friedensgespräche noch im Lauf dieser Woche geplant

    Die Verhandlungsteams der USA und des Iran könnten nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters Ende dieser Woche für weitere Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Wie fünf mit den Vorgängen vertraute Personen am Dienstag sagten, stehe ein genaues Datum noch nicht fest. Einem ranghohen iranischen Insider zufolge halten sich die Delegationen den Zeitraum von Freitag bis Sonntag offen.

    US-Präsident Donald Trump zufolge könnten Gespräche mit dem Iran in den kommenden zwei Tagen in Pakistan stattfinden, berichtete die Zeitung "New York Post". Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. "Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind", erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung.

  • |Amina Beganovic

    Israel strebt "Frieden und Normalisierung" mit Libanon an

    Kurz vor Beginn der ersten direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten hat die israelische Regierung für Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen geworben. Das "Problem" sei nicht die libanesische Regierung, sondern die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz, sagte Israels Außenminister Gideon Saar am Dienstag. Unterdessen gingen die Kämpfe im Südlibanon weiter.

    In Washington waren am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon geplant - die ersten direkten Gespräche seit 1993. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, sollte im US-Außenministerium mit der libanesischen Botschafterin Nada Hamadeh Moawad und dem US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, zusammenkommen. Als Vermittler sollte US-Außenminister Marco Rubio fungieren.

  • |Diana Dauer

    Bloomberg: Iran soll Aussetzen der Lieferungen durch Straße von Hormus erwägen

    Der Iran erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, keine eigenen Handelsschiffe mehr die Straße von Hormus passieren zu lassen. So sollten mögliche Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges nicht gefährdet werden, meldet Bloomberg. Das US-Militär hat als Gegenmaßnahme zur Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran seinerseits begonnen, den Schiffsverkehr von und nach iranische Häfen zu blockieren. Die Verhandlungsteams der USA und des Irans könnten Insidern zufolge noch in dieser Woche für Gespräche zur Beendigung des Krieges nach Pakistan zurückkehren. 

  • |Diana Dauer

    Krisenkoordinator kalmiert: Keine Versorgungsprobleme bei Treibstoffen

    Österreichs Nationaler Sicherheitsberater Peter Vorhofer sieht weder bei Kerosin noch bei Benzin und Diesel Versorgungsschwierigkeiten.

  • |Diana Dauer

    Macron ruft Iran und USA zu Beendigung des Krieges auf

    Der französische Präsident Emmanuel Macron ruft die USA und den Iran auf, ihre Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen und jede Eskalation zu vermeiden. Er habe am Montag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und US-Präsident Donald Trump gesprochen, schreibt Macron auf der Social-Media-Plattform X. Die Straße von Hormus müsse ohne Bedingungen und so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. „Unter diesen Umständen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Akteure schnell wieder aufgenommen werden können“, fügt Macron hinzu. 

  • |Diana Dauer

    Fokus der Hormus-Konferenz: Sanktionen und Sicherheit

    Frankreich und Großbritannien wollen bei diplomatischen Treffen in dieser Woche über eine mögliche multinationale Mission zur Straße von Hormus beraten. Die Gespräche sollten in mehreren Arbeitsgruppen stattfinden, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Demnach sollen vor einem für Freitag geplanten Treffen unter britischem und französischem Vorsitz mehrere Themen erörtert werden. Dazu zählten mögliche Sanktionen gegen den Iran und die Zusammenarbeit mit der Industrie zur Sicherung des Seeverkehrs. Weitere Themen seien die Wahrung der Freiheit der Schifffahrt, Wirtschaftsmaßnahmen gegen den Iran für den Fall einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormus sowie die Freilassung von Seeleuten und festsitzenden Schiffen.
  • |Adisa Beganović

    Iran: Fehlender US-Wille verhinderte Einigung in Islamabad

    Der iranische Präsident Massud Peseschkian macht mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußert er in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Europa könne eine konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die "selbstgemachten Probleme" der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärt Peseschkian demnach weiter.

  • |Adisa Beganović

    Welthungerhilfe: Iran-Krieg verschlechtert Versorgungslage im Sudan

    Durch den Iran-Krieg hat sich die Versorgungslage der Menschen im Bürgerkriegsland Sudan weiter verschlechtert. Darauf wies der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Matthias Mogge, vor der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin hin. Lieferketten seien unterbrochen, die Transportkosten gestiegen: "Unsere Teams im Sudan berichten von massiven Preissprüngen: Treibstoff ist lokal um bis zu 80 Prozent teurer geworden, Grundnahrungsmittel wie Weizen um rund 70 Prozent."

    "Für viele Familien sind selbst einfachste Grundnahrungsmittel unbezahlbar geworden", sagte Mogge. Gleichzeitig seien auch die Kosten für Hilfslieferungen stark angestiegen, sodass deutlich weniger Menschen erreicht werden können.

  • |Adisa Beganović

    Europäische Airlines fordern wegen Iran-Krieg Nothilfen von der EU

    Europäische Fluggesellschaften fordern von der Europäischen Union aus Sorge über Kerosinmangel in der nahenden Hauptsaison infolge des Iran-Kriegs Notfallmaßnahmen. Die Luftfahrt ist seit Ausbruch des Konflikts Ende Februar von Luftraumsperrungen betroffen, wie der Verband Airlines for Europe (A4E) in einem Dokument schreibt, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag.

    Zudem verknappt die Blockade der Straße von Hormus die weltweite Versorgung mit Kerosin, sodass der europäische Flughafenverband ACI eine Versorgungskrise binnen drei Wochen erwartet. A4E schlägt daher vor, dass die EU die Kerosinvorräte europaweit überwachen und einen gemeinsamen Treibstoffeinkauf prüfen soll.

    Der Verband, dem alle großen Airlines wie Lufthansa oder Ryanair angehören, fordert zudem finanzielle Entlastung wegen steigender Treibstoffkosten. 

  • |Adisa Beganović

    Macron und Starmer: Konferenz für Hormus-Mission am Freitag

    Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer leiten am kommenden Freitag von Paris aus eine Videokonferenz zur Lage in der Straße von Hormus. Daran sollen Länder teilnehmen, die sich an einer defensiven multilateralen Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit beteiligen wollen, sobald die Sicherheitsbedingungen dies zulassen, teilt das französische Präsidialamt mit. Zuvor halten hochrangige Regierungsvertreter am Mittwoch eine Videoschalte ab, sagen zwei europäische Diplomaten. 

  • |Adisa Beganović

    Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro

    Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview. Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen. 

  • |Diana Dauer

    China: US-Blockade "gefährlich und unverantwortlich"

    China hat eine Blockade iranischer Häfen durch die USA als „gefährlich und unverantwortlich“ kritisiert. Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. China fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen.

  • |Diana Dauer

    Öl: Angebot und Nachfragen sinken 2026

    Die Internationale Energieagentur (IEA) kassiert ihre Prognosen für ein Wachstum von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt im laufenden Jahr. Sie geht nun davon aus, dass beides gegenüber dem Niveau von 2025 sinken wird, da der Krieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft belastet. Die IEA rechnet nunmehr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Bislang war sie von einem Anstieg von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Die in Paris ansässige Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte sie mit einem Anstieg von 1,1 Millionen Barrel pro Tag gerechnet. 

  • |Diana Dauer

    Neue Friedensgespräche in Pakistan geplant

    Pakistan arbeitet an einer neuen Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Islamabad wolle die Gespräche so bald wie möglich, erfuhr die dpa aus pakistanischen Diplomatenkreisen. Laut Nachrichtenagentur Reuters kehren die Verhandlungsteams der USA und des Iran im Laufe dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurück.

    Auch China, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei sind laut pakistanischen Diplomaten mit den beiden Kriegsparteien im Gespräch. Die Länder hätten einen Vorschlag eingebracht, noch in dieser Woche in Islamabad weiterzuverhandeln, hieß es. Den Angaben zufolge hat China dem Iran geraten, weitere Gespräche einzugehen. Eine offizielle Bestätigung über weitere Verhandlungen liegt bisher nicht vor.

  • |Josef Siffert

    Sanktionierter Tanker passiert Straße von Hormus

    Trotz einer vom US-Militär verkündeten Seeblockade hat ein von den USA sanktionierter Tanker die Straße von Hormus durchfahren. Das Schiff Rich Starry habe die Meerenge heute Früh durchfahren und verlassen, berichtete die auf Schifffahrt spezialisierte Website Lloyd's List. Auch laut der Website Marine Traffic war der Öl- und Chemikalientanker heute im Golf von Oman unterwegs. Ob der Tanker iranisches Öl geladen hat, ist unklar. 

    Der etwa 190 Meter lange Tanker fährt laut Lloyd's List unter falscher Flagge, aktuell unter der Flagge Malawis. Er war zuvor als Full Star bekannt und unterliegt US-Sanktionen wegen seiner Beteiligung an iranischen Exporten. Das US-Finanzministerium hatte den Tanker Full Star 2023 mit Sanktionen belegt wegen des Transports oder Verkaufs iranischer Öl- oder Chemieprodukte. Der Tanker hat demnach Verbindungen zur Shanghai Xuanrun Shipping Company Limited, einer chinesischen Reederei. 

  • |Josef Siffert

    Ölpreise gesunken

    Die Ölpreise sind mit der Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesunken. Am Morgen wurden für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee 98,62 US-Dollar gezahlt und damit 0,74 Prozent weniger als am Vortag. Noch stärker fiel der Preis für Rohöl aus den USA. Hier ging die Notierung am Morgen um 1,72 Prozent auf 97,38 Dollar zurück. Zuletzt haben neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance „große Fortschritte“ gemacht.

  • |Josef Siffert

    Vance: Haben in Gesprächen echte Fortschritte gemacht

    Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt - jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. "Wir haben große Fortschritte gemacht." 

    Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm. Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. "Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt", sagte Vance.

    Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ Vance offen. "Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld." Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten.

  • |Josef Siffert

    UNO-Chef Guterres fordert weitere Gespräche

    UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die "Ernsthaftigkeit des Engagements" betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs am Montag mit.

    "Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen", so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach. Dies gelte auch für die Straße von Hormus.

  • |Josef Siffert

    USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran

    Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal Axios und das Wall Street Journal. Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

    Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Axios sprach von einem Zeitraum im "einstelligen" Bereich, das Wall Street Journal von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.

  • |Josef Siffert

    Blockade der Straße von Hormus hat begonnen

    Die USA haben mit der Blockade der Straße von Hormus begonnen, bestätigte US-Präsident Donald Trump vor Reportern in Washington. Washington will mit der Maßnahme den Druck auf Teheran erhöhen. Bestimmte Schiffe werden nun an der Durchfahrt durch die Meerenge gehindert. Blockiert werden sollen demnach Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hieß es. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle. 

    Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten, dass mehr als 15 US-Kriegsschiffe bereit seien, den Einsatz zu unterstützen. Laut Vertretern des Militärs hätten die USA einen Flugzeugträger, mehrere Lenkwaffenzerstörer, ein amphibisches Angriffsschiff sowie weitere Kriegsschiffe im Nahen Osten, schreibt die Zeitung. Einige der Schiffe seien in der Lage, Handelsschiffe in bestimmte Gebiete zu eskortieren, um sie dort festzuhalten. Das Blatt zitiert einen ehemaligen hochrangigen Soldaten der US-Marine mit der Einschätzung, dass die Kriegsschiffe wahrscheinlich außerhalb der Straße von Hormuz eingesetzt würden, um eine Bedrohung durch den Iran zu vermeiden.

  • |Patrick Resch

    USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran

    Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal Axios und das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

    Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Axios sprach von einem Zeitraum im "einstelligen" Bereich, das Wall Street Journal von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.

  • |Patrick Resch

    EU-Kommission will Staatshilfen lockern

    Die EU-Kommission will den Mitgliedsstaaten mehr Spielraum bei finanziellen Hilfen für Unternehmen einräumen, die unter den hohen Treibstoff- und Düngemittelpreisen leiden. Sie schlug am Montag vor, die Beihilferegeln vorübergehend zu lockern. Damit sollen Regierungen einen Teil der Kostensteigerungen übernehmen dürfen, die seit dem Beginn des Iran-Krieges angefallen sind. Davon sollen vor allem die Landwirtschaft, der Straßenverkehr und die Schifffahrt profitieren.

    Außerdem sollen energieintensive Industrien künftig staatliche Unterstützung für mehr als 50 Prozent ihrer Stromkosten erhalten können. Normalerweise wacht die Behörde streng über die Vergabe staatlicher Beihilfen, um Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt zu verhindern.

  • |Patrick Resch

    Israel und Libanon wollen in Washington verhandeln

    In Washington sollen am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon beginnen. Die Gespräche auf Botschafterebene finden im US-Außenministerium statt. Über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft will über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln. Israel schließt dies vorerst aus und fordert eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz. Beide Länder befinden sich seit 1948 formell im Kriegszustand.

    Außerdem unterhalten sie keine formalen diplomatischen Beziehungen. Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt und nach eigenen Angaben zahlreiche Hisbollah-Stellungen ins Visier genommen.

  • |Patrick Resch

    Iran spricht von "Piraterie"

    Irans Streitkräfte bezeichneten die Seeblockade als "Akt der Piraterie". Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden."

    Trumps Ankündigung sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, in der Nacht auf Montag auf X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren". Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormuz nähern. Dies würde als "klarer Verstoß gegen die (seit Mittwoch) bestehende Waffenruhe betrachtet", hieß es Sonntagabend in einer Mitteilung.

  • |Patrick Resch

    Was die US-Blockade der Straße von Hormus für die Welt bedeutet

    Seit 16:00 Uhr ist die Meerenge endgültig geschlossen, nachdem das US-Militär nun jene Schiffe aufhalten will, die der Iran passieren lässt. Was das für die Waffenruhe und den Ölpreis bedeutet.

  • |Patrick Resch

    Israel: Stadt Bint Jbeil im Südlibanon eingekesselt

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Stadt Bint Jbeil im Süden des Libanon vollständig eingekesselt. "Die Streitkräfte der 98. Division haben die Einkesselung der Stadt Bint Jbeil abgeschlossen und mit einem Angriff auf sie begonnen", postete Armeesprecher Avichay Adraee am Montag auf X. In der vergangenen Woche hatten israelische Soldaten demnach bei direkten Gefechten und bei Luftangriffen in und um die Stadt mehr als hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.

  • |Patrick Resch

    Trump: Der Iran hat angerufen, "wollen einen Deal machen"

    Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", sagte Trump Montagmittag (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington. "Sie wollen einen Deal machen" - und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht.

    Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren Sonntagfrüh ohne Einigung zu Ende gegangen. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Die Diplomatie ist noch nicht tot", sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter. Wo und wann die Gespräche weitergehen könnten, sei jedoch noch unklar.

  • |Patrick Resch

    Schah-Sohn: Bin im Gespräch mit der gesamten Exil-Opposition

    Der Sohn des letzten Schahs im Iran steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den verschiedenen Gruppen der tief gespaltenen Exil-Opposition. Er wolle "als einende nationale Figur" agieren, sagte Reza Pahlavi am Montag bei einem Besuch im schwedischen Parlament. Er wolle nicht nur eine einzelne Gruppierung oder Idee unterstützen. Die iranische Opposition ist tief gespalten, die meisten ihrer Mitglieder sind schon vor langem ins Ausland geflohen.

    Die Exilgruppierungen bestehen unter anderem aus ethnischen Minderheiten, liberalen Kreisen und linken Bewegungen. Diese konkurrieren wiederum mit den Anhängern des 1979 gestürzten Schahs, die sich um Pahlavi scharen.

    Auf die Frage, was er zur Vereinigung der verschiedenen Teile der Opposition unternehme, antwortete Pahlavi: "Ich spreche mit ihnen, ich führe Dialoge mit ihnen, ich treffe mich mit ihnen." Mit wem er genau in Kontakt steht, sagte er aber nicht. Pahlavi lebt in den USA im Exil, er hat sich für eine säkulare Demokratie im Iran ausgesprochen.

  • |Diana Dauer

    US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren

    Die von den USA geplante Blockade der Straße von Hormuz soll früheren Ankündigungen zufolge Montagnachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für Nahost (CENTCOM) tatsächlich seit 16.00 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hinderte. Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran bei Annäherung an Hormuz.

    Kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden werden ausgeschaltet, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Straße nähern. Dabei werde das US-Militär genauso agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Bisher seien die USA noch nicht gegen die "Schnellangriffsschiffe" - so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden - vorgegangen, weil diese "nicht als nennenswerte Bedrohung" erachtet worden seien.

  • |Diana Dauer

    Israelischer Panzer rammte UNIFIL-Fahrzeug im Libanon

    In Libanon ist es am Sonntag zu einem Vorfall zwischen der israelischen Armee und Soldaten der UNIFIL-Friedensmission der Vereinten Nationen gekommen. UNIFIL-Fahrzeuge seien von israelischen Tankern gerammt worden, erklärte die UNO-Mission. In einem Fall sei erheblicher Sachschaden entstanden. Die israelischen Soldaten hätten eine Straße im Südlibanon blockiert, "die als Zugang zu UNIFIL-Stellungen dient", hieß es weiters.

    Erst vor wenigen Tagen hätten in dem Gebiet israelische Soldaten "Warnschüsse abgegeben", berichtete die UNO-Mission in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage. Dabei seien deutlich erkennbare UNIFIL-Fahrzeuge getroffen und beschädigt worden. "In einem Fall schlug ein Warnschuss nur einen Meter von einem Blauhelmsoldaten entfernt ein, der gerade aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war."

  • |Diana Dauer

    Zahl der Hinrichtungen im Iran auf Höchststand seit 35 Jahren

    Im Iran sind 2025 nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1.639 Menschen hingerichtet worden, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 68 Prozent, sagte IHRNGO-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam in Paris.

    Der nach den landesweiten Protesten unter dem Motto "Frau, Leben, Freiheit" im Jahr 2022 begonnene Anstieg der Hinrichtungen setze sich damit fort. Die Entwicklung verdeutliche, dass die Behörden weiterhin auf die Todesstrafe als Mittel setzten, um Angst zu schüren und von neuen Protesten abzuschrecken.

  • |Diana Dauer

    Justiz bearbeitet Fälle im Schnellverfahren

    Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. "Die Justizbehörde befindet sich bis auf Weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung", sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Ejehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach "entschlossen und beschleunigt" bearbeitet.

    Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen.

  • |Diana Dauer

    Russland kritisiert US-Blockade

    Der Kreml kritisiert die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus durch eine Blockade iranischer Häfen abzuriegeln. „Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Davon sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen. Weitere Kommentare lehnt er ab, da viele Details des US-Plans noch unklar seien. Das US-Militär will ab 16.00 Uhr (MESZ) Schiffe daran hindern, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Dadurch werden täglich rund zwei Millionen Barrel iranisches Öl vom Weltmarkt ferngehalten, was das weltweite Angebot weiter verknappt. 

  • |Diana Dauer

    Vor US-Blockade: Öl-Tanker mit Iran-Verbindung verlassen Golf

    Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker verlassen vor einer geplanten US-Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete den Persischen Golf durch die Straße von Hormus. Dies geht aus Schifffahrtsdaten von Kpler und LSEG hervor. Der Tanker „Auroura“ sei mit iranischen Ölprodukten beladen, während die „New Future“ Diesel aus dem Hafen Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord habe, zeigen die Daten von Kpler weiter. 

  • |Diana Dauer

    Israels Armee übernehme Kontrolle über Stadt im Südlibanon

    Die israelische Armee übernimmt nach eigenen Angaben innerhalb von Tagen die vollständige operative Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Dschubail. Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus den Norden Israels anzugreifen, sei eingeschränkt, teilt ein israelischer Militärvertreter mit. „Nur eine kleine Anzahl von Terroristen hält sich noch in der Gegend von Bint Dschubail auf“, heißt es weiter. Das Militär habe zudem Extremisten beim Verlassen des örtlichen Krankenhauses getötet sowie zahlreiche Raketenwerfer und Waffen gefunden.

  • |Diana Dauer

    UNDP: Eskalation könnte 30 Millionen Menschen in Armut treiben

    Die militärische Eskalation in der Golfregion könnte nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Auch wenn die direkten Folgen des Länder träfen, die von dem Konflikt betroffen seien oder stark von Energieimporten abhingen, zeigten neue Schätzungen, dass langfristig auch weit vom Konfliktgebiet entfernte schwächere Länder stark darunter leiden werden, teilte das UNDP am Montag mit. Das UN-Entwicklungsprogramm veröffentlichte einen Bericht mit dem Titel "Militärische Eskalation im Nahen Osten: Rückschritte in der globalen Entwicklung und politische Handlungsoptionen". Darin werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges untersucht - von den kurzfristigen Folgen des Krieges bis hin zu Auswirkungen, die bis zu acht Monate anhalten könnten.
  • |Diana Dauer

    Frankreich und Großbritannien organisieren Konferenz zu Sicherung der Straße von Hormus

    Frankreich und Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Straße von Hormuz abhalten. Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X.

    "Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht." Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist und wann sie stattfindet, teilte Frankreich zunächst nicht mit.

  • |Diana Dauer

    Türkei hat Bedenken über neue Regelung für Straße von Hormus

    Die Türkei äußert Bedenken über neue Regelungen für die Straße von Hormus. Der Vorschlag der USA und des Iran für eine internationale Einsatzgruppe, die die Wiederöffnung der Wasserstraße überwacht, sei mit vielen Schwierigkeiten verbunden, sagt der türkische Außenminister Hakan Fidan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Fidan, der in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten, dem Iran und dem Vermittler Pakistan steht, fordert, dass die Straße von Hormus über Diplomatie wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden sollte. 

  • |Diana Dauer

    Großbritannien werde Blockade von Straße von Hormus nicht unterstützen

    Großbritannien wird sich Premierminister Keir Starmer zufolge nicht in den Iran-Krieg hineinziehen lasse. Sein Land werde eine Blockade der Straße von Hormus nicht unterstützen, sagt Starmer im BBC Radio 5 Live. Es sei von entscheidender Bedeutung, die Meerenge wieder zu öffnen. „Meiner Ansicht nach ist es entscheidend, dass wir die Meerenge öffnen und vollständig öffnen, und darauf haben wir in den letzten Wochen all unsere Anstrengungen konzentriert, und das werden wir auch weiterhin tun“, sagt Starmer. 

  • |Diana Dauer

    Straße von Hormus: China ruft zur Zurückhaltung aller Seiten auf

    China ruft alle Seiten zur Ruhe und Zurückhaltung auf. Die Sicherheit, Stabilität und die ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums auf die Frage nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump, nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Iran die wichtige Wasserstraße zu blockiern. China sei bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten, sagt er. 

  • |Josef Siffert

    Iran: Hormus-Blockade als "Akt der Piraterie"

    Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als "Akt der Piraterie" bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden", sagte der Sprecher weiter. 

    Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll an diesem Montag beginnen.

  • |Josef Siffert

    Auch Gaspreis gestiegen

    Der europäische Erdgaspreis ist wieder sprunghaft nach oben geklettert. Die maßgeblichen Future-Kontrakte stiegen am Montag um bis zu 18 Prozent. Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormuz zu blockieren, verschärft sich die weltweite Energiekrise.

    An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zuletzt um 8,5 Prozent auf 47,35 Euro je Megawattstunde (MWh) zu, nachdem der Preis Mitte vergangener Woche bis auf 42,80 Dollar (36,55 Euro) gefallen war. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vor mehr als sechs Wochen war der Gaspreis zwischenzeitlich über die Marke von 70 Dollar geklettert. Vor dem Krieg war der Preis bei lediglich gut 30 Dollar gelegen.

  • |Josef Siffert

    Ölpreis steigt auf über 100 Dollar

    Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bis zu neun Prozent auf fast 104 Dollar (88,81 Euro). Am frühen Morgen lag der Preis für den Öl-Future bei rund 102 Dollar und damit sieben Prozent über dem Niveau vom Freitagabend.

    Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht auf Montag wieder deutlich zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

  • |Josef Siffert

    Libanon bemüht sich um Ende des Kriegs

    Der Libanon strebt laut Regierungschef Nawaf Salam ein Ende des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah sowie einen Abzug der israelischen Truppen an. Der Libanon bemühe sich weiter, "Verhandlungen zu führen, um den Krieg zu beenden", erklärte Salam in einer Fernsehansprache am Sonntag. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besuchte seinerseits den Südlibanon und kündigte eine Fortsetzung der Kämpfe mit der libanesischen Hisbollah-Miliz an.

    "Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, diesen Krieg zu beenden, den Abzug Israels aus all unseren Gebieten sicherzustellen, die Rückkehr aller Gefangenen zu erreichen, unsere zerstörten Dörfer und Städte wieder aufzubauen und die sichere Rückkehr der Vertriebenen zu gewährleisten", hielt Salam in seiner Ansprache fest.

  • |Josef Siffert

    Parlamentspräsident: US-Drohungen gegen Teheran wirkungslos

    Die Drohungen der USA haben nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Baqer Qalibaf ihren Einfluss verloren. "Der Iran hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben", sagte Qalibaf. Ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, deutete er die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit.

    In diese sei Washington seit dem Ausbruch des Krieges geraten. Der Iran werde Logik mit Logik und Kampf mit Kampf erwidern und den USA erneut eine Lektion erteilen. "Die USA aber sollten lieber das Vertrauen des Irans zurückgewinnen und das Versäumte wiedergutmachen", so der einflussreiche Politiker.

    Als Leiter der iranischen Delegation bei den Friedensgesprächen war Qalibaf der erste iranische Politiker seit fast 50 Jahren, der direkt mit einem US-Vizepräsidenten - JD Vance - gesprochen hat. Die Gespräche ab Samstag fanden zudem erstmals seit den Wiener Atomverhandlungen von 2015 wieder auf direktem Wege statt, endeten aber ohne Ergebnis.

  • |Josef Siffert

    Trump: Ölpreise könnten bis November hoch bleiben

    US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Worten davon aus, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November hoch bleiben werden. "Es könnte so sein, oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben", sagte Trump am Sonntag dem Sender Fox.

    Seine Äußerungen bezüglich der Frage, ob die Kosten für Öl und Benzin bis zum Herbst sinken würden, folgen auf wochenlange Behauptungen, der Preisanstieg werde nur ein kurzfristiges Phänomen sein. Trump hatte kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar auch gesagt, der Krieg werde vier Wochen "oder kürzer" dauern.

    Der Durchschnittspreis für Benzin an US-Tankstellen lag laut Daten des Dienstes GasBuddy den größten Teil des Aprils bei über vier Dollar pro Gallone (knapp 3,8 Liter). Das sind fast 30 Prozent mehr als üblich. Am Ölmarkt ist der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl von knapp 73 Dollar von vor Beginn der Angriffe auf bis zu 114 Dollar gestiegen.

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