Iran-Krieg: Diese Airlines nehmen ihre Flüge wieder auf

Die Umsteigeverbindungen über Dubai, Doha, Abu Dhabi sind noch unsicher, heißt es.
Ein Emirates A380 Flugzeug im Landeanflug.

Rund um den Iran gibt es seit gestern erste vorsichtige Lockerungen des Flugverkehrs aus dem arabischen Raum. Die arabischen Fluglinien Emirates (Dubai), Etihad Airways (Abu Dhabi) und Qatar Airways nehmen den Betrieb teilweise wieder auf. Auch verschiedene europäischen Airlines sind wieder aktiv.

Die Emirates (Dubai) führt erste Langstreckenflüge wieder schrittweise durch,  kurzfristige Streichungen und geänderte Routen von Flügen sind aber möglich. Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten nach den Stornierungen der vergangenen Tage Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Emirates erklärte, zunächst Reisende mit bestehenden Buchungen bevorzugt zu berücksichtigen. Umgebuchte Kundinnen und Kunden würden direkt informiert.

Die Etihad Airways (Abu Dhabi) beginnt der Wiederaufnahme einzelner Verbindungen vor allem Richtung Europa und Asien, aber noch kein voller Regelbetrieb.

Die Qatar Airways plant die Wiederaufnahme der Flüge, erste Flüge nach Öffnung des katarischen Luftraums genehmigt, aber aktuell noch stark reduziert, Fokus auf Rückhol- und Transitflüge.

Die Saudia Airways (Saudi-Arabien) ist regional und auf der Langstrecke wieder aktiv, umfliegt aber die Krisengebiete.

Noch weitgehend ausgesetzt oder stark eingeschränkt sind die Flugaktivitäten von Flydubai, Air Arabia und Gulf Air (Bahrain). Letztere wartet noch auf weitere Sicherheitsfreigaben. Umsteigeverbindungen über Dubai, Doha, Abu Dhabi sind noch unsicher.

Europäische Airlines

Indes führt die Lufthansa-Gruppe erste Rückholflüge und ausgewählte Linienflüge nach Dubai, Abu Dhabi und Riad durch. Auch die Air France hat einzelne Linienflüge in den Golfraum wieder aufgenommen. Auch die KLM führt Verbindungen nach Dubai und Riad durch. Außerdem nimmt die British Airways wieder erste Flüge nach Dubai, Doha und Abu Dhabi durch ebenso fliegt die Ibera wieder vereinzelt in den Golfraum.

Engpässe bei der Luftfracht

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel rechnet durch den Konflikt im Nahen Osten mit Engpässen bei der Luftfracht. „Wir sehen, dass etwa 18 Prozent der weltweiten Kapazität in der Luftfracht durch die jetzige Situation gegroundet ist“, sagte Konzernchef Stefan Paul am Dienstag. Er rechne damit, dass es wegen der fehlenden Kapazität in rund einer Woche in Asien für Fracht in Richtung USA und vor allem in Richtung Europa zu einem Rückstau kommen werde. 

„Das heißt also, es gibt nicht genug Kapazität, nicht genug Supply, nicht genug Maschinen, die fliegen, die die anfallende Ware an den Bestimmungsort bringen können. Und damit steigt die Komplexität.“ Kühne+Nagel versuche, den sich abzeichnenden Bedarf mit Chartermaschinen zu decken. „Das ist so ein bisschen ähnlich, aber natürlich eingegrenzter, wie wir das bei Covid gesehen haben“, erklärte der Konzernchef weiter. 

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