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Arabische Ermirate: Österreicher werden ausgeflogen

Das Außenministerium in Wien chartert derzeit Flugzeuge, um eigene Staatsbürger aus der Krisenregion rauszubringen. Mehrere Flüge sollen u. a. von den Austrian Airlines durchgeführt werden.
Stranded travellers at Sydney Airport

Das österreichische Außenministerium hat alle Hände voll zu tun, seine Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zeitnah aus der Krisenregion im Nahen Osten herauszubringen.

Aktuell sind fast 18.000 Staatsbürger in der Region registriert, davon sollen sich 4.300 Personen in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten. Insgesamt befinden sich etwa 2.500 Urlauber in Region, 1.600 davon befinden sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Am Mittwoch wird nun ein Rückführflug aus der omanischen Hauptstadt Maskat mit 170 Österreichern an Bord starten. Dieser Charterflug erfolgt mit einer ägyptischen Fluglinie.

Weitere Flüge vorgesehen

„Wir schauen, dass wir die Österreicher so schnell wie möglich aus der Gefahrenlage herausbekommen, und dass wir sie bei der Ausreise unterstützen“, sagt Clemens Mantl, Sprecher des Außenministeriums, zum KURIER. „Es ist Krieg und wir haben ein Interesse daran, dass sich die Österreicher in einer sichereren Umgebung befinden als in den Vereinigten Arabischen Emiraten.“

Generell steht das Außenministerium in Wien nicht nur mit anderen Ministerien aus der EU in Kontakt, sondern auch mit zahlreichen Fluglinien. „Innerhalb der EU koordinieren wir alles“, sagt Mantl. „Wir sind aber auch über einen Broker mit allen Fluglinien in Verbindung.“ Am Donnerstag soll der nächste Rückholflug starten. Hier kommt auch die AUA ins Spiel. „Bei uns ist eine Anfrage eingegangen, und es sind weitere Flüge vorgesehen“, bestätigt AUA-Sprecherin Barbara Greul dem KURIER. Die AUA könnte dabei ihre Airbus A320neo einsetzen, die 180 Passagiere befördert.

Die Österreicher, die sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten, sind vom Außenamt am Montag kontaktiert worden, um die Ausreisewünsche einzusammeln.

Zehn Stunden Busfahrt

„Die wichtigste Gruppe sind für uns besonders schutzbedürftige Personen, ältere und gebrechliche Leute, Schwangere und Familien“, sagt Mantl. Am vergangenen Sonntag sei bereits ein erster Flug mit „besonders vulnerablen Personen“ durchgeführt worden, berichtete Außenministerin Beate Meinl-Reisinger am Dienstag.

„Erstes Ziel ist es, sie aus dem unmittelbaren Kampfgebiet rauszubekommen. Da schauen wir, dass wir sie möglichst schnell nach Riad oder in den Oman bringen“, sagt Mantl. Nämlich mit Bussen. Eine Fahrt auf der mehr als 1.000 Kilometer langen Strecke von Dubai nach Riad dauert etwa zehn Stunden, die 600 Kilometer lange Fahrt von Doha (Katar) nach Riad rund sechseinhalb Stunden.

Insgesamt 70 Österreicher sind bereits am Sonntag und Montag von den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman gebracht worden. „Die sind im Flieger am Mittwoch dabei, der Flieger ist voll ausgelastet“, bestätigt der Ministeriumssprecher. „Wir erwarten ihn gegen frühen Abend in Wien.“

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