Will Irans Fußball-Star der Armee beitreten? Das sagt sein Berater

Mehdi Taremi war bei Inter Mailand Kollege von Marko Arnautovic. Nun spielt er in Griechenland bei Olympiakos.
Mehdi Taremi im Dress von Olympiakos Piräus

Angesichts der angespannten und vielschichtigen politischen Situation im Nahen Osten sorgt eine Nachricht aus dem Fußball für Aufsehen: Irans Topstürmer und Nationalteam-Kapitän Mehdi Taremi, einst bei Inter Mailand Kollege von Marko Arnautovic, denkt einigen Berichten zufolge über ein vorzeitiges Ende seiner Karriere nach. Der 33-Jährige soll seinen griechischen Verein Olympiakos Piräus gebeten haben, in seine Heimat zurückkehren zu dürfen, um dort „seine nationale Pflicht“ zu erfüllen.

Der Stürmer präsentiert sich in der griechischen Super League in bestechender Form: Zehn Treffer in 16 Einsätzen unterstreichen seinen sportlichen Wert für den Klub. Dennoch soll Taremi die Vereinsführung darüber informiert haben, dass er eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags anstrebt.

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Taremi mit Arnautovic bei Inter

Taremi wolle offenbar in den Iran zurückkehren, um sich in einer politisch heiklen Phase stärker in staatliche Strukturen und nationale Verteidigungsaufgaben einzubringen, hieß es.

Dementi des Beraters

Gegenüber engen Vertrauten soll Taremi betont haben: „Gerade jetzt braucht mich mein Land mehr denn je. Wenn das Vaterland bedroht ist, steht der Fußball nicht mehr an erster Stelle." Nun meldete sich allerdings der Berater des Stürmers auf Instagram zu Wort und dementierte die Meldung: "In den letzten Stunden kursierten Aussagen von Mehdi Taremi, die nicht der Realität entsprechen. Der Spieler konzentriert sich voll und ganz auf seine Arbeit in Athen und seinen beruflichen Werdegang – mit großem Engagement und Entschlossenheit", schrieb Federico Pastorello.

Auch mit Blick auf die iranische Nationalmannschaft käme ein Rückzug vom europäischen Spitzenfußball zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Vor der Weltmeisterschaft 2026 würde das Team einen seiner wichtigsten Leistungsträger verlieren – ein Umstand, der die Ambitionen der Auswahl erheblich schmälern könnte.

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