Trump: "Ich will keine Waffenruhe" + Bericht: USA bereiten sich auf Bodenoffensive vor
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani oder der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib. Am Freitag wurde bekannt, dass auch der Sprecher der Revolutionsgarden getötet wurde.
- Die US-Öffentlichkeit sieht den Krieg kritisch, glaubt jedoch an eine Ausweitung der Angriffe.
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission.
- Israel hat eine neue Angriffswelle gestartet. Premier Netanjahu sieht den Iran "schwächer denn je".
- Der Iran wiederum hat zahlreiche Golfstaaten angegriffen.
- US-Präsident Trump kündigte an, weitere Tausende Soldaten in den Nahen Osten zu schicken und lehnte eine Feuerpause ab.
- Ein US-Kampfjet musste nach mutmaßlich iranischem Beschuss notlanden.
- Iran dürfte noch ein Arsenal an Raketen, Minen und Booten haben.
- Energieexperte sieht "weltweit ein Riesenproblem", sollte das Gas aus Katar länger ausbleiben.
- Tausende Luxusautos für Dubai sind wegen des Krieges auf einer Insel gestrandet.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
- Iran-Krieg: Zwischen den Alliierten kracht es
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Trump droht US-Sendern wegen "falscher Iran-Berichte" mit Lizenz-Entzug
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
Wie ist die Lage im Nahen Osten - das erfahren Sie in unserem Lagebericht zu Tag 21.
Iran-Krieg
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Trump: Andere Staaten sollen Straße von Hormus sichern
Trump bekräftigte indes, dass andere Staaten für den Schutz des Seewegs verantwortlich seien. Die Meerenge müsse bei Bedarf von den Ländern bewacht und gesichert werden, die sie nutzten, teilt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social mit. Die USA benötigten die Wasserstraße nicht. Auf Ersuchen werde man diesen Staaten zwar helfen, dies sollte aber nach der Beseitigung der iranischen Bedrohung nicht nötig sein. Zugleich erklärt Trump, dass die USA kurz davor stünden, ihre Kriegsziele zu erreichen, und erwögen, den Militäreinsatz zurückzufahren.
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Mehr LNG-Schiffe: Panamakanal an Kapazitätsgrenze
Wegen der gestiegenen Zahl von Flüssigerdgas-Transporten (LNG) arbeitet der Panamakanal nach Angaben seines Leiters Ricaurte Vasquez mit 36 bis 38 Durchfahrten pro Tag an seiner Kapazitätsgrenze. Der Iran-Krieg treibe die Nachfrage nach Passagen für LNG-Tankern aus den USA in die Höhe, sagt Vasquez. Die USA dienten zunehmend als alternativer Energielieferant. Der Kanal werde künftig einen Transit pro Tag speziell für LNG-Schiffe reservieren, nachdem es nur vier pro Monat gewesen seien. -
Trump lehnt Feuerpause ab
US-Präsident Donald Trump hat eine Feuerpause im Iran-Krieg abgelehnt. "Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe", sagte Trump am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor Journalisten. "Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet." Eine iranische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Teheran hatte zuvor Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormuz abgelehnt, solange die Angriffe weitergehen.
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Merz über Trumps MAGA-Bewegung: "Nicht unsere Vorstellung von Demokratie"
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat grundlegende Differenzen mit US-Präsident Donald Trump eingeräumt, will sich aber dennoch weiter um gute transatlantische Beziehungen bemühen. "Die MAGA-Bewegung ist nicht unsere Bewegung", sagte Merz am Freitag in Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) mit Blick auf Trump-Anhänger. "Und das, was die machen mit Kultur und Medien, wie sie miteinander umgehen, ist nicht unsere Vorstellung von Demokratie. Wir haben eine andere Vorstellung."
Merz kündigte an, dass er am Wochenende mit Trump telefonieren und ihn im September nach Deutschland einladen werde. "Ich muss am Wochenende mit ihm sprechen", sagte Merz bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung.
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Insider: Irak erklärt "Force Majeure" für Ölfelder
Der Irak hat Insidern zufolge "Force Majeure" für alle von ausländischen Ölkonzernen erschlossenen Ölfelder erklärt und beruft sich damit auf höhere Gewalt bei Lieferausfällen. Die Militäreinsätze in der Region hätten den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unterbrochen und verhinderten den Export des Großteils des irakischen Rohöls, verlautete am Freitag aus dem Ölministerium. Eine offizielle Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
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Serbien senkt Steuern auf Rohöl um weitere 40 Prozent
Serbien hat die Verbrauchssteuern auf Rohöl um insgesamt 60 Prozent gesenkt, um den heimischen Markt zu beruhigen. Zu der bereits beschlossenen Senkung um 20 Prozent kämen weitere 40 Prozent hinzu, kündigt Präsident Aleksandar Vučić an. Die Regierung nehme dafür auch Steuerausfälle in Kauf. Vučić zufolge verfügt das Land über ausreichend Reserven an Diesel, Benzin und Erdgas, sodass keine Rationierungen an den Tankstellen drohten.
Zudem bemüht sich Serbien um eine Verlängerung des Ende März auslaufenden Erdgasliefervertrags mit dem russischen Gazprom-Konzern. Das Unternehmen deckt bis zu 90 Prozent des serbischen Verbrauchs.
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Katars Energieminister: Habe wiederholt vor Angriffen gewarnt
Katars Energieminister Saad al-Kaabi sieht sich nach dem iranischen Angriff auf Flüssiggas-Anlagen seines Landes in seinen Befürchtungen bestätigt. "Ich habe immer gewarnt, mit Öl- und Gas-Managern gesprochen, die unsere Partner sind, mit dem US-Energieminister gesprochen, um ihn vor dieser Konsequenz zu warnen, dass das für uns verheerend sein könnte", sagte der Chef von QatarEnergy der Nachrichtenagentur Reuters.
Zu den Partnern von QatarEnergy gehören große US-Energiekonzerne wie ExxonMobil und ConocoPhillips.Raketen- und Drohnenangriffe haben Tanker, Raffinerien und andere wichtige Energieinfrastruktur beschädigt. Am härtesten traf es QatarEnergys Anlage in Ras Laffan, den weltgrößten Komplex für verflüssigtes Erdgas (LNG). Die Schäden an den 26 Milliarden Dollar teuren Anlagen würden die LNG-Lieferungen nach Europa und Asien für bis zu fünf Jahre beeinträchtigen, sagte Kaabi.
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Iran fordert Angriffsende vor Verhandlungen über Hormus
Am Freitagabend hieß es, der Iran ist einem Medienbericht zufolge nicht zu Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormus bereit, solange er angegriffen wird.
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Lage am europäischen Erdgasmarkt beruhigt sich etwas
Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich am Freitag etwas beruhigt. Der Preis für europäisches Erdgas hat nach den Turbulenzen am Vortag etwas nachgegeben. An der Börse in Amsterdam sank der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um 3 Prozent auf 59,04 Euro je Megawattstunde (MWh).
Am Donnerstag war der Gaspreis noch zeitweise bis auf 71,45 Euro gestiegen. Allerdings hatte er im Tagesverlauf schon einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben.
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Auch Bundeswehrsoldaten aus dem Irak abgezogen
Im Zuge des NATO-Abzugs aus dem Irak wurden auch Bundeswehrsoldaten des Einsatzes "NATO Mission Iraq" (NMI) von Bagdad nach Hause geholt. Sie seien bereits am Donnerstag wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt, gab das Verteidigungsministerium in Berlin am Freitag bekannt. Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich erleichtert. "Wir haben mit mehreren A400M Personal und Material unter sehr riskanten Bedingungen aus Bagdad ausgeflogen", erklärt er unter Verweis auf Transportflugzeuge des Typs. "Darunter selbstverständlich auch das anderer Partnernationen." Im Nordirak und in Jordanien nehmen knapp 200 deutsche Soldaten weiter an den Einsätzen "Counter Daesh" und "Capacity Building Iraq" teil.
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Die militärische Eskalation im Iran ist zwar Tausende Kilometer von Österreich entfernt, der Schatten des Krieges reicht dennoch bis nach Wien. An der zweithöchsten Terrorwarnstufe seit Oktober 2023 hat sich zwar hierzulande nichts geändert. Pro-iranische Anschläge auf Einrichtungen in Europa haben aber dem Staatsschutz in Österreich vor Augen geführt, wie volatil die Situation tatsächlich ist.
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NATO zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab
Die NATO hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. "Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben", teilte NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt.
Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hieß es, es seien einige Hundert betroffen gewesen. Die Evakuierungsaktion der NATO folgt darauf, dass der von den USA und Israel angegriffene Iran zuletzt auch Ziele im Irak beschossen hatte.
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Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA
Die Schweiz bewilligt wegen des Iran-Kriegs keine Waffenexporte mehr an die USA. "Die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelten Länder kann während der Dauer des Konfliktes nicht bewilligt werden", teilte die Regierung, der Bundesrat, am Freitag mit. Bestehende Bewilligungen und Ausfuhren werden aber nicht widerrufen.
Sie würden "im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit der Neutralität" aber regelmäßig überprüft, so die Regierung. An Israel ebenso wie den Iran seien schon seit Jahren keine definitiven Kriegsmaterialausfuhren mehr bewilligt worden.
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Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an
Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Schiitenmiliz Hisbollah getötet. Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn "gezielter Bodeneinsätze" vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Khiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt. Die Hisbollah-Miliz feuerte indes erneut Raketen und Drohnen Richtung Israel.
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Hohes Mitglied der Bassij-Miliz getötet
Die israelische Armee hat die Tötung eines weiteren ranghohen Mitglieds der iranischen Bassij-Miliz bekanntgegeben: Der Geheimdienstchef der paramilitärischen Einheit, Esmail Ahmadi, sei bei einem Angriff im der Nacht zum vergangenen Dienstag "ausgeschaltet" worden, erklärte die Armee am Freitag. Ahmadi habe unter anderem eine "zentrale Rolle" bei der "Umsetzung terroristischer Aktivitäten" der Bassij-Miliz und bei der Niederschlagung der landesweiten Proteste zu Jahresbeginn gespielt.
Bei dem Angriff auf Ahmadi handelte es sich den Angaben zufolge um denselben, bei dem auch der Chef der Bassij-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet wurde. Dessen Tod hat der Iran bereits bestätigt.
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Khameneis Botschaft zum persischen Neujahr
Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Mojtaba Khamenei, lässt weiter auf sich warten. Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte am Freitag lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde. In der Ansprache zum persischen Neujahr (Nouruz) bedankte er sich beim Präsidenten, der Regierung, den Streitkräften und dem iranischen Volk für ihren Widerstand gegen die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels. Die Gegner hätten es nicht nur mit militärischen Mitteln wie Raketen, Drohnen und Torpedos zu tun, sagte er. Die "Frontlinie" des Irans sei größer, als es die Feinde wahrnehmen wollten. Khamenei erklärte das neue persische Jahr zum "Jahr der Widerstandsökonomie im Zeichen nationaler Einheit und Sicherheit". Alle Medien wurden aufgefordert, sich ernsthaft zu enthalten, Schwachstellen zu thematisieren. Andernfalls bestehe die Möglichkeit, dass der Feind sein Ziel erreiche. Khamenei bestritt, dass iranische Streitkräfte die Türkei oder Oman angegriffen hätten. -
Einschlag von Geschoss nahe Altstadt von Jerusalem
In unmittelbarer Nähe der Altstadt von Jerusalem ist am Freitag ein Geschoss eingeschlagen. Rauch stieg in der Nähe der Stadtmauern auf, wie das israelische Fernsehen zeigte. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hatten zuvor laute Explosionen über Jerusalem gehört, Israel hatte vor iranischen Raketen gewarnt.
Auf Bildern israelischer Medien war ein Krater in einer Straße zu sehen, die anscheinend in der Nähe des jüdischen und armenischen Viertels der Altstadt liegt. Die israelische Polizei teilte mit, sie nehme Suchaktionen vor, um die Einschlagsorte von Munition oder abgefangenen Geschossteilen im Bereich Jerusalem ausfindig zu machen.
© REUTERS/Ammar Awad -
US-Regierung überlegt Besetzung der iranischen Insel Kharg
Einem Bericht des Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf vier Insider zufolge erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Kharg zu besetzen oder zu blockieren. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag auf entsprechende Berichte angesprochen: "Wenn ich es tun würde, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen. Aber ich setze keine Truppen ein. Wir werden tun, was nötig ist." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Donnerstag ohne weitere Erläuterungen, ein Sturz der iranischen Regierung erfordere eine "Bodenoffensive".
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USA verlegen Tausende zusätzliche Soldaten nach Nahost
Das US-Militär verlegt Insidern zufolge Tausende zusätzliche Marineinfanteristen und Seeleute in den Nahen Osten. Dies sagten drei US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Wahrung der Anonymität. Welche genaue Rolle die zusätzlichen Einheiten übernehmen sollen, ließen die Informanten offen. Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium nahmen zu den Informationen zunächst nicht Stellung.
Den Insidern zufolge umfasst die geplante Verlegung das amphibische Angriffsschiff USS Boxer, die dazugehörige Marine-Expeditionseinheit (MEU) sowie ein begleitendes Kriegsschiff. Einem der Insider zufolge verlassen die Soldaten die Westküste der USA etwa drei Wochen früher als geplant. Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund, wonach Trump die Entsendung Tausender Soldaten erwägt, um die Militäroperation im Nahen Osten zu verstärken.
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Festnahmen in Schottland an Basis mit Atom-U-Booten
In Schottland hat die Polizei zwei Verdächtige an einem Marine-Stützpunkt mit Atom-U-Booten festgenommen. Die beiden Verdächtigen hätten am Donnerstagnachmittag versucht, in das Gelände der Marinebasis Faslane-on-Clyde in der Nähe von Glasgow einzudringen, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei einem der Festgenommenen soll es sich britischen Medien zufolge um einen Iraner handeln.
Nach Angaben der schottischen Polizei handelt es sich bei den Festgenommenen um eine 31-jährige Frau und einen 34-jährigen Mann. Weitere Einzelheiten gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Der Marinestützpunkt beherbergt vier britische U-Boote mit Atomwaffen sowie weitere U-Boote mit nuklearem Antrieb. Vor der Basis gibt es regelmäßig Proteste von Atomwaffengegnern.
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Trump beschimpft NATO-Partner als "Feiglinge"
US-Präsident Donald Trump greift die NATO-Verbündeten wegen ihrer mangelnden Unterstützung im Krieg der USA und Israels gegen den Iran scharf an. "Ohne die USA ist die NATO ein Papiertiger!", schreibt Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien. Er bezeichnet die langjährigen Verbündeten als "Feiglinge" und fügt hinzu: "Wir werden uns daran erinnern!"
Die NATO hat unterdessen einem Medienbericht zufolge mit einem vorläufigen Abzug von Personal aus dem Irak begonnen. Grund sei die angespannte Lage in der Region, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur des Irak unter Berufung auf Sicherheitskreise. Bei dem Einsatz der Militärallianz handle es sich um eine reine Beratungsmission, fügt der Insider demnach hinzu. Das Personal werde zurückkehren, sobald der Krieg ende und sich die Sicherheitslage im Irak stabilisiere.
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Waffen aus der neutralen Schweiz?
Die Schweiz genehmigt indes unter Berufung auf ihre Neutralität wegen der Angriffe auf den Iran bis auf weiteres keine Waffenexporte mehr in die USA. "Die Ausfuhr von Kriegsmaterial in Länder, die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelt sind, kann für die Dauer des Konflikts nicht genehmigt werden", teilte die Regierung in Bern mit. "Ausfuhren von Kriegsmaterial in die USA können derzeit nicht genehmigt werden."
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Deutschland erleichtert Rüstungsexporte an Golf-Staaten und Ukraine
Die deutsche Regierung vereinfacht die Ausfuhr von bestimmten Rüstungsgütern zur Luft- und Seeverteidigung an die Golf-Staaten und die Ukraine. Eine neue, auf sechs Monate befristete Allgemeingenehmigung (AGG) ermögliche die schnelle Lieferung, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit. Sie gelte für Exporte nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar, Kuwait, Bahrain, Oman sowie in die Ukraine.
"Die wahllosen Angriffe des Irans auf die Golfstaaten haben zur Folge, dass dort Rüstungsgüter vor allem zur Luftverteidigung dringend benötigt werden", erklärte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Gleichzeitig besteht der Bedarf der Ukraine zur militärischen Unterstützung insbesondere der Luftverteidigung unvermittelt fort." Mit der neuen Genehmigung würden schnelle und unbürokratische Ausfuhren sichergestellt und so ein Zeichen der Solidarität gesetzt.
Die neue Regelung erlaubt Exporteuren demnach die Ausfuhr, ohne zuvor einen einzelnen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen zu müssen. Sie gilt für Güter zur Luft- und Marineverteidigung, einschließlich der Beseitigung von Seeminen. Die Genehmigung ist bis zum 15. September 2026 befristet und sieht eine Registrierungs- sowie monatliche Meldepflichten für die Unternehmen vor.
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Teile von Ölraffinerie in Kuwait nach Angriff abgeschaltet
In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.
Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe. KPC erklärte demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begannen und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden. Die Raffinerie war erst am Donnerstag getroffen worden, dabei kam es nach KPC-Angaben zu einem Brand. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
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Spanien reagiert mit Kraftstoffsteuer auf Iran-Krieg
Die spanische Regierung von Premier Pedro Sánchez reagiert am Freitag mit einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 21 auf zehn Prozent auf die gestiegenen Benzin- und Dieselpreise infolge des Krieges im Iran. Das berichteten mehrere spanische Tageszeitungen. Regierungsnahe Quellen bestätigten dies. Hierfür wird die sozialistische Zentralregierung eigens eine außerordentliche Ministerratssitzung abhalten und die Maßnahmen per königlichem Dekret verabschieden.
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Sprecher der Revolutionsgarden getötet
Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden ist nach Angaben Teherans bei Luftangriffen der USA und Israels getötet worden. Ali Mohammad Naini sei am frühen Freitagmorgen einer "feigen Terrorattacke der amerikanisch-zionistischen Seite" zum Opfer gefallen, erklärten die Revolutionsgarden auf ihrer Website Sepah News. Die Garden sind die ideologische Armee des Iran und eine wichtige Stütze des Regimes der Islamischen Republik.
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Benzinpreise in den USA knacken Vier-Dollar-Marke pro Gallone
Die Benzinpreise in den USA steigen im laufenden Monat um mehr als 30 Prozent und nähern sich der psychologisch wichtigen Marke von vier Dollar pro Gallone (etwa 0,91 Euro je Liter). Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar ist der Durchschnittspreis an den Zapfsäulen nach Angaben des Automobilclubs AAA um rund 90 Cent auf 3,88 Dollar je Gallone geklettert. Benzin werde voraussichtlich in der kommenden Woche die Marke von vier Dollar erreichen und könnte auf 4,10 Dollar und mehr steigen, schreibt der Analyst Patrick De Haan vom Portal GasBuddy auf der Plattform X. Vor den Kongresswahlen im November ist die Teuerung ein zentrales Thema in den USA.
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Israel griff syrische Militäreinrichtungen an
Israel hat in der Provinz Sweida in Südsyrien Einrichtungen des syrischen Militärs angegriffen. Ziel des Beschusses in der Nacht auf Freitag seien ein Kommandozentrum und Waffenlager gewesen, teilte die israelische Armee mit. Vorausgegangen waren Angriffe auf drusische Zivilisten. Israels Militär erklärte, man dulde nicht, dass die drusische Bevölkerung Schaden erleide. Es werde weiterhin Einsätze geben, um sie zu verteidigen. Man beobachte die Entwicklung in der Region.
Die Drusen sind eine religiöse Minderheit, die vor allem in Syrien und im Libanon, aber auch in Israel lebt. In Syrien liegt ihr Siedlungsgebiet vor allem in Sweida. Die Drusen und die Sunniten, die in Syrien die Mehrheit stellen, sind seit langem verfeindet. So kam es im vergangenen Juli zu heftigen Kämpfen zwischen Drusen und sunnitischen Beduinen um die Kontrolle in der gleichnamigen Stadt Sweida.
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Iran dürfte noch ein Arsenal an Raketen und Minen haben
Die Führung in Teheran ist weiter zu Gegenangriffen in der Lage und dürfte noch ein Arsenal an Kriegsgerät haben. Farzin Nadimi, Experte für iranische Verteidigungssysteme am Washington Institute for Near East Policy, sagte dem Wall Street Journal, man gehe davon aus, dass der Iran nach wie vor über große Bestände an Minen und auf Lastwagen montierten Marschflugkörpern verfügt. Zudem habe das Land wohl Hunderte unbeschädigte Boote in versteckten Anlagen entlang der Küste und auf Inseln.
Sardar Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, sagte derweil laut Nachrichtenagentur Tasnim, Irans Lager seien weiter voll mit Raketen und Drohnen. Trump hatte vor rund zwei Wochen dem US-Nachrichtenportal Axios gesagt: Es gebe im Iran "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte". Doch ein baldiges Kriegsende ist nicht in Sicht.
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Meerenge von Hormus weiter umkämpft
Um die für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge wieder zu öffnen, setzen die USA nach Informationen des Wall Street Journal verstärkt tief fliegende Kampfflugzeuge ein, um iranische Kriegsschiffe zu beschießen. Apache-Kampfhubschrauber seien in der Region zudem im Einsatz, um Drohnen des Irans abzuschießen, hieß es unter Berufung auf US-Militärvertreter. Es werde jedoch wahrscheinlich noch Wochen dauern, bis die USA Irans Militäranlagen im Gebiet der Meerenge ausgeschaltet haben.
Sardar Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, sagte dagegen laut Nachrichtenagentur Tasnim, die USA könnten die Straße von Hormus nicht beherrschen.
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Hormus: Frankreich schließt Militäroperation aus
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot stellt klar, dass sich Frankreich und seine Verbündeten zwar an einer Sicherung der Straße von Hormus beteiligen wollen - sie aber zu keiner offensiven Militäroperation zur Öffnung des Seewegs beitragen werden. "Wir befinden uns derzeit in Konsultationen mit einer Reihe von Ländern in Europa, aber auch mit anderen internationalen Partnern", sagt Barrot der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagausgabe) laut Vorabbericht.
"Sicher ist, dass wir uns nicht an einer Militäroperation beteiligen werden, die die Öffnung der Straße erzwingen würde, und dass es sich nicht um eine Ausweitung von Aspides handeln wird." Aspides ist eine 2024 beschlossene EU-Mission zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer. Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, der Niederlande und Japan haben sich in einer gemeinsamen Erklärung bereiterklärt, zur Sicherheit in der Straße von Hormus beizutragen. Einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nicht.
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Trump will keine weiteren Soldaten schicken
US-Präsident Donald Trump will wohl doch keine weiteren Soldaten für den Krieg gegen den Iran in den Nahen Osten entsenden. "Ich schicke nirgendwo Truppen hin", sagt Trump im Weißen Haus vor der Presse auf eine entsprechende Frage. "Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen. Aber ich schicke keine Truppen."
Die Äußerung steht im Widerspruch zu einem Reuters-Bericht vom Vortag, wonach die US-Regierung die Entsendung von Tausenden Soldaten zur Verstärkung des Einsatzes gegen den Iran erwägt. Reuters berief sich dabei auf einen US-Regierungsvertreter sowie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
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US-Kampfflugzeug getroffen
Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 wurde US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten am Donnerstag mehrere US-Medien, darunter die Sender ABC und CNN.
Der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand. Hawkins bestätigte die Medienberichte nicht. "Dieser Vorfall wird untersucht", erklärte er. Die US-Armee hat im bisherigen Verlauf des Iran-Krieges bereits mehrere Flugzeuge verloren.
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Erneut Angriffe auf Golfstaaten
Teheran hat in der Nacht erneut mehrere Golfstaaten angegriffen. Die Armee Kuwaits musste Beschuss durch Raketen und Drohnen abwehren. Auch Saudi-Arabien wehrte laut Verteidigungsministerium mehrere Drohnenangriffe ab. Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten ebenfalls auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hieß es.
Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen "gefährlichen Strudel" gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit "für alle Länder in der Region" gefährden. Es sei notwendig, "verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen", sagte der Regierungschef.
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Netanjahu: "Der Iran ist schwächer denn je"
Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. "Die IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen", teilte ein Militärsprecher in der Nacht mit.
Ziel der neuen israelischen Angriffe sei die "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes", hieß es in einer kurzen Mitteilung der Streitkräfte auf Telegram ohne nähere Einzelheiten. Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor noch laut der Zeitung Times of Israel gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist", sagte Netanjahu.
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EU-Gipfel fordert Moratorium für Angriffe auf Energieanlagen
Der EU-Gipfel in Brüssel hat ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen im Iran-Krieg gefordert. Der Gipfel verurteilte am Donnerstagabend "die wahllosen Militärschläge des Iran gegen Länder in der Region und bekundet seine Solidarität mit den betroffenen Ländern". Er forderte den Iran auf, diese Angriffe unverzüglich einzustellen und die Souveränität und territoriale Integrität der Länder in der Region zu achten.
Der Konflikt habe zwar bisher nicht zu unmittelbaren Migrationsströmen in Richtung der Europäischen Union geführt, heißt es in der Gipfelerklärung. Es sei jedoch wichtig, "höchste Wachsamkeit walten zu lassen und die erforderliche Bereitschaft sicherzustellen". Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Migrationskrise von 2015 und um eine ähnliche Situation zu vermeiden, sei die EU bereit, ihre diplomatischen, rechtlichen, operativen und finanziellen Instrumente in vollem Umfang zu mobilisieren, um unkontrollierte Migrationsbewegungen in die EU zu verhindern und die Sicherheit in Europa zu wahren.
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Umfrage: US-Bürger erwarten Bodenkrieg im Iran – lehnen ihn jedoch ab
Eine Mehrheit der US-Bürger rechnet mit einem Befehl von Präsident Donald Trump für einen groß angelegten Bodenkrieg im Iran, doch nur eine Minderheit befürwortet einen solchen Schritt. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge gehen 65 Prozent der Amerikaner davon aus, dass Trump Truppen in den Iran schicken wird. Unterstützung findet diese Vorstellung bei sieben Prozent der Befragten.
Trumps allgemeine Zustimmungswerte in der Bevölkerung stiegen um einen Prozentpunkt auf 40 Prozent. Die Fehlerquote der am Donnerstag abgeschlossenen Umfrage lag bei etwa drei Prozent.
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US-Benzinpreis steuert auf vier Dollar je Gallone zu
Die Benzinpreise in den USA steigen im laufenden Monat um mehr als 30 Prozent und nähern sich der psychologisch wichtigen Marke von vier Dollar pro Gallone (etwa 0,91 Euro je Liter). Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar ist der Durchschnittspreis an den Zapfsäulen nach Angaben des Automobilclubs AAA um rund 90 Cent auf 3,88 Dollar je Gallone geklettert.
Benzin werde voraussichtlich in der kommenden Woche die Marke von vier Dollar erreichen und könnte auf 4,10 Dollar und mehr steigen, schreibt der Analyst Patrick De Haan vom Portal GasBuddy auf der Plattform X. Vor den Kongresswahlen im November ist die Teuerung ein zentrales Thema in den USA.
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Meinl-Reisinger kritisiert "planlosen Krieg"
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger reist kommenden Mittwoch bis Freitag nach New York. Sie werde bei der UNO Termine wahrnehmen, sagte ihre Sprecherin auf APA-Anfrage. Am 3. Juni findet die Wahl für einen nicht-ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für die Jahre 2027/2028 statt, um den Österreich sich bewirbt. Am Donnerstag telefonierte die NEOS-Chefin außerdem mit ihrem omanischen Amtskollegen Sayyid Badr al-Busaidi, beide übten Kritik am Iran-Krieg.
"Dieser planlose Krieg in Nahost stürzt die Region ins Chaos und treibt weltweit die Energiepreise in die Höhe", schrieb Meinl-Reisinger im Anschluss an das Telefonat im Onlinedienst X. Angriffe auf Energieinfrastruktur und zivile Ziele seien inakzeptabel. "Dieser Krieg muss enden! Er ist nicht in unserem Interesse - und auch nicht im Interesse unseres transatlantischen Partners." Das habe der omanische Außenminister in einem Meinungsbeitrag sehr klar argumentiert. Sie teile seine Ansicht, betonte die Außenministerin weiter. "Die USA haben in diesem Krieg schon einiges erreicht, aber der Preis dafür steigt ständig - und zwar für uns alle."
Al-Busaidi hatte geschrieben, dass es in diesem Krieg sowohl für die USA als auch für den Iran nichts zu gewinnen gebe, meldete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Das sei eine "unbequeme Wahrheit", weil sie zeige, dass die USA in bestimmtem Maß "die Kontrolle über die eigene Außenpolitik verloren haben". Die Militäreinsätze Israels und der Vereinigten Staaten seien "rechtswidrige Angriffe auf einen Frieden, der für kurze Zeit möglich erschien", schrieb al-Busaidi in dem Meinungsbeitrag im britischen Magazin "The Economist" weiter. Der Minister hatte bis Ende Februar zwischen dem Iran und den USA bei den Atomverhandlungen vermittelt.
Trotz seiner Vermittlungsbemühungen wurde der Oman seit Beginn des Iran-Kriegs mehrmals zum Ziel iranischer Angriffe. Vergangene Woche waren zwei Menschen einem Bericht zufolge durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen. Außerdem ist das Land von Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz und im Golf von Oman betroffen.
Meinl-Reisinger hatte kurz vor Kriegsbeginn Ende Jänner die Golfregion besucht. Schon damals sei deutlich geworden, dass Österreich und der Oman für eine Politik des Dialogs und der internationalen Regeln stünden. "Gemeinsam setzen wir auch jetzt auf Deeskalation: Die Lösung kann nur diplomatisch sein", betonte sie auf X.
© APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER -
Mehr als 1.000 Tote nach israelischen Angriffen
Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1.000 Tote. Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1.001 Menschen getötet und 2.584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon. Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel den Verbündeten des Iran, die Hisbollah-Miliz, deutlich schwächen. Der Iran und die Hisbollah feuern immer wieder Raketen auf israelische Städte und Ortschaften.
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Uno plant Evakuierung von Seeleuten und Schiffen aus Straße von Hormuz
20.000 Seeleute und fast 2000 Schiffe sitzen laut der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) wegen des Irankriegs in der Golf-Region fest. Die IMO arbeite nun an Evakuierungsplänen.
"Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen", sagt IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez am Donnerstag.Die Sicherheit habe oberste Priorität, "denn bei allen Maßnahmen wollen wir das Risiko für die Seeleute keinesfalls erhöhen". Auch mit Iran, das IMO-Mitglied ist, werde in dieser Sache gesprochen.
Die IMO ist als "International Maritime Organization" eine Teilorganisation der UNO.
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Pistorius schließt Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus unter Bedingungen nicht aus
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hält Überlegungen zu einer Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus zwar für verfrüht, aber: "Wir schließen nichts aus, aber derzeit ist nichts zu entscheiden", sagte Pistorius.
Wie der Spiegel berichtet, erläuterte Pistorius, dass eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission erst "nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs" möglich sei, dann müsse zum einen die Sicherheitslage als auch die Anforderungen an eine mögliche Sicherungsoperation bewertet werden. -
Gas-Krieg
Während internationale Medien angesichts explodierender Gaspreise längst von einem "Gas-Krieg" sprechen, hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert, keine Energiefelder mehr anzugreifen.
Nach dem israelischen Angriff auf das iranische Gasfeld "South Pars" am Mittwoch hat der Iran am Donnerstag Öl-Raffinerien in Saudi-Arabien und in Kuwait angegriffen. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran mit der vollständigen Zerstörung des Gasfeldes "South Pars". US-Medienberichte legen zwar nahe, dass Trump vom israelischen Angriff auf "South Pars" informiert war, er selbst meinte jedoch, die USA hätten von dem Schlag nichts gewusst.
Das "Wall Street Journal" berichtete am Donnerstag, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormuz freizugeben
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Börsen mit dickem Minus
Auch die Londoner Börse hat sich in einem tiefroten europäischen Umfeld mit klaren Abgaben aus dem Handel verabschiedet. Der FTSE-100 sackte um satte 2,35 Prozent auf 10.063,50 Einheiten ab.
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Steigende Öl- und Gaspreise belasten ATX
Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstag die Erholungsgewinne aus der ersten Wochenhälfte wieder abgegeben. Steigende Öl- und Gaspreise nach Angriffen auf Förderanlagen im Nahen Osten gaben den Inflations- und Konjunktursorgen neue Nahrung. Die Europäische Zentralbank (EZB) tat es inzwischen der US-Notenbank Fed am Vorabend gleich und ließ ihre Schlüsselzinssätze unangetastet. Am Markt werden jedoch zwei Zinsanhebungen der EZB im weiteren Jahresverlauf erwartet.
Der ATX gab um 2,99 Prozent auf 5.263,02 Punkte nach und radierte so die Erholungsgewinne seit dem Wochenende wieder aus. Für den ATX Prime ging es um 2,99 Prozent auf 2.614,2 Zähler hinab. Deutliche Abgaben gab es auch im europäischen Umfeld.
Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg. Zuvor hatte Israel "South Pars", das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, angegriffen.
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Iran meldet Beschädigung von F-35 US-Kampfjet
Die iranischen Revolutionsgarden melden die Beschädigung eines F-35-Kampfjets der USA. Der US-Sender CNN berichtete zuvor unter Berufung auf Insider, eine F-35 habe nach einem mutmaßlichen Treffer durch iranische Kräfte eine Notlandung absolviert. Eine Stellungnahme des US-Militärs liegt zunächst nicht vor.
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Trump: US-Regierung braucht aus vielen Gründen weitere Mittel
Auf eine Frage eines Journalisten zu den Kosten des Krieges sagt US-Präsident Donald Trump, seine Regierung werde „aus vielen Gründen“ zusätzliche Mittel benötigen. Einem Medienbericht zufolge ersucht das Verteidigungsministerium um 200 Milliarden Dollar für den Iran-Krieg.
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