Vier Hitzewellen seit Mai: Westeuropa heiß wie nie + Wetter bleibt hochsommerlich
Der Höhepunkt der „stärksten Hitzewelle, die wir je hatten“ sollte überstanden sein. Wirkliche Abkühlung bedeutet das aber nicht. Denn auch die kommenden Tage wird es sommerlich heiß, aber weniger extrem als zuletzt, prognostiziert die Geosphere Austria.
Am Montag gibt es in der Früh Wolkenfelder im Westen und Norden, außerdem können einzelne gewittrige Regenschauer durchziehen. Ab Mittag nimmt die Schauer- und Gewitterneigung in vielen Regionen zu. Flächendeckende Niederschläge sind jedoch unwahrscheinlich. In der Früh hat es 14 bis 21 Grad, später 29 bis 37 Grad, mit den höchsten Werten im Osten.
Der Dienstag startet meist heiter bis wolkig und somit recht sonnig. Jedoch bilden sich vor allem im Bergland und auf der Alpensüdseite schon früh erste Quellwolken und mit diesen steigt die Neigung zu Schauern und Gewittern an. Weiter im Norden und Osten bleibt es dagegen meist sonnig und trocken. Der Wind kommt schwach bis mäßig, im Osten abschnittsweise teils lebhaft, aus West bis Nordost. Die Frühtemperaturen liegen bei 15 bis 23 Grad, die Tageshöchstwerte bei 28 bis 34 Grad.
Strahlend sonnig
Am Mittwoch bringt Hochdruckeinfluss strahlend sonniges Wetter. Lediglich über den Bergen entstehen am Nachmittag etwas mehr Quellwolken, zu Regenschauern und Gewittern kommt es aber nur vereinzelt und am ehesten entlang des Alpenhauptkammes und südlich davon. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest bis Ost. Neun bis 20 Grad hat es zu Tagesbeginn, 25 bis 32 Grad im weiteren Verlauf.
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Das Hitzetelefon 0800/880-800 ist aus ganz Österreich kostenlos erreichbar
(Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr; Samstag von 8 bis 20 Uhr; Sonntag von 8 bis 18 Uhr)
Tipps gegen die Hitze:
- Genug trinken: zwei bis drei Liter pro Tag, bei körperlicher Belastung mehr.
- Sonnencreme verwenden
- Auf die Ernährung achten: Gedünstetes Gemüse, Getreidesalate aus Bulgur, Couscous oder Hirse, Tofu-Spieße oder Suppen sind ideal.
- Wohnung kühl halten: Wer ohne Klimaanlage in der Wohnung auskommen muss, sollte tagsüber die Fenster schließen und die Räume verdunkeln.
- Körper und Kleidung: Füße in kaltes Wasser halten, ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Bei der Kleidung sollte man auf Leinen, Baumwolle oder Seide setzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit auf und fördern die Luftzirkulation, was zu einer natürlichen Kühlung führt.
- Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr möglichst im Schatten bleiben und körperliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit möglichst vermeiden oder auf kühlere Tageszeiten verschieben.
- Kopf schützen: Im Freien einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch tragen.
Hitzewelle in Österreich
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Deutsche Binnenschiffer fürchten um die Rhein-Route
Der Wassermangel im Rhein könnte dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) zufolge die internationale Transportroute bald im mittleren Flussabschnitt unterbrechen. "Wegen ausbleibender Niederschläge wird im Laufe der Woche an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert", sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post.
"Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt." Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. "Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt", sagte Schwanen.
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Weinlese in Burgund begann so früh wie nie
Wegen der extremen Hitze der vergangenen Wochen hat in Frankreichs berühmter Weinanbauregion Burgund die Weinlese sehr viel früher als sonst begonnen. In seiner fast 40-jährigen Tätigkeit als Winzer habe er noch nie eine so frühe Weinlese erlebt, sagte der Präsident der Produktionsvereinigung Cave de Lugny im Département Saône-et-Loire, Marc Sangoy, der Nachrichtenagentur AFP. "Die Rekorde fallen. Es geht schnell", sagte er.
Dabei liegt der letzte Rekord gerade einmal vier Jahre zurück: 2022 habe die Lese der Crémants am 13. August begonnen. Heuer werde mit der Lese dieser Schaumweine, deren Trauben traditionell als erste geerntet werden, bereits am 8. August begonnen. Was alle anderen Weine angeht, dürfte die Weinlese laut Sangoy "wahrscheinlich Ende nächster Woche" starten.
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Schwere Waldbrände in Friaul, Einschränkungen auf der A4
Mehrere Waldbrände haben sich am Samstag in Friaul-Julisch Venetien, der norditalienischen Nachbarregion Kärntens, ausgebreitet und die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen gestellt. Die Brände wirkten sich auch negativ auf den Verkehr aus. Um den Einsatzkräften freie Zufahrtswege zu ermöglichen, wurden am Autobahnknoten Lisert an der A4 (Venedig-Triest) ab dem späten Samstagnachmittag zwei Fahrspuren gesperrt.
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Geologe: Mure im Kötschachtal „Auswirkung des Klimawandels“
Die größte bisher gemessene Hitzewelle Österreichs bringt zur „Abkühlung“ erneut schwere Unwetter, Muren und Überschwemmungen. Und ab Sonntag wird es wieder heiß, schwere Gewitter sind weiter möglich.
Im Zillertal sind Muren abgegangen, in anderen Teilen Tirols wurden Keller überflutet. Heftiger hat es Salzburg erwischt. Woran auch der Salzburger Landesgeologe Gerald Valentin keinen Zweifel lässt: Die Ursache der Mure im Kötschachtal sei „eine eindeutige Auswirkung des Klimawandels“.
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Zwei Waldbrände im Lungau forderten die Einsatzkräfte
Gleich zwei Waldbrände in Zederhaus haben am Samstag die Feuerwehren im Lungau beschäftigt. Bereits in der Nacht auf Samstag war ein Brandherd in einem sehr steilen und unwegsamen Gelände festgestellt worden. Wegen des extremen Gefälles war ein sicherer Löscheinsatz erst ab der Früh möglich. In den Mittagsstunden konnte dann "Brand aus" gegeben werden.
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Nordkorea: Mit Hundefleischsuppe gegen die Hitze
Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad empfehlen Nordkoreas Staatsmedien Hundefleischsuppe und Ginsengbrühe als Hausmittel gegen die Hitze.
Ein von der staatlichen Zeitung Rodong Sinmun zitierter Arzt sagte, Hundefleischsuppe sei „vorteilhaft“ für die Nährstoffversorgung. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA empfahl zudem eine traditionelle Samgyetang-Suppe, die mit Hühnchen und kräftigendem Ginseng zubereitet wird.
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Hitzetelefon: Heiße Wohnungen und Gesundheitsrisiko als größte Sorgen
Das Hitzetelefon des Gesundheitsministeriums hat eine erste Zwischenbilanz bezogen: Seit dem Start am 21. Juni gingen 400 Anrufe ein, die meisten davon während der ersten Hitzewelle Ende Juni. Thematisch ging es besonders oft um die Kühlung von Wohnungen, aber auch um das richtige Verhalten bei hohen Temperaturen, den Schutz besonders gefährdeter Menschen, Veranstaltungen und Arbeit.
Zudem habe die Abgrenzung zwischen allgemeiner Information und medizinischer Beratung viele Anruferinnen und Anrufer beschäftigt. Einen deutlichen Zusammenhang sah man zwischen Außentemperaturen und Informationsbedarf: Die meisten Anrufe seien eingegangen, als die Temperaturen besonders hoch und Schulen noch geöffnet waren und die Urlaubssaison noch nicht begonnen hatte.
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Dürre: Regierung feilt an Agrar-Hilfspaket
Die Regierung erarbeitet derzeit gemeinsam mit den Bundesländern ein Dürre-Hilfspaket für die Bauern. Am Donnerstagabend versprach Bundeskanzler Stocker neben Liquiditätsmaßnahmen auch "eine Kompensation der Schäden". Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) und Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) müssen sich aber noch auf die konkreten Maßnahmen einigen. Einen Termin für die Präsentation der Hilfen gibt es noch nicht.
Medial kolportierte, mögliche Hilfesummen wollte das Landwirtschaftsministerium gegenüber der APA nicht kommentieren. Im Dürrejahr 2018 etwa belief sich das Bauern-Hilfspaket des Bundes und der Länder auf 60 Mio. Euro, und die versicherten Dürreschäden der Landwirte bei der Hagelversicherung beliefen sich auf über 230 Mio. Euro.
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Tiroler Europabrücke: Erste Fahrspur gesperrt
Hitzebedingte Fahrbahnschäden und dadurch notwendige Sanierungsarbeiten haben zur Sperre der ersten Fahrspur in Richtung Innsbruck auf der Europabrücke der Tiroler Brennerautobahn (A13) geführt. Die Sperre werde voraussichtlich bis kommenden Donnerstag andauern und solle der Verkehrssicherheit dienen, teilte die Asfinag am Freitag in einer Aussendung mit. Die Arbeiten erfolgten nun "in Nachtschichten", hieß es.
Die grundlegenden Reparaturarbeiten fänden "in der Nacht von Montag auf Dienstag statt", betonte der Autobahnbetreiber weiters. Um eine "tiefgründige Sanierung durchführen zu können" müssten außerdem Fachfirmen und Materialien "entsprechend vorbereitet und eingetaktet werden". Solche Maßnahmen seien darüber hinaus auch "witterungsabhängig". Zudem gelte es, auch "ausreichend lange Zeit für die Aushärtung des Materials" zu berücksichtigen, begründete die Asfinag die Dauer der Sperre. Somit standen den Verkehrsteilnehmern vorerst zwei Fahrspuren zur Verfügung.
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Bergretter mit viel Arbeit
Die Hitze beschert den oberösterreichischen Bergrettern viel Arbeit: Allein im Juli wurden 75 Alarmierungen verzeichnet - im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum 33. Den Grund sieht man in der anhaltenden Hitze kombiniert mit Fehleinschätzungen bei der Tourenplanung. Immer öfter verlassen sich Bergsteiger dabei auf Apps und geraten in Gelände, das ihre Fähigkeiten übersteigt. Die Folge: Kreislaufprobleme, Erschöpfungszustände und Dehydrierung führen vermehrt zu Notfällen.
Besonders stark betroffen waren die letzten eineinhalb Juliwochen, bilanzierte die Bergrettung am Freitag in einer Aussendung, aber auch im August setzte sich der Trend fort. Seit 22. Juli ging jeden Tag mindestens ein Notruf ein. Den Negativrekord stellte der 29. Juli auf: An diesem Tag mussten die Bergretterinnen und Bergretter in Oberösterreich zu sechs Einsätzen ausrücken. Hinzu komme, dass man auch immer wieder für Unterstützungsleistungen bei der Bekämpfung von Waldbränden ausrücken müsse.
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Linz bereitet temporäres Grillverbot vor
Die Stadt Linz will wegen der anhaltenden Trockenheit an den beiden öffentlichen Grillplätzen am Pichlinger See und am Jaukerbach ein vorübergehendes Grillverbot erlassen. Das kündigte Vizebürgermeisterin Merima Zukan (SPÖ) heute in einer Aussendung an. Die Maßnahme soll zunächst für einen Zeitraum von 14 Tagen gelten, der Ordnungsdienst der Stadt soll dort die betroffenen Areale verstärkt kontrollieren.
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Einige Murenabgänge und kleinräumige Überflutungen in Tirol
Gewitter mit Starkregen haben Donnerstagabend in Tirol lokal zu vereinzelten Murenabgängen und einigen kleinräumigen Überflutungen geführt. Vor allem im Zillertal gingen einige Muren ab. Medienberichten zufolge standen zudem einige Keller in Innsbruck, in einigen Gemeinden östlich der Landeshauptstadt sowie im Bezirk Kitzbühel unter Wasser. Verletzt wurde indes niemand. Großflächige Überschwemmungen bzw. flächendeckende Schäden blieben bisherigen Informationen zufolge aus.
Zu einem Murenabgang im Zillertal kam es unter anderem in der Marchklamm in Finkenberg. Die Mure verlegte den Wanderweg zu einer Hütte. Auch in Richtung Stillupspeicher sowie in Tux und Ginzling hielten Murenabgänge Einsatzkräfte auf Trab. Zudem sei in Brandberg die Straße in den Zillergrund auf mehreren Stellen vermurt worden.
In Innsbruck mussten indes Feuerwehrleute im Bereich der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Reichenau und Olympisches Dorf wegen einiger überfluteter Keller ausrücken. Dasselbe galt für den Raum Wattens und Kolsass im Bezirk Innsbruck-Land sowie lokal im Bezirk Kitzbühel.
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Trinkwasser in Tiroler Gemeinde durch Unwetter verunreinigt
Während im Osten noch die Hitze drückt, gibt es im Westen Österreichs bereits Unwetter. Nach schweren Unwettern ist es im Tiroler Zirl (Bezirk Innsbruck-Land) zu Verunreinigungen des Trinkwassers gekommen. Die Gemeinde gab auf ihrer Webseite eine dringende Abkoch-Empfehlung für die Bevölkerung heraus.
Maßnahmen zur Behebung des Problems seien eingeleitet und Proben für eine Laboruntersuchung entnommen worden. Sobald Ergebnisse vorliegen, werde die Bevölkerung informiert, hieß es. Während für die allgemeine Körperpflege das Leitungswasser weiterhin normal verwendet werden könne, solle man das Wasser vor der Verwendung von sensiblen Bereichen mindestens drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Das gelte insbesondere dann, wenn man das Wasser trinken oder Getränke damit zubereiten möchte, beim Kochen sowie der Zubereitung von Speisen oder beim Zähneputzen.
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Donau-Niedrigwasser: Budapest im Dunkeln
Um in der Energiekrise Strom zu sparen, hat Ungarn die Beleuchtung für seine Wahrzeichen wie das neugotische Parlamentsgebäude, die Budaer Burg und die berühmte Kettenbrücke, abgeschaltet. Die anhaltende Hitzewelle und der historisch niedrige Wasserstand der Donau zwingen das Land zu diesem Schritt. Das einzige Atomkraftwerk des Landes ist für die Kühlung auf den Fluss angewiesen.
Wegen des Wassermangels stand es am Wochenende kurz vor der Abschaltung. Ausbleibende Regenfälle und die Hitze haben ähnlich wie am Rhein auch an der Donau für Rekordtiefstände gesorgt. Die Temperaturen kletterten am Donnerstag in Ungarn auf mehr als 40 Grad.
Während Touristen enttäuscht auf die Sparmaßnahmen reagieren, zeigen viele Einheimische Verständnis für die Entscheidung. "Ich bin sehr enttäuscht, denn man kommt vielleicht einmal im Leben nach Budapest", sagte eine deutsche Touristin. "Ich bin gestern auf den Hügel gestiegen und habe gewartet, dass das Gebäude beleuchtet wird. Aber es passierte einfach nicht." Andere Besucher sehen es gelassener. "Klar ist das Mist, aber ich kann wertschätzen, was ich hier habe. Also keine große Sache", meinte ein anderer Tourist.
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Einsatzkräfte gehen an ihre Grenzen bei Brand im Föhrendwald
Drehender Wind erschwerte die Brandbekämpfung, die noch Tage dauern soll. Hubschrauber und 370 Einsatzkräfte sind nach wie vor vor Ort.
Wie sich der Brand im Föhrenwald, der gestern am Nachmittag ausgebrochen ist, für die Einsatzkräfte abgespielt hat, schildert der als Einsatzleiter in St. Egyden:
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Hitzerekord? Was misst man da eigentlich?
In den letzten Tagen las man die Schlagzeile immer wieder: "Neuer Hitzerekord in Österreich gebrochen". Aber was genau bedeutet das, und was und wie wird gemessen?
Der KURIER hat bei einem Meteorologen nachgefragt, wie die viel zitierten Messungen zustande kommen.
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Schwere Waldbrände am Balkan: Ein Toter, zu wenig Einsatzkräfte
Inmitten der Hitzewelle kämpft die Feuerwehr auch auf dem Balkan gegen Waldbrände. In Serbien kam eine Person ums Leben. Alte Kriegsminen erschweren die Löscharbeiten in Bosnien, auch gebe es einen Mangel an Personal, Hubschraubern sowie das Problem veralteter Ausrüstung für Einsatzkräfte.
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Alpenvereinshütten kämpfen mit Wasserknappheit
Die Hitze hat zu Wasserknappheit bei einigen Schutzhütten des Alpenvereins geführt. Der Alpenverein appellierte an alle Hüttengäste, bewusst und sparsam mit Wasser umzugehen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, setzten betroffene Hütten auf verschiedene Einsparungsmaßnahmen. Und: Anhaltende Trockenheit könne vereinzelt zur Beendigung der Saison führen.
Betroffen seien unter anderem zwei Hütten in der Steiermark (Voisthaler- und Pühringer-Hütte) und jeweils eine in Oberösterreich (Priel-Schutzhaus), Tirol (Porze-Hütte) und Vorarlberg (Freschen-Haus). Als Maßnahmen wurden etwa die zeitweise oder vollständige Sperre von Duschen, die Ausgabe kostenpflichtiger Duschmarken und begrenzte Nutzungszeiten oder notfalls die Sperre von Waschräumen gesetzt. Darüber hinaus kamen vermehrt Trockentoiletten und wassersparende Armaturen zum Einsatz. Zusätzlich wurde die Nutzung vorhandener Quellen optimiert, Wasserspeicher ausgebaut und weitere Möglichkeiten zur Nutzung von Regenwasser geprüft.
"Seit weit über zehn Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass viele Hütten, die früher ausreichend Wasser zur Verfügung hatten, heute mit sinkenden Wassermengen konfrontiert sind", erklärte Georg Unterberger, Leiter der Abteilung Hütten und Wege im Österreichischen Alpenverein: "Das sind unmittelbare Auswirkungen des Klimawandels."
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Hitzewelle geht weiter: Nächste Woche wieder über 35 Grad
Auch die kommenden Tage bringen kein Ende der Hitze. Laut aktueller Prognose der Geosphere steigen die Höchstwerte im Osten ab Montag wieder auf über 35 Grad, lokale Gewitter sind zwischendurch zwar überall möglich, klingen aber jeweils rasch wieder ab. Ab Dienstag übernimmt im Ostalpenraum wieder der Hochdruckeinfluss, insgesamt bleibt es damit vor allem im Osten weiterhin hochsommerlich heiß.
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Getränke und Eis deutlich stärker nachgefragt
Der Hitzerekord im Juli ließ den Absatz von Getränken und Eis im österreichischen Lebensmittelhandel merklich steigen. Spar verzeichnete bei Mineralwasser ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Rewe meldete ein Wachstum von über zehn Prozent. Auch die Nachfrage nach Eis sei derzeit sehr hoch. Starkes Interesse besteht zudem an alkoholfreiem Bier und Biermischgetränken, auch klassisches Bier werde nicht weniger nachgefragt. Beliebt sind auch vorgeschnittenes Obst wie Wassermelonen oder frischer Obstsalat.
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Achte Tropennacht in Folge: Auch die Nächte bringen keine Abkühlung
Auch die Nacht auf Donnerstag brachte keine Abkühlung: Die Unwetterzentrale verzeichnete an fünf Orten neue Rekorde für die höchste Minimaltemperatur, darunter Oberndorf an der Melk mit 24,9 Grad und Weitra mit 22,4 Grad (Messreihe seit 1936). In der Wiener Innenstadt sank die Temperatur nicht unter 27,3 Grad - nur 0,1 Grad unter dem erst am Vortag aufgestellten Allzeitrekord. Damit hält Österreich bereits die achte Tropennacht in Folge, der bisherige Rekord liegt bei 17 Nächten aus dem Jahr 1994.
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Orange Unwetterwarnung für Tirol
Die Geosphere Austria warnt für das Tiroler Unterland und Gebiete östlich von Innsbruck vor schweren Unwettern am Donnerstagnachmittag und -abend. Möglich sind 50 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter sowie Sturmböen bis zu 80 km/h. Grund ist eine Kaltfront, die auf schwül-feuchte Luftmassen trifft. Behörden warnen vor kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen und raten, Abstand zu Gewässern zu halten sowie Bergtouren notfalls rechtzeitig abzubrechen.
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Klimawandel setzt Donau zunehmend unter Druck
Bis 2050 könnten Tage mit eingeschränktem Schiffsverkehr auf der Donau um rund 80 Prozent zunehmen, zeigt eine Studie eines internationalen Forschungsteams unter Leitung des Boku-Hydrologen Helmut Habersack. Betroffen wären vor allem untere Flussabschnitte: Dort drohen Kraftwerken wie den Atomkraftwerken im ungarischen Paks und in Rumänien künftig deutlich längere kritische Niedrigwasserphasen bei der Kühlwasserversorgung. In Österreich könnte die Stromproduktion aus Laufkraftwerken in trockenen Monaten sinken, in feuchteren Zeiten aber teilweise wieder ausgeglichen werden.
Als Gegenmaßnahme arbeitet Habersacks Team im Rahmen des EU-Projekts DANUBE4all an einem Sedimentmanagement- und Flussrenaturierungsplan. Dabei geht es nicht darum, den historischen Urzustand des Flusses wiederherzustellen, betont Habersack, sondern um ein gezieltes „Bauprogramm für die kommenden 20 bis 25 Jahre", das die Donau widerstandsfähiger gegen Hochwasser und Dürre macht. Dazu zählt etwa das Wiederanbinden von Seitenarmen und Überflutungsflächen, was sowohl der Natur als auch dem Hochwasserschutz nützt.
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Hitzewellen könnten Österreichs Wirtschaft Milliarden kosten
Die Wirtschaft muss sich zunehmend auf die Folgen des Klimawandels einstellen. „Wir werden lernen müssen, mit Hitze produktiv umzugehen", sagt IHS-Ökonom Klaus Weyerstraß. Hitzewellen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, vor allem am Bau und in der Landwirtschaft, wo häufig körperlich anstrengend im Freien gearbeitet wird. Aber auch in Büros zeigen sich Produktivitätsrückgänge, etwa durch schlechteren Schlaf und nachlassende Konzentration an heißen Tagen. Ein Großteil der Kosten entsteht dabei indirekt über Lieferketten, etwa wenn am Bau weniger gearbeitet wird und dadurch auch die Nachfrage nach Baustoffen sinkt.
Modellrechnungen zeigen die Dimension: Im dritten Jahr eines Hitze-Szenarios könnte das reale Bruttoinlandsprodukt um rund 0,7 Prozent oder knapp drei Milliarden Euro niedriger ausfallen, über drei Jahre summieren sich die Verluste auf rund sechs Milliarden Euro. Weyerstraß bezeichnet die Zahlen als eher konservativ, da etwa Gesundheits- und Infrastrukturfolgen darin noch nicht enthalten sind. Als Gegenmaßnahmen nennt er flexiblere Arbeitszeiten, Kühlsysteme und ausreichend Schattenplätze.
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Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada verdoppelt
Der Klimawandel hat die Wahrscheinlichkeit für die Waldbrände in Kanada in diesem Jahr Forschern zufolge etwa verdoppelt. Die höhere Erdtemperatur sorge für Hitze, Dürre und eine "durstige" Atmosphäre, die den Boden schneller austrocknet - das sogenannte Feuerwetter, heißt es einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Waldbrände zerstörten in diesem Jahr bereits große Flächen in mehreren Teilen des Landes, hieß es am Donnerstag.
"Feuerwetter wie in diesem Jahr ist im heutigen Klima keine Seltenheit mehr", befanden die Forscher. Solche extremen Wetterbedingungen werden der Studie zufolge im Nordwesten des Landes künftig alle zwei bis sechs Jahre, in der Provinz Ontario um Toronto alle sechs bis 15 Jahre erwartet. Zum Vergleich: Ohne den Klimawandel würden die Bedingungen im Schnitt alle 40 Jahre auftreten.
"Die Waldbrände, die wir seit 2023 in Kanada sehen, haben ein ganz anderes Ausmaß und eine ganz andere Intensität", erklärte der leitende Studienautor Theodore Keeping. Die Ausbreitung der Brände sei "beängstigend", fügte er hinzu. Bessere Vorsorge und Anpassung reichten nicht aus. "Wir müssen uns schnell von fossilen Energien verabschieden, um zu verhindern, dass solche Ereignisse noch mehr zur Realität werden." In Kanada verbrannten in diesem Jahr bisher mehr als 3,8 Millionen Hektar. Tausende Menschen wurden evakuiert.
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Brand im Föhrenwald: Kampf gegen Glutnester
Bei dem am Mittwochnachmittag ausgebrochenen Großbrand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld haben am Donnerstag rund 200 Feuerwehrmitglieder Glutnester bekämpft. Erwartet wird, dass der Einsatz bis zum Abend andauert. Der Katastrophenhilfsdienst unterstützte die örtlichen Kräfte bei den Nachlöscharbeiten. Auch mehrere Hubschrauber standen im Einsatz. Sechs Feuerwehrleute wurden verletzt, sagte Klaus Stebal vom Landeskommando auf APA-Anfrage.
Die Flammen hatten sich auch aufgrund des Windes "sehr schnell ausgebreitet", berichtete Stebal. Rund 100 Hektar waren betroffen. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Mehr als 550 Feuerwehrmitglieder rückten aus, unterstützt von Drohnen und fünf Hubschraubern. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
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Überdurchschnittlich viele Tropennächte in Landeshauptstädten
Die Zahl der Tropennächte mit nicht weniger als 20 Grad hat sich in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten vervielfacht. 2026 gab es in den meisten Landeshauptstädten inklusive der Rekordnacht auf Mittwoch schon mehr davon als im Jahresmittel von 1991 bis 2020. An der Messstation Wien-Innere Stadt zählte die Geosphere Austria heuer schon 34 Tropennächte, in Eisenstadt 17 und in Linz 14. Der jeweilige Spitzenwert aus 2024 wurde in diesen Städten aber noch nicht übertroffen.
2024 verzeichnete die Geosphere in Wien mit 53 bisher die meisten Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sank. Zwischen 1991 und 2020 gab es an der Messstelle Innere Stadt pro Jahr im Schnitt rund 21 davon. Auch Eisenstadt (27) und Linz (18) verzeichneten 2024 die meisten Tropennächte. 6,43 waren es in Eisenstadt von 1991 bis 2020 durchschnittlich pro Jahr, in Linz wurden in dieser Periode im Schnitt 3,2 Tropennächte gezählt.
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Massive Ernteausfälle: Landwirte fordern finanzielle Unterstützung
Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ, sprach in der ZiB2 über die aktuelle Lage.
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Brand im Föhrenwald in Niederösterreich unter Kontrolle
Bei einem Brand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist die Feuerwehr am Mittwoch im Großeinsatz gestanden. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren im Gange. Rund 100 Hektar waren betroffen, berichtete Klaus Stebal vom Landeskommando. Über 550 Feuerwehrmitglieder rückten aus. Eine Rauchsäule war von weitem zu sehen. Auch mehrere Hubschrauber sowie Drohnen standen im Einsatz.
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Waldbrand-Drama im Föhrenwald: Welche Brände noch größer waren
Rund 100 Hektar betroffen: Nur wenige Brände in Niederösterreich waren zuletzt noch größer.
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27 neue Rekorde an Österreichs Messstellen
An insgesamt 27 Messstationen der GeoSphere Austria wurden am Mittwoch neue Allzeit-Standortrekorde aufgestellt. Neben Bad Deutsch-Altenburg, Wien-Stammersdorf, Mistelbach und Wien-Innere Stadt waren das mit 39 Grad und darüber: Bad Vöslau (NÖ) und Mattersburg (B) mit 39,8 Grad, Wien-Hohe Warte und Gänserndorf (NÖ) mit 39,7 Grad, Wolkersdorf (NÖ), Wien-Donaufeld mit 39,6 Grad, Wien-Unterlaa und Zwerndorf (NÖ) mit 39,5 Grad, Wiener Neustadt mit 39,4 Grad, Schwechat-Flughafen und Podersdorf mit 39,2 Grad sowie Groß-Enzersdorf (NÖ) mit 39,1 Grad.
In Hornstein im Burgenland registrierte die GeoSphere-Messstation einen Tageshöchstwert von 38,7 Grad. Am selben Standort wurde in der Nacht auf Mittwoch mit 28,5 Grad die heißeste Nachttemperatur der Messgeschichte verzeichnet. Der höchste Wert, der nicht in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemessen wurde: St. Andrä im Lavanttal (K) mit 38,9 Grad, ebenfalls ein Allzeit-Stationsrekord.
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Großbrand im Föhrenwald außer Kontrolle
Der Großbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Aktuell stehen 41 Feuerwehren mit rund 500 Einsatzkräften im Einsatz. Die betroffene Fläche liegt bei etwa 100 Hektar.
Unterstützt werden die Löscharbeiten durch mehrere Hubschrauber, Drohnen sowie Spezialdienste wie den Waldbrand- und Flugdienst. Ein Bezirksführungsstab koordiniert den Einsatz.
Die Rauchsäule ist kilometerweit sichtbar, über dem Brandgebiet hat sich eine Pyrocumulus-Wolke gebildet – ein Hinweis auf die enorme Hitzeentwicklung.
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41 Grad in Wien – und trotzdem sagt einer: „Ich liebe Hitze.“
Wie erlebt Wien die Rekordhitze? Der KURIER hat sich in Kaisermühlen umgehört.
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41,4 Grad: Slowakei verzeichnete neuen Temperaturrekord
Die Slowakei hat einen neuen Temperaturrekord verzeichnet: Am Mittwoch stieg das Thermometer in Kamenica nad Hronom im Südwesten des Landes auf 41,4 Grad, wie der slowakische Wetterdienst in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP erklärte. Der bisherige Höchstwert von 41,3 Grad war demnach am 30. Juni im selben Ort gemessen worden.
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Waldbrand in St. Florian: 2.500 Quadratmeter betroffen
Rund 70 Einsatzkräfte standen am Mittwoch bei einem Waldbrand in St. Florian im Bezirk Linz-Land im Einsatz. Als die Feuerwehr eintraf, standen etwa 2.500 Quadratmeter Wald und Flur in Flammen.
Ein Übergreifen auf das angrenzende Waldgebiet konnte laut Feuerwehr verhindert werden. Mehrere Landwirte unterstützten die Löscharbeiten, indem sie Wasser in Güllefässern anlieferten.
Die Brandursache ist noch Gegenstand von Ermittlungen.
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+++ 41,2 Grad als neuer Rekord +++
Doch es ging leider noch mehr: Der Allzeit-Hitzerekord wurde nun in Bad Deutsch-Altenburg gebrochen, mit 41,2 Grad.
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