Schwere Waldbrände am Balkan: Ein Toter in Serbien
Zusammenfassung
- In Serbien kam ein Mann ums Leben, nachdem er ein Feuer in seinem Dorf östlich von Belgrad entfacht hatte und es nicht mehr löschen konnte.
- Wegen einer Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad herrscht in weiten Teilen des Balkans höchste Waldbrandgefahr.
- Die anhaltende Hitze und Trockenheit lassen Flusspegel wie den der Donau sinken und gefährden damit Wasserkraft und Ölimporte.
In Serbien kam nach Polizeiangaben am Donnerstag ein Mann ums Leben, der in seinem Dorf östlich der Hauptstadt Belgrad ein Feuer entfacht hatte, das er dann nicht mehr löschen konnte. Im Ibar-Tal versuchte die serbische Feuerwehr, einen großen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen und umliegende Dörfer zu schützen. Bekämpft wurden die Flammen in dem umwegsamen Gelände auch aus der Luft.
Von serbischen Medien verbreitete Bilder zeigten Rauch über Kiefernwäldern und Flammen, die sich in der Nähe von Wohnhäusern durch die bewaldeten Hügel fraßen. Von Belgrad aus war auch der Qualm eines Waldbrandes zu sehen, der in einem Naturschutzgebiet nordöstlich der Hauptstadt wütete.
In Albanien gelang es der Feuerwehr unterdessen, dutzende Brände unter Kontrolle zu bringen. Im Süden des Landes hatte es wegen der Feuer zuvor Evakuierungen gegeben.
Weiterhin höchste Waldbrandgefahr am Balkan
Wegen der Hitzewelle, die mit Temperaturen von bis zu 40 Grad am Donnerstag voraussichtlich ihren Höhepunkt erreichen sollte, gilt in weiten Teilen der Region höchste Waldbrandgefahr. In Serbien appellierte die Polizei an die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen. Der Tod des zündelnden Dorfbewohners sei die „schwerwiegendste Folge verantwortungslosen Verhaltens“, sagte der Polizeivertreter Luka Causic.
Die tagelange Hitze und Trockenheit hat auch den Wasserstand vieler Flüsse sinken lassen. Die Pegel der Donau sind so stark gesunken, dass die Stromerzeugung durch Wasserkraft sowie Ölimporte gefährdet sind. Nach einem in der vergangenen Woche verzeichneten historischen Tiefstand ist der Wasserpegel an der Messstelle Bezdan nahe der ungarischen und kroatischen Grenze mittlerweile noch weiter gesunken.
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