Sport-News

Der Senegal hat sich am Freitag bei der Fußball-WM 2026 in der Gruppe I mit einem 5:0 gegen den Irak in Toronto den dritten Rang gesichert. Der Kantersieg sollte die Westafrikaner auch mit drei Punkten und einem Torverhältnis von +2 ins Sechzehntelfinale befördern, das klärt sich aber erst nach den restlichen Vorrundenspielen. 

Irak gegen Senegal: Frühe Rote Karte half Afrikanern

Der als Außenseiter angetretene Irak muss hingegen als Gruppenletzter wie auch schon bei seiner WM-Premiere 1986 punktelos die Heimreise antreten.

Die Partie begann für den Senegal mit einem frühen Treffer und einem Ausschluss auf der Gegenseite ideal. Habib Diarra fälschte den Ball bereits in der vierten Minute nach einem Eckball ins Tor ab. Wenig später sah Rebin Sulaka wegen einer Notbremse an Sadio Mane nach VAR-Intervention die Rote Karte. 

Tor-Feuerwerk nach der Pause

Trotz Überzahl lief es für den Viertelfinalisten von 2002 bis zur Pause ziemlich holprig weiter, Torgefahr entstand gegen die wacker verteidigenden Iraker nur selten.

„Unsere Mission ist es, Frankreich und Didier Deschamps stolz zu machen“, kündigte Frankreichs Aurélien Tchouaméni vor dem dritten Gruppenspiel gegen Norwegen an. Frankreichs Teamchef Deschamps war nach dem Tod seiner Mutter in dieser Woche nach Frankreich gereist, weshalb Assistenztrainer Guy Stéphan gegen Norwegen an der Seitenlinie der „Équipe Tricolore“ stand.

Norwegen ohne Haaland und Ødegaard 

Und dieser blickte, wie viele andere auch, mit Überraschung auf die Startaufstellung der Skandinavier. Norwegen-Teamchef Ståle Solbakken nahm im Vergleich zum Sieg gegen den Senegal gleich zehn Änderungen in der Startaufstellung vor. Auch die Stars Erling Haaland und Martin Ødegaard nahmen auf der Bank Platz und wurden nicht eingewechselt.

Die massive Rotation machte sich bei Norwegen bemerkbar. Frankreich begann schwungvoll und traf bereits nach 20 Sekunden durch Mbappé nach einem Fehler im Spielaufbau die Latte.

Frankreich stellt Weichen auf Sieg

Und in der Tonart ging es auch weiter: Nach vier Minuten musste sich Norwegens Schlussmann Selvik erstmals bei einem Schuss von Koné auszeichnen. Nur zwei Minuten später zappelte der Ball dann im Netz: Dembélé traf zum 1:0 (7.). Von Norwegen kam offensiv zunächst wenig. Die beste Chance hatte Larsen, der den Ball aus aussichtsreicher Position über das Tor setzte (14.).

Obwohl die Niederlage gegen Argentinien der österreichischen WM-Euphorie etwas gebremst hat, besteht wenig Grund zur Sorge. Das Nationalteam rund um Trainer Ralf Rangnick hat zumindest den dritten Gruppenplatz fixiert und den Aufstieg in die Finalrunde selbst in der Hand. Das sind die Wege, wie unser Nationalteam das Sechzehntelfinale erreicht.

Ein Unentschieden reicht

Wenn die Nationalelf am letzten Spieltag gegen Algerien Unentschieden spielt, sichert sie sich den zweiten Platz. Beide Teams würden die Gruppenphase mit 4 Punkten beenden, entscheidend dabei wäre aber das bessere Torverhältnis im Vergleich mit den Nordafrikanern. Bei einem Sieg wäre die Sache ganz klar.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Österreich im Sechzehntelfinale auf Spanien trifft, sicher ist das jedoch nicht. Der Zweite aus der ÖFB-Gruppe J bekommt es mit dem Ersten der Gruppe H zu tun. Noch ist Österreich aber nicht Zweiter – und Spanien nicht Gruppensieger. Denn in Gruppe H gilt vor dem letzten Spieltag: Alles ist möglich, aber nix is fix!

Spanien geht als Favorit ins Duell mit Uruguay. Mit einem Sieg wäre das Team von Luis de la Fuente Gruppensieger, mit einem Remis wohl auch. Bei einer Niederlage könnte der Weltmeister von 2010 aber sogar bis auf Rang drei zurückrutschen. Vollgas lautet also die Devise – zumal man einem Sechzehntelfinale gegen Argentinien aus dem Weg gehen will. Der Titelverteidiger wartet auf den Zweitplatzierten der Gruppe H. „Wir wollen die Gruppe als Erster abschließen, es liegt an uns“, stellte Verteidiger Aymeric Laporte klar. Er weiß aber auch, dass die Urus „all in“ gehen werden, den Südamerikanern droht im Falle einer Niederlage sogar das Aus.

Spanische Flügelzange

Die spanischen Fans dürfen sich zum ersten Mal bei dieser WM von Beginn an auf ihre Flügelzange freuen. Lamine Yamal ist laut Teamchef De la Fuente wieder fit für 90 Minuten, und auch Nico Williams wird in der Startelf erwartet.

Im Parallelspiel trifft Kap Verde auf Saudi-Arabien, der Sieger steigt auf. Kap Verde kann theoretisch sogar noch Gruppenerster werden. Und wäre damit ein möglicher ÖFB-Gegner.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.