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Die „Schande von Gijon“ als Museumsstück in Zürich

Warum ausgerechnet die algerische Protestnote zum Skandal-Spiel von 1982 im FIFA-Museum ausgestellt ist und was genau die „Wüstenfüchse“ damals forderten.
Zeigt WM-Ball-Tango und algerische Protestnote.

Allzu viele rot-weiß-rote Spuren sind im offiziellen Museum des Weltfußballverbands FIFA in Zürich nicht zu finden: Hier ein Plakat von Matthias Sindelar, da das Ur-Wappen der Austria – und in Endlosschleife flimmern alle Tore der „Hitzeschlacht von Lausanne“ (Österreichs 7:5-Sieg anno 1954 gegen die Schweiz) über den Bildschirm.

Alles andere als ruhmreich für den ÖFB ist dafür ein anderes Ausstellungsstück aus dem Schaukasten zur WM 1982: Denn nach der „Schande von Gijon“ – dem skandalträchtigen Nichtangriffspakt mit der BRD (0:1) – meldeten die leidtragenden Algerier offiziell Protest bei der FIFA an. Dieses Schreiben – der „Protest der algerischen Delegation bezüglich Spiel Nr. 34“ – liegt im französischen Original und in deutscher Übersetzung in der Arche des Fußballsports auf. Wohl für alle Ewigkeit.

Schriftstück.

Das Dokument im FIFA-Museum: Mit diesem Protest versuchte Algerien doch noch den Aufstieg zu schaffen.

Darin forderte der algerische Verband tags darauf nichts weniger, als dass „die notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um das Resultat (...) für nichtig zu erklären und die beiden Mannschaften (...) zu disqualifizieren“. Denn Deutschland und Österreich hätten „mit Billigung des Schiedsrichters“ nicht „den geringsten Einsatz gezeigt“ – was „einen gravierenden Verstoß gegen die Regeln der Sportlichkeit“ darstelle.

Der Protest wurde bekanntlich abgewiesen, weil damals auch kein solches Regulativ existierte. Wohl aber werden seither die letzten Gruppenspiele zeitgleich angesetzt.

Stück.

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