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Von Neuer bis Alaba: Die Weltauswahl aus dem Sanatorium Hochrum

Star-Chirurg Christian Fink operierte im Sanatorium Hochrum zahlreiche Fußballstars. Das Team seiner prominenten Patienten wäre ein Kandidat für den WM-Titel.
Christian Fink mit einer kleinen Auswahl seiner Patienten: David Alaba, Manuel Neuer, Sadio Mane

Sollte es bei dieser WM noch zum Duell Österreich gegen Deutschland kommen, dann stünde Christian Fink vor einem ziemlichen Dilemma: Wem soll er da bloß die Daumen drücken?  

In beiden Nationalteams finden sich jede Menge Spieler, die er kennt und schätzt – und die schon bei ihm auf dem OP-Tisch gelegen sind.

Eine Weltauswahl

Die Fußspuren, die der Starchirurg über die letzten Jahre hinterlassen hat, führen in viele Nationalmannschaften bei dieser WM. Das Team der prominenten Patienten, die im Sanatorium Hochrum am Knie operiert wurden, liest sich wie eine Weltauswahl:

Das WM-Team vom Sanatorium Hochrum

Das hochkarätig besetzte WM-Team der Patienten vom Sanatorium Hochrum

Von den Weltmeistern Manuel Neuer (2014) und Lucas Hernandez (2018) über den kroatischen WM-Finalisten Ivan Perisic bis hin zu ÖFB-Kapitän David Alaba. „Die Mannschaft wäre schon konkurrenzfähig, die könnte um den Titel mitspielen“, sagt Christian Fink.

Anruf vom FC Bayern

Knie-Papst wurde der Oberösterreicher vom deutschen Boulevard getauft, weil sich in den letzten Jahren so viele Starkicker Christian Fink anvertrauten. 

Wenn auf dem Spielfeld oder auf der Skipiste ein Kreuzband reißt, dann führt der Weg meist nach Hochrum. „Mir war gar nicht bewusst, wie viele prominente Fußballer wir schon bei uns hatten.“

Christian Fink besuchte mit seiner Frau das erste WM-Gruppenspiel der Österreicher gegen Jordanien

Christian Fink besuchte mit seiner Frau das erste WM-Gruppenspiel der Österreicher gegen Jordanien

Christian Fink war schon immer nah dran am Spitzensport und kümmerte sich um das Wohl der Athleten. Bei der ersten Kreuzband-Operation, die er als Medizinstudent begleiten durfte, hieß der Patient Armin Assinger

In den 1990er Jahren fungierte er als Teamarzt des FC Tirol, 20 Jahre lang begleitete er das ÖSV-Team zu Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften.

Seit 2018 tummeln sich die internationalen Fußballstars in der Praxis des Oberösterreichers. 

Damals erhielt Fink einen Anruf von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, dem legendären Vereinsarzt des FC Bayern, mit der Bitte, Corentin Tolisso am Knie zu operieren. „Ich musste seinen Namen erst einmal googeln“, erinnert sich Christian Fink.

Einladung von Alaba

Inzwischen landen nicht nur alle Bayern-Spieler, die sich am Knie verletzen, im Sanatorium in Hochrum. Auch Klubs wie Real Madrid oder Juventus Turin schicken ihre Stars nach Tirol. 

Fast immer werden die prominenten Patienten von den Vereinsärzten und Physiotherapeuten begleitet, die Christian Fink dann im OP-Saal genau auf die Finger schauen. „Ich bin das gewohnt. Bei Kongressen habe ich oft schon live vor Tausenden Leuten operiert“, erklärt der Chirurg.

Ein Knie-Kongress in Napa Valley war es auch, der Christian Fink dieser Tage in die USA führte. Er ließ es sich nicht nehmen, das WM-Auftaktspiel der Österreicher gegen Jordanien zu besuchen. 

Auch einige ÖFB-Teamspieler waren seine Patienten – und wurden dabei teilweise vertraute Freunde. David Alaba etwa, der Fink zu sich nach Madrid einlud. „Ich fiebere richtig mit.“

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