Hitze in Spielberg? So mancher Formel-1-Star kann da nur lachen
Sergio Perez in Spielberg
Der Weltverband FIA hat das Formel-1-Rennen in Spielberg offiziell als „Rennen mit hoher Hitzegefahr“ eingestuft. Diese Warnung wird ab Temperaturen von mehr als 31 Grad Celsius ausgesprochen. Beim Rennen in der Steiermark kann es am Sonntag bis zu 36 Grad heiß werden. Im Cockpit sind die Temperaturen dann noch deutlich höher.
Die neue Hitzeregelung bedeutet, dass das Mindestgewicht von Auto und Fahrer um 5 Kilogramm erhöht wird, um den Fahrern das Tragen von Kühlwesten zu ermöglichen. Diese bestehen aus einem 50 Meter langen Schlauchsystem und einer Kühleinheit, die im Cockpit verbaut ist. Das Tragen dieser Kühlwesten ist nicht verpflichtend - und bei den meisten Piloten höchst unbeliebt. Wer keine Kühlweste trägt, bekommt 5 Kilogramm Ballast ins Auto.
„Nach 15 bis 20 Minuten war das Wasser warm“, erzählt etwa Max Verstappen über seine Erfahrungen mit der Kühlweste beim Grand Prix in Singapur. „Es geht da um meine eigene Sicherheit. Ich werde sie nicht tragen.“ Auch sein Red-Bull-Teamkollege Isack Hadjar relativiert: „Beim Fahren ist es nicht ganz so schlimm, wir haben ja ein offenes Auto. Schlimm ist es eigentlich nur, wenn das Auto steht.“ Auch Hadjar wird die Kühlweste nicht tragen. WM-Leader Kimi Antonelli kritisiert: „Das mit der Kühlweste funktioniert noch nicht so, wie es soll. Ich brauche sie nicht. Ich werde schwitzen, aber ich bin gut trainiert.“
„Ich weiß nicht, warum ihr da so viel darüber redet“
Und angesprochen auf die Sommerhitze reagierte Sergio Perez nur mit einem herzhaften Lachen: „Ich bin Mexikaner. Für mich ist das überhaupt kein Problem. Ich weiß nicht, warum ihr Europäer da so viel darüber redet.“
In der Vergangenheit war es bei Formel-1-Rennen auch schon wärmer. Der Hitzerekord von 42,5 Grad Celsius stammt aus dem Jahr 2005 beim Großen Preis von Bahrain.
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