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Wahrlich kurios war die Bilanz vor dem ersten Saison-Heimspiel von Rapid: Santa Coloma hatte die vergangenen drei internationalen Auswärtsspiele gewonnen, die Rapidler im Europacup drei Partien in Folge in Hütteldorf verloren. 

Dennoch war klar, dass die Grünen nach dem 3:1 in Andorra mit dem Aufstieg in die dritte Quali-Runde zur Conference League eine Pflichtaufgabe zu erfüllen haben.
In einer heißen Vollmondnacht wurde es schließlich ein 6:2 in einer sehr unterhaltsamen Partie vor 13.208 Fans. Mit Blick auf die weiteren englischen Wochen und den Ligastart gegen Altach am Sonntag hatte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup wieder massiv rotiert. 

Die FIFA hat es offenbar eilig. 53 Tage geben die Weltverbandsbosse ihren Mitgliedsverbänden, um den umstrittenen Investorenplänen zuzustimmen, und knüpfen daran ein Zuckerbrot: Wer rasch zustimmt, kann mit einer Zahlung von 40 Millionen Dollar rechnen, wer ablehnt, muss sich mit 10 Millionen begnügen. Das berichtete die Times am Mittwoch und zitiert dazu eine anonyme Quelle, die dafür deutliche Worte fand: „reine Bestechung“. Von der FIFA selbst gab es zunächst keine Stellungnahme.

Der Widerstand gegen die Pläne nimmt unterdessen in der gesamten Fußball-Welt zu. Die UEFA reagierte bereits per scharfem Statement auf X, veröffentlicht noch bevor die FIFA ihre Pläne überhaupt bestätigt hatte. Laut BBC soll bei einem Dringlichkeitstreffen der europäischen Verbände diese Woche sogar ein Boykott von FIFA-Wettbewerben zur Sprache kommen.

UEFA-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke erinnerte an das Gewicht, das Europas Fußball dabei in die Waagschale werfen kann: „Bei der WM standen sechs europäische Teams im Viertelfinale und drei im Halbfinale. Wenn sich der europäische Fußball geschlossen gegen die Pläne wehrt, hat das sehr viel Gewicht.“

Déjà-vu von 2018

Auch aus Österreich kommt Gegenwind. „Ich stehe den Plänen ablehnend gegenüber“, sagte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll. „Mein Zugang geht zu 100 Prozent mit dem Statement der UEFA konform.“

Die nord- und mittelamerikanische Konföderation CONCACAF beklagte indes das „Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens“, der asiatische Verband AFC zeigte sich enttäuscht, dass der Vorschlag verkündet wurde, ehe man Zeit gehabt hätte, ihn überhaupt zu prüfen.

Die Formel 1 bleibt im Doppelpack. Wie der KURIER erfahren hat, haben sich ORF und ServusTV auf eine Sublizenzierung geeinigt. Die Rennen werden demnach weiterhin im Verhältnis 50:50 zwischen den beiden Sendern aufgeteilt – und das bis 2029.

Erst kürzlich hatte ServusTV bekanntgegeben, den eigenen Vertrag mit der Formel 1 um drei Jahre verlängert zu haben. Trainings, Qualifying, Sprintrennen und die Grand Prix sollen weiterhin linear und auf ServusTV On zu sehen sein. Zur Rolle des ORF hieß es öffentlich zunächst nur, man sei „in Gesprächen und optimistisch, die Zusammenarbeit fortsetzen zu können“. Nun steht fest: Die Gespräche sind bereits abgeschlossen.

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