Souveräner Start in die Heim-WM: Team USA jubelte ohne Trump
Die USA starteten mit einem über weite Strecken fulminanten Sieg in das WM-Turnier. Das Veranstalterland zerlegte Paraguay in Los Angeles vor 70.492 Fans mit 4:1 und wird damit eine Fußball-Euphorie im Land entfachen. US-Präsident Donald Trump erlebte den Triumph nicht live mit, dafür sein Außenminister Marco Rubio. Trump selbst hatte dem Team in einem Telefonat wenige Stunden vor dem Anpfiff Mut zugesprochen.
Im Vorfeld der Partie boten die USA alles auf, was zu einem gelungenen Entertainment gehört. Superstar Katy Perry zog eine kurze, aber sehenswerte Show ab und trällerte gemeinsam mit einem Buben ein Liedchen. Danach wurde die amerikanische Hymne stimmungsvoll und pathetisch intoniert, Tom Cruise bewies dabei seine Sangeskunst mit der Hand auf dem Herzen. Hollywoodreif. Neben ihm stand David Beckham und sang nicht mit, er ist ja auch Engländer.
Dann durfte auch Fußball gespielt werden, gar nicht so schlecht vom US-Team, das in der dritten Minute die erste Chance vorfand und nach sieben Minuten in Führung ging. Eine schöne Aktion über Milan-Spieler Pulisic schloss Paraguay-Verteidiger Gomez unglücklich mit einem Eigentor ab. Die USA präsentierten sich spielfreudig mit flotten Kombinationen, drängten Paraguay in die Defensive. Dass das Resultat zunächst nicht deutlicher ausfiel, lag an so manch vergebener Chance und einer Abseitsstellung bei einem Treffer von Balogun.
Erfrischendes Bier um 21 Dollar
Die Trinkpause nach knapp 25 Minuten nahmen auch viele Zuschauer ernst, wie Ameisen wuselten sie über die Tribünen zum nächsten Getränkestand, wo man sich ein Bier um wohlfeile 21 Dollar in die Figur werfen konnte. Erfrischend ging es weiter, in der 31. Minute stand Balogun dann nicht Abseits und traf zum hochverdienten 2:0. Richards mit einem Kopfball und Tillman mit einem Schuss aus kurzer Distanz scheiterten knapp.
Balogun erhöhte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit einem schönen Treffer auf 3:0. Ein indisponiertes Paraguay hing in den Seilen und durfte sich glücklich schätzen, als Schiri Makkelie zur Pause pfiff.
Am Sieg der USA zweifelte im Stadion niemand mehr, doch Paraguay gelang es immerhin das Ergebnis kosmetisch zu verschönern, Mauricio traf zum 1:3 (73.). Die USA konnten es sich leisten, Pulisic nach der ersten Hälfte zu schonen und in der zweiten Hälfte nicht mehr so dominant zu agieren, weshalb das unterm Strich enttäuschende Paraguay etwas mehr am Spiel teilnehmen durfte. Am Ende stellte der eingewechselte Reyna für die USA noch auf 4:1.
Mit dem Sieg steht das Team so gut wie im Sechzehntelfinale, am 19. Juni geht es dann gegen Australien.
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