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USA feiern ihr WM-Auftaktmatch: Die pompöse Verrücktheit

Auftakt mit Spaß. Die USA feierten einen Sieg in ihrem ersten Spiel. Rundherum gab es Fans in verrückten Kostümen und jede Menge Superstars auf den Rängen.
Alexander Strecha aus Los Angeles
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Die USA sind in ihr Turnier gestartet, und zwar so, wie man sich einen typisch amerikanischen Beginn als Europäer so vorstellt. Mit viel Nationalstolz, Pomp und einem sportlichen Erfolg, der ausgiebig gefeiert wurde. Und es war auch ein Schuss Verrücktheit im Spiel.

Denn wer begibt sich schon fünf Stunden vor Spielbeginn zum SoFi-Stadium, noch dazu bei brütender Mittagshitze? Tausende Anhänger der USA und von Paraguay schlenderten rund um die Arena, viele gewandet in interessante Kostüme.

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 David Alaba? „Wer ist das?“

Alberto beispielsweise drückte für Paraguay die Daumen und tippte auf ein 2:1. Auf dem Haupt trug er mit Stolz einen riesigen Zylinder, unübersehbar. Ob er nicht ein wenig zu früh zum Stadion gepilgert ist? „Ja, aber weil ich so nervös bin.“ Den Namen eines ÖFB-Spielers konnte er nicht nennen. David Alaba? „Nein, wer ist das?“

"Weltmeister? Mein Herz sagt USA!"

Der Kopfschmuck von Jose war ein Adler, welche Gattung, konnte selbst das geschulte ornithologische Auge nicht ausmachen. Jedenfalls kam der Vogel, aber auch Jose, aus Texas angereist, quasi ein Katzensprung, den er ohnehin regelmäßig tätigt, weil er Fan der LA Rams ist, dem Football-Team in Los Angeles. Diesmal gab es Fußball statt Football.

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Auch er bekundete den Hauch von Nervosität. „Das ist mein erstes Spiel bei einer Weltmeisterschaft, das ich live erlebe.“ Wer seiner Meinung nach Weltmeister wird? „Mein Herz sagt USA, aber ich glaube, dass Spanien ein sehr starkes Team hat.“ Bei der Frage nach österreichischen Teamspielern musste auch er abwinken. „Leider kenne ich keinen.“

Hispanics, die US-Fußballfans

Auffallend, wie viele Fans mit hispanischem Hintergrund – wie eben Jose – den USA, ihrem Heimatland, nicht nur die Daumen drückten, sondern auch mit Stolz das Trikot trugen. Oder mexikanische Wrestling-Masken in den US-Farben wie Patrick, Victoria und Antonio, die für Fotos posierten, auf Englisch wie auf Spanisch antworteten und zur Verabschiedung meinten: „Kommt doch mal nach Mexiko.“ Alle drei hofften inständig auf einen Sieg der USA, ihr Wunsch sollte in Erfüllung gehen.

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Patrick, Victoria und Antonio hofften auf den Sieg der USA

Wenige Meter vor dem Stadion dann eine Gruppe mittelalterlicher Herren, die offensichtlich einen Lieblingsspieler hatten: Christian Pulisic. Einheitlich trugen sie dessen Trikot. Als ein Feuerwehrauto vorbeifuhr und die Sirene ertönen ließ, reagierten sie augenblicklich und riefen „USA, USA“. Mehr Klischee ging in diesem Moment nicht.

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Alle Fans desselben Spielers: Christian Pulisic

Hollywood pur

Der Pomp wurde dem Besucher vom SoFi-Stadium vor Augen geführt. Eine Arena für knapp mehr als 70.000 Zuschauer mit Baukosten von vier Milliarden Dollar und einem Videoring im Inneren, der über dem kompletten Spielfeld schwebt und über 80 Millionen Pixel verfügt. Groß, größer, USA.

Die ideale Leinwand um eine hollywoodreife Show abzuziehen. Damit begann man zwei Stunden vor dem Spiel. Zwischendurch wurden immer wieder Superstars auf den Tribünen eingeblendet. Halle Berry hier, Paris Hilton dort, Tom Cruise neben David Beckham, Rob Lowe lässig in der Loge. Den Leuten gefiel es, ebenso der Auftritt von Katy Perry knapp vor Spielbeginn.

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Tom Cruise bei David Beckham in der Loge

Nicht alle Fans gingen als Fußball-Experten durch, manche trugen ihre Football-Shirts aus. Einerlei, die USA starteten mit einem 4:1 über Paraguay, zufrieden pilgerten die Menschen heimwärts, spontan skandierten sie wieder „USA, USA“ und steckten andere damit an. Ein Land inszenierte sich und das Turnier mit einer Show, wie sie nur die USA beherrschen.

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