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Drei Saisonen lang beehrte und belebte Blau-Weiß Linz die österreichische Bundesliga und schaffte dabei im Vorjahr sogar den Sprung in die Meistergruppe. Nun muss der Traditionsklub den bitteren Gang zurück in die zweite Liga antreten. Die 0:3-Heim-Niederlage gegen den direkten Tabellennachbarn GAK besiegelte den Abstieg.

Eiskalt erwischt

Die Hausherren, die im Entscheidungsspiel auf ihre Heimstärke setzten, wurden von den Roten Teufeln aus Graz bereits früh eiskalt erwischt: Nachdem ein Kopfball von Goalgetter Ronivaldo knapp am Tor vorbeistrich, überrumpelte der GAK die Linzer mit einem schnellen Gegenstoß. 

BW-Kapitän Seidl leistete sich einen katastrophalen Fehlpass, Lichtenberger zog aus 25 Metern ab – und plötzlich lag der GAK mit 1:0 voran (6.) und die Linzer benötigten schon zwei Tore.

Wirkungstreffer

Der frühe Rückstand war ein Wirkungstreffer, vor allem weil der GAK nachsetzte und mit seiner aggressiven Herangehensweise Blau-Weiß nicht richtig ins Spiel kommen ließ. Während sich die Linzer immer wieder festliefen, fand der GAK etliche Chancen auf den zweiten Treffer vor.

 BW-Goalie Mantl musste sein Team gegen Harakate zwei Mal vor einem weiteren Verlusttor bewahren (39., 42.).

Valentin Bontus beendete die Formula-Kite-Weltmeisterschaft auf Rang drei und gewann nach 2024 seine zweite Bronzemedaille. 

Der Olympiasieger hievte sich am Samstag vor Viana do Castelo, Portugal, mit dem klaren Sieg im Semifinale ins „Grand Final“ der besten vier Racer. Dort profitierte der Niederösterreicher, nachdem er das entscheidende Rennen nur als Vierter abschloss, von einem Penalty gegen Lucas Fonseca (BRA) und gewann dadurch Bronze. „Es fühlt sich unglaublich an, nach so einer Verletzung (Kreuzbandriss; Anm.) wieder am Podest zu stehen. Ich werde noch ein wenig brauchen, das alles hier zu realisieren", sagte Bontus. "In einer Comeback-Saison bei einer Weltmeisterschaft am Podest zu stehen, ist einfach ‚ultra‘. Unser erklärtes Ziel für dieses Jahr war die Europameisterschaft im Herbst. Dass ich bereits hier so abschließen kann, bedeutet mir unglaublich viel.“

In Salzburg wird am Sonntag ab 14.30 Uhr für Elias Havel eine außergewöhnliche Saison enden: Der 23-Jährige hat Hartberg in die Meistergruppe geschossen und sich selbst ins Rampenlicht.

Schnell war der Wiener immer schon, diese Saison sind auch die Kaltblütigkeit vor dem Tor und die Fitness (bis auf die letzten Wochen) dazugekommen.

Nach 16 Toren und vier Assists in 33 Pflichtspielen wartet auf Havel der Sprung nach Deutschland und auf Hartberg ein Rekordtransfer.

Entrup-Rekord im Blick

Die Steirer haben die günstige Kaufoption beim früheren LASK-Angreifer im Winter genutzt und können nun den Topscorer ein Jahr vor Vertragsende lukrativ abgeben.

Nach zwei Jahren muss St. Pauli wieder in die 2. Bundesliga zurück. Die Hamburger unterlagen im Millerntor-Stadion Wolfsburg mit 1:3. 

Die Wolfsburger erreichen damit die Relegation, in der es gegen Elversberg, Hannover oder Paderborn geht - die 2. Liga wird am Sonntag abgeschlossen. Verlieren die Wolfsburger, wäre es der erste Abstieg aus der Bundesliga für den Meister 2009.

Auch Heidenheim hatte nach dem 3:1 in Köln wieder Chancen auf Rang 16, die Mannschaft verlor aber zuhause mit 0:2 gegen Mainz. Nach 19 Jahren Trainerdasein in Heidenheim ist es der erste Abstieg von Trainer Frank Schmidt. 

Rapid hat die große Bühne geboten, seine Anhänger gerufen – und die Fans sind auch gekommen: 4.803 Zuschauer feierten mit dem Frauen-Team im Allianz Stadion ein 6:2 (2:1) gegen Wacker und den Aufstieg in die Bundesliga. Das ist ein Rekordwert für Ligaspiele.

Der Durchmarsch gelingt, weil die steirischen Wildcats zwar Meister in der 2. Liga vor Rapid werden, aber keine Lizenz für oben haben.

Britische Verhältnisse, schöne Tore 

Bei auffallend positiver Stimmung starteten die Rapidlerinnen nervös, wurden bei britischen Verhältnissen aber immer stärker.

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