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Nicki Thiim erobert beim Norisring-Klassiker die Gesamtführung

Trotz einer roten Flagge und einem kurzen Regenguss blieb der Wahl-Salzburger unbeeindruckt und belohnte sich doppelt.
Nicki Thiim gewinnt auf dem Norisring auch am Sonntag.

„Ich bin jetzt das dicke Kind in der Schule“, sagte Nicki Thiim scherzend gegenüber ServusTV vor dem Rennstart.

Der Däne im Comtoyou-Aston-Martin, der seit Jahren in Salzburg lebt, dominierte auch am Sonntag den Norisring-Klassiker von der Poleposition und feierte den dritten Sieg in seiner DTM-Karriere. Dabei hatte sein Fahrzeug aufgrund des gestrigen Siegs ein Zusatzgewicht von 20 Kilogramm erhalten.

Thiims einziger Kontrahent auf dem Straßenkurs war Neuling Finn Wiebelhaus im HRT-Ford. Der 20-Jährige hielt als einziger Pilot mit dem GT-Star mit, konnte aber auch bei den beiden Boxenstopps keinen Profit schlagen. Für Wiebelhaus gab es dennoch genügend Grund zu feiern: Der zweite Platz war sein bestes DTM-Ergebnis.

Rote Flagge und Regen in den ersten Minuten

Den Piloten gelang trotz einer Rundenlänge von 2,2 Kilometern keine komplette Startrunde unter grüner Flagge. In der ersten Kurve berührten sich einige Fahrzeuge im Mittelfeld, aufgrund der herumliegenden Carbonteile wurde das Safety-Car ausgerufen.

Mit dem Neustart setzte der Regen ein. Wieder sorgte eine Kollision für die Unterbrechung des Rennbetriebs, diesmal in Form des roten Tuchs. Die Chance nutzten die Teams, um die Reifen zu wechseln.

Auer beendet Durststrecke

Auf auftrocknender Strecke machte Thiim mit Wiebelhaus Klarschiff: Das Duo enteilte dem Feld zunehmend.

Dahinter wurde um den dritten Platz gekämpft, den schließlich Lucas Auer im Landgraf-Mercedes an sich riss. Der Tiroler beendete damit die seit dem Zandvoort-Samstag anhaltende Podestdürre. Der Linzer Thomas Preining wurde im Manthey-Porsche Neunter.

Die Gesamtführung hält nach dem Norisring-Doppelerfolg nun Thiim. Der Wahl-Salzburger hat 117 Punkte auf dem Konto, Auer kommt auf 106. Dazwischen liegt Maro Engel (Ravenol-Mercedes) mit 108.

Bortolotti-Teamkollege operiert

Nach dem gestrigen Horrorunfall zwischen Kelvin van der Linde (Schubert-BMW) und Maximilian Paul (Grasser-Lamborghini) gibt es ein Update. Van der Linde sei „dankbar, am Leben zu sein und den schwersten Unfall meiner Karriere ohne ernsthafte Verletzungen überstanden zu haben.“

Paul wurde mittlerweile am linken Fuß operiert. Teamchef Gottfried Grasser gab an, dass die „Verletzung verschraubt werden musste.“ Dem Grasser-Fahrer gehe es den Umständen entsprechend gut, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist allerdings ungewiss.

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