Der neue Spielball der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist mehr als ein Stück Leder und Luft. Im Inneren arbeitet High-Tech, die den Schiedsrichtern helfen und Fehlentscheidungen reduzieren soll. Eine Besonderheit sorgt für Verwunderung: Der Ball muss vor jedem Spiel aufgeladen werden.
Wer einem Fußballfan vor 20 Jahren erzählt hätte, dass ein WM-Ball eines Tages an ein Ladegerät angeschlossen werden muss, wäre vermutlich ausgelacht worden. Fußball war immer der einfachste Sport der Welt: 22 Spieler, zwei Tore und ein Ball. Doch im Jahr 2026 sieht die Sache anders aus. Der neue offizielle WM-Spielball von Adidas trägt den Namen „Trionda“ und beherbergt im Inneren Technik, die man eher in einem Smartphone vermuten würde. Ein Sensor misst jede Bewegung des Balls, registriert Ballkontakte und liefert Daten.
Der Sensor stammt vom deutschen Technologieunternehmen Kinexon und wiegt 14 Gramm. Dennoch erfasst er Bewegungsdaten 500-mal pro Sekunde. Jede Richtungsänderung, jede Beschleunigung und jede Berührung werden registriert. Die Daten werden mit den Aufnahmen zahlreicher Stadionkameras sowie den Positionsdaten der Spieler kombiniert.
Energie für 6 Stunden
Das Ziel ist klar: Entscheidungen sollen schneller und präziser werden. Vor allem knappe Abseitsstellungen. Das System erkennt den exakten Moment, in dem ein Spieler den Ball berührt. Gerade bei Abseitsentscheidungen ist dies oft entscheidend.
Dass der Sensor Energie benötigt, liegt auf der Hand. Die Batterie im Ball hält Berichten zufolge rund sechs Stunden durch. Für ein Spiel reicht das aus. Vor dem Einsatz muss der Ball jedoch geladen werden – ähnlich wie ein Smartphone oder eine Smartwatch.