Von Rapid zum ÖFB: Neue Aufgabe für einen Ex-Trainer
Thomas Sageder (l.) war Assistent von Peter Stöger und wechselt nun von Rapid zum ÖFB
Acht Monate nach dem Aus in Hütteldorf hat auch der letzte Part aus dem früheren Trainerteam von Rapid eine neue Aufgabe übernommen.
Ex-Chefcoach Peter Stöger einigte sich im Frühjahr auf eine Vertragsauflösung und wurde wieder TV-Experte. Zuletzt für den ORF während der WM.
Stefan Kulovits löste ebenfalls im Frühjahr seinen Vertrag auf, um - gemeinsam mit Rangnick-Co Lars Kornetka - Braunschweig zu übernehmen. Die Eintracht schaffte knapp den Klassenerhalt in der zweiten Deutschen Bundesliga, Kulovits ist weiterhin Co-Trainer und Kornetka nun „nur“ noch bei Braunschweig.
Daniel Seper, der unter Didi Kühbauer als Videoanalyst zu Rapid kam und unter Stöger einer der Co-Trainer war, ist erstmals Chefcoach, bei einem Traditionsverein in der Ostliga: Der Burgenländer fordert mit dem Wiener Sport-Club am Sonntag die Austria im ÖFB-Cup.
Und nun widmet sich auch Thomas Sageder einem anderen Arbeitgeber.
Der Oberösterreicher war nach einem Casting von Stöger als wichtigster Co-Trainer ausgesucht worden. Auch Patrick Enengl (damals Amstetten, jetzt Vienna) war in der Endauswahl. Als früherer LASK-Chefcoach bekam der 42-Jährige von Sportchef Katzer auch einen Vertrag, der das übliche Ausmaß für Co-Trainer übersteigt.
Enttäuschung nach starkem Start
Sageder kommt aus der Red-Bull-Schule und sollte entsprechende Ideen in Hütteldorf einbringen. Nach einem sensationellen Start ging es rasant bergab. Am Ende passte es weder inhaltlich noch menschlich im großen Trainerteam zusammen.
Nun wechselt Sageder zum ÖFB, ab 1. September als Teamchef des neuen U-15-Nationalteams.
„Gemeinsam mit dem SK Rapid konnte eine einvernehmliche Lösung hinsichtlich des noch laufenden Vertrags des Neo-Teamchefs gefunden werden“, verkündet der ÖFB.
Prödl freut sich auf Sageder
„Thomas bringt sowohl Erfahrung aus dem Spitzenfußball als auch aus der Nachwuchsarbeit mit und kennt unsere Ausbildungsphilosophie bereits aus seiner Tätigkeit als Assistent von Hermann Stadler. Mit seiner Erfahrung und seiner fachlichen Kompetenz wird er unsere Nachwuchsarbeit optimal ergänzen“, sagt der Leiter der Nachwuchs-Nationalteams Sebastian Prödl.
Kommentare