Sport-News

Nach dem 1:5 am Freitag gegen Österreich in Wien sowie nur wenige Stunden nach dem 1:2 gegen die deutsche Nationalmannschaft in Stuttgart trennte sich WM-Teilnehmer Ghana "mit sofortiger Wirkung" von seinem Trainer Otto Addo. Das teilte der ghanaische Fußball-Verband (GFA) in der Nacht auf Dienstag mit. Man danke Addo für seinen Beitrag und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft, hieß es. Ein Nachfolger werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Addo war seit zwei Jahren Cheftrainer der "Black Stars". 2022 hatte er das Team schon einmal als Interimscoach betreut und war auch bei der WM in Katar zuständig, als Ghana in der Gruppenphase ausschied. Bei der in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama.

Addo ist der Sohn ghanaischer Eltern und in Deutschland aufgewachsen. Der 50-Jährige spielte in der deutschen Bundesliga unter anderem für den Hamburger SV und Borussia Dortmund. Er lebt inzwischen in Düsseldorf.

Addo sprach nach dem Abpfiff noch über die WM

Nach der späten Niederlage hatte er am Montagabend eine Steigerung im Vergleich zum Debakel in Österreich festgestellt. "Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt. Es war besser von der Einstellung, von der Mentalität. Die Jungs haben sich reingehauen. Die zweite Halbzeit fand ich richtig gut von uns gegen eine sehr, sehr starke deutsche Mannschaft", erklärte Addo im ARD-Interview.

Die Vorzeichen vor dem Testspiel zwischen Deutschland und Ghana hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während es für die Afrikaner eine 1:5-Niederlage gegen Österreich gab, rang die DFB-Elf die Schweiz mit 4:3 nieder. 
Und die Mannschaft von Julian Nagelsmann machte offensiv von Beginn an dort weiter, wo sie aufgehört hatte: Woltemade vergab nach nur vier Minuten die erste Großchance. Nur eine Minute später hätte Ghanas Adjetey nach einem Foul als letzter Mann eigentlich mit Rot vom Platz gestellt werden müssen, doch Schiedsrichter Attwell beließ es bei Gelb. Den folgenden Freistoß setzte Wirtz an die Stange.

Führung für Deutschland: Erneut Adjetey im Mittelpunkt

In der 33. Minute durften die deutschen Fans erstmals jubeln. Doch der Treffer von Wirtz wurde wegen Abseits richtigerweise aberkannt. Als vieles auf ein torloses Remis zur Pause hindeutete, griff der VAR ein: Referre Attwell entschied nach Ansicht der Bilder auf Handelfmeter. Wie schon im Test gegen Österreich verursachte erneut Adjetey den Strafstoß. Kai Havertz verwandelte sicher (45.+3).

Auch nach der Pause blieb Deutschland zunächst tonangebend. Ein Woltemade-Kopfball  landete an der Latte (53.). In der Folge verlor das deutsche Offensivspiel an Durchschlagskraft. Ghana kam besser in die Partie und traf durch Ayew die Stange (64.).

Undav erlöst DFB-Elf nach Ausgleich

Wenig später fiel der Ausgleich: Fatawu vollendete einen Konter zum 1:1 (70.). Deutschland bemühte sich um eine Antwort. Youngster Karl vergab (85.). Zwei Minuten später machte es Undav besser und traf nach Vorarbeit von Sané zur erneuten Führung (87.) - 2:1.
Von Ghana kam offensiv nichts mehr.

FIFA-Präsident Gianni Infantino drängt trotz des Krieges im Nahen Osten auf eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM im Sommer. "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D - es gibt Plan A", sagte der Chef des Weltverbands in einem Interview des mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision. Die FIFA wolle dafür sorgen, dass der Iran "unter den bestmöglichen Bedingungen" an der WM teilnehmen könne.

Infantino räumt ein: Situation "sehr kompliziert"

Zugleich räumte der 56-jährige Schweizer ein, dass man in der "realen Welt lebe" und die Situation "sehr kompliziert" sei. Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Gruppenspiele gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten nicht - wie bisher geplant - in den USA austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die FIFA diesem Wunsch nachkommen kann und überhaupt will.

Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus. Irans Verbandschef Mehdi Tadsch hatte vor eineinhalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern.

Österreichs Fußball-Nationalteam will am Dienstag (20.45 Uhr/live ORF 1) im WM-Test gegen Südkorea an die 5:1-Gala zum Jahresauftakt gegen Ghana anknüpfen. "Wir wollen uns wieder in der gleichen Verfassung präsentieren", erklärte Teamchef Ralf Rangnick. Bleibt seine Auswahl auch im 13. Heimspiel in Folge ungeschlagen, hätte sie den alleinigen ÖFB-Rekord inne. Rangnick hätte nichts dagegen. "Aber für mich steht es nicht an erster Stelle, dafür können wir uns nichts kaufen."

Ihre bisher letzte Heimniederlage haben die Österreicher am 13. Oktober 2023 in der EM-Quali in Wien gegen Belgien (2:3) kassiert. Seither gab es im eigenen Land neun Siege und drei Remis. Den ÖFB-Rekord von zwölf Heimpartien ohne Niederlage teilt sich die aktuelle Auswahl mit jener von 1922 bis 1925 unter Teamchef Hugo Meisl bzw. jener von 1971 bis 1975 unter Leopold Stastny. "Wenn wir schon hier sind, dann wollen wir die Spiele natürlich gewinnen", sagte Rangnick. "Wir wollen die Spielfreude entwickeln und wenig zulassen für den Gegner - all diese Dinge, die Spielkontrolle ausmachen."

Alaba vor Kurz-Comeback

Bis Montagmittag waren laut ÖFB-Angaben 31.500 Karten verkauft. Die zahlenden Besucher sollen im Gegensatz zum Ghana-Spiel auch David Alaba auf dem Feld zu sehen bekommen. Der ÖFB-Kapitän hat nach seiner jüngsten Wadenverletzung zuletzt mehrere Tage voll mittrainiert. "Der Plan ist, dass er für die letzten 20 bis 25 Minuten noch ins Spiel reinkommt", verriet Rangnick.

Marco Bezzecchi hat beim Grand Prix in Austin, Texas, Geschichte geschrieben und sich auf eine Stufe mit zwei ganz Großen seiner Zunft gestellt. Saisonübergreifend hat er nun fünf Mal in Folge gewonnen, dazu bei jedem einzelnen Rennen von der ersten bis zur letzten Runde das Feld angeführt.

Wem das vor ihm auch gelungen war? Marc Marquez und einem gewissen Valentino Rossi. Als Belohnung übernahm der 27-jährige Aprilia-Fahrer die nach dem Sprint an seinen Teamkollegen Jorge Martin verlorene Gesamtführung. Der Spanier wurde Zweiter, Rang drei ging an KTM-Pilot Pedro Acosta.

Nach dem von vielen Stürzen geprägten und von Martin gewonnenen Samstag-Sprint gab es diesmal zwar neuerlich viele packende Zweikämpfe und Überholmanöver, mit Joan Mir rutschte aber nur ein Akteur ohne Fremdeinwirkung in der sechsten Runde von der Strecke. Der Japaner Ai Ogura schied nach einer starken Vorstellung wegen eines technischen Defekts aus.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.