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Viel hatte George Russell zuletzt einstecken müssen. Der Brite, zu Beginn der Saison als WM-Favorit gehandelt, hatte mit technischen Problemen oder mit seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli zu kämpfen gehabt. Doch auf dem Red Bull Ring schlug der 28-Jährige zurück. Nach seiner Bestzeit im Qualifying gewann der von der Poleposition aus gestartete Russell auch den Grand Prix am Sonntag. Für Russell war es der zweite Sieg in Österreich nach 2024.

"Diesen Sieg heute werde ich richtig genießen", sagte Russell. "Max und Red Bull waren sehr schnell. Es war harte Arbeit, ihn hinter mir zu lassen. Jetzt freue ich mich auf ein Getränk. Ich habe versucht, ständig ans Limit zu gehen. Dabei gab es die eine oder andere kritische Situation." Mit breiter Brust wird er zu seinem Heimrennen nach Silverstone fahren (5. Juli).

Max Verstappen war nach seinem Ausrutscher im Qualifying nur von Rang fünf gestartet. Doch der Niederländer kam gut weg und kämpfte bald gegen Russell um den Tagessieg. Letztlich setzte sich der Brite doch durch. "Für uns war das ein sehr gutes Rennen", freute sich der vierfache Weltmeister. "Die ersten paar Runden haben richtig Spaß gemacht, und danach habe ich einen guten Rhythmus gefunden." Verstappen verriet außerdem, dass er sich bei seinem Crash am Samstag etwas das Knie angeschlagen hatte. 

"Ich habe ein paar Fehler gemacht"

WM-Leader Antonelli verlor in den ersten Runden zwei Plätze - und rettete am Ende als Dritter 15 Punkte für die WM-Wertung. Dennoch war der Italiener nicht unzufrieden: "Ich habe in den ersten Runden leider ein paar Fehler zu viel gemacht. Erst gegen Ende war ich richtig schnell. Wäre es zwei oder drei Runden länger gegangen, wäre es (gegen Verstappen) noch einmal spannend geworden."

Die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton waren von den Plätzen zwei und drei gestartet. Doch das Rennen verlief für die Scuderia enttäuschend. Hamilton wurde Fünfter, Leclerc gar nur Achter.

Trotz fast unerträglicher Hitze wurde in Spielberg laut offiziellen Angaben ein neuer Zuschauerrekord verzeichnet. 320.000 Fans wurden über das gesamte Wochenende gezählt, hieß es in einer Aussendung. 

Red-Bull-Sieg in der Formel 2

Im Rahmenprogramm in Spielberg gewann Red-Bull-Junior Nikola Tsolov das Formel-2-Rennen. Der Bulgare von Campos Racing siegte vor dem Italiener Gabriele Mini und dem Deutschen Oliver Goethe (jeweils MP Motorsport). In der Gesamtwertung verteidigte Mini seine Führung knapp vor Tsolov. In der Formel 3 triumphierte der Norweger Noah Strömsted (Trident). Österreichische Fahrer waren in den beiden Nachwuchsrennen keine am Start.

Bei den am Montag startenden All England Championships in Wimbledon steht freilich auch Novak Djokovic im Fokus. Mit einem Titelgewinn könnte er zu Rekordsieger Roger Federer aufschließen. Mögliche Siege, der erste sollte gegen den Chinesen Yibing Wu erfolgen, werden aber seine Kinder nicht am Handy mitbekommen. 

In der Handy-Diskussion mit seinen Kindern bleibt der serbische Tennisstar Novak Djokovic streng. Sein Sohn Stefan (11) und seine Tochter Tara (8) haben kein eigenes Smartphone. In Wimbledon erklärte der frühere Weltranglisten-Erste, warum er dies mit seiner Frau Jelena so entschieden hat und wie er sich in seiner Vaterrolle mit dieser Frage beschäftigt. „Wir sind fest davon überzeugt, dass vor einem bestimmten Alter der Umgang mit Bildschirmen meiner Meinung nach eher schädlich als nützlich ist. Daran halten wir uns also.“

Djokovic fordert generelles Handyverbot für Kinder

Schon mehrmals hat sich Djokovic in der Vergangenheit zum Handyverbot für seine Kinder geäußert. Angesichts der sich permanent weiter entwickelnden Technologie mache er sich „ständig Gedanken“ darüber, wie man die Kinder schützen und gleichzeitig einige grundlegende Bedürfnisse erfüllen könne, sagte der Rekordsieger bei den vier Grand-Slam-Turnieren. „Das ist natürlich nicht einfach“, bekannte der 39-Jährige. „Es ist überall um sie herum. Wir versuchen, das zu kontrollieren, was wir in gewisser Weise kontrollieren können, zumindest, solange sie noch sehr jung sind.“

Alexander Zverev sorgte schon vor dem ersten Aufschlag beim Rasenklassiker in Wimbledon für Aufsehen. Der Deutsche, der jüngst mit seinem bei den French Open erworbenen ersten Grand-Slam-Titel gewaltig Selbstvertrauen getankt hatte, offenbarte ein kleines Problem, das gleichermaßen für Schmunzeln und Kopfschütteln sorgt. 

Nach einem Nieser beantwortete der deutsche Superstar auf die Frage nach der Befindlichkeit: "Ich habe einfach eine Rasenallergie!" Vielleicht nicht ganz die günstigsten Voraussetzungen für das Spiel auf dem Gras von Wimbledon, aber eine Erklärung für seine Leistungsbilanz im All England Lawn Tennis and Croquet Club. Schließlich kam der Weltranglisten-Dritte  in Wimbledon noch nie über das Achtelfinale hinaus. Im Vorjahr war gar gegen den Franzosen Arthur Rinderknech in Runde eins Schluss. 

Allerdings sei gesagt: Zverev hat wohl mit seiner Diabetes-Erkrankung weit größere Probleme schon gemeistert. 

Man kann sich seinen Kosenamen nicht aussuchen. Er wird einem einfach verpasst, ob es man nun will, oder nicht. Und ist er erst einmal da, wird man ihn auch nicht mehr los. 

Irgendwann ist dieser Name dann so geläufig, dass jedem sofort klar ist, was es geschlagen ist.

Wenn etwa im Sechzehntelfinale dieser WM die Elftal auf die Löwen vom Atlas trifft, muss kein Fan im Lexikon der Fußballbegriffe nachblättern: Hinter diesen Kosenamen verbergen sich, wie jeder Anhänger weiß, die Nationalteams von den Niederlanden und Marokko.

Los Canaleros

Mittlerweile kommt kaum noch eine Mannschaft ohne einen Überbegriff aus. Bei afrikanischen Teams wird gerne Anleihe aus der Tierwelt genommen, oft spielt die Farbe der Trikots eine Rolle, immer sind es Kosenamen, die bei den Fans große Emotionen auslösen.

Das österreichische Nationalteam hat zwar eine Hymne, die mittlerweile in aller Fanmunde ist (I am from Austria) und auch bei jedem Turnier gespielt wird. In Sachen Kosenamen stehen die Österreicher im internationalen Vergleich aber völlig im Abseits.

Wie beim großen Nachbarn Deutschland hat sich nie ein Begriff eingebürgert, der für das ÖFB-Team steht.

In Anlehnung an andere Kosenamen, die sich auf die Farben der Fahne oder das lokale Tierreich beziehen: Wie wäre es etwa mit Alpenadler oder Gipfelstürmer. Oder einfach nur die Rot-weiß-roten oder Unsere Burschen.

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