Trotz Sturm-Aus: Die „Boyband“ sorgte für hoffnungsvolle Töne
Versprechen für die Zukunft: Jacob Hödl
Sturm wechselt den Betrieb, nach dem 0:1 gegen die Millionentruppe von Fenerbahce Istanbul in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League wechselt nun Sturm in die Liga-Phase der Europa League.
In Istanbul hatten die Steirer 0:2 verloren. Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch sieht es realistisch: „Wir haben versucht, dieses Tor zu erzwingen, es sollte nicht sein. Aber Fenerbahce gehört in die Champions League, wir passen als Verein gut in die Europa League.“
Dass die Türken verdient gewonnen haben, daran lässt Ingolitsch keinen Zweifel. Was aber Freude bereitet: „Wir hatten in der Startelf ein Durchschnittsalter von 21,5 Jahren, eine Boyband. Die Türken waren fast um ein Jahrzehnt älter“, sagt der Salzburger, mit 34 Jahren der jüngste Bundesliga-Trainer. „Da geht mir das Herz auf.“
Hervorheben will Ingolitsch wie auch sonst keinen. Aber Sturm kann sich mit den Youngsters auf eine gute Zukunft freuen. Lucas Weinhandl zeigte sich mit 17 erneut enorm abgebrüht („Gegen solche Teams wie Fenerbahce musst die Chancen nützen“), auch wenn ihm noch Fehler unterliefen, JP Hödl ist mit 19 schon ein richtiger Leistungsträger.
Auf längere (oder auch kürzere) Sicht werden beide kaum zu halten sein. „Ich denke vorerst nur an Sturm, was auch kommt“, sagt Hödl. Und zu seiner selbstbewussten Leistung gegen die Weltklassekicker von Fenerbahce: „Ich gehe gegen jede Mannschaft mit der selben Einstellung rein, egal wer kommt.“
Besonders stark gegen den türkischen Vizemeister präsentierten sich die Rückkehr Emran Soglo und der erneut teilweise überragende Tormann Daniil Chudjakow, beide 22 Jahre. Auch der um ein Jahr älterer Neuzugang Simon Seidl ist eine Verstärkung. „Wir haben aggressiver gespielt als im Hinspiel, in der Offensive haben wir oft die falschen Entscheidungen getroffen. Wir haben aber gezeigt, dass wir mithalten können“, sagte der Salzburger nach der Fener-Partie.
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