Rücktritt vom Rücktritt: Ein ÖSV-Star springt wieder
Lisa Eder bleibt dem Skispringen doch erhalten
Anfang August fand sich eine illustre Runde im Haus von Mario Stecher in Leins im Pitztal ein. In vertrauter Atmosphäre wollte der ÖSV-Sportdirektor eine heikle Angelegenheit klären, die in den letzten Monaten rund um den Skiverband für viel Diskussionsstoff gesorgt hatte:
Der Rücktritt von Skispringerin Lisa Eder im Alter von nur 24 Jahren.
2 Siege, 11 Podestplätze
Die Salzburgerin hatte da gerade die beste Saison ihrer Karriere hinter sich und sich mit elf Podestplätzen an der Weltspitze etabliert. Maßgeblichen Anteil am Höhenflug hatte ihre Freund Manuel Fettner, der Team-Olympiasieger stand Lisa Eder als persönlicher Lotse und Helfer in allen Skisprungfragen mit Rat und Tat zur Seite.
Genau daran spießte es sich am Ende: Denn Lisa Eder deponierte beim Skiverband den Wunsch, dass Manuel Fettner weiter als ihr persönlicher Coach fungiert – auf Kosten des ÖSV. Auf diesen Deal konnte und wollte sich die Verbandsspitze damals nicht einlassen.
Aussprache
Im Hause Stecher kam es nun zur großen Aussprache – und am Ende zur Einigung. Im Beisein von Lisa Eder, Manuel Fettner und von Thomas Diethart, dem Chefcoach der ÖSV-Skispringerinnen, wurde eine sinnvolle und finanzierbare Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten leben können.
Auch von den übrigen Springerinnen rund um Eva Pinkelnig (38) wurde das Okay eingeholt. „Es war wichtig, das zu regeln“, sagt Mario Stecher.
Lisa Eder kehrt bereits am Donnerstag in Stams auf die Schanze zurück.
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