Sport-News

Am Mittwoch (25. März) ist es soweit, Österreichs Tennissport ist um eine Magazin reicher. Das KURIER Tennis Magazin geht in seiner 11. Ausgabe neue Wege und wird erstmals allen KURIER Ausgaben beigelegt. 

Auf knapp 100 Seiten finden Sie alles um den Sport mit der gelben Filzkugel. Ein ausführliches Portrait von Österreichs Zukunftshoffnung Lilli Tagger und eine Anayse der Erfolge des KURIER Austria Davis Cup Team bilden den Hauptact eines sehr breitgefächerten Repertoires. Dazu werfen wir einen Blick auf Österreichs aufsteigende Frauenszene.

Ob man in Linz noch Manuela Maleeva kennt? Die Bulgarin war 1991 die erste Siegerin von Österreichs größtem Frauen-Turnier.

Seit damals hat sich viel getan in Oberösterreich. Das Turnier wechselte den Standort, den Termin. Im Vorjahr wurde, wie schon beim ersten Event vor mittlerweile 35 Jahren, Anfang des Jahres gespielt. Heuer verändert sich das Erscheinungsbild des Vorzeigeturniers von Peter-Michael Reichel und Turnierchefin Sandra Reichel, das seit 2024 WTA-500-Status innehat, noch einmal grundlegend.

Und noch etwas hat sich geändert: Es ist bei der 35. Auflage (2022 gab es aufgrund von Verschiebungen kein Turnier) die erstmalige Austragung des Turniers auf Sand. „Für uns ist das eine großartige Nachricht“, meinte Sandra Reichel, auch erfreut über den Termin in der Woche vor dem Stuttgarter 500er-Turnier. „Dies wird sich definitiv auf die Qualität des Spielerinnenfeldes auswirken.“

Noch im Vorjahr fand das Event unmittelbar nach den Australian Open statt, heuer ist es der Startschuss für die europäische Sandplatz-Saison. Positiv sieht die 54-jährige Welserin zudem, dass durch den Ostermontag ein wohl an Zuschauern starker Feiertag dazukommt: „Dazu werden wir für die Fans sicher auch noch die eine oder andere Oster-Überraschung bereithalten.“ Ihr Vater und Turniergründer Peter Michael Reichel ist ebenfalls happy mit den Neuerungen: „Es ist eine große Chance, den Tennisstandort Linz weiter zu stärken. Die Fans können sich auf absolutes Weltklasse-Sandplatztennis im Design Center, das erneut die Bühne für Österreichs größtes Frauensport-Event bietet, freuen.“

Weltstars in Linz

Wer kommt? Mit den Tschechinnen Barbora Krejcikova und Marketa Vondrousova, der Britin Emma Raducanu und der Lettin Jelena Ostapenko zumindest vier Grand-Slam-Siegerinnen. Die Russin Jekaterina Alexandrowa will ihren Titel verteidigen. Und natürlich werden auch die aufstrebenden „Heimspielerinnen“ wie Julia Grabher, Sinja Kraus und Lilli Tagger und auch Anastasia Potapowa zu bewundern sein. Sandra Reichel verspricht: „Dienstag, der 7. April wird ein Österreicherinnen-Tag“. Wohl auch mit Tagger.

„Die gute Arbeit spiegelt sich jetzt auch in den Ergebnissen wieder“.

Coach Markus Hipfl spricht in den höchsten Tönen von seinem Schützling Joel Schwärzler. Und das durchaus mit Recht. In Kigali, Ruanda holte sich der 20-Jährige im März seinen zweiten Titel auf der Challenger-Tour. Nicht nur der Sieg ist bemerkenswert, der Weg dorthin noch viel mehr. Neun von zehn gewonnenen Sets entschied der Vorarlberger im Tie-Break für sich. Zahlreiche Matchballe wehrte er ab, allein in einem Match zehn. Nervenstärke zeigte er dann auch im Finale gegen den Qualifikanten Stefano Napolitano (ITA). Beim Stand von 7:6 und 2:3 spielte das Wetter nicht mehr mit. Am nächsten Tag ging es abermals ins Tiebreak – einen Matchball wehrte Schwärzler ab und krönte sich dann mit 7:6, 7:6 (6) zum Kigali-Champion.

„Er hat super gekämpft, hat das Selbstvertrauen von Lugano mitgenommen und sich in den wichtigen Momenten auch von außen gut coachen lassen“, beschreibt Coach Markus Hipfl die Entwicklung. Schon beim angesprochenen Challenger im Schweizer Lugano kämpfte sich Schwärzler ins Finale und bewies, dass seine Formkurve steil nach oben geht.

Umschwung. Das war vor einem Jahr noch anders. Nach seiner Station in Barcelona bei Coach Juan Ozón-Llácer passten die Ergebnisse einfach nicht. Im Ranking fiel Schwärzler zurück. Im Mai 2025 zog der inzwischen 20-Jährige Vorarlberger wieder nach Österreich – nach Kitzbühel und trainierte dort mit Markus Hipfl, der seit Jahren den Schweizer Jerome Kym unter seinen Fittichen hat.

Am 8. Februar ist Alexander Antonitsch 60 geworden. Der gebürtige Kärntner ist aber ähnlich jung geblieben wie das Turnier, dem er seit genau 15 Jahren vorsteht. Seit 1945 wird in Kitzbühel Turnier-Tennis gespielt. Große Namen prägten das Turnier, das seit 2015 wieder Generali Open heißt. Mit Thomas Muster (1993) und Dominic Thiem (2019) trugen sich auch zwei Österreicher in die Siegerliste ein, in der auch Namen wie Pete Sampras oder Guillermo Vilas (Rekordsieger mit vier Titeln) stehen. Im Doppel triumphierten der Tiroler Alexander Erler und Lucas Miedler drei Mal.

Jannik Sinner und Alexander Zverev sind beim Tennis-ATP-1000-Turnier in Miami mit Arbeitssiegen ins Viertelfinale eingezogen. Die italienische Nummer zwei rang am Dienstag (Ortszeit) bei dem mit 9,4 Millionen Dollar dotierten Hartplatzevent US-Lokalmatador Alex Michelsen 7:5,7:6(4) nieder. Der Deutsche Zverev musste gegen den Franzosen Quentin Halys zweimal in den Tiebreak und gewann schließlich 7:6(4),7:6(1). Für Aufsehen sorgte indes Qualifikant Martin Landaluce. Der Spanier steht als erster Spieler mit Jahrgang 2006 oder jünger bei einem 1000er-Event in der Runde der letzten acht. Seinen sechsten Sieg im Turnierverlauf feierte er gegen den US-amerikanischen Carlos-Alcaraz-Bezwinger Sebastian Korda (Nr. 32) mit einem 2:6,7:6(6),6:4. 

Um den Einzug ins Halbfinale geht es für Landaluce gegen den Tschechen Jiri Lehecka (21), Dreisatzsieger gegen US-Ass Taylor Fritz (6). Im Tiebreak wehrte Landaluce mit einem Backhand-Winner einen Matchball ab. „Alle Spanier haben mit Kampfgeist gespielt - Ferrero, Ferrer, Nadal, Carlitos (Alcaraz, Anm.). Ich habe sie mir meine ganze Karriere lang angeschaut.“ Seinen Erfolg widmete der 20-Jährige seiner vor einigen Monaten im Alter von 100 Jahren verstorbenen Großmutter. Landaluce ist mit Position 151 der Miami-Viertelfinalist mit dem höchsten Ranking seit 1994. Nächster Gegner von Sinner ist Frances Tiafoe (USA-19), Zverev (3) bekommt es mit Francisco Cerundolo (ARG-18) zu tun.

Gauff und Muchova im Halbfinale Im Frauen-Bewerb schafften die an Nummer vier gesetzte US-Amerikanerin Coco Gauff und die Tschechin Karolina Muchova (13) den Aufstieg ins Halbfinale. Gauff besiegte die Schweizerin Belinda Bencic 6:3,1:6,6:3 und benötigte damit auch in ihrem vierten Match in Miami drei Sätze. Auch Muchova hatte zu kämpfen, um sich gegen die 19-jährige Kanadierin Victoria Mboko mit 7:5,7:6(5) durchzusetzen. Im Halbfinale am Donnerstag treffen Gauff und Muchova aufeinander, die 22-jährige US-Amerikanerin hat alle bisherigen fünf Duelle gewonnen. 

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.