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Vor dem ersten Spiel der Vienna Capitals in den Pre-Play-offs der ICE Hockey League gegen Fehervar (Mittwoch, 19.15) schlugen die Wiener noch einmal auf dem Transfermarkt zu. Von den ausgeschiedenen Pioneers Vorarlberg kommen Kapitän Kevin Macierzynski und Ramon Schnetzer.

Die Verträge der beiden endeten mit der Saison bei den Pioneers. Zumindest von Schnetzer ist laut KURIER-Informationen bekannt, dass er länger in Wien bleiben wird, wo er auch eine Wohnung besitzt und zum Teil aufgewachsen ist.

Das wichtige Tor für Österreich

Der Teamstürmer hatte im Mai Anteil an Österreichs historischem Viertelfinaleinzug bei der WM. Beim 5:2-Erfolg gegen Frankreich erzielte er das vorentscheidende 3:0 (16.).

„Ich wollte schon seit Längerem hier spielen, jetzt hat es endlich geklappt“, sagt Schnetzer. Macierzynski betonte: „Die Spiele gegen die Caps waren in dieser Saison immer heiß, in der STEFFL-Arena war die Stimmung stets super. Ich freue mich riesig auf die Spiele gegen Fehervar.“

Gespielt wird im Best-of-three-Modus am Mittwoch und Freitag. Wenn es dann 1:1 steht, fällt die Entscheidung am Sonntag in Wien.

Julian Nagelsmann schaut als Bundestrainer nicht nur auf die Tore seiner WM-Kandidaten, sondern auch auf die Sekunden danach. „Wenn ich sehe, ein Spieler schießt ein Tor und jubelt nicht richtig, dann ist das für mich ein Marker, dass da irgendwas nicht stimmt“, sagte Nagelsmann im „Kicker“-Interview.

„Wenn ich so etwas bei einem Spieler von uns feststelle, notiere ich es.“ Nagelsmann: „...dann kannst du Fußball eigentlich seinlassen“. Die Erklärung des 38-Jährigen: „Wenn du dich über ein Tor nicht mal mehr richtig freust, dann kannst du Fußball eigentlich seinlassen, weil das das Salz in der Suppe ist.“

"Vermisse Emotionalität"

Er vermisse in einem normalen Bundesliga-Spiel „so ein bisschen die Emotionalität bei den sogenannten einfachen Siegen oder einfachen Toren“. Er werde selbst von Journalisten oft gefragt, warum er ein Tor so krass gefeiert habe. „Tja, weil es bei dem Spiel halt um Tore geht. Wenn ich das nicht mehr feiere, dann muss ich einen anderen Job machen.“

Ein positives Beispiel seien für ihn in der Hinsicht die Olympischen Winterspiele gewesen. Die Emotionalität dort finde er herausragend, sagte Nagelsmann. „Das ist im olympischen Sport schon anders: das Bewusstsein für eine herausragend gute Leistung, auch wenn es nicht die Goldmedaille ist.“ Entschuldigend führte der Bundestrainer aber auch den vollen Terminplan im Fußball an - und die allgemeine Erwartungshaltung. „Im Fußball ist man so getriggert, dass man sich nur freut oder emotional ist, wenn man Erster wird. Alles andere dahinter ist eher schlecht.“ 

Wenn Nadine Polt, Hannah Zemansky, Angelika Hauer und Stefanie Altmann über Fußball reden, dann glaubt man nicht, dass sie bisher noch kein Spiel gewonnen haben. 60 Tore hat der USC Litschau in den neun Partien im Herbst kassiert, kein einziges geschossen. Immerhin steht aber ein Punkt auf der Habenseite. Die Motivation ist dennoch ungebrochen, die Vorfreude aufs Frühjahr groß. In der nördlichsten Stadt Österreichs, dort, wo der Ball schon einmal in Tschechien landen kann, wenn man nicht genau zielt, sind Siege und Tore nicht alles, was zählt. Aber schön wären sie schon.

Es war im Herbst 2024, als sich Initiatorin Lina Blach und ein paar junge Frauen dachten, sie würden selbst auch gerne Fußball spielen. „Die Vorgabe des Obmanns waren neun, zehn Spielerinnen, dann könnten wir das ganze im Verein machen“, erinnert sich Hannah Zemansky. Und dann ist alles schnell gegangen. Aus einem Facebook-Aufruf wurde eine WhatsApp-Gruppe, wo dann auch das erste Training am 21. Dezember angekündigt wurde. Und es kamen tatsächlich mehr als 20 junge Frauen. „Der Verein ist von Anfang an voll hinter uns gestanden“, erinnert sich Nadine Polt. Bis zum ersten Spiel sollte es aber noch dauern, zunächst war Training angesagt.

Voller Einsatz

Und da kommt Trainer Markus Steiner ins Spiel, der gemeinsam mit seinem Co Markus Blach die Fäden zieht. Zu Beginn hat es auch noch Unterstützung von der Waldviertler Trainerlegende Werner Grubeck gegeben. „Wir schaukeln das mit den Mädels“, sagt Steiner stolz. Der 44-Jährige hat früher selbst gekickt, den Trainerjob bei einem Frauen-Team hat er nicht kommen sehen. „Das war Zufall. Ich bin da reingerutscht“, erklärt er. „Und jetzt kommt er nicht mehr los“, ergänzt Nadine Polt lachend. Der Spaß und die Gemeinschaft dürfen nicht zu kurz kommen bei den Frauen des USC Litschau, das merkt man sofort.

Jetzt wird es eng für Rapid im Kampf um die Top-6. Am Sonntag spielten alle für Rapid, nur Rapid nicht. Nach dem 1:1 in Vorarlberg haben die Wiener als Sechster vor dem letzten Spiel gegen Salzburg nur einen Punkt Vorsprung auf Altach und zwei auf Ried und WSG. Rapid schafft es nur mit einem Sieg gegen den Tabellenführer fix in die Meistergruppe, bei allen anderen Ergebnissen müssen die Wiener auf Schützenhilfe hoffen.

Am Sonntag gab es erstmals Aufregung in Altach, als der VAR Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca zum Video-Studium bat. Altach-Goalie Stojanovic hatte Wurmbrand per Wrestling-Griff zu Boden gerissen. Für einen Strafstoß war es dem Referee zu wenig (18.).

"Das war für mich der klarste Elfmeter in dieser Saison", ärgerte sich Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup. "Es kommen zu oft solche Vorfälle vor." Im Gespräch erläuterte ihm Ciochirca, dass Wurmbrand davor den Tormann gefoult hatte. 

Es war in der ersten Hälfte die größte Chance von Rapid auf einen Torerfolg.   Rapid hatte mehr Ballbesitz, vermochte es aber nicht, daraus auch mehr Chancen herauszuspielen.  Weimann verfehlte bei einer scharfen Hereingabe von Bolla knapp (36.), Seidls Schuss fiel zu harmlos aus (37.). Rapid-Goalie Hedl musste sich bei den Abschlüssen von Hrstic (24.) und Greil (25.) schon mehr bemühen.

Rapid-Sportchef Markus Katzer gab in der Pause zu, dass der 2:0-Zwischenstand von GAK gegen Ried nicht an die Mannschaft weitergeleitet wird. Vielleicht hätte es die Rapidler motiviert, dass sie nur knapp vom fixen Einzug in die Top-sechs  entfernt gewesen waren.  

Ein 2:2 genügte der Austria wie dem LASK für das vorzeitige Erreichen der Meistergruppe. Der Fußballabend begann mit einer Trauerminute. Gedacht wurde einer violetten Legende, Georg „Schurli“ Schreitl, der 96 Jahre alt werden durfte. Der Austria-Masseur hatte Generationen an violetten Wadln geknetet, war von den Fans stets frenetisch gefeiert worden, wenn er zu seinen „Einsätzen“ zu einem verletzten Spieler ausgerückt war. Am Sonntagabend wurde er ein letztes Mal mit Applaus bedacht.

Zunächst gab es in einer ausgeglichenen Partie nur wenige Aktionen, die eines Applauses würdig gewesen wären. Die erste gute Möglichkeit verbuchten die Linzer, als Usor an Sahin-Radlinger scheiterte (17.).

Nebengeräusche

Die violetten Fans wünschten sich zwischendurch gesanglich den Abgang von Investor Jürgen Werner. Ebenso eine gesteuerte Aktion wie so mancher Angriff gegen AG-Vorstand Harald Zagiczek oder ein Transparent gegen „Vermittler“ Josko Rokov („Schweig und nimm dich in Acht“) und ein weiteres gegen Sebastian Prödl. So viel, wie bei der Austria im Hintergrund über die Bande gespielt wird, wäre bei den Violetten eine Billard-Sektion mittlerweile absolut zulässig und gerechtfertigt. Wenig später erzürnte das 1:0 für den LASK die Austria-Gemüter, Usor staubte einen Stanglpass ab (24.). Davor war eine Attacke von Bogarde an Plavotic nicht als Foul gewertet worden.

Das Spiel der Austria wollte nicht recht in Gang kommen, einige kleine Fehler und die LASK-Defensive machten das Bemühen oft zunichte, weshalb man viel zu selten Gefahr aufbauen konnte. Nur Maybach mit einem Kopfball näherte sich einem Torerfolg an. Der LASK wiederum sorgte mit dem schnellen Umschaltspiel in die Tiefe für Unruhe. Unmittelbar nach der Pause nützte die Austria aber eine Standardsituation zum Ausgleich. Nach einem Freistoß von Eggestein kam der Ball zu Dragovic, der abzog und zum 1:1 traf (47.).

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