Bayerns Laimer in Wien: „Es macht grad viel Spaß, Fußball zu spielen“
Laimer gegen Real
Der Fußball ist schon ein schnelllebiges Geschäft. Am Mittwochabend noch in München Real Madrid aus der Champions League gekickt, am Donnerstagnachmittag in der Alszeile in Wien-Hernals.
Konrad Laimer eilt von einer legendären Arena zur nächsten. Auf dem Platz des Wiener-Sportclub wurde der Bayern-Legionär als einer von vier Markenbotschaftern von „Milka“ präsentiert.
Das „Team Milka“ bilden zudem Viktoria Schnaderbeck, Jakob Pokorny, WM-Vize bei der U17, und Andreas Herzog, der den kulinarischen zarten Versuchungen selten widerstehen kann. „Man sieht ja, dass ich gerne nasche.“ Nasche viel statt Naschenweng.
Während Herzog die zarten Herzen, Schoko und Keks, „also eh eigentlich alles“ bevorzugt, gibt sich Laimer traditionell: „Alpenmilch, das sind Kindheitserinnerungen, die immer wieder auftauchen.“
Eine süße Versuchung ist freilich für einen Nationalteamspieler die bevorstehende WM.
Doch Laimer bleibt aktuell gar nicht die Zeit, mit den Gedanken zu weit nach vorne zu schweifen. Mit den Bayern könnte er bis dahin noch den Meistertitel und den Cupsieg feiern, darüber hinaus die Champions League gewinnen.
Im Halbfinale wartet PSG. „Wir haben schon einige Male jetzt gegen sie gespielt. Sie kennen uns, wir kennen sie.“
Kindheitstraum
Der restliche April und der Mai versprechen jedenfalls einiges. „Wenn man als junger Fußballer von etwas träumt, dann von solchen Wochen, die jetzt auf uns zukommen.“
Mit 28 Jahren ist der Salzburger nicht nur im bekannten besten Fußballalter, sondern vielleicht auch so gut wie nie zuvor. Eine treibende Kraft bei den Bayern, einer, der für Aufopferung auf dem Platz steht und mittlerweile dafür bewundert wird.
„Es macht grad sehr viel Spaß, Fußball zu spielen. Ich habe derzeit die Möglichkeit, viele Titel zu gewinnen, dafür spielen wir. Und ja, es fühlt sich schon richtig gut an, egal, ob wir den Ball haben oder gegen den Ball arbeiten. Was da alles investiert wird, das ist schon ein Wahnsinn. Jetzt gilt es, das Ganze zu veredeln.“
Die WM ist im Hinterkopf. „Du lebst in der Gegenwart. Ich lebe von Spiel zu Spiel zu Spiel zu Spiel. Natürlich ist die Vorfreude vorhanden, aber die beste Vorbereitung ist, wenn du regelmäßig spielst. Wichtig ist nur, dass wir alle miteinander fit bleiben.“
Vorfreude
Auf Argentinien als Gegner freut er sich. „Du willst gegen die besten Teams und Spieler spielen, das spornt uns an, um zu zeigen, wie gut man ist. Alle drei Spiele sind schwer und besonders.“ Auch Jordanien und Algerien, vielleicht hierzulande nicht so bekannt, aber umso gefährlicher. „Es gibt keine schlechten Teams mehr, die zwei werden ein schweres Stück Arbeit.“
Kommt die WM für ihn persönlich gerade richtig? „Eine WM kommt nie zu einem schlechten Zeitpunkt. Ich fühle mich fit und gut. Ja, es ist ein sehr guter Zeitpunkt, eine WM zu spielen.“
Noch braucht er Geduld.
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