Nach 1:5 der ÖFB-Frauen: "Das Ergebnis hat nicht viel Aussagekraft"
Eileen Campbell und Chiara D'Angelo gegen Deutschland
Die ÖFB-Frauen sind zur Halbzeit der Gruppenphase der WM-Qualifikation weiter ohne Punkte. Das österreichische Team verlor am Dienstag in Nürnberg vor mehr als 24.000 Zuschauern gegen den makellosen Gruppenersten Deutschland mit 1:5. Es war die dritte Niederlage im dritten Spiel für Österreich, der dritte Sieg im dritten Spiel für die Deutschen.
Am Samstag (18.00 Uhr/live ORF 1) hat das Team von Alexander Schriebl in Ried die Chance auf Wiedergutmachung. Der Traum, zur WM 2027 in Brasilien zu fahren, bleibt dank Play-off aufrecht.
Spielerinnen und Teamchef blicken in den ersten Reaktionen auf das Match in Nürnberg:
Torfrau Mariella El-Sherif: "Das Ergebnis tut sehr weh. Wir haben in der ersten Halbzeit wenig zugelassen, haben defensiv überragende Arbeit gemacht. Aber man sieht, welch internationales Top-Niveau Deutschland hat und wie jeder Fehler bestraft wird. Das 5:1 tut sehr weh. Aber wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen. Im Spiel am Samstag wollen wir ein gutes Ergebnis erzielen. Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen. Jedes Spiel beginnt bei 0:0."
Teamchef Alexander Schriebl: "Es ist sehr ärgerlich, dass am Ende mit einem 1:5 das Ergebnis so klar aussieht. Wir hätten Chancen besser zu Ende spielen müssen, hätte vielleicht manchmal das Momentum gebraucht, dann hätten wir vielleicht sogar in Führung gehen können. Die Deutschen haben sich in der ersten Hälfte schwer getan. Aber dann machten sie eben, was ein Spitzenteam macht. Ihre Standardsituationen machten den Unterschied. Trotzdem haben wir bis zum Schluss alles probiert und durch Chiara D'Angelo auch geschafft, noch ein Tor zu erzielen. Diese Momente brauchen wir im nächsten Spiel vielleicht öfter. Wir müssen uns jetzt anschauen, was wir gut gemacht haben und nicht zu sehr auf das Ergebnis schauen. Das hat nicht so viel Aussagekraft. Wir müssen den Kopf klar bekommen für das Spiel in Ried. Die Unterstützung der Zuschauer wird uns hoffentlich noch den Push geben, um die Momente zu nutzen."
Torschützin Chiara D'Angelo: "Bei unserem Tor hat man gesehen, dass wenn wir die Dinge so machen, wie wir sie trainieren, dann können sie funktionieren. Ich dachte mir: 'Ok nicht hektisch werden, ruhig bleiben, einen konzentrierten Abschluss ins lange Eck.' Trotz des Debüttreffers überwiegt die Enttäuschung und der Ärger. Man hat gemerkt, dass über Umschaltsituationen immer wieder was möglich gewesen wäre, aber wir haben daraus nicht viel gemacht. Wir sind viel Hinterhergelaufen. Die Deutschen haben aus ihren Chancen viel mehr gemacht, da können wir uns was abschauen."
Kapitänin Sarah Puntigam: "Ich finde, wir haben es phasenweise nicht schlecht gemacht. Gegen Ende der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel. Wir müssen unsere Chancen besser ausspielen. Wir haben die eine oder andere gute Situation gehabt, wo man mehr daraus hätte machen können. Wenn wir Bälle erobert haben, haben wir sie zu schnell wieder verloren. Das tut dann weh. Das wird fürs nächste Spiel wichtig sein, unseren Ballbesitz besser auszuspielen. Letztendlich ist Deutschland ein Weltklasse-Team, das seine Chancen eben nutzt."
Eileen Campbell: "Unser Fokus war die Defensivarbeit und das ist uns vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen die Struktur verloren. Das erklärt dann auch die Gegentore, die wir dann noch gekriegt haben. Wir haben einfach den Plan nicht mehr so konsequent umgesetzt und die eine oder andere Chance liegengelassen. Wenn man auf Topniveau spielt, weiß man aber, dass man nicht viele Chancen bekommen wird. Wenn man die wenigen nicht macht, wird es umso schwerer. Jedes Spiel beginnt bei 0:0, da können wir uns schon immer noch Hoffnungen machen für das Rückspiel. Da müssen wir über die 90 Minuten wieder konsequent verteidigen."
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