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ÖFB-Frauen-Cup: Wer schafft die Titel-Premiere im 50. Endspiel?

Austria und Salzburg stehen vor einer historischen Chance. Beide Teams haben es heute im Cupfinale in der Hand, erstmals einen Titel im Frauenfußball zu gewinnen.
Austria Wien gegen Red Bull Salzburg Spielerinnen am Feld

Im ÖFB-Frauen-Cup wird eine neue Ära eingeläutet. Nach Serientiteln von SKN St. Pölten, USC Landhaus, Neulengbach und Union Kleinmünchen wird heute, Donnerstag, ein neuer Verein die Trophäe erhalten.

Die Wiener Austria will es im dritten Anlauf endlich schaffen. Die Favoritnerinnen sind heute (14.30 Uhr/live ORF 1) im neuen Wiener-Sport-Club-Stadion die klaren Favoritinnen gegen die Salzburgerinnen, die sich im ersten Jahr unter dem Namen Red Bull Salzburg ins Finale geschossen haben.

Heimvorteil

Die Wienerinnen werden in Hernals außerdem klar im Vorteil sein, was die Anzahl der Fans betrifft. Dieser Heimvorteil könne wesentlich sein, sagt Coach Stefan Kenesei. „Das kann uns schon noch Kraft geben.“ Der Austria-Coach glaubt, dass seine Mannschaft aus den verlorenen Endspielen gegen St. Pölten gelernt hat. Man müsse zu hundert Prozent da sein: „Dann bin ich zuversichtlich. Wir wollen den Cuptitel unbedingt holen und uns glücklich machen.“ 

Die Austrianerinnen sind ja auch in der Meisterschaft mit vier Punkten Vorsprung auf den Serienmeister SKN vor den letzten zwei Runden auf Titelkurs. Das Double wäre ein Segen für den Verein, der sich sportlich und finanziell durch schwierige Zeiten manövriert.

Elfmeter trainiert

Salzburg-Trainer Dusan Pavlovic weiß um die Herausforderung und sieht die Einstellung als entscheidenden Faktor. „Ich sehe das als unsere Chance, weil wir uns das in der Saison Schritt für Schritt erarbeitet haben.“ Auf dem Weg ins Finale hat Salzburg kein Gegentor erhalten und will das auch im Finale so halten – immerhin schaffte man das im letzten Ligaduell auch.

„Es ist gut zu wissen, dass wir schon auf Augenhöhe waren“, sagt Salzburg-Kapitänin Lucia Orkic. Gelingt das wieder, könnte es am Ende ins Elferschießen gehen. Deshalb wurden Penaltys auch extra trainiert.

Rekordkulisse

Einen Gewinner gibt es in diesem Cupfinale bereits. Das ist der Frauenfußball. Rund 3.000 Karten waren vor Anpfiff bereits abgesetzt, das ist Rekord im Frauen-Cup. Die Cupfinals in den vergangenen Jahren – auch durch Anwesenheit zahlreicher Austria-Fans – haben gezeigt, dass der Bewerb immer mehr Interesse auf sich zieht.

Beide Klubs haben bewusst Schritte für den Frauenfußball gesetzt und für bessere Bedingungen der Kickerinnen gesorgt. Austria-Kapitänin Carina Wenninger erklärte zuletzt im KURIER-Gespräch: „Es wurden Sichtbarkeit und Vorbilder geschaffen, alle Heimspiele werden in unserem Stadion gespielt, eine tolle Infrastruktur geschaffen.“ Ergebnis seien unter anderem steigende Zuschauerzahlen.

Und auch Lucia Orkic weiß, was es bedeutet, wenn die Frauenteams mehr Beachtung im Verein finden: „Wir haben viel mehr Möglichkeiten, alles hat sich weiterentwickelt.“ Das Team – das früher FC Bergheim hieß – habe „mehr Aufmerksamkeit, eine größere mediale Präsenz, seitdem wir als Red Bull Salzburg spielen“.

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