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Auch am Tag nach dem Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien (0:2) reißen die negativen Schlagzeilen rund um die Weltmeisterschaft nicht ab. Einmal mehr im Fokus: FIFA-Chef Gianni Infantino, der US-Präsident Donald Trump und dessen Gefolgsleuten offenbar tatenlos freie Hand gewährt.

Einem Bericht der FAZ zufolge soll es bei Veranstaltungen der Organisation „Freedom 250“ zu systematischem Missbrauch von Fan-Daten gekommen sein. Die Initiative wurde von Trump anlässlich des 250. Gründungsjubiläums der Vereinigten Staaten ins Leben gerufen. Für die Registrierung und Verwaltung der Fan-Daten bei den Events der Organisation zeichnet die Firma Campaign Nucleus verantwortlich.

Infantino beim IOC auf dem Zettel

Das Problem dabei: Gründer des Unternehmens ist Brad Parscale, Trumps ehemaliger Digitalstratege. Während sich Campaign Nucleus als „Plattform zur Verwaltung von gemeinnützigen Organisationen, Verbänden und politischen Kampagnen“ beschreibt, legt der FAZ-Bericht nahe, dass die Firma mit unter die gesammelten Fan-Daten gezielt für Wahlkampfzwecke - im November stehen die Mid-Terms an, die Trump um jeden Preis gewinnen möchte - missbraucht.

Dass FIFA-Präsident Infantino eine enge politische Freundschaft mit Trump pflegt, ist kein Geheimnis. Da er sich zu den schwerwiegenden Vorwürfen des Datenmissbrauchs bislang beharrlich ausschweigt, muss sich der Schweizer nun wohl bald vor dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) rechtfertigen.

Frankreich hatte sich für dieses WM-Halbfinale viel vorgenommen und wenig davon umgesetzt. Nach dem 0:2 gegen Spanien war der Titeltraum der Équipe Tricolore geplatzt, und ihr Kapitän verzichtete auf die üblichen Floskeln. 

Kylian Mbappé stellte sich den Mikrofonen und analysierte das Aus bemerkenswert schonungslos.

„Ich denke, wir haben nicht das Spiel gemacht, das wir machen wollten, weder taktisch noch technisch noch in Bezug auf das Gesamtlevel“, sagte der Superstar dem Sender M6. Sein Fazit: „Wenn du in einem WM-Halbfinale nicht das machst, was du machen sollst, gewinnst du nicht.“

Offensive ohne Durchschlagskraft

Die Zahlen geben Mbappé recht. Frankreichs hochdekorierte Angriffsreihe, neben dem Kapitän auch Michael Olise und Ousmane Dembélé, brachte kaum Gefährliches zustande. Der Expected-Goals-Wert der Franzosen lag zwischenzeitlich bei 0,04 – ein Wert, der einem Offensiv-Totalausfall gleichkommt. Spanien diktierte Tempo und Ballbesitz, Frankreich lief über weite Strecken nur hinterher.

Das Generali Open in Kitzbühel, das am Samstag mit der Qualifikation startet, ist topbesetzt wie schon lange nicht. Neben dem kasachischen Titelverteidiger Alexander Bublik wird auch ein Grand-Slam-Finalist servieren. 

Flavio Cobolli wird in Kitzbühel als Nummer eins gesetzt sein. Bei den French Open scheiterte der 24-Jährige, derzeit die Nummer 9 der Welt, erst in einem mitreißenden Finale am Deutschen Alexander Zverev. Am Sonntag spielt der 24-Jährige noch in der 2. deutschen Bundesliga für Blau-Weiß Krefeld. 

Aber auch der monegassische Aufsteiger Valentin Vacherot schlägt in Kitz auf wie auch sein französischer Cousin Arthur Rinderknech. Die beiden standen im Vorjahr beim Masters-Turnier in Schanghai im Sensationsfinale und spielen wie Bublik noch in Gstaad. Nicht dabei ist Matteo Berrettini, der aufgrund von Hüftproblemen im Sommer kein Sandplatz-Turnier mehr spielen wird. 

Der Ball, mit dem Diego Armando Maradona 1986 Geschichte schrieb, wird versteigert. 

„Dieser Ball war Zeuge der berühmtesten Kontroverse und des gefeiertsten Geniestreichs in der Geschichte des Fußballs“, schreibt das US-Auktionshaus Heritage Auctions aus Dallas. Es rechnet mit Geboten von mehr als 10 Mio. US-Dollar (8,77 Mio. Euro). 

Das damalige WM-Viertelfinale hatte in Mexiko-Stadt 2:1 für Argentinien geendet. Eine Neuauflage gibt es im (heutigen) WM-Halbfinale in Atlanta. 

Der Bieter-Prozess soll am 31. Juli beginnen, die Auktion vom 21. bis 23. August stattfinden. Das Startgebot liegt bei 2,5 Mio. Dollar (2,19 Mio. Euro). 2022 war der Ball für umgerechnet 2,3 Mio. Euro bei einer Auktion in London versteigert worden. Der Ball aus dem damals auch politisch aufgeladenen Duell wegen des Falklandkrieges zwischen Argentinien und England vier Jahre zuvor war mehrere Jahrzehnte im Besitz des tunesischen Schiedsrichters Ali Bennaceur. Er hatte die Partie im Aztekenstadion geleitet.

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