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Nein, es war kein Skandal. Aber Altstar Novak Djokovic entschuldigte sich sogar dafür. Was war passiert? 

Während seines ungefährdeten 6:3-6:4-6:2-Erfolg über den mittlerweile permanent formschwachen Griechen Stefanos Tsitsipas hatte der 39-Jährige ein Ballmädchen gebeten,  ein Stück von seinem Tapestreifen am rechten Arm abzuschneiden. Als sie schnitt, zuckte Djokovic kurz zusammen und tat so, als hätte sie ihm Schmerzen verursacht. Schnell lachten aber beide. „Es tut mir leid, wenn ich sie erschreckt habe“, sagte Djokovic danach.

Nach Kanada und Mexiko steht mit den USA auch der dritte Gastgeber der WM im Achtelfinale. In der Nacht auf Donnerstag setzte sich die US-Auswahl in Santa Clara gegen Bosnien-Herzegowina dank Toren von Folarin Balogun (45.) und Malik Tillman (82.) mit 2:0 (1:0) durch und bekommt es am kommenden Dienstag in Seattle mit Belgien zu tun. Selbst eine rund halbstündige Unterzahl nach Rot für Balogun (66.) konnte die US-Elf gegen harmlose Bosnier nicht vom Kurs abbringen. 

Vor 68.827 Zuschauern setzte US-Coach Mauricio Pochettino nach dem für die Tabelle bedeutungslosen Rotations-Auftritt gegen die Türkei (2:3) wieder auf seine Stammspieler. Im 3-5-2-System gaben die Hausherren den Ton an, gewährten der Balkan-Elf um die Ex-Salzburger Kerim Alajbegovic und Amar Dedic mit intensivem Pressing kaum ruhige Momente. Zwingende Situationen schuf die Stars-and-Stripes-Auswahl aber erst mit Fortdauer der Partie.

Ein Köpfler von Antonee Robinson ging noch über das Tor (18.), nach rund einer halben Stunde zappelte der Ball dann aber erstmals im Netz. Baloguns Freudentänzchen wurde vom Abseitspfiff allerdings jäh unterbrochen. Eine Viertelstunde bzw. eine brandgefährliche Pulisic-Hereingabe ohne Abnehmer (39.) später durfte der Monaco-Stürmer seine Choreografie zu Ende bringen. Infolge schnellen Ballgewinns und einer unfreiwilligen Vorlage von Stjepan Radeljic hatte sich Balogun nicht bitten lassen.

Wer einen Torjäger wie Harry Kane in seinen Reihen hat, darf sich glücklich schätzen. Der Goalgetter vom Dienst ist einfach immer zur Stelle, wenn man ihn braucht – und die Engländer hatten ihn im Sechzehntelfinale gegen DR Kongo bitter nötig.

0:1 lag der Favorit eine gute Viertelstunde vor dem Schlusspfiff noch zurück, und es schien fast so, als würde nach Deutschland und den Niederlanden das nächste Topteam aus Europa vorzeitig die Heimreise antreten müssen..

Kompletter Stürmer

Doch dann hatte Harry Kane wieder einmal seinen großen Auftritt und drehte für die Engländer im Alleingang diese Zitterpartie. Und bei diesem Doppelpack stellte der Kapitän wieder einmal unter Beweis, dass er zu den komplettesten Stürmern der Welt zählt: 

Beim 1:1 war er mit dem Kopf zur Stelle (75.), der Siegestreffer war dann ein harter Schuss von der Strafraumgrenze (86.) – die Erleichterung war den Spielern anzumerken.

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