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Die Rückkehr von José Mourinho auf die Trainerbank von Real Madrid ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge so gut wie beschlossen. Laut The Athletic will sich Real-Präsident Florentino Perez in der kommenden Woche mit dem 63 Jahre alten Portugiesen treffen und dann abschließende Gespräche führen. Pérez gilt als großer Anhänger von Mourinho, dessen Vertrag bei Benfica Lissabon noch ein Jahr läuft.

Der Trainer hat aber eine Ausstiegsklausel und wollte sich zu seinem möglichen Abschied von Portugals Rekordchampion zuletzt nicht konkret öffentlich äußern. Er habe weiterhin "keinen Kontakt" zu Real, behauptete Mourinho: "Weder zum Präsidenten noch zu irgendeiner wichtigen Person aus der Vereinsstruktur." Mit Benfica hatte Mourinho in dieser Saison die Meisterschaft verpasst. Auch bei seiner vorherigen Station in Istanbul bei Fenerbahce hatte der streitbare Trainer keinen Erfolg.

Nachfolger für glücklosen Arbeloa gesucht

Auch Pérez hatte sich nicht dezidiert geäußert. Allerdings verdichteten sich zuletzt die Gerüchte immer mehr, dass Mourinho nach einer ersten Amtszeit von 2010 bis 2013 wieder bei Real anheuern könnte. Die Madrilenen haben eine turbulente Spielzeit ohne Titel hinter sich. Xabi Alonso musste früh in der Saison als Trainer gehen, sein glückloser Nachfolger Álvaro Arbeloa konnte nicht für eine Wende sorgen. Die Mannschaft um den französischen Torjäger Kylian Mbappe sorgte immer wieder für Schlagzeilen durch Turbulenzen auch abseits der Spiele.

Weil ihr Trainer nicht mit Reportern sprechen wollte und die Kabine für Medienvertreter geschlossen blieb, sind die Vegas Golden Knights aus der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL hart bestraft worden. Wie die Liga mitteilte, wurde Coach John Tortorella mit einer Buße über 100.000 Dollar belegt, weil er sich nach dem 5:1-Sieg bei den Anaheim Ducks und dem Einzug ins NHL-Halbfinale am Donnerstag nicht äußern wollte.

Zudem muss das Team bei der alljährlichen Vergabe der größten Talente beim nächsten Mal in der zweiten Runde zuschauen und verliert damit das Zugriffsrecht auf einen neuen guten Spieler. Gegen beide Sanktionen sei noch ein Einspruch möglich, hieß es weiter.

Die NHL begründete die Strafen mit eklatanten Verstößen gegen die Medienrichtlinien. Normalerweise sind in Nordamerika die Kabinen für Interviews zugänglich. Die Liga erklärte, das Team aus Las Vegas sei bereits zuvor verwarnt und aufgefordert worden, die Richtlinien einzuhalten.

Gastgeber Schweiz hat einen optimalen Start in die Eishockey-WM hingelegt. Die Eidgenossen setzten sich am Freitag in Zürich gegen Olympiasieger und Titelverteidiger USA mit 3:1 (2:0,0:0,1:1) durch. Einen Auftakterfolg gab es auch für Titelfavorit Kanada, der den Schlager gegen Schweden 5:3 (2:0,1:3,2:0) gewann. Zudem feierten Finnland mit dem 3:1 (1:0,0:0,2:1) gegen Deutschland und Tschechien mit dem 4:1 (2:0,0:0,2:1) gegen Dänemark Siege.

Die Schweizer präsentierten sich vor 10.000 Fans gegen die USA äußerst effizient und gerieten nur in einer Phase des Schlussdrittels leicht in Bedrängnis. Die Amerikaner traten mit einem jungen Team mit nur zwei Spielern aus der Weltmeistermannschaft des Vorjahres und ohne einen Akteur aus der Olympia-Gold-Auswahl an. Olympiasieger Matthew Tkachuk reist wegen der Geburt seiner Tochter erst am Dienstag an.
 

Österreich hat neun Millionen Teamchefs. Am Montag werden sie wieder allesamt diskutieren. An den Stammtischen, oder – was heutzutage noch viel häufiger passiert – in diversen Whatsapp-Gruppen. Am Montag wird um 15 Uhr bekannt, welche 26 Fußballer für Österreich zur WM nach Nordamerika fahren dürfen.

Entschieden wird das von jenem Mann, der wirklich Teamchef ist: Ralf Rangnick. Der 67-Jährige ist dabei nicht zu beneiden. Denn bei diesen Entscheidungen platzen Kindheitsträume. Zum Glück für den Deutschen sind es allerdings nur noch rund eine Handvoll Spieler, die am Montag enttäuscht sein werden. Denn von den 26 Kaderplätzen sind praktisch 22 fix vergeben. Welche Personalentscheidungen noch offen sind.

Wenn Österreich am Samstag (12.20 Uhr/ORF1) gegen Großbritannien und am Sonntag gegen Ungarn (16.20 Uhr) mit zwei Siegen und sechs Punkten in die WM in Zürich starten würde, dann wäre das erste Ziel Klassenerhalt bereits sicher. Gerade gegen diese beiden Nationen wird die junge Mannschaft von Teamchef Roger Badergute Leistungen der Top-Spieler brauchen.

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