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Fast 20 Jahre ist es her, dass eine Österreicherin im Achtelfinale der French Open stand. 2007 kam die Oberösterreicherin Sybille Bammer in die Runde der letzten 16, wo sie von der Belgierin Justine Henin gestoppt wurde.

Irgendwie grotesk, weil diese Serie eine Dame brechen könnte, die selbst 2024 in Paris ihr bisher einziges Grand-Slam-Achtelfinale bestreiten. Anastasia Potapowa tat dies damals aber noch als Russin, am Samstag könnte sie dies als Österreicherin schaffen. Dazu muss aber ein Kraftakt her, die 25-Jährige trifft mit Coco Gauff ausgerechnet auf die Titelverteidigerin und Nummer vier der Welt (3. Spiel nach 12 Uhr, live Servus TV, Eurosport). 

Das Stelldichein mit dem US-Star ist der Lohn für einen kämpferischen Auftritt in der zweiten Runde, in der sich die 25-jährige Potapowa am Donnerstag von einem Satzrückstand gegen die Britin Katie Boulter nicht beeindrucken ließ und sich gegen die Nummer 71 der Welt schließlich 5:7, 6:4, 6:2 durchsetzte.

Im direkten Duell mit Gauff steht es 2:2, doch aufgepasst: Die jüngsten zwei Matches gewann Potapowa, 2023 auf Stuttgarter Sand und auf dem Hartplatz von Miami. „In den letzten beiden Duellen habe ich herausgefunden, was ihr nicht liegt“, meinte Potapowa. „Ich habe einen Plan. Die Schlüssel werden es sein, bis zum letzten Punkt zu kämpfen und dem Spielplan zu folgen.“

Der Wiener Neil Oberleitner steht zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Achtelfinale. Der Neffe von Alexander Antonitsch und sein tschechischer Partner Petr Nouza profitierten allerdings von einem w. o. - Zizou Bergs und Raphael Collignon traten nicht zur Zweitrunden-Partie an. Die Belgier könnten im September beim  Davis-Cup im Wiener Prater aufschlagen. 

Im Achtelfinale warten nun die Tschechen Adam Pavlasek und Patrik Rikl. Pikant: Im Vorjahr verlor der von Alexander Peya trainierte Oberleitner mit Joel Schwärzler hauchdünn im Kitzbühel-Finale gegen seinen heutigen Partner Nouza und Rikl. In der ersten Runde haben Oberleitner/Nouza überraschend das als Nummer 13 gesetzte französische Gespann Albano Olivetti/Theo Arribage 7:6 (2), 7:6 (6) besiegt.  

Mit einem weiteren Sieg könnten sich die Top 50 für Oberleitner, der zum zweiten Mal bei einem Major dabei ist, ausgehen. 

Österreichs Eishockey-Verteidiger Gregor Biber hat bei Utah Mammoth einen ab kommender Saison gültigen Dreijahres-NHL-Einstiegsvertrag erhalten. Das gab der Klub aus Salt Lake City bekannt. Der 19-jährige Niederösterreicher war 2024 von Utah gedraftet worden, in den vergangenen drei Saisonen spielte er in der schwedischen Liga für Rögle. Zuletzt war er für Österreich bei der WM in der Schweiz im Einsatz. Bei Utah wird er zunächst in der AHL für das Farmteam Tucson Roadrunners auflaufen.

"Gregor ist ein sehr talentierter Verteidiger, der vergangene Saison in Schweden sehr gut gespielt hat. Wir freuen uns, seine Entwicklung in unserem System weiter beobachten zu können", erklärte Utah-General-Manager Bill Armstrong.

Blöd, wenn man bei einem der vier größten Turniere noch dabei ist, aber das Arbeitsgerät abhanden gekommen ist. Nach seinem Fünf-Satz-Sieg über den Polen Hubert Hurkacz in der 2. Runde der French Open jubelte US-Star Frances Tiafoe im Publikum - dabei ging sein Schläger verloren. „Als ich den Platz verlassen wollte, merkte ich plötzlich, dass etwas fehlte. Da wurde mir klar, dass mein Schläger weg war.“

Tiafoe nahm es letztlich mit Humor. In einer Instagram-Story bat der 28-Jährige allerdings um die Rückgabe des Schlägers und versprach als Ausgleich zwei Tickets für sein nächstes Match. „Unglaubliche Atmosphäre auf Platz 14 heute“, schrieb er mit einem lachenden Smiley: „Aber ich muss dem Fan, der den Schläger genommen hat, als ich mit euch allen gefeiert habe, sagen: Kann ich ihn bitte zurückhaben?“

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