Wenn Felix Gall die Wahl hätte zwischen einer kräfteraubenden Etappe über steile Passstraßen und einem banalen Einzelzeitfahren in der Ebene, würde er sich immer für die Berge entscheiden.
Der Kampf gegen die Uhr zählte in der Vergangenheit nicht gerade zu den Stärken und Lieblingsdisziplinen des Osttirolers.
Kribbeln in den Beinen
Gall klagte regelmäßig darüber, dass ihm auf der Zeitfahrmaschine die Beine einschlafen und er deshalb nicht richtig auf Touren kommt. „Wo genau das Problem liegt, haben wir nie herausgefunden“, sagt er.
42 Kilometer, 5 Kurven
Wenn Felix Gall freilich seinen Spitzenplatz beim Giro d’Italia behaupten will, dann muss er auch einmal beim Zeitfahren aufdrehen.
42 brettlebene Kilometer mit lediglich 5 Kurven warten auf den Gesamtdritten heute von Viareggio nach Massa und der Osttiroler hofft zurecht, dass er im Zeitfahren ähnliche Fortschritte gemacht hat wie auch sonst als Radprofi.
„Da bin ich eigentlich am meisten gespannt, weil wir wirklich sehr viel investiert und an meiner richtigen Position auf der Maschine getüftelt haben“, sagt der 28-Jährige.