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Tormann Hedl denkt an die gemeinsame Zukunft, Rapid wartet ab

Niklas Hedl würde gerne länger bei Rapid bleiben, es gibt aber keine Vertragsverhandlungen. Tormann Polster wird nicht nach Hütteldorf zurückkehren.
Tormann Niklas Hedl von Rapid Wien während eines Spiels.

Das fünfte Jahr in Folge beendet Rapid außerhalb der Top 3 der Tabelle – ein einzigartiger Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte. Ein Sieg in Graz hätte gereicht, um noch Dritter zu werden.

Aber das war in der derzeitigen Form schwer zu erreichen und nach der Disziplinlosigkeit von Yusuf Demir gegen Vizemeister Sturm noch wesentlich unwahrscheinlicher.

Rapid hat beim 0:2 erneut keine gelbe Karte kassiert, muss aber wieder einen Hoffnungsträger gesperrt vorgeben: Wie in zwei Spielen Kapitän Seidl muss nun Demir für eine sinnlose Aktion zusehen.

Yusuf Demir kam, sah und flog vom Platz

Yusuf Demir kam, sah und flog vom Platz

Trainer Johannes Hoff Thorup nennt den Schuhwurf „inakzeptabel“ und kündigt eine ernste Aussprache mit Demir an.

Das Urteil: Drei Spiele Sperre wegen Unsportlichkeit.

So, wie sich die Hütteldorfer präsentieren, ist die Favoritenrolle im Play-off nicht eindeutig vergeben. Egal, ob sich Ried im Heimspiel am Dienstag ab 18.30 Uhr durchsetzt oder der WAC seine Erfolgsserie fortsetzt.

Thomas Silberberger hält mit Wolfsberg bei vier Siegen in Folge. Vier Gegentore in sieben Spielen mit dem Tiroler sind der Liga-Bestwert.

Teuer, aber nicht gut

Sollte Rapid auch noch das – finanziell wichtige – Minimalziel Europacup-Qualifikation verspielen, drängt sich eine Parallele zur Saison 2018/’19 auf: Mit dem damals teuersten Kader der Vereinsgeschichte kam im Play-off das K. o.

Nach sechs Jahren en suite mit europäischen Einnahmen könnte das mit einem noch teureren Kader wieder passieren.

2019 wurde Didi Kühbauer, der im Oktober 2018 übernommen hatte, das Vertrauen geschenkt, ein erfolgreicheres Team aufzubauen. Tatsächlich folgten mit zwei zweiten Plätzen die bisher letzten Erfolge in der Liga.

So sieht auch der Plan mit Johannes Hoff Thorup aus.

Passend dazu soll mit Tonni Adamsen, 31, der absolute Wunschstürmer des Dänen nach Wien kommen, um zu unterschreiben – wenn es sich der Goalgetter nach dem Absturz der Rapidler in letzter Sekunde nicht doch noch anders überlegt.

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA / MEISTERGRUPPE / 10. RUNDE: SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - SK RAPID

Hedl will bleiben

Wer auf jeden Fall in Hütteldorf bleiben will, ist Niklas Hedl.

Am Tormann lag es nicht, dass Rapid auch in Graz verloren hat. Nach einem durchwachsenen Jahr zeigte der 25-Jährige eine seiner besten Saisonleistungen.

Hedls langjähriger Manager Max Hagmayr betont im KURIER-Gespräch: „Niki liegt der Verein wirklich am Herzen. In guten wie in schlechten Zeiten hält er zu Rapid. Er möchte mithelfen, nächste Saison wieder nach oben zu kommen.“

„Fehlende Rückendeckung“ 

Hagmayr: „Obwohl ja auch die Allerbesten Fehler machen, gab es bei Niki von außen besonders viel Kritik. Da hat mir vom Verein die Rückendeckung gefehlt.

Hedl war seit Februar 2022 mit kurzen Unterbrechungen die Nummer 1 und hält bei bereits 185 Einsätzen. Vor drei Jahren hat Hagmayr die langfristige Verlängerung bei Rapid bis Sommer 2027 abgeschlossen.

Seither gab es keine Verhandlungen, an Hedl liegt das nicht, wie Hagmayr betont: „Niki würde seinen Vertrag gerne verlängern. Wir glauben, dass es dem Verein guttun würde, wenn Rapidler mit Identifikation auch künftig eine Rolle spielen.“

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA / MEISTERGRUPPE / 10. RUNDE: SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - SK RAPID

Von den Verantwortlichen will sich mit Blick auf das wichtige Play-off derzeit keiner zum Thema „Nummer 1“ äußern. Dass der Torhüter-Markt sondiert werde, wäre die übliche Praxis.

Polster nicht zurück zu Rapid 

Was nicht passieren wird, ist laut KURIER-Recherchen eine Rückkehr: Tormann Nikolas Polster könnte den WAC Richtung Ausland verlassen.

Aber ein Kauf von Rapid, wo der 23-jährige Polster bis Sommer 2020 ausgebildet wurde, ist kein Thema.

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