Nach schwerer Krankheit: Trauer um österreichische Radsport-Legende
Wolfgang Steinmayr ist tot. Der ehemalige Radprofi und vierfache Sieger der Österreich-Rundfahrt verstarb am Dienstag im Alter von 81 Jahren nach einer schweren Krankheit.
Steinmayr galt als einer der erfolgreichsten österreichischen Radsportler der 1970er-Jahre. Mit seinen vier Gesamtsiegen bei der Österreich-Rundfahrt setzte er Maßstäbe und ist bis heute Rekordsieger.
Bei der Österreich-Rundfahrt 1972 und 1975 wurde er "Großglocknerkönig", er überquerte den Großglockner auf der Etappe als Erster. Steinmayr galt als exzellenter Bergfahrer und konnte so auch dreimal die Bergwertung bei der österreichischen Landesrundfahrt gewinnen.
Der gelernte Koch war seinerzeit als Amateur unterwegs, ließ dabei aber oft die Profis schlecht aussehen. Die Zeitung L'Equipe kürte ihn einst sogar zum besten Etappenfahrer der Welt und widmete ihm die Titelseite.
„Ich habe für damalige Verhältnisse wirklich sehr gut verdient und mir durch den Sport eine tolle Existenz aufbauen können“, erklärte er gegenüber dem KURIER.
Olympia-Teilnehmer
Zudem vertrat er Österreich bei den Olympischen Spielen 1972 in München sowie 1976 in Montréal.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb Steinmayr auch abseits des Sports eine bekannte Persönlichkeit und engagierte sich unter anderem in der Versicherungsbranche.
Mit Wolfgang Steinmayr verliert der österreichische Sport eine prägende Persönlichkeit des heimischen Radsports.
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