Im letzten Bewerb der Skispringer haben die österreichischen Adler am Montagabend doch noch zugeschlagen. Jan Hörl und Stephan Embacher holten im Super-Team-Bewerb die erste Medaille für die Skispringer: Gold vor Polen und Norwegen. Für Österreich war es die insgesamt fünfte Goldene nach Benjamin Karl, Alessandro Hämmerle (beide Snowboard), Ariane Rädler/Katharina Huber (Ski Team-Kombination) und Janine Flock (Skeleton).
„Ich bin sehr erleichtert. Hut ab vor den Jungs“, sagte Cheftrainer Andreas Widhölzl. „Die letzten eineinhalb Wochen waren nicht einfach. Sehr cool, dass das so ausgeht. Dieser Teambewerb mobilisiert noch Kräfte. Die beiden waren heute zum ersten Mal so richtig locker.“
Der klassische Teambewerb mit vier Athleten ist bei Olympia Geschichte, erstmals wurden Medaillen im Super-Team-Bewerb vergeben. Zwei Athleten pro Nation starteten in drei Durchgängen.
Jan Hörl startete mit einem hervorragenden Sprung und brachte Österreich gleich mit 10 Punkten in Führung. Stephan Embacher konnte den Vorsprung bei Rückenwindverhältnissen sogar noch ausbauen. 12 der 17 Teams qualifizierten sich für die zweite Runde.
Seitenwind kam auf, doch Hörl blieb cool. Auch Embacher gelang ein grandioser zweiter Sprung. Nach dem zweiten Durchgang lag Gold schon auf dem Silbertablett.
Farce im Finish
Acht Teams durften in den Finaldurchgang starten. Und auch da ließ Österreich nichts anbrennen. Jan Hörl sprang auf 137,5 Meter und setzte einen Telemark. Doch dann wurde der Bewerb vor den letzten sechs Springern unterbrochen. Zu stark war der Wind, zudem setzte heftiger Schneefall ein.
Lange musste Stephan Embacher oben warten, der 20-jährige wurden oben auf der Schanze eingeschneit. Mit einer Decke versuchte er sich vor Kälte und Nässe zu schützen. Der Bewerb wurde im Finish zur Farce. Es wurde mehr diskutiert als gesprungen.
Viel zu spät aber doch kam die Entscheidung der Jury: Abbruch des Bewerbes und damit Gold für Österreich.