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Olympia-Fluch? Winterspiele-Blockade? Was ist es, mit dem Mikaela Shiffrin zu kämpfen hat? Warum brachte die weltbeste Skifahrerin, die haushoch Führende im Slalomweltcup, vergangene Woche ihren Torlauf im Teambewerb nicht in gewohnter Manier ins Ziel (15. Laufzeit)? Warum ging ihr im Riesentorlauf der Knopf auch nicht auf (11. Platz)?

Die Medaille war für Lara Wolf im Big Air bei den Olympischen Spielen zum Greifen nah. Doch am Ende reichte es nicht. Nach einer langen Verzögerung des Bewerbs am Montagabend blieb die 25-jährige Tirolerin mit der hochklassigen Konkurrenz auf Augenhöhe. 

Mit einem Switch Leftside Double Cork Bio 1260 Safety Grab ging Lara Wolf gleich in der ersten Runde mit der höchsten Einzelwertung von 93,50 in Führung und verwies die Goldmedaillengewinnerin von 2022, Eileen Gu aus China gleich einmal auf den zweiten Platz.

In der zweiten Runde versuchte Wolf den Leftside Double Cork 1260 Tailgrab und rutschte bei der Landung weg. Der Druck war hoch im dritten Lauf, denn im zweiten Durchgang drehte die Konkurrenz auf. Die Chinesin Mengting Liu machte sogar zwei 1440er in zwei verschiedene Richtungen und schrieb damit Geschichte. Sie machte dennoch keine Medaille. 

Im dritten Versuch gelang Lara Wolf zwar der zweite 12er, doch der Tailgrab gelang ihr nicht perfekt. Damit schaffte sie den Sprung nach vorne nicht, der Medaillentraum platzte. 

Im letzten Bewerb der Skispringer haben die österreichischen Adler am Montagabend doch noch zugeschlagen. Jan Hörl und Stephan Embacher holten im Super-Team-Bewerb die erste Medaille für die Skispringer: Gold vor Polen und Norwegen. Für Österreich war es die insgesamt fünfte Goldene nach Benjamin Karl, Alessandro Hämmerle (beide Snowboard), Ariane Rädler/Katharina Huber (Ski Team-Kombination) und Janine Flock (Skeleton). 

„Ich bin sehr erleichtert. Hut ab vor den Jungs“, sagte Cheftrainer Andreas Widhölzl. „Die letzten eineinhalb Wochen waren nicht einfach. Sehr cool, dass das so ausgeht. Dieser Teambewerb mobilisiert noch Kräfte. Die beiden waren heute zum ersten Mal so richtig locker.“ 

Der klassische Teambewerb mit vier Athleten ist bei Olympia Geschichte, erstmals wurden Medaillen im Super-Team-Bewerb vergeben. Zwei Athleten pro Nation starteten in drei Durchgängen.

Jan Hörl startete mit einem hervorragenden Sprung und brachte Österreich gleich mit 10 Punkten in Führung. Stephan Embacher konnte den Vorsprung bei Rückenwindverhältnissen sogar noch ausbauen. 12 der 17 Teams qualifizierten sich für die zweite Runde.

Seitenwind kam auf, doch Hörl blieb cool. Auch Embacher gelang ein grandioser zweiter Sprung. Nach dem zweiten Durchgang lag Gold schon auf dem Silbertablett.

Farce im Finish

Acht Teams durften in den Finaldurchgang starten. Und auch da ließ Österreich nichts anbrennen. Jan Hörl sprang auf 137,5 Meter und setzte einen Telemark. Doch dann wurde der Bewerb vor den letzten sechs Springern unterbrochen. Zu stark war der Wind, zudem setzte heftiger Schneefall ein.

Lange musste Stephan Embacher oben warten, der 20-jährige wurden oben auf der Schanze eingeschneit. Mit einer Decke versuchte er sich vor Kälte und Nässe zu schützen. Der Bewerb wurde im Finish zur Farce. Es wurde mehr diskutiert als gesprungen. 

Viel zu spät aber doch kam die Entscheidung der Jury: Abbruch des Bewerbes und damit Gold für Österreich.

Die Formel 1 wird doch weiter Station in Barcelona machen. Die Veranstalter der Motorsport-Königsklasse verlängerten den auslaufenden Vertrag mit den Betreibern des Kurses in Montmelo bis 2032. Der Grand Prix von Barcelona-Katalonien wird künftig aber nur noch alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps ausgetragen.

In Barcelona wird in diesem Jahr am 14. Juni gefahren, dann 2028, 2030 und 2032. Auf der Kult-Strecke in Belgien wird ebenfalls in diesem Jahr am 19. Juli, dann 2027, 2029 und 2031 um Punkte gerast.

Madrid feiert 2026 Premiere

Ursprünglich galt der Grand Prix vor den Toren von Barcelona als Streichkandidat, zumal in diesem Jahr erstmals der Grand Prix von Spanien am 13. September in Madrid ausgetragen wird. Madrid besitzt einen Vertrag bis inklusive 2035.

Die Betreiber in Barcelona konnten die Formel-1-Bosse aber mit Investitionen in die Anlage zu einem weiteren Ja-Wort bewegen. In Barcelona macht die Formel 1 schon seit 1991 Station.

Fabio Gstrein wird es hoffentlich verzeihen, dass viele Reporter in der Pause des Herren-Slaloms in den Statistiken herumgewühlt hatten. Es war ja auch ziemlich auffällig, wie oft der Ötztaler in diesem Winter schon im zweiten Lauf eine gute Ausgangsposition verspielt hatte.

Von 7 auf 10 (Levi), von 6 auf 15 (Val d’Isère) oder von 4 auf 13 (Alta Badia). Und irgendwie hätte es zu diesen vermurksten Spielen des österreichischen Herrenteams gepasst, wenn Fabio Gstrein als Halbzeitdritter die allseits ersehnte Medaille noch aus der Hand gegeben hätte.

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