Kampfansage von ÖSV-Star Lamparter: "Ich bin in der Form meines Lebens"
Johannes Lamparter geht mit großer Zuversicht in den zweiten Bewerb auf der Großschanze
Man hat Johannes Lamparter selten einmal so aufgedreht und glückselig erlebt wie nach dem Gewinn seiner Silbermedaille auf der Normalschanze.
Trophäen und Titel sind für den Tiroler grundsätzlich ja nichts Ungewöhnliches: Mit seinen 24 Jahren ist Lamparter immerhin bereits Doppelweltmeister und Gesamtweltcupsieger in der Nordischen Kombination, aber diese Olympische Silbermedaille von Predazzo war für ihn in gewisser Weise das Meisterstück.
„Es ist so, als wären dadurch tausend Ketten von mir weggesprungen“, sagt der Rumer.
Johannes Lamparter feierte mit seinen Fans den Gewinn der Silbermedaille
Jetzt ist Johannes Lamparter endlich den schweren Rucksack los, den er vier Jahre lang mit sich herumgeschleppt hatte.
Dass er 2022 in Peking bei seinen ersten Olympischen Spielen als Topfavorit leer ausgegangen war, hatte dem ehrgeizigen Tiroler doch ärger zugesetzt, als ihm lieb war und ihn auch in der Vorbereitung auf diese Spiele immer wieder eingeholt.
„Jetzt verspüre ich eine richtig große Erleichterung“, versichert Johannes Lamparter vor dem heutigen Bewerb auf der Großschanze (10 bzw. 13.45 Uhr, live ORF1).
Große Lockerheit
Dort hatte er sich ursprünglich sogar die größeren Chancen auf eine Medaille ausgerechnet, der unverhoffte zweite Platz im ersten Wettkampf auf der ungeliebten kleinen Schanze hat ihn nur noch mehr beflügelt.
„Ich kann jetzt sehr befreit starten“, sagt der fünffache Saisonsieger im Weltcup, „und man darf immer von mehr träumen.“
Johannes Lamparter wirkt gerade wieder wie der unbekümmerte 19-Jährige, als der er 2021 bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf überraschend zwei Mal Gold geholt hatte.
Er verspürt überhaupt keine Anspannung mehr und ist bei Olympia längst in den Genussmodus gewechselt. Das macht ihn traditionell besonders gefährlich und leistungsstark.
Nicht von ungefähr sagt Johannes Lamparter: „Ich bin in der Form meines Lebens.“ Und bekanntlich war der Sieger von 22 Weltcuprennen im Laufe seiner Karriere schon öfter einmal in Hochform.
„Man darf als Sportler immer von mehr träumen“, sagt der 24-Jährige. „Aber eine Goldmedaille muss passieren. An so einem Tag muss alles zusammenpassen. Sollte ich wieder Silber oder Bronze gewinnen dürfen, werde ich mich nicht ärgern, dass es nicht Gold geworden ist.“
Kommentare