Olympia-Ticker: Arrivederci Milano 2026, à bientôt à Nice en 2030

Das waren die Olympischen Winterspiele 2026 live: Die wichtigsten Entscheidungen und Medaillen aus Mailand und Cortina im KURIER-Ticker.
Die Schlussfeier in Verona

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina liefern täglich neue Entscheidungen, Medaillen und Highlights. Im KURIER-Ticker finden Sie die wichtigsten Ergebnisse und Ereignisse kompakt. 

Ticker: Olympische Winterspiele

Der KURIER begleitet die Olympia-Bewerbe und hält Sie über alle Entwicklungen aus Italien auf dem aktuellen Stand.

LIVE

Liveticker zu den Olympischen Winterspielen 2026

  • |Peter Karlik

    Arrivederci und Grazie

    Wir verabschieden uns hiermit und bedanken uns für Ihr Interesse an der Berichterstattung von den XXV Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina. Die nächsten Olympischen Sommerspiele finden 2028 in Los Angeles statt. Jene im Winter 2030 in Südfrankreich. Davor steht aber noch das Sport-Großereignis Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada-USA-Mexiko auf dem Programm. 

    Bis dann!

  • |Peter Karlik

    Österreichs Olympia-Erfolge haben ein Ablaufdatum

    Bei der Feier in Innsbruck werden am Montagabend die Medaillengewinner geehrt. Viele von ihnen werden die nächsten Winterspiele 2030 in Frankreich nur mehr als Zuschauer erleben.

  • |Peter Karlik

    Das war die Schlussfeier in der antiken Arena von Verona

    Seit Sonntag Abend sind auch die 25. Olympischen Winterspiele Geschichte. Spektakulär und farbenfroh, mit großem Aufwand, wunderschönen Bildern und Klängen endete das Großereignis in Italien, wie es vor etwas mehr als zwei Wochen begonnen hatte. 

  • |Peter Karlik

    Das letzte Gold der Winterspiele ging an die USA

    Team USA gewinnt das Herren-Finale des Eishockey-Turniers gegen den großen Favoriten Kanada mit 2:1 n.V. Es ist der erste Olympiasieg der USA seit 1980.

    Am Ende kam es zu besonders emotionalen Szenen, als die US-Stars die Kinder des verstorbenen Teamkollegen Johnny Gaudreau auf das Eis holten.

  • |Harald Ottawa

    Bob-Unglückspilot Mandlbauer wieder in der Heimat

    Bob-Pilot Jakob Mandlbauer wurde am Sonntagnachmittag mit der Flugambulanz von Treviso nach Salzburg überstellt und dort uns Unfallkrankenhaus gebracht. Zuvor waren umfassende Drucktests an Armen und Beine sowie Schmerztherapie durchgeführt worden. Der 27-jährige Steirer, der nach seinem Sturz eine Halskrause trägt, konnte auch bereits wieder selbständig aufstehen. „Ich war und bin bestens betreut.“ Am Montag wird Mandlbauer in Salzburg von einem Wirbelsäulenspezialist untersucht. „Dann geht es hoffentlich bald nach Hause!“


     

  • |Peter Gutmayer

    Treichl auch im Viererbob Neunter

    Markus Treichl hat den olympischen Viererbob-Bewerb am Schlusstag der Winterspiele in Italien auf Rang neun abgeschlossen. Der Tiroler verbesserte sich am Sonntag in den Läufen drei und vier im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo noch um eine Position und schaffte somit die gleiche Endplatzierung wie im Zweier. Gold und Silber gingen an Deutschland: Johannes Lochner kürte sich mit seiner Crew zum Doppel-Olympiasieger vor Francesco Friedrich. Bronze sicherte sich die Schweiz. Treichl hatte mit den Anschiebern Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huber jegliche Medaillenhoffnungen schon am Samstag durch einen kapitalen Startfehler im ersten Lauf begraben müssen. Am Sonntag gelangen dem 32-Jährigen zum Abschluss seiner dritten Olympia-Kampagne der acht- bzw. der viertschnellste Lauf, das ergab in der Endabrechnung noch eine Ergebnisverbesserung. Auf Bronze fehlten 0,66, auf Lochners Gold-Bob 1,73 Sekunden. 

    Der Deutsche hatte bereits die Zweier-Konkurrenz im Cortina Sliding Centre gewonnen. Lochners Anschieber Thorsten Margis feierte seinen fünften Sieg bei Winterspielen und ist nun der erfolgreichste Bobsportler der Olympia-Geschichte. Auf Rang drei schoben sich im letzten Lauf noch die Schweizer um Michael Vogt vor und verhinderten damit einen deutschen Dreifacherfolg. Treichl wiederum hat mit seinen zwei neunten Plätzen seine bisher besten Platzierungen im Zeichen der Ringe erzielt, hatte sich nach den guten Trainings aber mehr erhofft. Der zweite österreichische Bob des Steirers Jakob Mandlbauer war am Vortag durch einen Sturz in Lauf zwei ausgeschieden. Während die Anschieber Sebastian Mitterer, Daiyehan Nichols-Bardi und Daniel Bertschler mit dem Schrecken davon kamen, musste Mandlbauer ins Spital gebracht werden. Danach war von einer Bandscheibenproblematik der Halswirbelsäule die Rede. 

  • |Peter Gutmayer

    Gold für Gu in der Halfpipe

    Freeski-Superstar Eileen Gu hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien doch noch ihre ersehnte Goldmedaille gewonnen und ihre Kritiker verstummen lassen. Die 22-jährige Chinesin setzte sich im Halfpipe-Finale vor ihrer Landsfrau Fanghui Li und Zoe Atkin aus Großbritannien durch und holte ihren insgesamt dritten Titel bei Olympia. Bei ihren Heimspielen in Peking hatte Gu 2022 zweimal triumphiert. In Livigno gab es zuvor jeweils Silber im Big Air und Slopestyle. Nach einem Sturz zum Auftakt demonstrierte Gu im zweiten und dritten Durchgang ihre ganze Klasse. Die gebürtige US-Amerikanerin sprang fast vier Meter hoch in die Luft und überzeugte mit sehenswerten Tricks. Nach dem Rennen sank sie in den Schnee, dann fiel Gu ihrer Mutter in die Arme. „Ich habe es geschafft“, sagte sie mit den Tränen in den Augen in die Kamera. Gu gehört zu den schillerndsten Athletinnen im Freeski und hat mehrere Millionen Follower in den sozialen Netzwerken. 

  • |Peter Gutmayer

    Verlobungsring nach Olympia-Gold

    Erst Gold, dann Silber: Eisschnellläuferin Marijke Groenewoud hat kurz nach ihrem Olympiasieg am Samstag im Massenstart auch noch einen silbernen Verlobungsring an den Finger bekommen. Ihr Partner Mike Dogterom überraschte die Niederländerin mit einem Heiratsantrag. „Plötzlich ging jemand vor mir auf die Knie, und alles, was ich dachte, war: 'Oh nein, wirklich, ist das wahr?' Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sagte Groenewoud nach ihrem doppelten Glücksmoment. Auf die Frage, ob sie sich mehr über die Goldmedaille oder den Verlobungsring freue, antwortete die 27-Jährige: „Ich bin heute für olympisches Gold angetreten, und ich werde mit Gold und einem silbernen Ring nach Hause gehen. Ich bin überglücklich.“ Einen Heiratsantrag bekommen haben während dieser Winterspiele auch US-Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson von ihrem Freund und US-Eisschnellläuferin Brittany Bowe von ihrer Landsfrau und Eishockeyspielerin Hilary Knight. 

  • |Peter Gutmayer

    Kanadas Gold-Curler gesteht Fehler ein

    Kanadas Curler Marc Kennedy hat nach dem Olympiasieg offen über Hassnachrichten während des Turniers gesprochen („Haben uns entschieden, diesen Hass nicht in unsere Kabine zu lassen“), aber auch Fehler eingestanden. „Ich hätte das besser lösen können, absolut. Aber was geschehen ist, ist geschehen“, meinte der 44-Jährige. Er hatte zu Beginn des Turniers wegen einer angeblichen Schummelei großen Wirbel ausgelöst und den Schweden Oskar Eriksson derb beleidigt. Eriksson warf dem Kanadier eine irreguläre mehrmalige Berührung des Steins während der Abgabe vor. Kennedy stritt einen Regelverstoß ab. Der Curling-Weltverband verwarnte ihn mündlich und führte wegen mehrerer Vorfälle dieser Art bei allen Spielen eine verstärkte Überwachung der Steinabgaben ein. Das kanadische Team besiegte am Samstag in Cortina d'Ampezzo in einem spannenden Finale Großbritannien mit 9:6. „Es bedeutet mir die Welt, meine Teamkollegen mit einer Medaille um den Hals zu sehen. Ich weiß nicht, ob die Leute jemals verstehen werden, was wir als Team in dieser Woche durchgemacht haben - was ich ihnen als Team in dieser Woche zugemutet habe“, sagte Kennedy. 

  • |Peter Gutmayer

    Malinin zurück auf dem Eis

    Erst Hand in Hand mit Olympiasiegerin Alysa Liu, dann unter tosendem Applaus und mit Tränen in den Augen: Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin ist mehr als eine Woche nach seinem Kür-Drama aufs olympische Eis in Mailand zurückgekehrt. Der 21-Jährige begeisterte das Publikum beim Schaulaufen mit seiner fast schon üblichen spektakulären Flugshow und einem emotionalen Programm. Bei der gemeinsamen Darbietung mit den anderen US-Läufern lief er Hand in Hand mit Liu und Amber Glenn. Malinin war nach dem Goldmedaillengewinn im Teambewerb in der Einzelkonkurrenz wegen mehrerer schwerer Patzer in der Kür noch vom ersten Platz nach dem Kurzprogramm auf den achten Rang abgerutscht. Anschließend schrieb Malinin bei Instagram, dass er mit dem immensen Druck nicht klargekommen sei - und sprach über das Thema mentale Gesundheit. Konkret berichtete er dabei auch von „widerwärtigem Online-Hass“. Vor seiner bitteren Niederlage in Italien war der zweimalige Weltmeister mehr als zwei Jahre lang ungeschlagen gewesen. 

  • |Andreas Heidenreich

    Beierl/Williams zur Halbzeit auf Platz 8

    Katrin Beierl/Christania Williams liegen nach zwei Läufen des olympischen Zweierbob-Bewerbs in Cortina auf Rang acht. Den Niederösterreicherinnen fehlen 79 Hundertstel auf die drittplatzierte dreifache US-Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries mit Anschieberin Jasmine Jones. In Führung liegen die deutschen Titelverteidigerinnen und Gesamtweltcupsiegerinnen Laura Nolte/Deborah Levi. Die Entscheidung fällt am Samstag in den Läufen drei (19.00 Uhr) und vier (21.05 Uhr).

    Lea Haslwanter/Victoria Festin haben ihr Ziel, den Finallauf der besten 20, in Reichweite. Die Olympia-Debütantinnen fuhren auf Zwischenrang 24, auf die Top 20 fehlen 31 Hundertstel. „Ich bin mit den Läufen im Großen und Ganzen zufrieden. Die Top 20 sind möglich. Ich werde voll angreifen, dann werden wir sehen, was drin ist“, erklärte Haslwanter. 

  • |Andreas Heidenreich

    Kanada im Finale

    Topfavorit Kanada hat sich in einem dramatischen Halbfinale ins Endspiel des olympischen Eishockey-Turniers gekämpft. Der Rekordolympiasieger rang Titelverteidiger Finnland am Freitag in Mailand nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 (0:1,1:1,2:0) nieder. Das Goldtor erzielte Nathan MacKinnon in der Schlussminute. Im Finale am Sonntag (14.10 Uhr) treffen die Kanadier, die gegen die Finnen auf ihren verletzten Kapitän Sidney Crosby verzichten mussten, auf die USA. Die Amerikaner ließen der Slowakei mit 6:2 keine Chance.

  • |Harald Ottawa

    Baumgartner verpasst Halbfinale

    Freeskier Sam Baumgartner hat den angepeilten Sprung ins Halfpipe-Finale in Livigno nach zwei Stürzen klar verpasst. Der 28-jährige Oberösterreicher brachte seine beiden Läufe am Freitag nicht fehlerfrei zu Ende und belegte mit 24,50 Punkten den 23. Platz bei 25 Teilnehmern. Der neuseeländische Goldfavorit Finley Melville Ives stürzte schwer und blieb nach seinem zweiten Lauf minutenlang regungslos in der Halfpipe liegen.

  • |Harald Ottawa

    Paralympics: Ukrainer wollen keine Ukraine-Flagge

    Das Paralympische Komitee der Ukraine hat nun auch offiziell einen Boykott der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics angekündigt. In einer Mitteilung forderte das Komitee außerdem, dass die ukrainische Flagge dort nicht verwendet wird. Das Komitee teilte mit, „empört über die zynische Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees“ zu sein, dass sechs Sportler aus Russland und vier aus Belarus mit eigener Flagge und Hymne zu den Spielen zugelassen wurden. „Man muss sich bewusst machen, dass Russland, das heute ukrainische Gebiete besetzt hält, massiv Zivilisten tötet [...] und sofort seine Flagge, getränkt mit dem Blut der Zivilbevölkerung der Ukraine, auf den von ihm eroberten Gebieten hisst“, erklärte das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine.

  • |Harald Ottawa

    Mikutina nach Kür auf Rang 18

    Olga Mikutina hat den olympischen Eiskunstlaufbewerb in Mailand auf Rang 18 beendet. Die 22-jährige Österreicherin zeigte am Donnerstagabend in der Milano Ice Skating Arena eine Kür ohne große Patzer, verlor aber noch eine Position im Vergleich zum Kurzprogramm. Für ihre Darbietung erhielt Mikutina 123,87 Punkte, das ergab insgesamt 185,59 Zähler. Gold holte sich die US-Amerikanerin Alysa Liu vor den Japanerinnen Kaori Sakamoto und Ami Nakai. Liu katapultierte sich mit der besten Kür sowie gesamt 226,79 Punkten von Rang drei nach dem Kurzprogramm an die Spitze.

  • |Florian Plavec

    Eishockey: Glücklicher Sieg der US-Frauen im Finale gegen Kanada.

    Dramatisch verlief das Spiel um den Titel im Eishockey-Frauen-Turnier zwischen Kanada und den USA. Die Kanadierinnern waren über weite Strecken das bessere Team, führten 1:0 und kassierten erst kurz vor Schluss den Ausgleich zum 1:1. Es ging in die Overtime. Dort erzielte Megan Keller das Tor für die Goldmedaille. 

  • |Florian Plavec

    Eisschnellläufer Odor mit Rang acht zufrieden

    Eisschnellläufer Gabriel Odor hat den erhofften Top-sechs-Platz über 1.500 m bei den Olympischen Spielen nur knapp verpasst. In Mailand klassierte sich der EM-Vierte aus Tirol am Donnerstag nach einer guten Vorstellung auf Rang acht, 3,20 Sekunden hinter dem chinesischen Sieger Ning Zhongyan, der in 1:41,98 Minuten eine neue olympische Rekordmarke ins Eis brannte. Alexander Farthofer, der zweite Österreicher im Bewerb, schloss diesen als 22. ab (+4,79).  „Ich habe gewusst, heute geht es um alles, heute wird voll angegriffen“, sagte Odor im ORF zu seiner Herangehensweise. Das Resultat machte ihn „richtig happy. Achter bei Olympia ist ein Wahnsinn.“ 

  • |Peter Gutmayer

    18. Medaille: ÖOC-Team stellt Ausbeute von Peking 2022 ein

    Stefan Rettenegger/Johannes Lamparter haben am Donnerstag im Team-Sprint der Nordischen Kombination mit Bronze die 18. Medaille für Österreich bei den Olympischen Spielen in Italien geholt. Damit stellte das ÖOC-Team die Ausbeute von Peking 2022 ein und erfüllte schon vor den letzten drei Wettkampftagen die Zielerwartung von ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. Mehr Medaillen für österreichische Sportlerinnen und Sportler gab es nur in Turin 2006 (23) und Albertville 1992 (21). Mit fünf Gold-, acht Silber- und fünf Bronzemedaillen scheint Mailand/Cortina 2026 auf Platz vier auf, wenn man nach Medaillenfarbe reiht. Turin (9/7/7), Peking (7/7/4) und Albertville (6/7/8) liegen noch davor. 

  • |Peter Gutmayer

    Schneefall: Qualifikation in der Halfpipe verschoben

    Wegen Schneefalls und schlechter Wetterprognosen ist die Qualifikation des olympischen Halfpipe-Bewerbs der Freeskier am Donnerstag verschoben worden. Die Bedingungen in Livigno sollen sich bis zum frühen Nachmittag noch weiter verschlechtern, deshalb wurde die Qualifikation mit Sam Baumgartner für Freitag, 10.30 Uhr, neu angesetzt. Am Zeitpunkt der Frauen-Qualifikation am (heutigen) Donnerstag um 19.30 Uhr ohne österreichische Beteiligung wird noch festgehalten. 

  • |Peter Gutmayer

    Skibergsteigen: Frühes Aus für Hiemer und Verbnjak

    Johanna Hiemer und Paul Verbnjak haben bei der Olympia-Premiere im Skibergsteigen in Bormio einen kürzeren Auftritt als erhofft hingelegt. Hiemer hatte in ihrem Sprint-Vorlauf am Donnerstagvormittag Probleme und kam nur auf die fünfte Zeit, die Hoffnung auf ein Weiterkommen ins Halbfinale mit Lucky-Loser-Status erfüllte sich nicht. Auch Verbnjak blieb schon im Vorlauf auf der Strecke. Im Sprint galt es, auf der berühmten Stelvio-Piste auf einer Strecke von 725 Metern eine Höhendifferenz von 65 Metern zu bewältigen. Die 30-jährige Hiemer benötigte 3:19,98 Min. und blieb damit 13,47 Sek. hinter der Heat-Siegerin Marianne Fatton aus der Schweiz. Verbnjak fehlten nach 2:58,39 Min. klare 20,43 Sek. auf den Spanier Oriol Cardona Coll. Beide Österreicher gerieten anscheinend beim Treppen-Aufstieg ins Straucheln. Hiemer und Verbnjak sind keine Sprint-Spezialisten, Hiemer hatte aber als Außenseiterin im Kampf um die Medaillen gezählt. In der Mixed-Staffel am Samstag (13.30 Uhr) rechnet sich das Duo größere Chancen aus. Die erste Olympiasiegerin im Skibergsteigen und ihr männliches Pendant werden am Donnerstag in den Finali (ab 13.55 Uhr) gekürt. 

  • |Peter Gutmayer

    Olympia-Märchen: Verlobung vor dem Finale

    Für Eishockeyspielerin Hilary Knight aus den USA sind diese Olympischen Winterspiele schon jetzt vergoldet - unabhängig vom Ausgang des Endspiels ihres Teams gegen Kanada am Donnerstag. Die 36-Jährige hat sich mit US-Eisschnellläuferin Brittany Bowe verlobt. Knight veröffentlichte ein Video auf Instagram, in dem sie ihrer Partnerin einen Heiratsantrag macht. "Die Olympischen Spiele haben uns zusammengebracht", schrieb Knight dazu.

    Tatsächlich lernten sich Knight und Bowe, die zweimal Olympia-Bronze in ihrer Karriere holte, bei Olympia 2018 im südkoreanischen Pyeongchang kennen. 2022 in Peking wurde es dann ernster. "Wir haben uns in Peking erst richtig kennengelernt - und seitdem sind wir praktisch unzertrennlich", sagte Bowe. Die Winterspiele in Italien sind für beide Sportlerinnen die letzten. Knight, die zum fünften Mal bei Olympia teilnimmt, bejubelte mit den USA bisher einmal Gold (2018) und dreimal Silber - sie ist auch zehnfache Weltmeisterin. Im Finale am Donnerstagabend (19.10 Uhr) in Mailand kommt definitiv noch eine weitere Medaille hinzu.

    Schon am Valentinstag hatte es in Mailand eine Verlobung unter Sportlern gegeben. Jean-Luc Baker, ehemaliger amerikanischer Olympia-Teilnehmer im Eistanz, hielt bei Regen um die Hand von Eistänzerin Olivia Smart an, die bei den diesjährigen Spielen für Spanien an den Start ging. Zudem hatte Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson aus den USA nach dem Super-G in Cortina d'Ampezzo einen Heiratsantrag von ihrem langjährigen Freund Connor Watkins erhalten - sogar Popstar Taylor Swift gratulierte in den sozialen Medien.

  • |Peter Gutmayer

    Biathlon: ÖSV-Frauen verpatzen die Staffel

    Österreichs Biathlon-Frauen haben am Mittwoch bei den Olympischen Spielen eine große Enttäuschung erlebt. Das ÖOC-Team mit Tamara Steiner, Anna Gandler, Anna Andexer und Lisa Hauser landete in Antholz nach zwei Strafrunden und 15 Nachladern nur an der 15. Stelle. Gold ging mit einer Strafrunde und sechs Nachladern an Frankreich bzw. Camille Bened, Lou Jeanmonnot, Oceane Michelon und Julia Simon. 51,3 Sekunden dahinter holte Schweden (1+7) Silber, Norwegen (0+7) gewann Bronze. 

    Österreichs Startläuferin Tamara Steiner verzeichnete beim zweiten Schießen eine Strafrunde und drei Nachlader und übergab als 18. mit rund 85 Sekunden Rückstand an Anna Gandler. Auch die 25-jährige Tirolerin musste dreimal nachladen und übergab nur als 17. und mit 2:13 Minuten Rückstand. Anna Andexer verpatzte ihren Abschnitt mit einer Strafrunde und vier Nachladern, womit endgültig ein Platz unter ferner liefen gesichert war. Lisa Hauser ging mit fast vier Minuten Rückstand in ihre Runde. Trotz insgesamt fünf Nachladern brachte die rot-weiß-rote Schlussläuferin ihr Team noch in die Top 15, was für das Quartett mit weit höheren Ambitionen wohl nur ein schwacher Trost war. Julia Simon indes gewann damit bereits ihr drittes Gold im Zuge dieser Spiele. Auch bei den Männern hatte Frankreich den Olympiasieg in der Staffel eingeheimst. 

  • |Peter Gutmayer

    Curling: Legendäre Norweger-Hosen sind zurück

    Als Tribut für den an Krebs gestorbenen früheren Kapitän haben die norwegischen Curler bei Olympia die legendären bunten Hosen zurückgebracht. Beim 4:7 gegen Schweden in Cortina d'Ampezzo präsentierte sich das Team in den Hosen mit dem markanten Rautenmuster in den Nationalfarben Rot-Blau-Weiß. Diese hatte die Auswahl um den damaligen Skip Thomas Ulsrud bei früheren Winterspielen berühmt gemacht. „Wir dachten, ein Spiel zu Ehren des alten Teams und in der kompletten norwegischen Tracht auf dem Eis wäre einfach großartig“, sagte Norwegens aktueller Kapitän Magnus Ramsfjell. 

    „Thomas war ein unglaublicher Mensch, ein unglaublicher Curler und hatte eine große Leidenschaft für Curling und für alles, was mich interessierte. Seine Energie war einfach fantastisch.“ Ulsrud war im Jahr 2022 im Alter von 50 Jahren an Krebs gestorben. Er hatte mit seinem Team bei den Winterspielen 2010 in Vancouver nicht nur Silber geholt, sondern auch mit den ungewöhnlichen Hosen für Furore gesorgt. Diese hatten eine eigene Facebook-Seite mit zahlreichen Followern, auch König Harald V. erhielt ein Exemplar. 

    Curling
  • |Florian Plavec

    Kuriose Szene beim Langlauf: Hund löste Zielfoto aus

    Er stand nicht auf der Startliste: Ein Hund hat im olympischen Langlaufstadion für kuriose Bilder gesorgt. Während der Qualifikation im Team Sprint tauchte das Tier plötzlich auf der Zielgeraden in Tesero auf. Der Hund verfolgte die Argentinierin Nahiara Díaz und die Kroatin Tena Hadzic bis hinter die Ziellinie. Es gab danach sogar ein offizielles Zielfoto des Hundes. 

    Als Díaz anhielt, stoppte auch der Hund und beschnupperte die Sportlerin. Die besten Athletinnen aus der ersten Startgruppe waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Ziel. Darunter auch die Oberstdorferin Laura Gimmler.

  • |Peter Gutmayer

    Svancer holt Bronze

    17. Medaille für Österreich. Matej Svancer flor im Big Air der Freeskier auf den dritten Rang und jubelte über Bronze.

  • |Peter Gutmayer

    Bob-Pilot Treichl auf Platz neun

    Der Olympische Zweierbob-Bewerb hat für Markus Treichl zwar kein Spitzenresultat, aber eine persönliche Bestleistung im Zeichen der fünf Ringe gebracht. Mit einer kleinen Steigerung in den letzten zwei der vier Läufe verbesserte sich der Tiroler mit seinem Anschieber Daniel Bertschler am Dienstagabend in Cortina vom elften Halbzeitrang noch auf Platz neun. Sein bisher bestes Olympia-Resultat war Platz 15 2018 in Pyeongchang gewesen. „Ich bin happy“, betonte Treichl, der den Zweier-Gesamtweltcup 2025/26 als Gesamtsiebenter beendet hatte. Auch wenn sich in die Freude gewisser Ärger über die Schnitzer im ersten Lauf am Montag schlich („Schade, dass wir da so viel liegengelassen haben“), stand für ihn am Ende eine „wirklich solide“ Vorstellung. Und die gibt Kraft für den kommenden Vierer-Bewerb am Samstag und Sonntag. „Volle Attacke“, verlautete Treichl. Indes krönte Johannes Lochner seine Karriere mit dem erstmaligen Olympia-Gold. Der 35-Jährige führte einen deutschen Dreifachsieg an, gewann vor seinem Dauerrivalen Francesco Friedrich (+1,34 Sek.) und Adam Ammour (+1,82). Mandlbauer: „Noch viel zu lernen“ Mit diesen Zeiten hatten Olympia-Debütant Jakob Mandlbauer und Daiyehan-Obafemi Nichols-Bardi nichts zu tun. Österreichs zweiter Bob war am Dienstag nur noch einmal im Einsatz, die beiden verpassten als 21. die Qualifikation der besten 20 für den vierten Lauf. Mandlbauer sah den ersten Auftritt bei den Spielen als Teil eines Reifeprozesses. „Es gibt noch viel zu lernen, aber wir haben ja noch einen Wettbewerb“, meinte der 27-Jährige, der ebenfalls im Vierer an den Start geht. 

  • |Peter Karlik

    Lamparter gewinnt seine zweite Silberne

    Kombinierer Johannes Lamparter wurde auch im Bewerb auf der Großschanze Zweiter und sicherte Österreich die 16. Medaille bei diesen Olympischen Winterspielen.

  • |Harald Ottawa

    Slopestyle-Finale abgesagt

    Das olympische Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen mit Anna Gasser ist witterungsbedingt am Dienstag abgesagt worden. Wie der Veranstalter bekannt gab, sei es aufgrund der anhaltenden Wetterbedingungen nicht möglich, den ursprünglich für den frühen Nachmittag (13.00 Uhr) angesetzten Bewerb durchzuführen. Der weitere Plan für die Durchführung des Finales soll nach der Mannschaftsführersitzung am Dienstagnachmittag (17.00 Uhr) bekannt gegeben werden. Gasser bestreitet im Slopestyle ihren letzten Auftritt bei Olympischen Winterspielen. In der Qualifikation hatte die Kärntnerin den fünften Platz belegt.

    Der Bewerb wird am Mittwoch (14.30 Uhr) nachgetragen. 

  • |Harald Ottawa

    Skeleton-Pilot nach Ausschluss wieder daheim

    Wladyslaw Heraskewytsch ist nach seinem Ausschluss von den olympischen Skeleton-Bewerben eigenen Angaben zufolge wieder zurück in der Ukraine. Der 27-Jährige veröffentlichte ein Video, das ihn seinen Worten zufolge in Kiew zeigt. Er befinde sich vor der Sophienkathedrale, die in der Dunkelheit nicht hinter ihm zu erkennen ist. Heraskewytsch macht dafür die russischen Angriffe verantwortlich. Immer mehr russische Athleten kehrten in die internationale Arena zurück, während Ukrainer weiterhin in einer humanitären Katastrophe lebten, die durch russischen Beschuss ausgelöst werde, schrieb Heraskewytsch. 

  • |Peter Karlik

    "Widerwärtiger Online-Hass greift den Verstand an"

    Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin aus den USA hat sich erstmals nach seinem dramatischen Absturz in der olympischen Kür in Mailand auf Instagram zu Wort gemeldet und Einblicke in sein Innenleben gegeben. „Widerwärtiger Online-Hass greift den Verstand an, und Angst lockt ihn in die Dunkelheit - ganz gleich, wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unüberwindbaren Drucks bei Verstand zu bleiben“, schrieb Malinin. „All das staut sich an, während diese Momente vor deinen Augen aufblitzen, und führt schließlich zu einem unvermeidlichen Zusammenbruch. Das ist diese Version der Geschichte“, führte Malinin weiters aus. 

    Bis zu den Winterspielen war er mehr als zwei Jahre ungeschlagen und galt als absoluter Topfavorit. Doch in der Kür fiel er nach einer verpatzten Vorstellung vom ersten Platz nach dem Kurzprogramm deutlich zurück. „Auf der größten Bühne der Welt kämpfen selbst diejenigen, die am stärksten erscheinen, innerlich möglicherweise mit unsichtbaren Schlachten. Selbst deine glücklichsten Erinnerungen können am Ende vom Lärm überschattet werden“, schrieb Malinin. Trotz des achten Platzes kündigte der 21-Jährige vage an, am beliebten Olympia-Schaulaufen am Samstag teilzunehmen. Zum Ende des Videos erscheint das Datum des Schaulaufens: der 21. Februar 2026. Üblicherweise treten dort nur die Medaillengewinner auf, gelegentlich ergänzt durch einen Viertplatzierten oder Läufer aus dem Gastgeberland.

  • |Peter Karlik

    Schweizer Ski-Herren holten vier der fünf möglichen Goldmedaillen

    Loic Meillard gewann den Slalom der Männer vor Fabio Gstrein und Henrik Kristoffersen. Somit waren die Schweizer Herren fast makellos in Bormio.

  • |Peter Karlik

    Bob Österreich I und II zur Halbzeit auf Rang 11 und 21

    Die österreichischen Schlitten liegen zur Halbzeit des olympischen Zweierbob-Bewerbs der Männer in Cortina d'Ampezzo außerhalb der Top Ten. Markus Treichl/Daniel Bertschler haben als Elfte 1,75 Sekunden Rückstand auf die Spitze, Jakob Mandlbauer/Daiyehan-Obafemi Nichols-Bardi lagen auf Rang 21. In der Entscheidung am Dienstag mit den Läufen drei (19.00 Uhr) und vier (21.05 Uhr) steuern die deutschen Bobs wie schon vor vier Jahren in Peking auf einen Dreifachsieg zu.

    Treichl hat dank der fünftbesten Zeit im zweiten Lauf gute Chancen, in seinem fünften Olympiarennen erstmals in die Top Ten zu fahren. Ein einziges Hundertstel fehlt auf Rang zehn. Olympia-Debütant Mandlbauer hofft, mit einem guten dritten Durchgang noch die Qualifikation für die besten 20, die Lauf vier bestreiten, zu schaffen.

    Klar auf Goldkurs liegen die Topfavoriten Johannes Lochner/Georg Fleischhauer. Lochner war mit Start- und Bahnrekord im ersten Lauf eine Klasse für sich, auch im zweiten der Schnellste und greift nach zweimal Silber 2022 in Peking nach seinem ersten Olympiasieg. Der 35-jährige Bayer geht mit dem großen Vorsprung von 0,80 Sekunden auf den vierfachen Olympiasieger und 18-fachen Weltmeister Francesco Friedrich mit Anschieber Alexander Schuller in den zweiten Tag. Adam Ammour/Alexander Schaller komplettieren die deutsche Dreifachführung (+1,24). Lochner/Fleischhauer hatten in diesem Winter alle sechs Weltcup-Zweier, die sie gemeinsam bestritten haben, gewonnen

  • |Peter Karlik

    Schweizer NHL-Sar Kevin Fiala erlitt mehrere Brüche im Unterschenkel

    Eishockey-Star Kevin Fiala von den Los Angeles Kings hat bei den Olympischen Spielen mehrere Brüche im linken Unterschenkel erlitten. Der 29-jährige Stürmer der Schweizer Nationalmannschaft wurde in Mailand operiert, wie sein NHL-Club mitteilte. Fiala wird damit den Rest der NHL-Hauptrunde verpassen. Fiala war bei der 1:5-Niederlage am Freitagabend gegen Kanada mit Tom Wilson von den Washington Capitals zusammengeprallt. Dieser erklärte, es tue ihm „furchtbar leid“.

  • |Peter Karlik

    Kanada geht als Nummer eins ins Eishockey-Viertelfinale

    Mit einem 10:2-Erfolg über Frankreich hat sich Kanada beim olympischen Eishockey-Turnier der Männer in Mailand die Nummer-eins-Position im Viertelfinale gesichert. Die Startruppe um Connor McDavid und Sidney Crosby ist mit drei Siegen makellos und wartet nun auf einen Gegner in der Runde der letzten acht. Ebenfalls direkt im Viertelfinale stehen die USA, die nach einem 5:1 über Deutschland ebenfalls unbesiegt und die Nummer zwei sind, die Slowakei und Olympiasieger Finnland.

    Ihre Gegner werden in den vier K.o.-Duellen am Dienstag ermittelt. Da gibt es die Partien Schweiz gegen Gastgeber Italien, Deutschland gegen Frankreich, Schweden gegen Lettland und Tschechien gegen Dänemark. Das Viertelfinale findet einen Tag später statt.

  • |Andreas Heidenreich

    Keine Medaille für Skispringerinnen

    Österreichs Skispringerinnen haben bei der Olympia-Premiere für die Frauen auf der Großschanze eine Medaille verpasst. Teamleaderin Lisa Eder landete als beste Österreicherin am Sonntag in Predazzo auf Platz sieben. Normalschanzen-Siegerin Anna Odine Ström führte auf der Großschanze einen norwegischen Doppelsieg vor Eirin Maria Kvandal durch. Bronze ging an die Slowenin Nika Prevc.

    Die Erwartungen des ausgedünnten Springerinnen-Teams waren bereits im Vorfeld bescheiden gewesen. Zweitbeste ÖOC-Athletin wurde die etatmäßige Nordische Kombiniererin Lisa Hirner (18.), Julia Mühlbacher wurde 22., Meghann Wadsak 38. Der neue Super-Team-Bewerb der Männer bleibt am Montag die letzte Chance für die Springer-Sparte, um im sechsten Bewerb in Italien doch noch die erste Medaille zu holen.

  • |Peter Gutmayer

    Fehlstart nach Gold: Flock verpasst Mixed-Medaille

    Österreich hat nicht zu den Favoriten gezählt im Skeleton-Mixed-Bewerb. Aber am Tag nach Gold für Janine Flock im Einzel lebte der Traum von einer Medaille. Allerdings nicht lange. Flock hatte es eilig - zu eilig. Die Tirolerin legte einen Frühstart hin und bekam eine Strafe aufgebrummt. Am Ende belegte sie mit Partner Samuel Maier  Platz 9. Kleiner Trost: Auch ohne der Strafe hätte es nicht zu einer Medaille gereicht. Gold holte sich Großbritannien vor zwei deutschen Teams.

  • |Harald Ottawa

    Eisschnelllauf: 50. Olympia-Gold für die Niederlande

    Der niederländische Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam holte bei den laufenden Spielen bereits die zweite Medaille. Die 1000-m-Olympiasiegerin lief am Sonntag über ihre Nebenstrecke 500 m in 37,15 Sekunden zu Silber. Für das insgesamt 50. niederländische Eisschnelllauf-Gold bei Olympia sorgte derweil Leerdams Landsfrau und Weltmeisterin Femke Kok (36,49). Bronze sicherte sich die Japanerin Miho Takagi (37,27).

  • |Peter Gutmayer

    Gastgeber im Hoch

    Gastgeber Italien hat bei den Olympischen Winterspielen den eigenen Olympia-Medaillenrekord schon vor Beginn der zweiten Woche geknackt. Durch die Gold-Triumphe von Skifahrerin Federica Brignone im Riesentorlauf und Biathletin Lisa Vittozzi sowie Silber des Snowboardcross-Teams und Bronze in der Langlauf-Staffel steht der Gastgeber schon bei 22 Medaillen, acht davon in Gold. Das hatte es bei Winterspielen für Italien noch nie gegeben. Der bisherige Rekord stand von 1994 in Lillehammer mit sieben Goldmedaillen und insgesamt 20 Mal Edelmetall. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (Coni) hatte vor Beginn dieser Spiele in Mailand und Cortina 19 Medaillen als Ziel ausgegeben. Im Medaillenspiegel rangiert Italien zur Halbzeit der Spiele auf Platz zwei hinter Norwegen. 

  • |Peter Gutmayer

    Anna Gasser sicher im Finale

    Snowboard-Star Anna Gasser bekommt zum Olympia-Abschied ihr großes Finale. Die Doppel-Olympiasiegerin im Big Air schaffte am Sonntag in Livigno im Slopestyle-Bewerb als Fünfte sicher den Einzug in die für Dienstag (13.00 Uhr) angesetzte Entscheidung der Top 12. Für die 34-Jährige wird es ihr letzter Auftritt bei Winterspielen. Youngster Hanna Karrer verpasste das Finale als 17. der Qualifikation ebenso wie Gassers Lebensgefährte Clemens Millauer als 25. bei den Männern. Gasser war zum Auftakt der Spiele in Italien in ihrer Paradedisziplin Big Air nach Stürzen nur Achte geworden. In der Slopestyle-Quali zeigte sie bereits im ersten Lauf einen soliden, aber nicht zu riskanten Run, der mit 73,50 Punkten locker für das Finale reichte. Ihre Startnummer hatte die Kärntnerin fest angebunden, um bei langsamen Bedingungen möglichst wenig Geschwindigkeit zu verlieren. Im zweiten Durchgang zeigte Gasser erneut eine technisch anspruchsvolle Rail-Sektion, beim zweiten Sprung setzte es sie aber nach der Landung in den Schnee. Einen höheren Score als Österreichs dreimalige Sportlerin des Jahres verzeichneten in der Qualifikation nur ihre enge Freundin, die neuseeländische Titelverteidigerin Zoi Sadowski-Synnott (88,08 Pkt.), Big-Air-Olympiasiegerin Koko Murase aus Japan (84,93), die Koreanerin Yu Seung-eun (76,80) und mit Reira Iwabuchi eine weitere Japanerin (73,65). 

  • |Peter Gutmayer

    Biathlon: Vitozzi fehlerfrei zu Gold, Andexer zurück

    Knapp 40 Minuten nach Ski-Königin Federica Brignone in Cortina hat es auch in Antholz großen Jubel um Heim-Gold gegeben. Lisa Vittozzi gewann am Sonntag mit einer fehlerfreien Schussleistung die 10-km-Biathlon-Verfolgung 28,8 Sekunden vor der norwegischen Sprint-Olympiasiegerin Maren Kirkeeide (3 Strafrunden) und 34,4 Sek. vor der Finnin Suvi Minkkinen. Das ÖOC-Trio Anna Andexer (3), Lisa Hauser (4) und Anna Gandler (3) beging zu viele Fehler. Andexer wurde als Beste 21. Hauser landete unmittelbar vor Gandler auf Rang 29. Andexer war als Sprint-Neunte mit Chancen auf einen Spitzenplatz ins Rennen gegangen, verzeichnete aber gleich beim ersten von 20 Schuss einen Fehler, während sich Hauser mit zwei fehlerfreien Liegendschießen schon auf Rang 14 vorarbeitete. Doch bei den Stehendschießen unterliefen ihr zunächst ein und beim letzten dann sogar drei Fehler, womit sich ihre Aufholjagd wieder im Nichts auflöste. Hauser war im Sprint 30. gewesen, Gandler 32. Vittozzi mit cooler Schussleistung zu Gold An der Spitze brachte sich Vittozzi als Sprint-Fünfte vor allem dank fünf Volltreffern in nur rund 20 Sekunden beim zweiten Liegendschießen in Front auf Goldkurs. Kirkeeide kämpfte sich nach dem dritten Schießen zwar nochmals an die Spitze zurück, doch am Ende beging sie unter Druck drei Fehler, während die 31-jährige Vittozzi cool blieb. Die Einzel-Weltmeisterin 2024 hat nach Silber und Bronze jeweils mit der Mixed-Staffel nun einen kompletten olympischen Medaillensatz. Für die Biathletinnen und Biathleten stehen noch die Staffeln (Dienstag Männer, Mittwoch Frauen) sowie die Massenstartrennen (Freitag Männer, Samstag Frauen) auf dem Programm. Während das Massenstartrennen bei den Männern ohne Österreicher in Szene geht, sind Anna Andexer und Lisa Hauser zum Abschluss nochmals am Start.

  • |Alexander Strecha

    Bob: Beierl hört nach zwei Läufen auf

    Nicht einmal drei Wochen nach einem Mittelfußknochenbruch samt Operation stand Katrin Beierl am Sonntag im Monobob bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 am Start. 

    Nach zwei von vier Läufen liegt die 32-jährige Niederösterreicherin auf Rang 17 – auf die Läufe drei und vier wird Beierl am Montag jedoch verzichten. 

    Vorne führt die Deutsche Laura Nolte (1:59,12 Minuten) vor den beiden US-Amerikanerinnen Elana Meyers Taylor (+0,22 Sekunden) und Kaillie Armbruster Humphries (+0,31 Sekunden). Die weiteren Starts sind nicht in Gefahr.

  • |Peter Gutmayer

    Königin Federica von Cortina

    Federica Brignone schnappte sich nach Gold im Super-G auch den Sieg im RTL. ÖSV-Hoffnung Julia Scheib ging leer aus.

  • |Peter Gutmayer

    Nachträgliche Medaillen für Österreichs Biathleten

    Viele Jahre nach Auffliegen des russischen Staatsdopingskandals haben die österreichischen Biathleten am Sonntag in Antholz nachträglich Olympia-Medaillen erhalten. Christoph Sumann rückte im Massenstart der Winterspiele von 2010 vom vierten Rang auf und bekam Bronze umgehängt. Die in Sotschi 2014 ursprünglich drittplatzierte Staffel mit Sumann, Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger und dem nach wie vor aktiven Simon Eder erhielt Silber. Die Ehrung der aufgerückten Medaillengewinner wurde vor tausenden Fans unter Mitwirkung von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und Ex-ÖOC-Chef und IOC-Mitglied Karl Stoss vorgenommen. Eder war unmittelbar vor der Übergabe in der Verfolgung 36. geworden. Die Neuvergaben sind der nachträglichen Disqualifikation von Jewgenij Ustjugow geschuldet. Dem Russen sind wegen erwiesenen Dopings nach langwierigen Prozessen alle Ergebnisse von 2010 bis 2014 aberkannt worden, die letzten Sportgerichtsurteile wurden im Vorjahr rechtskräftig. Ustjugow hatte 2010 in Kanada den Olympia-Massenstart vor Martin Fourcade gewonnen, der Franzose erhielt nun Gold, der Slowake Pavol Hurajt Silber und der mittlerweile im ÖSV als Biathlon-Chef tätige Sumann eben Bronze. 2014 in Sotschi war Ustjugow Teil des siegreichen Staffel-Quartetts der Gastgeber, diese Goldene hält nun Deutschland vor Österreich und Norwegen mit Johannes Thingnes Bö und Ole Einar Björndalen. 

  • |Harald Ottawa

    Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg

    Auf einem Parkplatz für die Olympischen Winterspiele in Italien ist eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Sprengkörper wurde in der Nähe des Austragungsorts für die Skisprung-Wettbewerbe in Predazzo gefunden, wie die Polizei mitteilte. Normalerweise wird das Parkplatz-Gelände zur Lagerung von Holz genutzt. Die Handgranate sei von Experten entschärft worden. Für die öffentliche Sicherheit habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, hieß es. 

  • |Harald Ottawa

    Schwedischer Sieg bei der Biathlon-Verfolgung

    Martin Ponsiluoma gewann die Verfolgung in Antholz gewonnen. Der Schwede setzte sich mit einem fehlerfreien letzten Schießen an die Spitze, weil der bis dahin klar führende Emilien Jacquelin zwei Strafrunden schoss. Der Franzose gewann hinter Ponsiluoma und Sturla Holm Lägreid (NOR) die Bronzemedaille.

    Die Österreicher landeten erwartungsgemäß im geschlagenen Feld.  Auf Platz 36 landete Simon Eder (+4:22,1 Min./3), unmittelbar dahinter Fabian Müllauer (+4:24,8/5), Patrick Jakob kam auf Platz 55 (+6:42,7/5.

  • |Peter Gutmayer

    Wolf im Finale

    Freeskierin Lara Wolf hat die Qualifikationshürde des Big-Air-Bewerbs bei den Olympischen Spielen am Samstag sicher gemeistert. In Livigno erreichte die Tirolerin mit 160,25 Punkten als Achte das Finale der besten zwölf, das am Montag (19.30 Uhr) über die Bühne geht. Den Ton gaben die Kanadierin Megan Oldham (171,75), Eileen Gu aus China (170,75) und die Schweizer Slopestyle-Gewinnerin Mathilde Gremaud (169) an. „Ich bin so erleichtert, dass ich zwei gute Sprünge runtergebracht habe“, sagte eine sehr zufriedene Wolf der APA. „Die Quali ist richtig zach zum Fahren, weil man nicht genau weiß, was die anderen zeigen.“ Vor ihrem letzten von drei Läufen war die 25-Jährige im Livigno Snow Park unter Druck gestanden, sie schaffte es aber letztlich souverän ins Finale am Montag. In diesem hat sie ein klares Motto. „All-in. Ich gehöre da her und ich hol mir das“, kündigte Wolf an, die noch nicht ihre riskantesten Tricks gezeigt hat.

  • |Peter Gutmayer

    Vonn meldet sich aus dem Krankenhaus

    Lindsey Vonn berichtet, wie ihre vierte Operation verlaufen ist und freut sich, dass sie endlich nach Hause darf.

  • |Harald Ottawa

    Großes Ausrufezeichen von Biathletin Andexer

    Anna Andexer zeigte im Olympia-Sprint der Biathletinnen als Neunte auf. Den ersten Top-Ten-Platz in Einzelrennen des ÖOC-Teams in Antholz erreichte die Salzburgerin mit einer fehlerfreien Schuss- und guten Laufleistung. Ihr Rückstand auf Siegerin Maren Kirkeeide betrug 1:09,4 Min, die Norwegerin gewann fehlerfrei 3,8 Sek. vor der am Schießstand ebenso makellosen Oceane Michelon. Deren französische Landsfrau Lou Jeanmonnot holte Bronze (+23,7/1). 

    Die 23-jährige Andexer gilt schon länger als große rot-weiß-rote Zukunftshoffnung und bestätigte dies nun bei ihren ersten Spielen. Im Einzel war die Salzburgerin in der Höhe Südtirols bloß auf Rang 62 gekommen, fünf Fehlschüsse waren besonders in diesem Bewerb schmerzhaft. Ohne die hätte sie aber auch schon da lediglich rund eine Minute auf die Siegerin gehabt. Mit dem jetzigen Rückstand hat die ehemalige Sprint-Dritte bei Jugend-Olympia am Sonntag (14.45 Uhr) in der Verfolgung über 10 km eine gute Ausgangsposition. Andexer mit guter Ausgangsposition für Verfolgung „Es ist genial, dass es die Top Ten sind“, jubelte Andexer, die am Sonntag (14.45) die Verfolgung in Angriff nimmt.

     Auch ihre Landsfrauen Lisa Hauser und Anna Gandler werden in der Verfolgung dabei sein, allerdings mit weniger guten Erfolgsaussichten. Hauser verbuchte liegend und stehend je einen Schießfehler und wurde 1:50,4 Min. zurück 30., Gandler mit einem Stehend-Fehler exakt vier Sekunden langsamer 32. Für die statt Tamara Steiner zum Zug gekommene Anna Juppe wurden es bei drei Schießfehlern 3:28,0 Min. Rückstand.

  • |Harald Ottawa

    Starke Langlauf-Staffel

    Die österreichische Langlauf-Staffel der Frauen über 4 x 7,5 km hat sich am Samstag im Olympia-Rennen in Tesero mit Rang zehn sehr gut geschlagen. Das Quartett Teresa Stadlober und Heidi Bucher jeweils im klassischen Stil sowie Katharina Brudermann und Lisa Achleitner im Skating waren weit weg von einer Überrundung, dürfen zufrieden bilanzieren. Der Sieg ging unerwartet an Norwegens Equipe, da die favorisierten Schwedinnen durch einen Sturz von Ebba Andersson zurückfielen. 

  • |Harald Ottawa

    Kondome auch in Cortina in aller Munde

    Der hohe Verbrauch an Gratis-Kondomen bei Olympia in Cortina d'Ampezzo amüsiert auch die Athletinnen und Athleten - und das Internationale Olympische Komitee. „Das Klischee ist, dass der Valentinstag im olympischen Dorf im vollen Gange ist“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams mit einem Augenzwinkern. „Es ist die Regel 62 der Olympischen Charta, dass es eine Kondomstory geben muss.“ Bei jeder Ausgabe der Olympischen Spiele sind die Gratis-Kondome wieder ein großes Thema. Im olympischen Dorf in Cortina seien die mehreren Tausend Präservative mit dem Olympia-Logo, die für die Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung gestellt wurden, alle weg, hatte die Tageszeitung „La Stampa“ berichtet.

Wo Österreich bei Olympia die größten Medaillen-Chancen hat Ein Jahrhundert Winterspiele: Verbrecher, Frühaufsteher und süße Prämien Olympia-Geschichte: Als der Winter olympisch wurde Das ABC der Winterspiele in Mailand/Cortina

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